SaschaSalamander
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Statistik KW 10 bis 11

Gelesen
Wendernoacht
Ritus (M. Heitz)
Lady Bedford 08-11
Adolf 04 (O. Tezuka)
Gänsehaut 16-17 (R. L. Stevenson)
Bis(s) zum Morgengrauen (S. Meyer)
Jonas, der letzte Detektiv 27 (M. Koser)

Gekauft
Blut und Gold (A. Rice)
Intelligente Rätsel-Spiele (V. F. Birkenbihl)

Geschenk
/

Buchticket
Midnight at the Lost and Found

Vorgemerkt
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Filme
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SaschaSalamander 16.03.2008, 12.30| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Nicht hochwertig aber hochspannend

horowitz_tore01_150_1.jpgDie arme Unschuld mit ihrer Übelkeit gabs leider nicht in der Bücherei. Schade aber auch. Ich hab mich jetzt also mal wieder an etwas anderem bedient. Diesmal "die fünf Tore" von Anthony Horowitz. Horowitz ist Jugendbuchautor, bekannt durch Stormbreaker. Den werd ich auch noch lesen irgendwann, aber momentan sind "die fünf Tore" angesagt, Teil 1 Todeskreis.

Kein überragendes Beispiel literarischer Kunst. Aber flüssig für nebenbei, Jugendliteratur im Stil der Hohlbein-Family. Ich schätze, ich werde Teil 2 und 3 ziemlich rasch in Folge hören wollen.

Manchmal denke ich, ich sollte mal wieder was "Vernünftiges" lesen, irgendwie schon arg viel FastFood in letzter Zeit, ich könnte mal wieder etwas anderes gebrauchen. Etwas mit Tiefgang, das meinen Geist fordert, statt nebenbei so nett zu plätschern. Aber bin grad so faul ...

SaschaSalamander 07.03.2008, 21.46| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Aktuelles | Tags: Jugend, Fantasy,

Noch sehr unsicher

bernemann_unschuld01_150_1.jpgIch habe heute Mittag mit Bernemanns "ich hab die Unschuld kotzen sehn". Hier und da las ich im Netz "ein Buch, das Psychopathen und Serienkiller lesen, bevor sie ins Bett gehen". Und der Titel ist ja schonmal sehr krass. Das Cover mit der abstoßend hässlichen Puppe (hier in dieser winzigen Größe nicht ganz erkennbar) erst recht. Logisch, dass ich das Buch mal testen muss, oder?

Ein paar Kurzgeschichten, ineinander verwoben, heißt es. Ich stecke noch in der ersten. Aber ich gehe davon aus, dass ich die CD nach ein paar Tracks weglegen werde und mir dafür das Buch zu Gemüte führe. Die Sprache ist nicht wirklich ein Genuss, aber dafür sehr direkt. Und vor allem nichts für nebenbei. Zitate, die man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen muss (Leben ist wie Scherben fressen und sich wundern, dass man dann blutet) und die beim Hören während der Arbeit eher verlorengehen ...

na, mal sehen, ich bin gespannt, ob ich es komplett hören oder lesen werde und wie es mir gefallen wird ...

SaschaSalamander 06.03.2008, 16.07| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Wie heißen

Heute mal nicht irgendein Satz aus dem aktuellen Buch,
sondern etwas ganz anderes:

Wie heißen die Protagonisten Eures aktuellen Buches?

(wenn es ein etwas bekannteres Buch ist, wäre es ja vielleicht auch ein spannendes Rätsel für die anderen Leser hier? Bitte dann einen Tag später das Auflösen nicht vergessen *hihi*)

SaschaSalamander 06.03.2008, 11.14| (4/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: MachMit

Ritus

heitz_ritus_150.jpgSo, nun habe ich Ritus beendet. Ich dachte ja anfangs, es würde sich nicht steigern, aber zum Schluss war ich dann doch sehr erstaunt, wie rasch ich es beendet hatte. Und nun will ich demnächst unbedingt den zweiten Teil hören ...

Markus Heitz ist ein deutscher Autor, der mir schon lange bekannt ist, da er auch für das Cyberpunk - Rollenspiel "Shadowrun" diverse Romane verfasst hat (semper aliquid haeret: ich gebe die weniger positive Meinung meines Mannes, der andere Autoren der Serie favorisiert, hier nicht wieder). Von ihm stammt auch der Bestseller "Die Zwerge", der jedem Freund moderner Fantasy ein Begriff sein dürfte.

1764, Frankreich, Jean Chastel und seine beiden Söhne jagen nach "der Bestie", dem "Loup Garou", dem Werwolf. Unzählige Morde gehen auf sein Konto, die Menschen leben in Angst und Schrecken. Doch das Wesen beißt einen Sohn und verwundet den anderen, und diese begehen nun ebenfalls eine Wandlung. Es gilt für Jean, rasch die Bestie zu töten und somit seine Söhne zu retten, bevor die Metarmorphose komplett ist. Dabei trifft er auf die Ordensschwester Gregoria und ihr Mündel Florence, welche seinem Sohn Pierre hübsche Augen macht. Und dann tritt ein weiterer Jäger auf die Bildfläche. Welche Motive er wohl verfolgen mag?

2004, der Künstler Eric Kastell macht Jagd auf Wandelwesen. Zwischendurch eine heiße Affaire. Zudem gibt es eine Gegenbewegung, einen Orden der Lycaner, und diese Menschen wollen den Nachwuchs des Wesens in Sicherheit bringen, erachten den Wolf als ihren strahlenden Herren und Eric als ihren Feind.

Nun ja. Prima Buch. Kurz gesagt: Action, Spannung, ein wenig Blut, eine klerikale Verschwörung, triebhafter wilder schwüler Sex, ein Porsche Cayenne (die Worte "Auto", "Gefährt", "Wagen" etc existiert in diesem Buch nicht), eine Sig Saur und jede Menge Silbergeschosse. Der Stoff, aus dem die Bestseller heutzutage sind.

Eigentlich würde ich jetzt gerne über das Buch herziehen. Weil der Autor scheinbar ein wenig Geld von einer gewissen Autofirma eingestrichen hat (anders kann ich mir das echt nicht mehr erklären). Weil die Handlung auch einmal eine kleine Auszeit gebrauchen könnte, um die Charaktere zu vertiefen und nicht wieder sofort eine halsbrecherische Jagd zu starten. Weil man die Handlung gut in die Hälfte der CDs (und somit vermutlich auch das Buches) hätte packen können. Weil dergleichen schon oft genug zu lesen war und nicht wirklich etwas Besonderes darstellt. Weil ... ach, weil es inhaltlich, sprachlich und in der Vermarktung einfach billiger Mainstream ist.

Aber ich kann es nicht. Denn im Grunde gefiel es mir sehr. Es ist kein Meisterwerk, beileibe nicht. Trotzdem wirklich spannende Unterhaltung, die nach mehr schreit. Mit der Zeit freundet man sich dann doch mit den Charakteren an und will wissen, was nun als nächstes geschieht. Der Leser wird immer näher herangeführt an den Werwolf. Erst nur eine dunkle Vision, bald klarer als ein Loup Garou, dann ein Werwolf, später genauer ein Weibchen, bis man nach und nach immer mehr Details erfährt, die den Jägern bei ihrer Hatz von Bedeutung sind und auch mehr über den Menschen aussagen, welcher hinter der Bestie steckt. Und dann, als es endlich soweit ist, der Wolf enttarnt, die Söhne vermeintlich gerettet, die Liebe nun doch ... da auf einmal endet die Story ganz abrupt! Nicht einmal zusammengeführt wurden die beiden Handlungsstränge!!

Der Leser muss also nun den zweiten Teil haben, "Sanctum". Nur zufällig sah ich, dass diese Titel zusammenhängen, eigentlich wollte ich zuerst "Sanctum" hören, als ich irgendwo im Web bei einer Rezension darauf stieß, dass die Handlung dort ansetzt, wo "Ritus" endet. Na, prima, erwähnte ich am Wochenende nicht erst den >Serienwahn<?
Na, Serienwahn hin oder her, das Buch war schneller als erwartet beendet, der zweite Teil liegt bereits vor mir, ich bin gespannt.

Nein, "Ritus" ist kein Buch, das ich uneingeschränkt jedem empfehlen kann. Aber wer Fanatsykost a la Hohlbein mag und keine großen Ansprüche stellt, sondern einfach nur gut unterhalten werden will, der kommt definitiv auf seine Kosten.

SaschaSalamander 05.03.2008, 12.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Fantasy, Deutsch,

Statistik KW 09

Gelesen
Ritus (M. Heitz)
Jibun-Jishin (N. Werner)
Kalte Asche (S. Beckett)
Augen der Angst (L. Mousli)
Gänsehaut 14-15 (R. L. Stine)
Die Stadt der Tiere (G. Wiggert)
Jonas, der letzte Detektiv 26 (M. Koser)
Gute Nacht, Zuckerpüppchen (H. Hassenmüller)


Gekauft
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Geschenk
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Buchticket
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Vorgemerkt
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Filme
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SaschaSalamander 02.03.2008, 21.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Serienwahn Umfrage

Nachdem ich mich heute früh bei Euch gewissermaßen an Eurer Schulter ausgeheult habe, wüsste ich nun gerne, wie Ihr das handhabt. Ob nun Krimi (siehe Beitrag heute Vormittag), Fantasy (Harry Potter, Eddie Dickens, Lemony Snicket, Bartimäus, Artemis Fowl usw), Horror (Anita Blake, Vampirchroniken, Necroscope, John Sinclair, etc) oder SciFi (Perry Rhodan, Jasper Ffjorde) ... überall gibt es Serien, und oft stolpert man erst mitten im Buch darüber. Was macht Ihr, wenn Euch eine Serie interessiert?


Wie geht Ihr mit Serientiteln um?

SaschaSalamander 01.03.2008, 15.47| (5/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Umfrage

Serienwahn

Peter Brandt (A. Franz)
Julia Durant (A. Franz)
Kurt Wallander (H. Mankell)
Kai Scarpetta (P. Cornwell)
Tempe Brennan (K. Reichs)
John Cardinal (G. Blunt)
Tony Hill (B. McDermid)
Kate Brannigan (V. McDermid)
Lindsay Gordon (V. McDermid)
David Hunter (S. Beckett)
Guido Brunetti (D. Leon)
Van Veeteren (H. Nesser)
Nicholas Fandorin (B. Akunin)
Martin Beck (Sjöwall / Wahlöö)
Alex Cross (J. Patterson)
Linsay Boxer (J. Patterson)
Roy Grace (P. James)
Inspector Jury (M. Grimes)

Und es lässt sich noch sehr, sehr lange fortsetzen, ich denke da an etwas gediegenere Helden wie Miss Marple, Hercule Poirot, August Dupin, Sherlock Holmes. Sogar tierische Spürnasen wie Francis oder Sneaky Pie Brown tummeln sich unter den Detektiven in Serie. Von anderen oder ähnlichen Genres ganz zu schweigen, berühmtes Beispiel Sergej Lukanjenko (Wächter-Romane) oder Anne Rice (Chronik der Vampire).

Eigentlich schon klasse, wenn etwas gefällt und man dann noch mehr davon bekommt. Andererseits muss ich ehrlich sein: mir geht dieser Serienwahn langsam gewaltig auf die Nerven! Ich habe keine Lust, irgendein Buch in die Hand zu bekommen, es begeistert zu lesen und dann feststellen zu müssen, dass es eigentlich der x-te Teil aus einer Reihe ist. Letztens las ich "Eisiges Herz" von Giles Blunt. Seine Frau stirbt. Und weil mir das Buch gefiel, las ich auch die anderen. Und da lebte seine Frau noch. Toll, wirklich toll. In sich geschlossen, aber dennoch aufeinander aufbauend, pah! Wie soll man da als Ottilie Normalleserin da nicht durcheinanderkommen? *motz*.

Ach ja, nochwass: Ganz besonders lästig finde ich es, wenn Autoren Prequels schreiben. Also Romane, die vor denen spielen, die bisher geschrieben wurden. Typisches Beispiel ist im Filmbereich etwa StarWars Episode 1 bis 3. Nö, ich les gerne der Reihe nach, auch, wenn das spießig ist, ...

Es ist selten, dass man wie bei "Chemie des Todes" das Glück hat, an einen Bestseller zu geraten und dann im Anschluss die jeweiligen Neuerscheinungen lesen zu können, immer schön der Reihe nach. Meistens muss man entweder querbeet lesen, oder sich umständlich informieren und dann sehen, dass man sich die Bücher in passender Reihenfolge besorgt. Wenn man sie nicht neu im Laden kauft, sondern bei Ebay oder Tauschticket günstig ergattern möchte oder sie immer in der Bücherei reservieren muss, ganz schön lästig und jede Menge Wartezeit zwischen den einzelnen Bänden!

