SaschaSalamander
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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Komödie

Solange Du da bist

Ich bin kein großer Fan romantischer Komödien, Filme wie "Notting Hill", "Kate und Leopold", "Schlaflos in Seattle", "Ein Chef zum Verlieben" oder viele andere in dieser Art sind nicht so wirklich mein Ding, sind mir meist zu seicht, und wirklich lustig finde ich sie auch nicht unbedingt. "Email für Dich" fand ich ganz witzig (obwohl seicht und platt, trotzdem irgendwie süß), aber sonst ... *grübel* ... aber trotzdem, man kann es ja zwischendurch immer wieder einmal probieren. Und von "Solange Du da bist" habe ich von einigen Freunden sehr viel Gutes gehört. 80 Cent in meiner Videothek, das wäre kein großer Verlust, also ran. Und ich bin froh, dass ich ihn mir angesehen habe!

Elizabeth ist hart arbeitende Ärztin im Krankenhaus, ihr Privatleben leidet sehr unter dem harten Einsatz, sie gilt als graue Maus und erntet von Bekannten und Kollegen vor allem heimliches Mitleid. Da hat sie auf dem Nachhauseweg plötzlich einen tragischen Unfall ...

David sucht dringend eine Wohnung. Warum, darüber will er nicht reden. Nachdem ihm keine Wohnung passt, fliegt ihm "zufällig" ein Zettel mit einer Annonce direkt vors Gesicht, und spontan entscheidet er sich für diese Traumwohnung.

Doch diese Wohnung wird "bespukt": Elizabeths Geist taucht plötzlich auf und behauptet, dies sei ihre Wohnung. David beansprucht die Wohnung natürlich für sich. Und Lizzy braucht ganz schön lange, bis sie endlich ihren Zustand akzeptiert. Anfangs versuchen die beiden alles, sich gegenseitig loszuwerden, aber bald arbeiten sie zusammen. Sie bittet ihn, ihr zu helfen: warum muss sie als Geist hier bleiben? Und wer war sie in ihrem früheren Leben eigentlich gewesen? Wie ist sie gestorben?

Ein köstlicher Film. Die Witze sind nicht zu aufgedreht, die Romantik ist nicht zu kitschig. Ich musste sehr oft lachen. Die Versuche, den Geist zu "exorzieren", ihr zickiges Gehabe, allein schon das Sofatesten bei den Wohnungsbesichtigungen zu Beginn. Keine überdrehte Komik, wie sie heute leider in vielen Filmen oft üblich ist, sondern einfach witzige Alltagsszenen, wie sie überall passieren könnten (naja, vom Exorzismus einmal abgesehen).

Man kann dank kleiner Hinweise stellenweise erahnen, in welche Richtung sich der Film bewegen wird, es gibt eine recht gelungene und spannende Wendung. Die Geschichte ist so erzählt, dass man richtig mit beiden mitfühlen kann. Die Charaktere sind einfach sympathisch. Er der lässige junge Mann, frech und selbstbewusst, nur manchmal zeigt er ein wenig von seiner Trauer und Unsicherheit. Sie die zickige Tussi, die langsam mehr über sich selbst erfährt und immer ernster wird, als ihr die Trostlosigkeit ihres bisherigen Lebens bewusst wird. Die beiden passen einfach prima zusammen. Mark Ruffalo war mir bis dato unbekannt, Reese Witherspoon ("Clueless", "Natürlich blond", "Sweet Home Alabama") mag ich sowieso sehr gerne. Ich finde es schön, dass sie hier eine ernstere Rolle spielt, denn das dumme Blondchen habe ich ihr nie wirklich abgenommen.

Das Buch (Marc Levy) zum Film soll wesentlich ernster sein, und ich werde es mir demnächst auf jeden Fall beschaffen, denn dieser Film hat mich begeistert. Ein Film, der wirklich zu empfehlen ist. Leichte Unterhaltung für die ganze Familie, jedoch nicht ohne ernste Untertöne und stellenweise auch hintergründigen Humor. Auch für Romantikmuffel geeignet ;-)

SaschaSalamander 19.04.2006, 09.30 | (0/0) Kommentare | PL

Shall we dance

CoverBei Asiafilmen denken die meisten Zuschauer vor allem an Martial-Arts Techniken (Tiger and Dragon, Hero) oder Horror wie (The Ring, The Grudge, Dark Water). Inzwischen gibt es aber immer mehr Filme, die Anklang beim westlichen Publikum finden. Vor einiger Zeit war bei uns der Film "darf ich bitten" mit Richard Gere" in den deutschen Kinos zu sehen. Das Original hierzu stammt aus Japan und heiß eigentlich "Shall we dance".

Shohei Sugiyama ist Büroarbeiter, er hat eine kleine Familie und ein eigenes Haus. Eigentlich müsste er zufrieden sein. Jeden Tag, wenn er mit der Bahn nach Hause fährt, sieht er eine hübsche Frau am Fenster einer Tanzschule stehen, sie beschäftigt ihn. Um sie näher kennenzulernen, meldet er sich für einen Kurs an. Seine Frau weiß nichts davon, doch wenn er nach Hause kommt, scheint er sehr zufrieden, an seinem Hemd ist der Geruch nach fremdem Parfum. Sie engagiert einen Privatdetektiv, der ihn beschatten soll.

