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Darkside Park Staffel 3 - Folge 17 und 18

menger_park03.jpg17 - FRISCHLING, FRISCHLING

Autor: >Raimon Weber< (G. Burns, Point Whitm., Mindnapping ua)

Sprecher: J Kerzel (Jack Nicholson ua)

Daniel Chester Kipling, der zu seinem Leidwesen leider Kip genannt wird, empfängt die Gäste im Hudson Tower und bedient den Lift. Bald ist es soweit, bald ist sein Dienst beendet, darauf arbeitet er hin, denn was er bisher hier erlebt hat, konnte er nur noch mit heftigen Medikamenten überstehen. Er muss Dinge mitansehen, die kein Mensch ertragen kann, und bisher hat er immer geschwiegen. Bisher ...

Sowohl der Plot als auch der Sprecher sind hervorragend, passen sehr gut zusammen. Sie spielt nur im Lift, im "Monet", so genannt wegen des originalen Gemäldes an der Wand des Aufzugs. Dort im Lift steht Kip, macht sich seine Gedanken, kommentiert für den Hörer das Erlebte. Er ist ein durch und durch sympathischer Charakter. Man fragt sich, was ihn überhaupt bewegt hatte, diese Arbeit anzunehmen, und warum er sich nicht dagegen wehrt. Zugleich verspürt man Mitleid über all die Schrecken, die er mitansehen muss, wenn die Anwälte und anderen Würdenträger sich selbst vergessen und ihn die "Reste beseitigen" lassen. Diese Geschichte geht nahe, zeigt sie, wie kalt und grausam Menschen sein können. Zugleich erfährt man wieder ein bisschen mehr über Porterville und den 56. Stock, doch Antworten gibt es nicht, die wird es erst im letzten Teil geben ...

Was Kerzel betrifft, gibt es nicht viel zu sagen. Er passt, als hätte man die Rolle für ihn geschrieben, ich sah regelrecht einen Film vor mir ablaufen, während ich diese Episode hörte. Er ist die Stimme von Jack Nicholson, bis vor kurzem war er Erzähler bei JOHN SINCLAIR, er sprach / sang meinen liebsten Song bei E NOMINE, und auch sonst begegnet man ihm im Alltag häufig. Er ist eine der Stimmen, die man einfach kennt, selbst wenn man weder Filme ansieht noch Hörbücher hört. Und er weiß seine Stimme einzusetzen, wow!


18 - WILLKOMMEN IN PORTERVILLE

Autor: >Hendrik Buchna< (Die Dr3i)

Sprecher: >Jürgen Thormann< u.a. (M v Sydow, I McKellen, uvm)

Martin Prey hat es endlich geschafft, den 56. Stock zu erreichen! Hier trifft er nun auf den Bürgermeister der Stadt, Angus Hudson. Und hier soll er nun also erfahren, was mit Porterville auf sich hat. Doch wird er die Wahrheit wirklich verkraften?

Ein rundum gelungener Abschluss der Serie, der mich wirklich begeistert hat. Ich werde in einer gesonderten Rezension auf die gesamte Reihe und somit auch das Ende eingehen. Aber vorab soviel: ich hatte große Angst vor dem Ende, denn ich hatte viel Negatives darüber gelesen. Aber Hendrik Buchna (und natürlich auch I L Menger sowie die anderen beteiligten Autoren) hatten es geschafft, mich durchweg zufriedenzustellen. Hier und da gibt es offene Fragen, aber dies verleiht manchen Geschichten auch einen gewissen Reiz, und gerade hier bei DARKSIDE PARK passt es.

Besonders gefielen mir die Dialoge zwischen Hudson und Prey. Der eine großväterlich, manchmal leicht tadelnd und doch vermeintlich sanft und nett im Tonfall, in seinen Worten jedoch unmoralisch, selbstsüchtig und ohne jegliches Mitgefühl gegenüber anderen. Der andere dem Wahnsinn nahe, überreizt und aggressiv, zugleich aber auch kurz vor dem Zusammenbrechen und hilfos ob der schrecklichen Dinge, die er nun nach und nach erfährt. Die Wortgefechte zwischen den beiden sind gekonnt.

Und man hätte keinen besseren nehmen können als einen meiner Lieblingssprecher, Jürgen Thormann. Er passt perfekt in die Rollen der Bösewichter, die mit einem Lächeln im Gesicht auftreten und alles Menschliche auf den Kopf stellen, ob nun in NEEDFUL THINGS, als Magneto in den X-MEN oder in vielen anderen Filmen und Hörspielen. Er verkörpert die Art von Antagonist, die ich am meisten schätze: bösartig durch und durch, aber dennoch mit sehr viel Verstand und Überzeugungskraft, fast schon hypnotischem Charisma.

Ich hätte mir gewünscht, dass man mehr erfährt, gerne hätte die Folge doppelt so lang sein dürfen. Die wichtigsten Geheimnisse wurden geklärt, doch durch das Beantworten der Fragen stellten sich weitere Fragen, und das hier geschaffene Universum ist einfach zu spannend, als dass man es einfach hierbei belassen sollte. Ich hoffe inständigt, dass weitere Geschichten folgen werden, das Ende ist offen, und es bietet gute Ansätze für eine Fortsetzung (was nicht sein muss, hier aber durchaus wünschenswert ist. Sogar für mich, die ich offene Enden mag und Fortsetzungen eher widerwillig als Geldschneiderei betrachte)

Insgesamt von allen Folgen eine meiner liebsten. Abgesehen davon, dass ich sie gerne länger ausführlich gehabt hätte, ist es sogar meine Lieblingsfolge, und allein schon die Dialoge zwischen Hudson und Prey sind es wert, die Folge mehrfach zu hören.

SaschaSalamander 10.08.2012, 13.29

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