Ich gebe zu, ich lobe mir die Autoren, die Bücher schreiben, welche unabhängig voneinander sind. Es macht natürlich eine Menge Arbeit, jedes Mal neue Helden zu konstruieren. Und es ist auch reizvoll, wenn ein Held die Möglichkeit hat, sich über fünf, zehn oder zwanzig Bände hin zu entwickeln. Aber John Grisham, Mary Higgins Clark, Ken Follett, Sandra Brown, Joy Fielding. Das gefällt mir, einfach blind in den Stapel greifen und lesen. Wird schon gefallen, Reihenfolge egal.

Wenn ich in Gedanken die Qualität der Werke vergleiche ... nicht immer sagt die Länge einer Serie etwas über die Tiefe der Charakterentwicklung aus. Es gibt Serienautoren, die von Mal zu Mal schlechter werden, aber auch solche, bei denen man von Roman zu Roman mehr in ihren Bann verfällt.

Ach, Serie hin oder her ... hat wohl beides seine Berechtigung. Aber ich musste meinen Frust hier einfach einmal loswerden ;-)

SaschaSalamander 01.03.2008, 10.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Zerlegt

Kloß im Hals

hassenmueller_zuckerpueppchen_150.jpgEine meiner Schülerinnen liest nur sehr wenig. Ich sah dieses Buch bei ihr liegen, fragte danach, und sie erzählte begeistert, wiesehr es sie bewegt hatte. Da wollte ich natürlich wissen, welches Buch es schafft, eine Anti-Leseratte wie sie zu begeistern.

Puh, das ist heavy. Es ist ein Kinderbuch, so geschrieben, dass es für Kinder bzw Jugendliche ist. Aber inhaltlich wirklich schwer zu ertragen, für Erwachsene, die wissen, was so etwas wirklich bedeutet, vielleicht sogar noch schwerer als für Kinder. Aber ich finde es wichtig, dass solche Bücher auch für Kinder und Jugendliche geschrieben werden, damit sie lernen, dass Schweigen der falsche Weg ist ...

Gebt mir blutigsten Horror oder haarsträubendste Thriller, ich trink dazu ´ne Tasse Kaffee und schlafe anschließend wie ein Baby. Aber diese Art von Büchern hier, die hinterlässt Spuren in mir ...

SaschaSalamander 29.02.2008, 17.27| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Kalte Asche

beckett_asche_150.jpgDavid Hunter wollte eigentlich gerade nach Hause fliegen zu seiner Freundin, als er noch einmal um Mithilfe gebeten wird: ein Polizist im Ruhestand fand eine Leiche, komplett verbrannt, nur Hände und Füße sind von ihr geblieben. Er glaubt an einen Mord, und bevor die Polizeitruppen anrücken, soll Hunter die Leiche etwas genauer untersuchen. Nur zwei Tage, also gut, auf nach Runa. Was er dort zu sehen bekommt, schreckt selbst einen erfahrenen Forensiker wie ihn. Und es wird immer rätselhafter. Er forscht etwas genauer nach, und dann plötzlich trennt ein Unwetter die Insel vom Festland. Keine Verstärkung, keine weiteren Informationen, und der Mörder ist mitten unter ihnen ...

Nachdem ich bereits so negativ über >"Chemie des Todes"< geschrieben habe, möchte ich mich hier gar nicht näher über Vermarktung des Buches hier auslassen. Auch sonst gibt es nicht viel zu schreiben. Außer, dass mir der zweite Band dann sogar besser gefiel als der erste. Zum einen, weil ich mich damit abgefunden hatte, dass es eben doch nur ein normaler Krimi war, keine Neuerfindung des Rades. Und zum anderen, weil der Fall an sich etwas interessanter war. Ein Serienkiller mit brutalen Methoden, das hat man ja häufig, hier eine komplett verbrannte Leiche, kaum Spuren, nur Hände und Füße, mmh, das hat was, und die Erklärung hierfür ist nicht schlecht ;-)

Die Handlung selbst zeigt allerdings einige Parallelen auf zum ersten Teil der Reihe. David Hunter ist ein Fremder inmitten einer eingeschworenen Gemeinsachft, er schart einige wenige Freunde neben sich. Und auch das Prinzip, wer der Mörder ist, weicht nicht sonderlich vom anderen Buch ab. Trotztdem war es spannend zu hören, sodass ich es in nur zwei Tagen beendete.

Das Ende hat mich dann doch etwas erstaunt, kenne ich diese Technik eher aus der Karikatur diverser Wallace-Filme. Aber, wie dem auch sei, es war mal ein etwas anderes Finale als sonst üblich, das mir sehr gefiel. Nicht, weil er herausragend großartig gewesen wäre, sondern weil ich es eine gute Idee fand. Klasse, wie sehr die einzelnen Protagonisten ineinander verstrickt sind, ohne es zu wissen ... wirklich gelungen!

Was ich selbst nicht bestätigen kann, aber von einer anderen Leseratte hörte, deren Urteil mir sehr wichtig ist (leider, leider, sie bloggt nicht *snief*): das Buch soll auf alle Fälle sehr viel besser sein als das Hörbuch, da gerade sprachliche Finessen der Kürzung zum Opfer fallen und das Hörbuch dadurch etwas plump wirkt ...

Nun ja, ich bin trotzdem froh, das Hörbuch statt des Buches genossen zu haben, denn Johannes Steck wie gewohnt perfekt. Und allzu ausführlich brauche ich es dann doch nicht, das hebe ich mir für besonders gelungene Meisterwerke auf.

Wem also "Chemie des Todes" gefiel, wer gerne forensische Krimis (Reichs, Cornwell) liest und sich gerne gut unterhalten lässt, der wird auch an "Kalte Asche" wieder seine Freude haben :-)

SaschaSalamander 29.02.2008, 09.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch

Chemie des Todes

Erster Absatz:
Ein menschlicher Körper beginnt fünf Minuten nach dem Tod zu verwesen. Der Körper, einst die Hülle des Lebens, macht nun die letzte Metamorphose durch. Er beginnt sich selbst zu verdauen. Die Zellen lösen sich von innen nach außen auf. Das Gewebe wird erst flüssig, dann gasförmig.

Letzer Satz:
Dann kniete ich mich nieder und machte mich an die Arbeit

aus: S. Becket: Chemie des Todes; Wunderlich 2007

SaschaSalamander 28.02.2008, 19.27| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz

Bisher wie erwartet

heitz_ritus_150.jpgGerade höre ich "Ritus". Markus Heitz ist mir schon von Shadowrun - Romanen bekannt, ein aktueller deutscher Fließbandautor neben einigen anderen. Aber immer wieder gut für Unterhaltung. Seine Zwergen-Bücher und einige andere sind gerade recht beliebt, also hab ich mich mal für "Ritus" entschieden. Werwolfthema in der Gegenwart sowie vor 200 Jahren. Na, mal sehen, erste CD habe ich schon gehört, es war nicht schlecht, hat mich aber auch nicht begeistert. Ein schnelles Mahl eben, wenn man auf Mainstream - Horror steht, es ist exakt wie erwartet bisher. Ich glaube auch nicht, dass sich noch groß etwas ändern wird, dazu ist Hitz zu schnell im Thema drin. Na, mal sehen :-)

SaschaSalamander 28.02.2008, 15.44| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Murphys Law

Ein unzerbrechliches Spielzeug kann man gut dazu verwenden, um andere Spielsachen damit kaputt zu machen.

Es ist immer mehr schmutzige als saubere Wäsche da.
Widerlegung: Wenn´s sauber ist, ist´s keine Wäsche.

Eine leicht verständliche, praktikable Unwahrheit ist nützlicher als die verwickelte, unbegreifliche Wahrheit.

Es existieren nur Irrtümer.
Ableitung: Der Irrtum des einen ist der Fakt des andern

Ein Computerprogramm tut, was du schreibst, nicht was du willst.

Entscheidungsschwäche ist die Grundlage von Flexibilität.

Zahnschmerzen treten meist Samstagnacht auf.

Ein Medikament ist eine Substanz, das, einer Ratte injiziert, einen wissenschaftlichen Bericht zur Folge hat.

SaschaSalamander 27.02.2008, 16.07| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Zitate

Die Chemie des Todes

beckett_chemie_150_1.jpgDavid Hunter ist eigentlich forensischer Anthropologe, heißt er nimmt Leichen auseinander, um mehr über den Tathergang etc zu erfahren. Nach einem persönlichen Schicksalsschlag zieht er sich als Landarzt zurück in ein kleines englisches Dorf und hofft seine Vergangenheit zu vergessen. Als man jedoch eine grausam verstümmelte Leiche findet, eine nahe Bekannte von ihm, wird er ohne sein Wollen immer tiefer in die Ereignisse verstrickt. Er hilft dem ansässigen Polizisten bei der Untersuchung des Falles. Bald wird eine Frau vermisst, und alles deutet auf denselben Täter hin. Der Dorfpfarrer inszeniert eine wilde Hexenjagd, während David und die Polizei immer verzweifelter der Spur des Killers folgen. Können sie die junge Frau retten, bevor es zu spät ist?

Ich habe diesen Roman gehört, weil man aktuell überall davon hört. Einer dier vielumworbenen Thriller / Krimis der letzten Monate. Angeblich ein Erstlingswerk. Und, zugegeben, bereits hier bin ich etwas verärgert. Warum wird "Chemie des Todes" als Erstling angepriesen, wenn Simon Becket zuvor bereits drei Romane geschrieben hat? Selbst auf seiner eigenen Homepage im Internet wird dies verschwiegen, und man muss erst umständlich hier und dort ein wenig recherchieren, bevor man hiervon erfährt. Waren es die anderen Bücher - preisgekrönt übrigens, wenn auch nicht international - nicht wert? Will er partout als Wunderkind dastehen? Was immer der Sinn dahinter sein mag, ich finde es nicht in Ordnung ...

Ansonsten und mal fernab von der Vermarktung: Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Prima im Aufbau, die Handlung beginnt mit einem großen Knall, dann werden nach und nach die Charaktere eingeführt, es gibt immer wieder kleine Hinweise, der Leser bekommt Gelegenheit, sich mit Ort und Personen vertraut zu machen, dann ein erneuter Spannungsbogen, der stetig bis hin zum Finale immer dichter ansteigt. Wirklich großartig gemacht, wie aus dem Lehrbuch.

Ebenfalls wie aus dem Lehrbuch die Charaktere. Wie ich bereits einmal einen >Hohlbein-Baukasten< inclusive anschließender >Bestseller-Handlung< erstellt habe, kann ich dies inzwischen nach nicht wenigen Krimis Erfahrung auch für dieses Genre machen. Und Simon Becket hat seinen Helden wirklich perfekt erschaffen: eine tragische Vergangenheit, bei der seine Familie ums Leben kam, der Versuch eines neuen Anfangs, erste neue zarte Bande zu einer jungen Frau, eine Menge Gewissensbisse und Überwindung, bevor er seiner alten Tätigkeit erneut nachkommt, ein neuer schwerer Schlag und der Versuch, es diesmal richtig zu machen, um die Stimmen der Vergangenheit nun ruhen zu lassen. Perfekt, wirklich perfekt. Ehrlich gesagt, für mich ein wenig zu perfekt, ich wünsche mir manchmal, die Autoren ließen sich etwas Neues einfallen. Dieser Roman wirkt in vielerlei Hinsicht wie aus der Schreibwerkstatt, bearbeitet und zurechtgefeilt von vielen, eifrigen Schülerlein.

Warum ich den Roman so begeistert gehört habe, ihn nun aber sosehr zerreiße? Nun ja, ich gebe zu, nach all der vielen Werbung hatte ich mir etwas anderes erhofft. Etwas Besonderes erwartet. Was ich bekam, war ein wirklich großartiger Thriller, der mich atemlos fast in einem Zug bis zum Schluss hören ließ. Der allerdings beliebig durch jeden anderen Krimi von Brown, Mankell, McDermind, Higgins-Clark, Reichs, Franz und anderen ersetzt werden könnte. Weil sie alle das gleiche sind. Nur, dass Becket eben das Glück hatte, einen Verleger zu finden, der seinen Roman besser vermarktet, als dies die anderen tun. Die Welt ist eben so: unfair und ungerecht. Nicht, dass Beckett diese Aufmerksamkeit nicht verdient hätte, aber jeder andere Bestsellerautor hätte dies ebenso. Ganz zu schweigen davon, dass es unfair ist, den vierten Roman eines erfahrenen und preisgekrönten Autoren als Erstlingswerk darzustellen ...

