SaschaSalamander
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Ausgewählter Beitrag

Wolfswald

Als Kind/Jugendliche fiel mir das Buch "Wolfswald" von Mary Stewart in die Hände. Es ist eines der wenigen Bücher, die ich später ein zweites Mal gelesen habe und das mich damals tief beeindruckt hat.

Weil ich bis heute noch an dieses Buch denken musste, habe ich es mir erneut geliehen. Ich wollte wissen, was die Faszination für mich ausmachte, ob es mich heute noch genauso faszinieren würde.

Die Geschwister John und Margaret machen mit ihrer Familie Urlaub im Schwarzwald. Während die Eltern schlafen, läuft plötzlich ein weinender Mann an ihnen vorbei in den Wald hinein. Sie folgen ihm und stoßen auf ein altes, scheinbar verlassenes Haus. Auf dem Weg zurück treffen sie wieder den weinenden Mann, der ihnen nun seine Geschichte erzählt: er, Mardian, ist ein Freund des Herzogs Otho. Der böse Magier Almeric will sich des kranken Herzogs entledigen. Mardian wollte Otho warnen, deshalb wurde er mit einem bösen Zauber belegt und in einen Werwolf verwandelt. Die Kinder sind seine letzte Hoffnung, den Fluch zu brechen und Herzog Otho vor Almeric schützen.

Inzwischen würde das Buch wohl nicht mehr diesen Eindruck von damals bei mir hinterlassen, ich bin eben doch etwas älter und anspruchsvoller geworden ;-)
Aber es ist nett. Kurz, leicht und angenehm geschrieben. Es ist recht einfach gehalten, und man darf nicht allzu realistisch angehen. Die Dialoge sind sehr kindlich-naiv, ohne dümmlich zu wirken.

Es beginnt bereits sehr spannend, ohne später langweilig zu werden. Da es Kleinformat ist und nur 145 Seiten hat, wird man es in einem Rutsch durchlesen.
Die Handlung ist klar strukturiert und ohne Nebenstränge gebaut. Klassisches Abenteuer: Begegnung, Aufgabenstellung, Eindringen in die Burg, Zusammentreffen mit anderen, Umsetzung des Planes, Showdown mit allen Beteiligten, Happy End.

Doch, ich kann dieses Buch bedenkenlos empfehlen. Ich halte es für besonders geeignet zum Vorlesen oder als liebenswerte Geschichte für einen Abend auf dem Sofa.

SaschaSalamander 24.05.2005, 19.01

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von Lemmie

Als Kind las ich mit Begeisterung das Buch "Der Flug ins Karfunkelland" von Friedrich Feld. Es ist eine utopische Geschichte mit Gehsteigen, die sich vorwärts bewegten, Häuser, die sich nach der Sonne drehten, usw.
Bei unserer Übersiedlung als ich 10 Jahre alt war, hat meine Mutter vermutlich dieses von mir zerlesene Buch weg geworfen.
Viele Jahre war ich auf der Suche nach diesem Buch. Ich musste es unbedingt wieder haben.
Vor 5 Jahren entdeckte ich dieses Buch auf einem Flohmarkt und habe ein Schweinegeld dafür bezahlt.
Das Buch fasziniert mich immer noch.

vom 24.05.2005, 21.42
Antwort von SaschaSalamander:

Das Buch klingt ja wirklich interessant, ich mag sowas! :-)

Du bringst mich auf eine tolle Idee: ich hatte auch ein solches Kinderbuch: "der kleine hässliche Vogel", letztens erst über Booklooker ergattert ... in der ehem. DDR gab es wundervolle Kinderbücher ... ein paar davon könnte ich auch vorstellen *vorfroi*




 






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