SaschaSalamander
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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Märchen

Der Lotse

Cover HörbuchIch habe bisher noch kein einziges Buch von Frederick Forsyth gelesen, kein Hörspiel gehört und keinen Film gesehen. Da er aber doch sehr bekannt ist, war ich sehr gespannt auf das Hörspiel "der Lotse". Erst einmal etwas Kurzes zum Kennenlernen ;-)

Ein Ich-Erzähler fliegt am Heiligen Abend in seiner Maschine durch die Nacht, als seine Elektrik mitsamt Funk ausfällt. Der Nebel ist dicht, der Treibstoff geht aus, eine Landung ist unmöglich. Hilflos versucht er mit verschiedenen Flugmanövern auf seine Lage aufmerksam zu machen, in der Hoffnung, auf irgendeinem Radar würde dies auffallen. Lange Zeit fliegt er, beschreibt seine Gedanken, Ängste. Als alles verloren scheint, taucht eine Maschine aus dem zweiten Weltkrieg aus dem Nebel auf und lotst ihn durch den Nebel. Er möchte sich bei seinem Retter bedanken, doch ...

Hm ... mein Eindruck war eher gemischt ... ich hörte es im Auto, und der Fahrer war nicht sehr viel begeisterter als ich, eher noch weniger. Zwei CDs. Und weit über die Hälfte beschreibt den Flug des Piloten durch die Nacht. Ich interessiere mich wenig für Fliegerei, Amaturen, Flugzeuge, und interessante private Dinge erzählte er kaum.

Es gab auch keine sonderlichen Überraschungen. Heiliger Abend ... eine seltsame Maschine aus dem zweiten Weltkrieg ... es war keine Überraschung für mich, wir rechneten beide bereits mit diesem Ende (wenngleich ich nicht gedacht hätte, dass Forsyth auch so etwas schreibt). Ich hatte gehofft, dass es doch noch einen Aha-Effekt gibt, oder dass eine ungewöhnliche Wendung eintritt, aber nichts dergleichen. Wir saßen nach dem Hörspiel da ... sahen uns an ... zuckten die Schultern und legten wieder Musik ein.

Naja, ich probiere es demnächst einmal mit dem Schakal von Forsyth. Aber momentan reizt es mich wenig, das nächste Werk von ihm zu probieren. Hat er immer so langweilige Sachen?!?

SaschaSalamander 09.08.2005, 09.07 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Wolfswald

Als Kind/Jugendliche fiel mir das Buch "Wolfswald" von Mary Stewart in die Hände. Es ist eines der wenigen Bücher, die ich später ein zweites Mal gelesen habe und das mich damals tief beeindruckt hat.

Weil ich bis heute noch an dieses Buch denken musste, habe ich es mir erneut geliehen. Ich wollte wissen, was die Faszination für mich ausmachte, ob es mich heute noch genauso faszinieren würde.

Die Geschwister John und Margaret machen mit ihrer Familie Urlaub im Schwarzwald. Während die Eltern schlafen, läuft plötzlich ein weinender Mann an ihnen vorbei in den Wald hinein. Sie folgen ihm und stoßen auf ein altes, scheinbar verlassenes Haus. Auf dem Weg zurück treffen sie wieder den weinenden Mann, der ihnen nun seine Geschichte erzählt: er, Mardian, ist ein Freund des Herzogs Otho. Der böse Magier Almeric will sich des kranken Herzogs entledigen. Mardian wollte Otho warnen, deshalb wurde er mit einem bösen Zauber belegt und in einen Werwolf verwandelt. Die Kinder sind seine letzte Hoffnung, den Fluch zu brechen und Herzog Otho vor Almeric schützen.

Inzwischen würde das Buch wohl nicht mehr diesen Eindruck von damals bei mir hinterlassen, ich bin eben doch etwas älter und anspruchsvoller geworden ;-)
Aber es ist nett. Kurz, leicht und angenehm geschrieben. Es ist recht einfach gehalten, und man darf nicht allzu realistisch angehen. Die Dialoge sind sehr kindlich-naiv, ohne dümmlich zu wirken.

Es beginnt bereits sehr spannend, ohne später langweilig zu werden. Da es Kleinformat ist und nur 145 Seiten hat, wird man es in einem Rutsch durchlesen.
Die Handlung ist klar strukturiert und ohne Nebenstränge gebaut. Klassisches Abenteuer: Begegnung, Aufgabenstellung, Eindringen in die Burg, Zusammentreffen mit anderen, Umsetzung des Planes, Showdown mit allen Beteiligten, Happy End.