Mag sein, dass er auf der >Leichenfarm< recherchiert hat (>Hier< noch ein interessanter Beitrag der Zeit hierzu). Dies wird immer wieder hervorgehoben als etwas Besonderes. Aber er ist nicht der erste, auch Patricia Cornwell und andere Autoren haben dies getan. Zumal Recherche für einen guten Autor eigentlich etwas Normales sein sollte, keine herausragende Leistung (sorry, aber so seh ich das. Einfach nur drauflosschreiben geht bei realitätsbezogenen Werken eben nicht. Das zeigt sich bei diesem Buch zum Beispiel auch daran, dass im >Krimiblog< eine heftige Diskussion darüber entsteht, wie realistisch nun die Szene ist, in welcher eine Diabetikerin lange Zeit ohne Medikamente ausharren muss)

Ach ja, Hörbuch: vorgetragen von Johannes Steck. Einer der Sprecher, die zwar stimmlich keinen hohen Wiedererkennungswert haben, lesetechnisch aber brillant sind. Wenn er spricht, kann man sicher sein, dass es gefällt. Er versteht es, sich zurückzunehmen und die Texte als solche wirken zu lassen. Man hört die Stimmen und Eigenheiten der jeweiligen Personen heraus, man sieht die Handlung bildlich vor sich. Steck gehört für mich neben Glaubrecht, Benson, Bär, Hoffmann und einigen anderen zu den wirklich ganz Großen. Bei manchen Romanen (Fantasy, Humor) mag eine Einmannshow angebracht sein, bei Krimis und ruhigen Texten dagegen liebe ich eine sanfte Stimme, die sich nicht aufdrängt und dennoch mit Hingabe und Begeisterung vorträgt.

Also, langen Verrisses kurzer Sinn: ein großartiger Krimi, der sich flüssig liest und den man nicht mehr aus der Hand legen will. Spannende Unterhaltung für jeden Krimifan. Und ein wirklich brillantes Werk, wenn man sich nichts Neues oder Wegweisendes davon erhofft.

SaschaSalamander 27.02.2008, 10.17| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Tip, Thriller,

Gelästert aber trotzdem zufrieden

beckett_asche_150.jpgGestern Vormittag eine Rezi für Mittwoch vorbereitet, in der ich ordentlich über die Vermarktung von "Chemie des Todes" schimpfe, und schon bekam ich Lust auf die Fortsetzung *hihi*. Naja, alles in allem war die "Chemie" ja schon wirklich klasse, eben unterhaltsam, und auch mit "Kalte Asche" bin ich bisher sehr zufrieden. Der Fall ist schon kurios, und ich bin gespannt, was Hunter (über den Namen könnte ich mich immer amüsieren) herausfinden wird.

SaschaSalamander 26.02.2008, 10.37| (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Aktuelles

Sinnlich und bewegend

krueger_sonne_150.jpgIch wollte mir ja wirklich nichts aus der Bücherei mitnehmen. Habe selbst dermaßen viele Bücher zu lesen! Und nicht nur alte Schinken, die ich endlich hinter mir haben will, sondern auch Sachen, die ich in den letzten Monaten aktuell gekauft habe und eigentlich sofort und unbedingt lesen wollte. Also habe ich alle Bücher derzeit zurückgegeben und habe nun, man soll es nicht glauben, und ich glaube es auch selbst nicht, wenn ich nicht das leere Regal sehen würde, wo sonst immer die Sachen aus der Bibliothek stehen, nur noch ein einziges offiziell geliehenes Buch in meinem Schrank stehen. An dem kam ich nicht vorbei letzten Donnerstag, denn das Cover hat wunderbar weiche Farben und geschwungene Formen, die auf den ersten Blick sehr sinnlich, fast schon erotisch wirken. Dazu der geheimnisvolle Titel "die andere Seite der Sonne". Vom Autor Hardy Krüger. Seid ehrlich, da KANN man nicht vorbeigehen, an so einem Buch, oder?

Es sind Kurzgeschichten, und es lässt sich noch nichts Näheres dazu sagen, außer, dass mir die ersten beiden bisher sehr gut gefielen. Genauere Informationen über den Inhalt der Geschichten, über den Schreibstil, das kommt dann später, erst möchte ich das Buch zu Ende genießen ... nein, nicht verschlingen, dazu ist es zu schade, sondern gemütlich genießen ...

Ich fand anderweitig kaum eine Rezension oder persönliche Meinung im Web (naja, einiges schon, aber nicht wirklich etwas Konkretes, das meiner Vorstellung von einer Rezension entspricht. Ich wüsste schon gerne etwas mehr als einzeilige Pressestimmen a la "ein wunderschönes Buch, das man gelesen haben muss"). Deshalb freue ich mich ganz besonders, es Euch in den nächsten Tagen hier vorzustellen!

SaschaSalamander 25.02.2008, 15.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Happy Hour in der Unterwelt

davidson_untot03_150.jpgDen ersten Teil der Buchreihe um die Vampirkönigin Betsy, "Weiblich, ledig, untot", habe ich ja >bereits vorgestellt<. Der zweite Teil war ebenfalls klasse, allerdings hat die Handlung selbst mich nicht sosehr begeistert, es zog sich stellenweise ein wenig in die Länge. Nun endlich kam der dritte Teil in die Läden. Keiner meiner Läden hatte ihn, täglich klapperte ich sie ab, täglich nervte ich sie mit derselben Frage, ständig bekam ich dieselbe unbefriedigende Antwort, also ließ ich mir mal wieder vom Monopolisten im Internet helfen. Und durfte also endlich, endlich den dritten Band lesen. Was mich nicht wirklich zufriedenstellt, denn der vierte wird erst im April erscheinen :(

Betsy ist nun also schon seit einigen Monaten ein Vampir und wohnt mit ihrer Freundin, ihrem Gemahl (laut Tradition, Betsy wurde ja nicht gefragt, sondern einfach hintergangen) und ein paar Leuten in einem großen Anwesen. Die Blade Warriors sind besiegt, der Job im Schuhladen wurde gekündigt, das Scratch (eine Bar) schreibt rote Zahlen. Und dann erfährt Betsy auch noch, dass ihre Stiefmutter ein Kind erwartet! Und dass sie bereits eine lebende Halbschwester hat. Die eigentlich die Tochter des Teufels ist und bald die Weltherrschaft an sich reißen soll. Betsy will mehr darüber erfahren und begeht in ihrem Eifer einen riesigen Fehler. Ihre Freunde wenden sich ab, ihr König und Gemahl will nichts mehr von ihr wissen. Betsy ist ganz auf sich alleine gestellt. Wem soll sie von ihren Problemen erzählen? Und wer kann ihr helfen, den ganzen Schlamassel wieder geradezubügeln? Ach ja, und da ist ja noch die teuflische Halbschwester ...

Klasse, einfach klasse! Leider ist das Buch etwas arg dünn geraten: gerade einmal 220 Seiten. Und da die Kapitel oft nur drei bis fünf Seiten sind, gibt es auch sehr viele fast leere Seiten, sodass man eigentlich von 180 bis 200 Seiten Lesestoff ausgehen kann. Aber lieber etwas kürzer und knackiger als zu langgezogen, ich will mal nicht meckern ;-)

Allerdings ist der dritte Band wirklich ganz, ganz "harter Stoff". Während Betsy und ihre Freundin Jess ja schon DAS Zickengespann schlechthin sind, kommt nun die Überdosis. Denn die kleine Schwester stellt sie alle in den Schatten. So ganz in einem Zug ist das ohne Sodbrennen kaum zu verdauen, puh ...

Naja, aber was soll ich noch groß schreiben. Es ist bei einem Buch wie diesem klar, dass sich alles irgendwie wieder geradebiegt. Aber der Weg dahin ist einfach einzigartig zu lesen, und wer auf Vampire steht ... oder wer es gerne zickig mag ... oder einen Sinn für schrägen schwarzen Humor hat ... oder gerne Bücher mit ein wenig humorvoller Erotik (jau, das ist möglich) liest ... der sollte sich auch den dritten Band um Betsy Taylor nicht entgehen lassen!

SaschaSalamander 25.02.2008, 09.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Tip, Frauen, Humor, Serie, Schräg, Vampire, Erotik,

Statistik KW 08

Gelesen
Adolf 03 (O. Tezuka)
Gänsehaut 01-13 (R. L. Stine)
Die Schule des Gehorsams (R. Fox)
Professor Van Dusen 01-04 (M. Koser)
Die andere Seite der Sonne (H. Krüger)
Jonas, der letzte Detektiv 24-25 (M. Koser)
Leselöwen - Stories of Friendship (M. Baisch)
Happy Hour in der Unterwelt (M. J. Davidson)
Tim und der schrecklichste Bruder der Welt (E. Colfer)


Gekauft
Happy Hour in der Unterwelt (M. J. Davidson)


Geschenk
/


Buchticket
/

Vorgemerkt
/


Filme
Puppenmord

SaschaSalamander 24.02.2008, 20.15| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Laaaaangweilig

bearmood_naughty.gifLetzte Woche habe ich mehrere Bücher und Hörbücher und Filme begonnen und mittendrin wieder abgebrochen. Sogar solche, die eigentlich in anderen Kritiken, Rezensionen und Vorstellungen sehr gut abgeschnitten haben, teilweise sogar mit Lob überhäuft wurden. Hab ich diese Woche einfach null Bock, ist mir einfach nix gut genug? Oder bin ich wirklich so kritisch geworden? Oder waren es mehrfach hintereinander ein paar persönliche Fehlgriffe?

Ach, ich habe einfach keine Lust, nur hirnlos zu konsumieren, es gibt so viele geniale Bücher, warum soll ich meine Zeit mit etwas verschleudern, das mir nicht gefällt, nur, damit ich es gelesen oder gehört habe? Sogar Hören ist mir manchmal noch zu lästig.

Mein einziges Problem im Moment: WAS soll ich nun hören, während ich den Abwasch erledige, die Wäsche wasche und das Frettenzimmer blankputze?

SaschaSalamander 18.02.2008, 11.23| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Pulp

Statistik KW 07

Gelesen
Unsichtbare Spuren (A. Franz)
Detektiv Conan 54 (G. Aoyama)
Jonas, der letzte Detektiv 23 (M. Koser)


Gekauft
Fachbuch
Metheny, Scofield - I can see your house from here


Geschenk
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Buchticket
/

Vorgemerkt
/


Filme
Sublime
Blood and Chocolate

SaschaSalamander 17.02.2008, 21.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Statistik KW 06

Gelesen
Die Maske (K.P. Wolf)
Nicht tot genug (P. James)
Necroscope 01 (B. Lumley)
Chemie des Todes (S. Beckett)


Gekauft
/

Geschenk
/

Buchticket
Heaven and Hell (Meat Loaf; B. Tyler)


Vorgemerkt
/

Filme
Das Königreich der Katzen

SaschaSalamander 10.02.2008, 21.40| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Statistik

Königreich der Katzen

koenigreichkatzen_150_1.jpgStudio Ghibli ist auf jeden Fall für mich ein Garant für großartige Unterhaltung. Das, was mir früher Disney war, sind mir heute die Filme der japanischen Macher. Chihiros Reise, Kikis kleiner Lieferservice, Prinzessin Mononoke, mein Nachbar Totoro, das wandelnde Schloss, Erdsee ... alles wunderbare Filme zu Träumen, Lachen, Weinen. Für Kinder wie für Große.

Die junge Haru ist ein rechter Tollpatsch. Und so ist es mal wieder typisch, dass sie zu spät aus dem Haus kommt und den Schulstart verpasst. Auf dem Heimweg dann beobachtet sie eine Katze, welche die Straße überquert. Das Tier schafft es nicht mehr, einem Laster zu entkommen, und Haru springt mutig vor den Wagen und rettet ads Tier vor dem Tod. Dieses steht auf, verbeugt sich vor ihr, verspricht ihr jede Menge Glück in der Zukunft und zieht dann seiner Wege. Haru ist verblüfft. Aber ihre Mutter behauptet später, schon als Kind hätte Haru behauptet, mit Katzen sprechen zu können. Und dann tauchen in der Nacht plötzlich der Katzenkönig und sein Gefolge auf, um Haru überschwänglich für ihre mutige Heldentat zu danken: der Gerettete war der junge Prinz des Reiches ... als Dank wächst die Katzenminze vor ihrem Haus nun in die Höhe, schenken die Tiere ihr unzählige Mäuse und wollen "Lady Haru" nun sogar mit dem Prinzen vermählen. Das ist Haru dann doch etwas zuviel, und sie bittet den Baron um Hilfe. Doch es ist zu spät, die Katzen entführen sie in ihr Reich, und Haru beginnt sich zu verwandeln ... wird sie nun für ewig eine Katze bleiben müssen?