Es ist vorab anzumerken, dass der Gesellschaftstanz in Japan anders angesehen wird als bei uns. Dort ist es unschicklich, wenn Mann und Frau sich in der Öffentlichkeit so eng umschlingen, sich miteinander bewegen. Sogar bei Ehepaaren gilt es als ungehörig. Dies ist auch der Grund, weshalb Sugiyama seiner Frau diese Leidenschaft verschweigt.

"Shall we dance" ist eine Komödie, die mir einen gemütlichen Nachmittag zu zweit beschert hat. Nicht zu oberflächlich, ohne Schnulz und Kitsch, aber dennoch amüsant und gut verdaulich. Da es auch viele längere und aussagekräftigen Szenen ohne Dialoge gibt, kann der Zuschauer selbst interpretieren, wodurch der Film an Tiefe und Inhalt gewinnt. Es gibt außerdem einige komischen Nebencharaktere, die vor allem im Bildhintergrund für ein herzhaftes Lachen sorgen. "Beschwingt" trifft die Grundstimmung sehr gut, jedoch erfreulicherweise ohne den typischen amerikanischen Style. Die Schauspieler glänzen nicht wie Richard Gere oder Jennifer Lopez mit ihrem Aussehen, sondern durch menschliche Wärme und Natürlichkeit.

Das Remake habe ich noch nicht gesehen, werde es mir aber die nächsten Tage in den DVD-Player legen. Ich bin gespannt, ob der Film wie viele anderen Remakes 1:1 übernommen wurde oder es einige Abwandlungen gibt. Aber nach diesem schönen Original wird Richard es bei mir als Fan des Asia-Filmes schwer haben ;-)

SaschaSalamander 23.09.2005, 09.17 | (0/0) Kommentare | PL

Kiss Kiss Bang Bang

Letzte Woche war ich im Eröffnungsfilm des Fantasy-Filmfestes, weil ich Freikarten geschenkt bekam. Leider gab es weder Untertitel noch Synchronisation, aber trotzdem war der Film recht gut verständlich im amerikanischen Original: Kiss Kiss Bang Bang vom Regisseur Shane Black. Zugegeben, dieser Name sagte mir bis dato gar nichts. Aber ich werde ihn mir nun auf jeden Fall gut merken!

Eine Inhaltsangabe zu diesem Film zu machen, fällt mir sehr schwer, auch ihn überhaupt einem Genre unterzuordnen oder ihn kurz zu beschreiben. Eine Rezension flält mir sowieso schwer ... Tja, und jetzt? Hm ... *grübel* ... jedes Wort über den Inhalt wäre eigentlich schon zuviel, denn die Handlung selbst ist so abgedreht, dass sie sich schwer zusammenfassen oder auf einen Punkt bringen lässt. Auch die offizielle Seite des Festivals veröffentlicht keine Inhaltsangabe, nur eine Beschreibung. Deswegen nur ein kurzer Versuch meinerseits:

Harry ist eigentlich nur ein Gelegenheitsdieb, ein kleiner Fisch. Durch Zufall gerät er in ein Casting und soll nun die Hauptrolle übernehmen. Dafür soll er sich einiges von dem Detektiv Gay Perry anlernen. Die beiden geraten von einem Schlamassel in den nächsten, Leichen pflastern (unfreiwillig) ihren Weg, und überhaupt geht alles schief ...

Der Humor des Films erinnerte mich an vielen Stellen sehr stark an Quentin Tarantino. Abgedreht, tiefschwarz, sogar Leichen können witzig sein und Chaos verursachen. Noch mehr vom Pech verfolgt zu sein als Harry ist kaum möglich! Und immer, wenn man denkt, das war es, setzt der Film noch eins drauf. Die Zuschauer lagen stellenweise fast unter den Stühlen vor Lachen! Die berühmte Szene aus Pulp Fiction, in der die Gangster mit dem Auto über eine Erhebung in der Straße fahren und sich versehentlich ein Schuss löst, ist wohl die beste Beschreibung für den Humor in Kiss Kiss Bang Bang. Oder Bills (Kill Bill) markanter Satz "ich habe eben einfach überreagiert, Honey" ...

Aber was ich auch schreibe, ich habe den Eindruck, dass ich einfach nicht vermitteln kann, was dieser Film dem Zuschauer alles geboten hat. Bereits in der ersten Szene saßen wir gebannt vor der Leinwand, hielten den Atem an und wussten nicht, welcher Anblick uns erwarten würde, als der Vater den Deckel der Kiste der zersägten Jungfrau anhebt und ...

Ich verweise deswegen einfach auf die >Beschreibung auf der Festivalseite< und hoffe, dass ihr etwas schlauer daraus werdet als ich. Denn erst, nachdem ich diesen Film gesehen hatte, verstand ich, was der Autor damit meinte. Und weil ich merke, dass ich jetzt schon wieder nur um den heißen Brei rede, ohne wirklich zu erzählen, nur noch kurz zum Abschluss: Wem die Filme von Tarantino gefallen, der darf sich Kiss Kiss Bang Bang im Kino auf keinen Fall entgehen lassen, sobald er in Deutschland erscheint!

SaschaSalamander 13.08.2005, 09.09 | (0/0) Kommentare | PL



 






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