Doch, ich kann dieses Buch bedenkenlos empfehlen. Ich halte es für besonders geeignet zum Vorlesen oder als liebenswerte Geschichte für einen Abend auf dem Sofa.

SaschaSalamander 24.05.2005, 19.01 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Peter Pan

Es gibt unzählige Verfilmungen und Buchvariationen von Peter Pan, momentan sorgt der Film "Wenn Träume fliegen lernen" über den Autor dieses wunderschönen Kinderbuches für eine neue Belebung dieses Themas.

Ich kann gar nicht mehr sagen, wie viele Varianten ich überhaupt schon gesehen und gelesen habe ... und schändlicherweise muss ich gestehen, dass ich nicht weiß, ob das Original auch darunter war oder nicht, sodass ich jetzt gar keine Vergleiche zwischen dem Original und diesem Film stellen kann ... aber ich habe mir das Buch bereits auf meinem SuB vorgemerkt, ein zweites Mal kann nicht schaden ;-)

Meine liebste Umsetzung des Themas bisher ist Hook. Nicht nur, weil ich großer Fan von Robin Williams bin (wirklich groß, ... ich habe hier Filme von ihm, von denen wissen die wenigstens, dass er die überhaupt gemacht hat *g*), sondern weil er einfach großartig ist in jeder Hinsicht, ...

Dieser Film ist die neue Umsetzung des Werkes, und mir persönlich gefällt er auch sehr gut. Da ich mich gestern zum ersten Mal wieder fit fühlte, mir einen längeren Film anzusehen, habe ich mir gleich ein zauberhaftes Märchen geschnappt ... wenn ich schon krank bin und mich mit meinem zerknuddelknautschten Teddy in die Decken kuschele, dann gehört das einfach dazu ;-)

Die Geschichte nimmt sich ein paar wenige Freiheiten, die mir sehr gefallen. Besonders schön finde ich die Romanze zwischen Wendy und Peter. Normalerweise mag ich es nicht, wenn irgendwo Liebe hineininterpretiert wird, in diesem Fall finde ich es sehr schön und vor allem zur Geschichte passend. Die Andeutung über den Kuss, der in Wendys Mundwinkel versteckt ist, ... die Beziehung zwischen Wendy und Peter, an der Schwelle zwischen Kindern und Erwachsenen, Spielenden und Liebenden.

Mit Wendy haben sie eine wirklich sehr hübsche Schauspielerin ausgewählt, die man sofort ins Herz schließen muss. Hook ist herrlich böse, die Piraten sind wunderbar tumb, die verlorenen Jungs richtig quirlig, es passt einfach alles ... aber am besten ist Peter.

Ach, ich wage es ja gar nicht zu sagen ... so ein junger Spund ... aber er hat dieses gewisse Etwas, bei dem wohl jede Frau schwach wird ... dieses spezielle Lächeln kombiniert mit diesem Blick, da kann wohl keine widerstehen (nicht einmal ich) ... wenn Peter die Hand ausstreckt "Komm mit mir, komm mit ins Nimmerland", dann würde man ihm sofort überallhin folgen ;-)

Gut und Böse sind in diesem Film ganz klar getrennt, Formen und Farben alleine sind schon ein Zeichen dafür, wen man gerade vor sich hat und wo man sich derzeit befindet. Besonders gut gefällt mir die schwarze Burg, sie sieht richtig furcherregend aus! Das Geheimversteck der verlorenen Jungs ist in weichen, warmen Farben gehalten, wo man sich sofort wohlfühlen kann.

Stellenweise wirken Farben oder Szenenaufbau ein wenig überladen, etwa der Flug von London ins Nimmerland oder die Szene "ich glaube an Elfen" ... aber das ist wohl Geschmackssache und gehört in einem Film wie diesem einfach dazu. Ich habe mich zumindest nicht sonderlich daran gestört.

Die Flugszenen sind wunderschön gemacht, sie sehen sehr real aus, und bei den Extras auf der DVD kann man auch sehen, wie sie gemacht wurden. Schon beeindruckend, was da für ein enormer Aufwand dafür betrieben wurde bei Peter. Die Arbeit hat sich gelohnt!

Ach, der Film hat mir einfach gefallen. Ich wäre zu gerne mit Wendy und Peter ins Nimmerland geflogen. Die schönen Gedanken fürs Fliegen, die hat man nach diesem Film ganz bestimmt ... fehlt nur noch der Feenstaub ;-)

SaschaSalamander 24.04.2005, 19.29 | (0/0) Kommentare | PL



 






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