Ach, schön. Wirklich schön. Ghibli eben. Wer den Film mit Mononoke zu vergleichen versucht, wird enttäuscht sein, denn die für viele Filme dieses Studios üblichen Botschaften an Umweltschutz, Modernisierung, Mensch im Wandel fehlen. Hier gibt es keine Ethik zwischen den Zeilen. Hier gibt es einfach ein nettes, herzerfrischendes Märchen für Kinder und Kindgebliebene. In vielen Rezensionen las ich das als Kritikpunkt, aber ... ach, muss es denn immer Hochtrabend und Wertvoll sein? Genügt es nicht, sich einfach mal kindlich über eine liebevoll erzählte Geschichte zu freuen? Ich musste oft lachen, es gibt schon viele niedliche Momente.

Die Geschichte ist geradlinig und einfach erzählt, der Film dauert knapp 70 Minuten. Die Zeichnungen sind nicht ganz so ausgefeilt wie in vielen anderen Ghibli, aber daran störte ich mich nicht. Die Musik ist passend, die Farben sind bunt, und alles in allem wirklich eine süße Unterhaltung.

Alles in allem kann ich nicht viel über "das Königreich der Katzen" erzählen. Ist einfach nett. Ohne große Ansprüche, aber liebens- und sehenswert. Wem das nicht genügt, der wird enttäuscht sein, aber wer sich über einfache Filme freuen kann, der wird auch dieses Werk mögen :-)

SaschaSalamander 06.02.2008, 17.07| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Film | Tags: Tip, Kinder, Märchen,

Muss noch etwas länger im Haushalt arbeiten

beckett_chemie_150_1.jpgDerzeit habe ich "Die Chemie des Todes" von Simon Beckett auf den Ohren, ein Tipp, der sich für mich wirklich lohnt. Wieder einmal ein spannender Krimi, der im Muster etwas abweicht von den weiblichen Pathologinnen und der Sicht des weiblichen Opfers.

Für diesen Roman wurde wirklich sehr viel Werbung gemacht. Habe in der Zeitschrift der DB davon gelesen, bin im Internet beim Surfen häufiger darüber gestoßen, er wurde mir auch privat empfohlen. Von den Auslagen im Buchhandel eh zu schweigen. Ich mag solchen Rummel nicht, aber in diesem Fall wirklich verdient für den jungen Autor, der mit diesem Roman sein Debut feiert ...

Menschmenschmensch, ich muss mir wirklich noch ein paar Aufgaben im Haushalt suchen heute, damit ich erfahre, wie sie die entführte junge Frau (dass sie gerettet wird, davon gehe ich aus, das ist immer so *shrug*) im letzten Moment retten und was den entscheidenden Hinweis liefern wird ...

SaschaSalamander 05.02.2008, 16.27| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Die Fuchsfrau

browne_fuchsfrau_150.jpgFür eine Rezi soll mir das Buch mal nicht reichen. Ich habe es heute abgebrochen. Es begann ganz nett in den ersten zwei, drei Kapiteln, aber ... klar, ein Meisterwerk habe ich nicht erwartet, aber es zeigten sich dann doch zuviele Mängel für mich, ich ziehe es schon länger mit mir herum und komme nach einem Drittel einfach nicht weiter. Die ersten Kapitel handeln nur von Karen in ihrer alten Welt und als Fuchs in der neuen Welt. Außerdem lernt der Leser Mowl kennen, einen jungen Schafhirten, der sich des Tieres annimmt. Soweit prima. Aber dann kommt ein Kapitel, in dem so viele Namen, Verwandschaftsverhältnisse und Beziehungen eingebracht werden. Und in den folgenden Kapiteln wird mal aus dieser, mal aus jener Sicht geschildert. Aus Sicht der heimlichen Geliebten Mowls, aus Sicht deren Vaters, aus Sicht der Stadtwachen, aus Sicht der Meisterin, aus dieser und jener und anderer Sicht, das macht keinen Spaß mehr. Cliffhanger zum nächsten Kapitel sind prima, aber wenn ich dazwischen so viele andere Personen lesen muss, die mich nicht interessieren, das langweilt mich.

Doch, ist wirklich ein nettes Buch. Und wenn die Autorin sich auf das Wesentliche (nämlich die Protagonisten) beschränkt hätte, wäre es auch klasse. So ist es lediglich ein recht nettes Kinderbuch, das mir die Zeit dann doch nicht wert ist ...

SaschaSalamander 05.02.2008, 09.07| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Seltsame Ware

Eine seltsamere Ware, als Bücher, gibt es wohl schwerlich in der Welt. Von Leuten gedruckt, die sie nicht verstehen; von Leuten verkauft, die sie nicht verstehen; gebunden, rezensiert und gelesen von Leuten, die sie nicht verstehen; und nun gar geschrieben von Leuten, die sie nicht verstehen.

(G. C. Lichtenberg)

SaschaSalamander 04.02.2008, 17.37| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Zitate

Necroscope 01 Das Erwachen

Ich wollte mal wieder etwas Besonderes hören. Etwas Wegweisendes. Etwas, das kein Krimi oder Drama oder Roman nach 0815 Strickmuster ist. Und ich hatte mal wieder Lust auf Vampire. Gerade in diesem Genre gibt es ja inzwischen soviel Literatur, dass es kaum noch Spaß macht, diese zu lesen. Nachdem ich vor einiger Zeit die frechen Bücher um die Vampirkönigin wider Willen, >Betsy Taylor<, gelesen habe, kam ich über diese Umwege auf das Genre der erotischen Vampirliteratur. Anne Rice verkörpert eher die romantische Ader, Bram Stoker das Gruslige darin, beides nett, aber irgendwann immer gleich. Also habe ich mir Bücher von L. Hamilton und S. Henke geholt, die angeblich recht prickelnd sein sollen. Und weil man das nicht hören kann, gibts auf die Ohren Brian Lumleys Necroscope. Auch bezeichnet als "die ultimative Vampirsaga" ...

Ich muss zugeben, dass ich bei den Romanen nicht ganz den Überblick habe. Mehrere Bände der englischen Megasaga (soviel zu lesen, puh, da muss man wirklich so verrückt sein wie ich oder andere Leseratten. Wer mit dem Herrn der Ringe überfordert ist, sollte mit dieser zigfach längeren Reihe gar nicht erst anfangen) sind auf einen Band im Deutschen verteilt, und dann gibt es da noch die Hörbücher. Ob es jetzt schon fertig ist oder nicht, ob es weitergehen wird, ach, darüber informiere ich mich bei nächster Gelegenheit einmal. Vorerst habe ich acht Hörbücher von jeweils sieben oder acht CDs, und DAS will erst mal gehört werden ...

Eine Inhaltsangabe ohne Spoiler ist über den ersten Teil des Hörbuches, "Das Erwachen" nicht möglich. Denn die Saga ist lang, unendlich lang, und beinhaltet eine komplette Geschichte, die im ersten Band ihren Anfang nimmt. Würde ich mich kurzfassen wollen, ohne zu spoilern, müsste ich sagen "Es geht um einen Nekromanten, der in seiner Heimat nach einem alten Vampyr sucht und um einen kleinen Jungen, der seine Gabe zum Nekroscopen entdeckt" ... aber damit wäre den acht CDs kaum Genüge getan. Da diese acht CDs den Einstieg in eine wirklich riesige Saga darstellen und meine Worte kaum die Spannung aus diesem Werk nehmen können, werde ich also trotzdem erzählen, worum es hier geht:

Es werden zwei Handlungsstränge erzählt. Zum einen die Geschichte von Dragosani, der in seine alte Heimat reist und in einem Hotel nächtigt. Von dort aus möchte er ein uraltes Grab aufsuchen, in welchem der seit 500 Jahren untote Vampyr haust. Es wird erzählt, wie er diesem Wesen als Kind begegnete, von ihm die Gabe der Nekromantie erhielt (das Wissen toter Menschen und Tiere in sich aufnehmen, indem er deren Überreste mit allen Sinnen untersucht, was eine recht unappettitliche Angelegenheit ist). Boris Dragosani ist ein Findelkind, ausgesetzt, und vom Vampyr erfährt er über seine leiblichen Eltern, Zigeuner im rumänischen Siebenbürgen, aus der Wallachei ... aufgewachsen hier und dort, erste sexuelle Erlebnisse, die ihn traumatisieren, sein Aufstieg in den Staatsdienst.

Der andere Strang erzählt von Harry Keogh. Kleiner, unscheinbarer Schüler, recht durchschnittlich in seinen Leistungen. Prügelknabe, Sündenbock. Waisenkind, aufgewachsen bei seinem Onkel. Er beobachtet bei einem Schulausflug Lehrer und Lehrerin bei ihren erotischen Eskapaden und macht erste eigene Erfahrungen mit seinem eigenen Körper. Der Leser wird Zeuge seines Erwachsenwerdens, und auch dem Lehrer fällt auf, wiesehr der Junge sich zu ändern scheint. Bisher in Mathematik nur schlechte Leistungen, scheint er auf einmal ein besonderes Talent zu entwickeln. Formeln sind ihm egal, aber eine natürliche Gabe, den Inhalt der Aufgaben intuitiv zu erfassen erwächst in ihm. Der Lehrer, Hennand, fördert ihn, sorgt für seine Aufnahme an einer hohen Fachschule. Harry ist ihm unheimlich, ähnelt sein Blick, sein Wissen doch sosehr dem des alten Hennand Senior, welcher vor vielen Jahren verstarb und der ebenfalls Lehrer für Mathematik war, mit einer natürlichen Gabe, welche sein Sohn niemals erreichen wird ... und Harry verbirgt sein Geheimnis, denn niemand würde ihm glauben, dass die Toten zu ihm sprechen, wenn er sich zu ihnen begibt ...

dies in groben Zügen der Inhalt des ersten Buches. Ungekürzte Lesung (inszeniert, wie auf dem Cover steht, was jedoch nicht stimmt, den Musik zu Beginn und Ende eines Kapitels ist keine Inszenierung. Aber das macht nichts, Kerzel alleine ist ein Abenteuer für sich!). Wie für ihn üblich zelebriert er die Sprache, ja sogar jedes einzelnen Wort. Er kostet es aus, wenn der Vampyr sein düsteres "aaaaaah" aus den Tiefen seiner dunklen Existenz heraus seufzt. Er liest die ersten erotischen Beobachtungen des jungen Harry ebenso begeistert wie die perversen Spiele, deren Zeuge Boris Dragosani unfreiwillig wird, und die Angst des kleinen Boris beim Untersuchen seines ersten toten Tieres ist ebenso spürbar wie die kalte, abgestumpfte Brutalität, mit der der erwachsene Dragosani in den Eingeweiden seines zu lesenden Materiales wühlt. Erotik, Perversion, Angst, Gewalt, Blutdurst, Waten in tiefem Blut, ein zarter Kuss, die unschuldige Liebe eines noch reinen Paares, für ihn sind keine Emotionen fremd, und alles liest er, als gäbe es kein Gestern, kein Heute, kein Morgen, Kerzel zelebriert den Augenblick, wie es nur er kann. >Eigenen Aussagen< zufolge ist das Genre Phantastik und Horror nicht so sein Gebiet ("denn man bekommt ja Albträume davon, wie von zu schwerem Essen"), doch davon merkt man ihm nichts an, er ist ein Könner seines Fachs!

In Necroscope wird der Vampyr einmal von einer anderen Seite beleuchtet. Da ist er nicht der düstere Graf, welcher sich bei Vollmond in eine Fledermaus verwandelt, in die Gemächer zarter Jungfrauen eindringt und diese blutleer zurücklässt. Da ist er nicht der jahrhundertealte Lebemann, welcher Jahrhunderte überdauert, immer am Puls der Zeit, Nachtmensch, Frauenheld und romantischer, melancholischer Beau. Auch kein erotisches Geschöpf oder gar moderner Blutsauger. Nein, hier ist er der urtümlichste aller Vampyre (man beachte auch die Schreibweise, Whampyr oder Vampyr), ein blutgieriger Feldherr, der im Krieg seine Feinde scharenweise niederschlachtete, im Angesicht der Feinde durch deren Blut watete. Sex, Blut, Gewalt, Gier, Lust, Brutalität, Perversion. Finsternis und Hölle. Ein Geschöpf Scheitans, des ersten Vampyr uralter Legenden. Wer Necroscope liest, der braucht in der Tat einen guten Magen und sollte zuvor nicht gerade gegessen haben, denn Brian Lumley jagt den Leser schonungslos von einer grausigen Szene zur nächsten, bevor er ihn ab und zu für ein kurzes Kapitel aufatmen lässt.

