SaschaSalamander
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Ausgewählter Beitrag

Experiment Zero

Über Label, Macher, Sprecher möchte ich diesmal gar nicht so viel erzählen. Habe gerade wenig Zeit für eine Rezension. Möchte aber trotzdem das Werk wenigstens kurz vorstellen, weil es mich hervorragend unterhalten hat und mit all seinen Nerd-Anspielungen wirklich genial ist :-)

Der Protagonist erwacht in einem Gebäude, erinnert sich nicht. Macht nichts, eine freundliche Computerstimme hilft ihm und erklärt alles. Er habe sich bereiterklärt, an einem Experiment teilzunehmen. Und jetzt müsse er Aufgaben in verschiedenen Räumen lösen, dabei eine knappe zeitliche Frist einhalten. Sehr schnell wird klar, dass die vorgegebene Zeit zu knapp und die Aufgaben nicht zu bewältigen sind, ein tödliches Spiel. Wohin und wie soll der Proband flüchten? Und wer steckt hinter diesem teuflischen Experiment?


Die Story ist nicht neu. Ein Prota mit Gedächtnisverlust in tödlichen Räumen, das ist Cube. Eine Computerstimme, die Kuchen verspricht und in freundlichem Ton böse Dinge sagt, ein Begleiter-Kubus, das ist natürlich Portal. Eine der Aufgaben erinnert an Saw. Wäre es ein Film, gliche die Machart einem Found Footage mit Wackelkamera in Echtzeit, da gibt es viele Referenzen. Auch sonst gibt es jede Menge Anspielungen an bekannte Filme, Spiele und Games, das Nerdherz wird höher schlagen und am Ende der Story sofort zurück zum Anfang gehen, um alles erneut zu hören. 

Die Sprecher machen ihre Sache top, alles klingt glaubwürdig (dem kleinen neuen Label und der einfachen Produktion gerecht, natürlich ist noch etwas Raum nach oben, aber meiner Ansicht nach kann es schon recht gut mit einigen Großen mithalten, zumal vor allem die Computerstimme in Frau Schulz-Vobach perfekt professionell besetzt ist). 

Was mir neben dem stimmigen Soundtrack und den witzigen (naja, unpassendes Wort, denn eigentlich ist es ja tödlich und gefährlich) Situationen gefallen hat, waren vor allem die Dialoge. Sehr schön wurde die künstliche KI nachgestellt, die auf Stichworte reagiert, Ironie oft nicht erkennt und ein vermeintlich normales Gespräch weiterführt, dadurch selbst bitterböse und umso ironischer wirkt, regelrecht sadistisch. Genial!

Eine knappe Stunde, die sich absolut lohnt. Der Genuss erhöht sich auf alle Fälle, wenn man sich mit Games und Filmen auskennt! Ich gebe zu, in verschiedenen Rezis las ich, dass Anspielungen auf sehr viele weitere Titel vorhanden seien, die ich so jedoch nicht erkannte, von manchen hatte ich noch nicht einmal gehört. Ich wage also zu behaupten, dass das Werk ein ziemlicher Insider ist. Aber keine Sorge, die Story ist auch ohne Anspielungen mitreißend. Wer die Insider nicht versteht, für den dürften die Wendungen und das Drumrum dafür weniger vorhersehbar sein, auch ein Vorteil ;-)

Alles in Allem: EXPERIMENT ZERO war klasse, und ich werde mich jetzt mal umsehen, ob die Macher noch mehr produziert haben oder es bei dieser kleinen Perle blieb ... 

SaschaSalamander 08.05.2015, 08.41

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