Die Geschichte ist großartig erzählt. Alles, was eine atemberaubende Story braucht, ist enthalten. Religion und uraltes Wissen, die Weiheit der Generationen. Arm gegen Reich, Waisenkind, Findelkind, hoher Gelehrter, Staatsdiener, mächtige Genossen der Partei. Sex von unschuldig und rein bis hin zu grausam und brutal. Geheimnisse, mystische Zauber, jahrhundertealte Legenden. Ein Wechsel aus mitreißenden, actionreichen, atemberaubenden Sequenzen und gemütlichen, leichten Erzählungen. Jeder Abschnitt endet mit einem Cliffhanger, der den Leser sofort weiterblättern lässt. Man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen, die Kopfhörer nicht mehr aus dem Ohr nehmen, man will wissen, wie es weitergeht. Der Zuschauer an der Polizeiabsperrung, der nicht hinsehen kann, weil es zu grausig ist, was er am Unfallort sieht, und doch muss er den Blick auf das Opfer richten und will sehen, wie die Feuerwehr als nächtes vorgeht, ... so fühlt man sich bei Lumley: Willenloser Zuschauer, Gaffer, Opfer des Anblicks. Kein Buch für schwache Nerven. Genau das Richtige für Vampirfans, denen normale Vampirkost zu schwach ist ... genau das Richtige für die, die Gewalt einmal als das vermeintlich Natürlichste auf der Welt erleben wollen ... genau das Richtige für diejenigen, denen die immer gleichen Geschichten von King und Koontz einfach nicht mehr genügen ...

Ach ja, Nachtrag, weil ich vergaß zu erwähnen: was mich an Horrorliteratur häufig stört, ist eine vulgäre Sprache. Ich mag diese plumpen Worte nicht. Und umso mehr bin ich von Lumley begeistert, der es meisterlich versteht (oder zumindest sein Übersetzer ins Deutsche), die Dinge beim Namen zu nennen, ohne sich derber Fäkalsprache zu bedienen ... eine Gabe in diesem Genre leider viel zu selten beherrscht wird ...

>Wiki zu Joachim Kerzel<

SaschaSalamander 04.02.2008, 10.00| (4/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörspiel | Tags: Tip, Horror, Serie, Vampire,

Statistik KW 05

Gelesen
Die Dr3i 7-8
Point Whitmark
Horror über Little Rock
John Sinclair 41 (J. Dark)
Die Fuchsfrau (N.M. Browne)
Necroscope 01 - Das Erwachen (B. Lumley)


Gekauft
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Geschenk
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Buchticket
Sex Sells (B. Uhse)
Verbotenes Verlangen (A. Rice)
Begierde des Blutes (S. Henke, K. Dirks)


Vorgemerkt
/


Filme
Paprika
Mein Kind vom Mars

SaschaSalamander 03.02.2008, 16.08| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Entzug

Seit gestern Abend bin ich auf eisigst kaltem Entzug! Ich würde ja gerne weiter hören, was ich mir frisch aus der Bib besorgt habe, bin schon ganz gierig darauf *hibbel*, aber mein Player spinnt. Oder, besser gesagt, das Handy. Hängt sich auf, startet nimmer, aktualisiert die Bibliothek des Players nimmer, spinnt von vorne bis hinten rum. Eigentlich wollte ich ja heute zu Hause bleiben, aber DAS muss sein, dass ich in den Laden fahre und mir das richten lasse. Ohne ein funktionierendes Handy werde ich den Laden nicht verlassen, ob repariert oder neu, Hauptsache, es funzt, sonst werd ich zur wilden Wutz!

SaschaSalamander 31.01.2008, 11.38| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Pulp

Das dunkle Haus

noort_haus_150.jpgEine Autorin, von der ich noch nie gehört habe. Aber sie hat auch sonst nichts weiter veröffentlicht (nur ein weiterer Roman, der Juli 07 in Dtland erschien, aber auch davon habe ich nichts gehört, sondern ihn gerade im Web herausgesucht). Schade, denn sie hat Potential und könnte wirklich neben Higgins-Clark, Brown, Highsmith, Cornwell, Reichs und anderen stehen. Da das Buch so hoch gelobt wurde, musste ich mir die CDs unbedingt anhören. Und ich war nicht enttäuscht.

Maria, Sängerin einer lokal recht erfolgreichen Rockband erhält einen Drohbrief. Bald folgt der Brief ein wenig deutlicher, nämlich zusammen mit einer toten Ratte. Und sie wird für das beschuldigt, was sie getan hatte: ein Kind abtreiben lassen. Doch niemand wusste davon, und warum sollte sie deswegen sogar Morddrohungen erhalten? Der Täter rückt ihr persönlich immer näher, doch auf eine so subtile Weise, dass niemand Maria glaubt. Ihre Umwelt glaubt immer mehr, dass die angespannte Situation der letzten Monate nun langsam ihren Tribut fordert. Und dann brennt Marias Haus ab ... eigenes Verschulden aus Unachtsamkeit? Oder Brandstiftung und Morddrohung? Maria flüchtet sich in die Arme ihrer Schwester aufs Land. Und sie glaubt, dem Täter langsam auf die Spur zu kommen. Aber wie eine Tat beweisen, die angeblich nie begangen wurde?

Doch, ein wirklich spannender Roman. Auch ohne Actionszenen oder dramatische Sequenzen hervorragend und mitreißend. Der Erzählstil ist ruhig, bewegend. Und auch, wenn soviel gar nicht einmal passiert, schaffte ich es kaum, die CDs abzubrechen und etwas anderes zu tun. Zu gespannt, was als nächstes geschehen wird!

Eigentlich war mir schon sehr früh klar, wer sich am Ende als Täter herausstellen würde. Bei solchen Büchern ist dies häufig der Fall. Aber das tat der Spannung keinen Abbruch, denn gerade das Wissen hierum lässt den Leser ahnen, in welch großer Gefahr sich Maria befindet und wie rasch ihr Leben jeden Moment beendet werden könnte. Was sind die Motive, wie wird sie davon erfahren, hoffentlich ist es nicht bald zu spät ... wirklich großartig, wie die Autorin ihre Leser zu fesseln versteht ...

Als Meisterwerk ist dieser Krimi nicht zu sehen, doch er hebt sich auf jeden Fall deutlich aus der Masse vieler Frauenkrimis ab. Wer Higgins-Clark, Fielding und ähnliche Autorinnen mag, sollte Saskia Noort auf keinen Fall verpassen! Dieses Buch wird keine schlaflosen Nächte aber immerhin viele spannende Stunden garantieren ...

SaschaSalamander 30.01.2008, 15.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Tip, Krimi, Frauen,

Bin selbst gespannt

Ob ich es diesmal wieder schaffe, regelmässig zu bloggen? Dauert ja nicht lange, ein Beitrag ist flott getippt. Ich würde schon gerne wieder etwas häufiger schreiben, was ich so lese, wie ich es finde und was als nächstes ansteht ...

na, mal sehen ...
jedenfalls mal ein herzliches Dankeschön denen, die trotzdem noch ab und zu hier vorbeisehen, auch wenn in der letzten Zeit nicht wirklich viel los war ...

SaschaSalamander 29.01.2008, 11.26| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Pulp

Aktuelle Unterhaltung

browne_fuchsfrau_150.jpgAls ich "die Fuchsfrau" von Kij Johnson im Internetshop kaufte, fiel mir auch "Fuchsfrau" von N.M. Browne in die Finger (den Politthriller gleichen Namens habe ich ignoriert, der interessierte mich nicht). Gab es für 10 Cent und drei Euro Versandkosten als Mängelexemplar bei einem Billiganbieter, musste ich sofort zuschlagen!

Die junge Karin wird von einer Clique Mädchen verfolgt und stürzt, fällt dabei in ein tiefes Koma. Ihre Familie wacht am Krankenbett, während sie selbst sich in einer fremden Welt wiederfindet, verwandelt in einen Fuchs. Es gilt zu überleben ... ob sie zurückfindet in ihre eigene Welt und ihren eigenen Körper?

Schon nach wenigen Seiten bin ich gefesselt, es ist klar, direkt und mitreißend geschrieben, gefällt mir sehr. Recht einfach, kein Meisterwerk, aber wirklich solide, so les ich es gern ... bin schon gespannt, wie es weitergeht mit Fox und Mowl :-)

SaschaSalamander 28.01.2008, 16.27| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Statistik KW 04

Gelesen
Die Dr3i, 1-6 (Div)
John Sinclair 41 (J. Dark)
Neko Majin (A. Toriyama)
??? 116 - 120 (A. Hitchcock)
Die Fuchsfrau (N. M. Browne)
Detektiv Conan Short Stories 17 (G. Aoyama)


Gekauft
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Geschenk
/

Buchticket
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Vorgemerkt
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Filme
Broken
Sportkill
Die Mumie 2

SaschaSalamander 27.01.2008, 18.09| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Sportkill

sportkill_150.jpgEs gibt Tage, die nerven einfach nur von vorne bis hinten. Geht schon damit los, dass man zu blöd ist, sich den Kaffee aus der Maschine zu lassen und geht weiter, wenn das Wetter sowas von widerlich ist ... und wenn es schon ungesund ist, sich zuzusaufen, dann muss es wenigstens ´n geistiger Kater sein. Mensch, aber nächstes Mal sollte ich was besseres kaufen, statt so billigen Fusel irgendwo aus dem Billigregal runterzukippen *würg* ... wenn schon Kater, dann bitte mit Stil ...

Sportkill. Klingt klasse, klingt nach Running Men, klingt nach Battle Royale, klingt nach Saw oder Hostel. Töte, sonst wirst Du getötet. Klingt nach "absoluter Mist, aber heute brauchts das mal wieder" ... dazu prangt eine hübsche Brünette im Latexoverall mit blutroter Kettensäge auf dem Cover. Vielversprechend ... da ist eigentlich schon fast egal, worum es geht, kann nur gut werden ...

ein fetter Reicher glaubt, ´nen Club gründen zu müssen. Dort werden Obdachlose, Jugendliche, sonstige Leute entführt und gezwungen, einen anderen Menschen zu töten. Mal die Freundin, mal die Schwester, mal irgendjemand. Mal die Art des Tötens grausam, mal die Tatsache, wie nah sich die beiden Menschen stehen. Jedenfalls müssen sie töten, sonst sind sie das nächste Opfer, oder sie werden exekutiert. Ein heißes Girl (siehe Cover) schafft es, sich zu widersetzen, wird zur Strafe ins Labyrinth des Todes gesperrt, kann entfliehen und wird vor noch härtere Aufgaben gestellt, tötet einen Mitarbeiter, und so weiter, ...

na, das Übliche eben. Könnte prima sein, wenn es ordentlich zur Sache ginge. Widerlich, dekadent, blutig, abartig und pervers. Wie es solche Filme eben sind. Könnte aber auch ein absoluter Griff ins Klo sein. Und das ist es auch. Die Schauspieler sind sowas von unterkühlt und unbeteiligt, dass es dem Zuschauer völlig egal ist, ob er nun überlebt oder nicht. Die Story ist so mager, dass selbst der billigste Porno oder der simpelste Teletubbie mehr davon hat (nicht, dass ich die gucken würde, aber ich hab mal von sowas gehört *hüstel*). Die deutsche Version ist nur zensiert erhältlich (wozu dann eigentlich?). Die Effekte sind billigst, die Maske unterbietet diese sogar noch.

Wenn der Kandidat der ersten Show seiner bisherigen Freundin das Röhrchen in den Bauch rammt, um anschließend einen Liter ihres Blutes zu trinken, bleibt der Zuschauer gelangweilt auf dem Stuhl sitzen und fragt sich, wieso der Film noch über eine Stunde dauert, fühlte er sich bisher doch schon an wie eine Ewigkeit ... *gähn* ...

Neeeee, nicht mal für ´nen ordentlichen Kater taugt dieser Müll ... aber kein Film ist so schlecht, dass er nicht wenigstens für ´ne schlechte Rezi herhalten kann ... ich frag mich nur, was ich jetzt gucken könnte ... hab irgendwie Hunger ...

SaschaSalamander 22.01.2008, 18.06| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Film

Statistik KW 01 bis 03

Gelesen
Das Vamperl (R. Welsh)
Fast nur ein Spiel (N. Grün)
20th Century Boys (N. Urasawa)
Der goldene Kompass (P. Pullman)
Im Mondlicht wächst das Gras (div)
Die drei ??? 93 - 115 (A. Hitchcock)
Denkspiele aus der Zukunft (M. Gardner)
Das Vamperl soll nicht alleine bleiben (R. Welsh)


Gekauft
Speedreading (T. Buzan)
Dunkle Glut (L. K. Hamilton)
Machtwechsel auf der Erde (A. Risi)
Das Buch der verrückten Experimente (R. U. Schneider)

Geschenk
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Buchticket
/

Vorgemerkt
/

Filme
Joshua
X-Men1
X-Men 3
Disturbia
Die Vorahnung
Domestic Violation
Der goldene Kompass
Nightmare on Elmstreet 1

SaschaSalamander 20.01.2008, 21.29| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Domestic Violence

domestic_violence.jpgIch sehe sehr gerne Asia. Einfach deswegen, weil es mal was anderes ist als unsere Filme. Das Ende nicht absehbar, einfach mal andere Gesichter, andere Synchronsprecher, Themen und Handlung nicht aus unserem Kulturkreis. Aber die Probleme, die Menschen untereinander haben, sind dann doch in allen Ländern die gleichen, und es gibt Dinge, die leider überall gleich sind ...

"Domestic Violence" ist der Titel eines neuen Filmes. Es beginnt damit, dass Yasuko bei einem Psychologen sitzt und Fragen zum Thema häuslicher Gewalt auf einem Zettel ausfüllt. Zwei, dreimal im Film sieht man sie dort sitzen und mit dem Berater sprechen, der restliche Film ist die Handlung ab dem ersten Tag des Geschlagenwerdens bis hin zum Ende. Anfangs sind die beiden glücklich verliebt, doch bald wird Shogo eifersüchtig und beginnt, hier und da kleine Veränderungen vorzunehmen, Ansprüche zu stellen und immer mehr von ihr einzurodern. Fotos verschwinden, ihr Fotoalbum wird gesperrt, eine Ohrfeige für das schlecht gekochte Essen, für ihren Widerspruch, dann soll sie ihren Job kündigen, wird im Bett missbraucht und körperlich immer stärker misshandelt, bis sie es wagt, sich wegen Hilfe nach außen zu wenden, doch Ärzte, Polizei scheinen blind. Wenn ihr Mann sie schlägt, bestimmt übertreibt Yasuko nur, es sei ja nicht schlimm, und vermutlich habe sie es sogar verdient ... aber Yasuko ist eine starke Frau, und sie will nicht aufgeben, ...

Der Film ist ab 18 Jahren. Da ist Asia meist ohne Vorkenntnis des Inhaltes ansehe, mich gerne überraschen lasse und über den Titel nicht näher nachgedacht habe "wenngleich "domestic violence" als "häusliche Gewalt" eigentlich klar auf der Hand liegt), war ich sehr überrascht, keinen Horrorfilm, sondern ein Drama zu sehen. Ein Drama? Ab 18? Aber ich konnte recht schnell nachvollziehen, weshalb ...

der Film ist sehr gut aufgebaut, er zieht mit, und obwohl ich ihn nur "nebenbei" sah, während ich am Computer arbeitete, hat er mich sosehr in seinen Bann gezogen, dass ich begann, mit den Schauspielern zu "sprechen" (ihr wisst ja, das, was im Kino immer so nervt, wenn es jemand tut, wenn jemand ruft "geh nicht da rein") ... ich konnte es nicht fassen, wie die Personen, wie Angesprochene (Polizei, ein um Hilfe gebetener Kellner, etc) reagierten bzw nicht reagierten. "Nun mach doch endlich" oder "mensch, hau ab" und vieles andere mehr, was ich am liebsten eingegriffen hätte.

"Domestic Violence" geht sehr intensiv unter die Haut. Man sieht, dass die Gewaltszenen gestellt sind (habe schon echter wirkende Szenen gesehen, doch) (neinnein, es wirkt nicht unecht, aber die Perspektive ist jedesmal so, dass man den direkten Kontakt nicht sehen kann, wenngleich man die Szene gut im Blick hat). Aber trotzdem ist es schrecklich, dies anzusehen, oft wendete ich das Gesicht ab und wollte nicht sehen, was gezeigt wurde. Es ist ein Thema, das man einem 12- oder 16jährigen einfach einmal so präsentieren könnte ohne Vorarbeit ...

Die Handlung verläuft geradlinig und unkompliziert, nicht wie sonst oft typisch für Asia verwirrend und kompliziert. Einfach, klar und nachvollziehbar, und zugleich so verstörend und beängstigend ist es, wie Shogo seine Frau Yasuko immer mehr von sich abhängig macht, so real, wie es wohl leider in vielen Familien im Verborgenen und dort, wo niemand es sehen will, der Fall ist. Ob Japan, Amerika oder Deutschland oder sonst ein Ort, die Mechanismen sind stets die gleichen, und es ist schlimm ...

Auf dem Cover steht etwas von "schonungslos ... authentisch ... erotisch". Schonungslos, ja. Authentisch, garantiert. Erotisch - na, ich weiß nicht, was daran erotisch sein soll, wenn ein Mann seine Ehefrau körperlich und geistig misshandelt? Häusliche Gewalt ist nicht erotisch, selbst wenn die Frau dabei mal nackt ist oder man eine Vergewaltigung ansehen muss. Diese Darstellung halte ich eindeutig für sehr, sehr stark daneben, eigentlich sogar bösartig. Und falls jemand diesen Film tatsächlich erotisch findet ... na, ich weiß nicht, ... freiwillig ist das, was die Frau mitmacht, garantiert nicht mehr, und ich fand den Film viel zu real, als an ein klein wenig nackter (und zudem geschundener) Haut etwas erotisch zu finden. Diese Form der Vermarktung kotzt mich ehrlich gesagt an. Sorry für diese Wortwahl, aber das Cover ärgert mich im Nachhinein maßlos!

Ansonsten - großartiger Film! Ein Drama, das man sich nicht unbedingt jeden Tag ansehen kann, und wer sich selten mit solchen Themen befasst, der sollte sich vielleicht auch für danach einen Gesprächspartner suchen, denn der Film geht wirklich sehr tief unter die Haut und gräbt dort um und um ...

SaschaSalamander 16.01.2008, 21.06| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Film

Statistik KW 52

Gelesen
Die drei ??? 88 - 92 (A. Hitchcock)
Der goldene Kompass (B. Pullmann)
Knuddel - die Abenteuer d allerärmsten Hundes d Welt

Gekauft
/

Geschenk
/

Buchticket
/

Vorgemerkt
/

Filme
Starman
Hogfather
Der Zauberer von Oz

SaschaSalamander 31.12.2007, 21.27| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Statistik

Statistik KW 51

Gelesen
Das Fest (J. Grisham)
Die drei ??? 78 - 87 (A. Hitchcock)
20th Century Boys 14 - 16 (N. Urazawa)

Gekauft
/

Geschenk
/

Buchticket
/

Vorgemerkt
/

Filme
Cursed
Skinwalkers
Charlie und die Schokoladenfabrik

SaschaSalamander 23.12.2007, 21.41| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Das Fest

grisham_fest_150.jpgHier geht es mal nicht um den Klient, die Jury, das Urteil, die Kammer, die Geschworenen, den Richter, das Testament, den Regenmacher, den Gefangenen, die Schuld, die Liste, den Verrat, die Akte, die Firma, die Begnadigung, den Partner den Zeugen, die Bruderschaft oder andere ähnliche Justizthemen, sondern diesmal geht es um "das Fest". Nämlich das Weihnachtsfest. Kein Angeklagter vor dem Richter, keine fiesen Machenschaften einer Großfirma, kein unlösbarer Fall vor den Obersten der Oberen, sondern einfach nur ein Weihnachtsfest ... oder besser darum, dass ein Ehepaar es gerne ausfallen lassen möchte, wenn die Tochter nun mit dem Friedenskorps in Peru weilt.

Luther wird es während der ersten Vorbereitungen für das Weihnachtsfest zuviel. Kurzentschlossen lässt er sich im Reisebüro eine Kreuzfahrt verkaufen. Nun muss er das noch seiner Frau erklären. Gemeinsam sind sie anfangs zwar etwas unsicher, doch immer mehr genießen sie die Freude auf die gemeinsamen 10 Tage auf See, von Insel zu Insel, unter Palmen, in strahlendem Sonnenschein. Haufenweise gespartes Geld (trotz der teuren Kreuzfahrt), kein Stress.

Allerdings ist es gar nicht so leicht, das Fest einfach ausfallen zu lassen. Die singenden Kinderchöre der Tür zu verweisen, den Nachbarn die Möglichkeit auf die bestdekorierte Straße zu nehmen, den Polizisten keine Kalender und Stollen zu gemeinnützigen Zwecken abzukaufen, nicht im Gottesdienst zu sitzen. Sondern statt dessen sogar einige Pfunde zu verlieren und so richtig entspannt auszusehen. Alles geschafft, als am allerletzten Tag vor Abfahrt plötzlich die Tochter anruft und eröffnet, dass sie mit ihrem neuen Verlobten, den sie vor ein paar Wochen kennenlernte, nun doch am Heiligen Abend - also in ein paar Stunden - vor der Tür stehen wird und sie sich schon sosehr darauf freut, ihrem peruanischen Doktor das typisch amerikanische Weihnachten im Hause Luther und Nora zu präsentieren ...

och, jah ... die ersten Kapitel zogen sich für mich ein wenig hin, aber dann, wenn es wirklich ans Eingemachte geht, wird es witzig. Es ist schon verrückt, wiesehr die Familie in ihrer kleinen Stadt eingebunden ist, und wie schlecht sie sich nun auf Arbeit, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft und Verwandtschaft plötzlich herauswindenkönnen. Die "Drohungen" der Nachbarn sind schon recht skurill, sie fordern "Freiheit für Frosty", schließlich muss dieser das Jahr in den Kellern der Familie verstauben! Und so gibt es allerhand skurille Szenen, denen sich das Ehepaar stellen muss. Das Ende dann ist wirklich überhektisch und richtig genial.

Schade finde ich nur, dass das Buch anfangs für Weihnachtsfreunde- und Gegner gleichermaßen lesbar ist. Ich zähle mich zu letzteren, kann diesem Geblinke und falschem Getue nicht wirklich etwas abgewinnen. Trotzdem hatte ich meine helle Freude am Buch. Das Ende allerdings, nein, ich finde, das hat Grisham verbockt. Ein "Happy End" hätte in diesem Fall anders ausgesehen, und soviel Schmalz, wie am Ende aus den Seiten - bzw aus meinem CD-Spieler - quoll, wünschte ich fast, ich hätte es nicht gehört. Nein, ich hätte mir ein komplett anderes Ende gewünscht ... denn die Moral von der Geschicht ist eine sowas von affig-albern-dämliche, ...

Charles Brauer liest das Hörbuch prima. Anfangs ein wenig trocken, im Laufe der Zeit passt seine Stimme mit dem unterschwelligen ironischen Ton sehr gut zur kompletten Handlung, und auch am Ende weiß er zu überzeugen.

naja, trotzdem gefiel mir das Buch soweit sehr gut, blödes Ende hin oder her (und den meisten wird es wohl gefallen) ... und ich kann es kurz vor den Feiertagen wirklich nur jedem ans Herz legen. Denen, die sich auf Weihnachten freuen, und denen, die es gerne vermeiden würden und erst im neuen Jahr wieder unter ihren Decken hervorkriechen wollen ...

SaschaSalamander 19.12.2007, 16.56| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch

Hörspielfieber und Mangasucht

Sollte mich zusammenreißen, etwas mehr zu bloggen. Aber ich lese / höre gar nicht so viel im Moment. Lediglich die drei Fragezeichen und 20th Century Boys. So richtig im Fieber. Die Fragezeichen hatte nicht wenige Folgen lang einen ziemlichen Hänger, aber seit ein paar Folgen steigert es sich langsam wieder und macht so richtig Spaß! Und die 20th Century Boys, na, die sind sowieso absolut klasse, ich lese solange, bis mir die Augen vor Müdigkeit zufallen! 

SaschaSalamander 18.12.2007, 11.55| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Statistik KW 50

Gelesen
Tintentod (C. Funke)
Fast nur ein Spiel (N. Grün)
Die drei ??? 69 - 77 (A. Hitchcock)
20th Century Boys 10 - 13 (N. Urazawa)


Gekauft
/


Geschenk
/


Buchticket
/


Vorgemerkt
/


Filme
Zimmer 1408

SaschaSalamander 16.12.2007, 19.58| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Ganz besonders spannend

Gestern Nachmittag fuhr ich mit der U-Bahn nach Hause. Der Manga war gerade hochspannend, und als ich den Waggon verließ, musste ich natürlich auf dem Weg zur Rolltreppe, während des Hinauffahrens und dann auch noch auf dem Weg nach draußen lesen. Es war schon arg dunkel, und ich musste den Manga immer wieder drehen, damit der Text jeweils einigermaßen im Licht und lesbar war. Völlig in Gedanken. Passiert mir häufiger mal, wenn es gerade spannend ist.

Da sehe ich neben mir links ein kleines Mädchen laufen, die Nase tief ins geöffnete Buch gestreckt. Was für ein seltener Anblick! Selten, dass ich andere Leute während des Gehens lesen sehe, Kinder noch seltener. Ich freue mich immer, wenn ich so etwas sehe.

Sprach sie gleich an, ob sie etwa lernen müsse, oder das Buch gerade so spannend sei. Nein, nicht für die Schule, sondern sie las "das tolle Trio". Aha, sagte mir nix, aber daheim natürlich gleich mal nachschlagen, wozu hat man Internet. Ein Kinderkrimi aus einer Reihe von Hans Günther und Irene Zimmermann.

Muss ich doch in den nächsten Wochen unbedingt mal anlesen. Ein Buch, das so spannend ist, dass ein kleines Mädchen trotz tiefster Dunkelheit während des Gehens mitten auf der Straße einfach nicht die Nase davon lassen kann, na, das muss ich mir doch mal ansehen ;-)

SaschaSalamander 15.12.2007, 11.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Pulp

Tintentod

1. Satz:
Mondlicht fiel auf Elinors Morgenmantel, auf ihr Nachthemd, ihre nackten Füße und den Hund, der zu ihren Füßen lag.

Letzter Satz:
Denn sie muss aufregend sein, die andere Welt, so viel aufregender als seine ...

SaschaSalamander 14.12.2007, 18.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz

Verwirrende komplizierte Genres

urasawa_20th1.jpgHerrlich ... ein Traum, die Bücherei ... vor einiger Zeit - schon etwas her, Sommer 2005 las ich die ersten 9 Bände von ">20th Century Boy<" und war absolut begeistert. Leider ist es eine der Serien, die man am Stück lesen muss, hier mal ein Heft und ein paar Monate später die nächsten zwei, das ist frustrierend. Also habe ich mich bemüht und bis vor ein paar Wochen gewartet. Dann in der Bib die restlichen Bände reservieren lassen, jetzt habe ich sie hier bis Band 18 liegen. 22 Bände hat die Serie insgesamt, aber so lange wollte ich nicht warten *winsel* ... musste einfach wieder einmal zuschlagen ...

Ich habe bei Wikipedia gelesen, dass die Serie ins "Seinen" - Genre gehört, das kannte ich noch gar nicht, auch "Josei" war mir bis dato unbekannt. Gut zu wissen, denn damit bekommen viele Mangas, die ich zu meinen Favoriten zähle, endlich eine Schublade, wenn ich sie weiterempfehlen möchte ... Mangas für junge Männer, Seinen, da fallen mir doch sofort Monster, Heads, Hiroki Endo, Eagle, Vagabond, Homunculus, Bus Gamer und viele andere ein, die ich gerne lese ... bei Josei denke ich sofort an Sakurazawa und Soryu sowie ein paar andere Mangaka ... mensch, wenn Mangas in Dtland noch nicht einmal so gut integriert sind, dass man um die Genres weiß ... so ganz klar wie im Deutschen ist das nämlich nicht immer geregelt. Während es im Deutschen eher um die Darstellungsweise geht (Action, Romantik, Komödie, Drama, etc), ist man in Japan eher an der Zielgruppe orientiert (Mädchen, Frauen, Männer, Jungs) und vermischt häufig schon einmal das, was bei uns klar zu trennen ist.

SaschaSalamander 14.12.2007, 16.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Zerlegt

Der Bund der Wölfe

blazon_woelfe_150.jpgBlanka ist neu an der Europa-Schule, hat sich ihr Stipendium hart verdient, und sie will es durchstehen. Auch, wenn ihre Mutter dagegen ist, auch wenn bereits am ersten Tag die Schülerverbindung "die Wölfe" es ihr schwermacht und droht. Sie ist Einzelgängerin, und sie vertraut niemandem, doch recht schnell muss sie erkennen, dass seltsame Dinge an dieser Schule vorgehen und sie alleine nicht dagegen angehen kann. Sind die Wölfe wirklich nicht mehr als nur eine Schülerverbindung? Ist die junge Frau am Fuße der Treppe wirklich nur gestürzt? Warum wollen die Wölfe sie von der Schule vertreiben?

Wirklich klasse, wie Nina Blazon (Woran-Saga; Spiegel der Königin) diesen Jugendthriller umgesetzt hat. Ein wenig Internat, ein wenig Erwachsenwerden, ein wenig Mysterium, ein kleiner Unfall oder Mord, ein paar seltsame Vorfälle und dann auf einmal eine packende Jagd und ein überraschendes Ende. Anfangs ein wenig zäh, aber wenn man darüber hinweg ist, wirklich eine spitzen Mischung, die die Autorin hier für die Kids zu Papier gebracht hat ...

Es ist kein Ausnahmebuch, kein "muss man gelesen haben", aber auf jeden Fall wirklich gut gemacht. Was es noch braucht, um in die Top Liga zu gehören? Hm, die Charaktere sind prima erdacht, könnten aber ein wenig Tiefgang vertragen. Sie wirken stellenweise ein wenig stereotyp. Es ist zwar alles erklärt, die Beweggründe sind klar, doch trotzdem kommt es noch etwas hölzern beim Leser an. Aber darüber kann ich gut hinwegsehen, denn die Handlung ist wirklich vorbildlich aufgebaut:

Einstieg in die Schule, sofort am ersten Tag ein seltsames Erlebnis und eine Leiche, dann das Einfinden in den Alltag, und so nach und nach immer mehr kleine Puzzleteile, welche die Spannung bis zum Ende hin ansteigen lassen. Dann das furiose Finale. Wie aus dem Lehrbuch.

Für Erwachsene ist das Buch wohl etwas zu flach, aber für Jugendliche werden auf jeden Fall begeistert sein und sich rasch mit Blanka, Catlin, Jan und Niklas anfreunden. Prädikat: Lesenswert ;-)

SaschaSalamander 14.12.2007, 10.54| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Jugend

Sooooo große Augen

Ich glaube mich zu erinnern, dass ich heute morgen noch jemandem mailte "naja, jetzt habe ich die aus der Bücherei fast abgearbeitet und werde danach erst einmal meine eigenen lesen" ... wie vermessen, das an einem Donnerstag zu sagen, wenn ich abends mit einem Rucksack voller Bücher nach Hause komme ... das Vamperl von Renate Welsh, Fear Street von R.L. Stine (mir von meiner Schülerin empfohlen, denn "Gänsehaut ist was für Kinder, das ist ab 12, ICH lese Fear Street, das ist nämlich erst ab 14"), ein paar Leselöwen von K. P. Wolf, die restlichen Adolf von Tezuka, Fitz the Cat und zwei Kiddiesachen von Louis Sachar (Autor von Green Lake) ... und aktuell natürlich das Tintenzeugs und die 20th Century Boys ...

aber, wenn ich DIE fertig habe, DANN werde ich endlich meine eigenen lesen ... Murakami, Yoshizawa, D Adams, Pratchett, King, Higgins Clark, S Brown, L Reese, Cosette, Snicket, Lukanjenko, Asimov, Somtow, Rice, Borchardt, es ist ja nicht so, dass ich keine eigenen guten Sachen hätte *hüstel* ...

SaschaSalamander 13.12.2007, 20.31| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Pulp

Mitmachen

Heute mal wieder ganz einfach:
bitte den ersten und letzten Satz des Buches,
welches ihr aktuell lest :-)


SaschaSalamander 13.12.2007, 11.26| (3/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: MachMit

Zimmer 1408

1408_150.jpgMark Enslin ist Romanautor und schreibt "Fach"bücher über gruslige Orte, zuletzt über spukende Hotelzimmer. Klar, dass er von den Objekten immer enttäuscht ist. Er nimmt die Sache nicht wirklich ernst, macht sich seinen Spaß aus Hotelgästen und Fans. Plötzlich eine Postkarte zwischen seinen Briefen, er dürfe keinesfalls das Zimmer 1408 im Dolphin Hotel aufsuchen. Und was macht man in so einer Situation - klar, man sucht als erstes das Zimmer 1408 im Dolphin Hotel auf. Doch der Hotelmanager verwehrt ihm die Buchung. Nicht heute, nicht morgen, niemals! Enslin lässt nicht locker, und so droht der Verleger dem Hotel mit einer Klage. Also erklärt der Manager dem Autor, dass noch niemand länger als eine Stunde überlebt habe. 56 grausame Tode habe es bereits gegeben, von den regulären Todesfällen ganz zu schweigen, hier eine Mappe mit den Unterlagen, er könne sie ja mal ansehen. Enslin lässt sich nicht von dem Vorhaben abbringen und will dennoch eine Nacht dort verbringen. Er checkt ein, spricht lässig in sein Diktiergerät ("8 Dollar für Erdnüsse und Bier - hey, dieses Zimmer IST gruslig") und erlebt bald die erste Überraschung in Zimmer 1408 ...

Och, ja, kann nicht klagen. Funkel kam aus der Videothek zurück und meinte, der sei klasse. Na, ich weiß nicht. Meine King - Phase ist schon lange vorbei. Zu brutal die einen, zu langweilig die anderen. Ein paar gute Bücher und Filme, aber nix mehr, das mich reizt. Hab ihn mir trotzdem angeguckt, hatte grade Zeit. Und ich muss sagen, dass es mal wieder ein richtig guter King in alter Manier war ...

Ein einziger Raum, ein einziger Schauspieler, und der Rest - Einbildung? Wahnvorstellungen? Übersinnliche und geisterhafte Erscheinungen? Grausige Realität oder nur seltsame Halluzinationen? Was es mit dem Zimmer nun auf sich hat, wer die anderen Toten waren, wieso und warum und wer und überhaupt, das kommt nicht zur Sprache. In diesem Film zählt einfach nur "dass" ... sowas mag ich. Filme, die mit einem knappen Plot auskommen und sich mit einer oder sehr wenigen Personen abspielen. Cube, Shining, Nothing, Subject Two und andere. Klasse, gefällt mir sehr!

Und wirklich ordentlich gemacht, John Cusack als Mark Enslin kann prima überzeugen. Arrogant, selbstgefällig, egoistisch und dann auf einmal ziemlich kleinlaut, aber immer noch der verwegene Kämpfer in ihm, so leicht gibt er nicht auf. Nicht einmal seine tote Tochter und sein verstorbener Vater können es mit ihm aufnehmen, oder ist Enslin nun völlig durchgedreht? Mindfuck wirklich erster Güte.

Ach ja, Samuel L Jackson als Hotelmanager und Tony Shalboub (Mr. Monk) als Verleger habe eine nette kleine Nebenrolle. Wirklich prima :-)

Okayokay, der Film ist im etwas altertümlichen Stil aufgemacht. Und grade das gefällt mir sehr. Altes Hotel, biedere Möbel, Teppiche, Gemälde an den Wänden. Hübsch gemacht, wie dann die Bude langsam verfällt, überflutet wird, Blut aus den Wänden tropft (keine Bange, ist das einzige Blut im Film, ansonsten läuft es ohne Geister, Zombies oder Blut ab), vereist und überhitzt. Ein Setting, viele verschiedene Möglichkeiten. Habbich schon erwähnt, dass mir so etwas meist besser gefällt als aufwändige Staffage, haufenweise Schauspieler und Candy für alle Sinne?

"Zimmer 1408" ist einer der Filme, deretwegen man danach keinesfalls Angst im Dunkeln hat. Wozu auch. Denn das Böse lauert hinter der Banalität des Alltags. Kam da gerade ein seltsames Geräusch aus der Nachbarwohnung? Lag dieser Gegenstand tatsächlich vorhin schon genauso da wie gerade eben? Und ist all dies hier überhaupt real?

Ein King, frisch auf DVD gepresst, den ich jedem nur ans Herz legen kann, der alte Gruselfilme mag. Ohne Blut, ohne Gewalt, ohne Schockeffekt. Aber so schaurig, dass man nachts beim Schlafen das Licht anlässt ...

SaschaSalamander 12.12.2007, 21.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Film | Tags: Horror, Tip,

Statistik KW 49

Gelesen
Caine 01 - 02
Tintentod (C. Funke)
??? 67 - 68 (A. Hitchcock)
Fast nur ein Spiel (N. Grün)
Der Bund der Wölfe (N. Blazon)
A midnight Opera 01 (H. Steinbach)
Süß wie Blut und teuflisch gut (M. J. Davidson)
Felix und die Kunst des Lügens 01 - 03 (K. P. Wolf)


Gekauft
Himmelsklänge (D. Plüss)


Geschenk
Der Zitronenfalter
Aphorismen (Lichtenberg)


Buchticket
Magic the Gathering (diverse)


Vorgemerkt
/

Filme
/

SaschaSalamander 09.12.2007, 20.41| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Noch ein Serienabschluss

Ich fange gerade an mit Tintentod von Cornelia Funke. Letzter Teil der Tintentrilogie. Hm, und ... naja, habe erst ein paar Seiten. Aber mir kommt das Gefühl, dass es bei vielen Autoren ähnlich ist, wenn sie erfolgreich werden. Hohlbein, Rowling, Funke und andere. Sie werden immer gewandter, was das Schreiben anbelangt, und die Bücher werden immer dicker. Und manchmal vergessen sie, dass in der Kürze die Würze liegt. Das mag ich an Colfer, seine Bücher werden nicht soviel wesentlich dicker (wenn ich mich recht erinnere *grübel*, zumindest kommen sie mir nicht länger vor) ...

Na, ich bin mal gespannt, nach zwei Kapiteln darf ich mir noch nicht wirklich ein Urteil erlauben. Ich hoffe nur, dass ich mich aufraffe und weiterlese ...

SaschaSalamander 05.12.2007, 12.42| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Aktuelles

Tauschticket

Ich möchte einfach wieder einmal sagen, wie happy ich über Tauschticket bin ... diese Woche habe ich gleich mehrere positive Erfahrungen gemacht! Denn ich habe ein paar Bücher ergattert, von denen ich nicht erwartet hätte, sie zu bekommen. Da wird sich jemand an Weihnachten bestimmt sehr freuen ... leider habe ich dabei auch zwei Bücher angeklickt, die ich gar nicht haben wollte, das kann schon mal passieren, etwa dass ich eines doppelt anfordere oder dem Titel nach verwechsle. Die Tauschpartner waren beide so nett, mir einen Rücktausch anzubieten, sodass ich mein Ticket wieder bekomme und sie ihr Buch behalten können. Ist wirklich fair, denn sie hätten das Recht, zu sagen, ich habe geklickt, nun muss ich es nehmen, und sie beharren auf ihrem Ticket ...

Außerdem bekam ich heute eine Mail, in der ich gefragt wurde, ob ich die Reservierung XY noch haben wolle. Mensch, ich habe mal geguckt ... oooops, das Ding war vom Juli *schäm*. Keine Ahnung, wie das passieren konnte, dass ich das vergaß, aber es ist passiert, dabei hatte ich in der Zwischenzeit wirklich genug Tickets. So lange hat das jemand für mich drin stehen lassen und gewartet, ich fasse es nicht! Ich war so überrascht und freue mich nun, diese CD bald meiner Sammlung hinzuzufügen.

Außerdem entstand, als jemand ein Buch bei mir anforderte, ein nettes Gespräch via Mail über dies und jenes ... es ist schön, wenn man mal wieder so kleine Kontakte knüpfen kann, die sich zwar nicht lange halten, für den Moment aber mal ein wenig wärmen und sich gut anfühlen :-)

SaschaSalamander 02.12.2007, 20.14| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Web

Statistik KW 48

Gelesen
Eight (A. Kamijo)
Schwarzer Montag (N. Garth)
Astral Project 1-2 (S. Takeya)
Shonen Shojo 01 (S. Fukushima)
Delilah´s Mystery (N + T Nguyen)
Weiblich, ledig, untot (M. J. Davidson)
Süß wie Blut und teuflisch gut (M. J. Davidson)
I know what you did last wednesday (A. Horowitz)


Gekauft
/


Geschenk
/


Buchticket
Best of Emotions (D. Plüss)


Vorgemerkt


Filme
/

SaschaSalamander 02.12.2007, 11.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Der Sinn des Labenz

CoverMalix, der: Ausgetrockneter Filzstift, der mit einem Band am Pinboard in der Küche befestigt ist, seit Menschengedenken nicht funktioniert hat und trotzdem von niemandem weggeschmissen wird

Mamming, das: Fiese, dicke, hässliche, behaarte Frau, die einen fiesen, dicken, hässlichen, unbehaarten Nackthund spazieren führt.

Matschiedl, die (Pl): Jene Gegenstände und Partikel, nach denen Leute, die sich gerade die Nase geputzt haben, in ihren Taschentüchern ausschau halten.

Mauloff, das: Ein schlecht unterdrücktes Gähnen

Meinern (V): Wiederholt wahnsinnig aufgeregt darauf hinweisen, dass die eigene Idee besser war als jene, die jemand anders unmittelbar zuvor kundgetan hat.

Memmingen (V): Das Selbstwertgefühl eines Mannes mit der Behauptung stärken, man sei außerstande, den Schraubverschluss eines Marmeladen- oder Gurkenglases zu öffnen.

Metzels, die (Pl): Sämtliche Bestandteile von Fleischgerichten, die anatomisch problemlos zuzuordnen sind.

aus: Douglas Adams: Der tiefere Sinn des Labenz; Heyne 2004
in diesem Buch werden kuriosen Namen verschiedener Ortschaften Bedeutungen von Sachverhalten zugeordnet, die jeder kennt aber niemand bis dato benennen konnte ;-)

SaschaSalamander 01.12.2007, 19.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Zitate

Stiftung Lesen

Bin ich über den Märchenblog doch über die Seite >"Wir lesen vor"< gestolpert. Doch, sowas gefiel mir schon immer, und als ich was von Vorlesepate fand, wow, genau mein Ding! Ich habe, nachdem ich den Vollzeitjob verlor, ja sowieso vorgehabt, ehrenamtlich irgendwo vorzulesen. Aber einige Anfragen, nix klappte, und ich habe ehrlich gesagt keine Lust, mir wie ein Bittsteller vorzukommen, wenn ich doch etwas anbieten möchte. Also hab ich aufgehört zu suchen. Nun lese ich, dass es in der Eltern-Akademie direkt um die Ecke (wörtlich diesmal) einen Ansprechpartner hierfür gibt. Wie schön, da werde ich mich am Montag direkt einmal melden!

Fertig gelernter Sozpäd, zwei Vorleseseminare bei Frau Wiedemann, begeisterte Leseratte, lese selbst massig Kinderbücher, habe ´nen Bücherblog ... ich hoffe, das qualifiziert mich *hihi* ... es würde mir wirklich Spaß machen, Kinder ans Lesen heranzuführen, sie ein wenig "anzufixen", ihre leuchtenden Augen zu sehen, zu erleben, wie sie gebannt lauschen und wissen wollen, was als nächstes geschieht ...

Wäre schön, wenn es klappt, ich muss mal mit dem Herren dort reden. Mal sehen, was in der näheren Umgebung hier möglich ist. Und ob das zeitlich überhaupt geht, weil ich im Blumenladen ja doch flexibel bleiben möchte in meiner Zeiteinteilung. Aber es wäre schon schön ... na, mal sehen, was der Montag ergibt ...

Und eine Mitgliedschaft im Vorleseclub, na, das wäre doch was für meinereiner! Kostenlos ist sie, dafür bekomme ich zweimal im Jahr Leseempfehlungen, und außerdem Infos über die Aktivitäten der Stiftung Lesen. Und dafür dann von meiner Seite lediglich die Zeit, die es zum Vorlesen braucht ... ach, schön, fände ich prima ...

SaschaSalamander 01.12.2007, 13.33| (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Pulp

Weiblich ledig untot

davidson_untot01_150.jpgWie schon erwähnt, ich wäre nie auf die Idee gekommen, ein Buch wie dieses zu lesen, wirklich nicht, denn allein beim Betrachten der Farben und des Motives auf dem Cover stellen sich mir alle Nackenhaare auf. Dass ich es trotzdem las, lag dann an einer Rezension, die gleich zu Beginn das gleiche sagte und dann wider Erwarten völlig begeistert davon erzählte. Also gut, Leseprobe im Laden genommen und schon nach ein paar wenigen Zeilen gekauft ...

Betsy ist eine junge Sekretärin Ende 20, ihr Leben nicht allzu aufregend. Aber sie ist schick, liebt Designerschuhe, weiß immer, was gerade trendy ist, hat jede Menge Selbstbewusstsein und ebensoviel von dem, was die Umwelt zielgerecht in den Wahnsinn treibt. Dann eines Tages wird sie einfach so entlassen, trottet nach Hause und will ihre Katze Giselle von der anderen Straßenseite zurück ins Haus holen - als sie von einem Auto überfahren wird. Tödlicher Unfall. Umso erstaunlicher, dass sie im Leichenschauhaus wieder erwacht und feststellt, dass ihr eigentlich gar nichts fehlt. Ein bisschen blass um die Nase ist sie, ihr vom Bestatter aufgetragenes Make up passt nicht wirklich zum Teint, und die Schuhe sind billigste Supermarktware. Aber sie lebt!!! Obwohl, mit diesen Schuhen und dieser Frisur wäre sie lieber tot. Sie versucht sich an der Hochspannungsleitung zu brutzeln, vom Dach zu springen, sich zu ertränken, es hilft alles nichts. Sie bleibt eine Untote. Nicht einmal das Sonnenlicht kann ihr etwas anhaben, und der Gang in die Kirche samt Gespräch mit dem Pfarrer lässt sie nicht in Flammen aufgehen. Sogar für einen Vampir scheint sie Superkräfte zu haben!

Und schon gerät sie zwischen die Fronten. Die eine Partei der Blutsauger sieht in ihr eine Gefahr und will sie töten. Die anderen halten sie doch glatt für die neue Königin, die das Reich der Vampire wieder vereinen soll! Und dann begegnet sie auch noch dem Mann ihrer Träume, nur, dass er leider ein Vampir und ein riesiges arrogantes Arschloch ist. Mit einem derart knackigen Hintern und jeder Menge Stil. Sie hasst ihn. Er schenkt ihr Designerschuhe. Sie liebt ihn. Er hat einen Harem menschlicher Frauen zwecks Blutsaugerei um sich. Sie hasst ihn. Er hat eine sowas von männliche Ausstrahlung. Sie will ihn!

Und dann wären da noch die Lebenden. Etwa Betsys Eltern, die den Tod ihrer Tochter nicht wirklich verkraften können, ihr Weiterleben jedoch noch weniger. Die eklige Stiefmutter, die sich Betsys Schuhe unter den Nagel reißen will. Und ihre beste Freundin Jessica, die alles ihr Mögliche tut, die baldige Regentin zu unterstützen ...

Oh Mann, ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll und wie ich dieses Buch beschreiben soll ... ich denke, die Inhaltsangabe sagt eigentlich alles *hoff* ...

Betsy ist ein richtiges Weibsstück, eine Zicke, wie sie eben im Buche steht. Eine Frau, wie man ihr nur in "super süß und super sexy", "natürlich blond", "der Club der Teufelinnen" oder "Zoolander" (*hüstel*) begegnet. Und ich würde ZU gerne einmal die Autorin kennenlernen, denn um ein solches Buch zu schreiben, muss man wohl selbst in dieser Welt leben. Mitten im ernsthaftesten Gespräch, jemand hebt die Hand, und das Einzige, was ihr im Gedächtnis haften bleibt, sind nicht die Worte der Person, sondern die dabei sichtbar werdenden Fingernägel mit dem unpassend lindgrünen Nagellack. Wenn ein Straßenräuber ihre Handtasche verlangt, hält sie ihm erst einmal einen Vortrag über den Unterschied zwischen Hand- und Abendtasche. Wenn sie den ältesten Vampirfürsten treffen soll, dann trägt sie, um ihm ihre Abneigung zu zeigen, ein schickes Kostum, das in Farbe und Stil bereits ein ganzes Jahr aus der Mode ist. Um solche Bezüge herzustellen, nein, ich glaube nicht, dass ein "normaler" Mensch dazu in der Lage ist, dazu muss man wirklich jemand wie Betsy sein, sonst hätte man wohl eher andere Gedanken in solchen Momenten ...

Es nervt. Und es ist unglaublich komisch. Auf jeder Seite gibt es mehrere Stellen, an denen man als Leser erst einmal überrascht die Augen aufreißt und dann plötzlich zu Lachen beginnt, was Betsy nun wieder angestellt hat und was ihr diesmal wieder aufgefallen ist. Ihr Mitmenschen, äh, Mitvampire können einem wirklich leid tun! Aber unter der schicken Frisur und dem perfekten Make-Up sitzen auch ein helles Köpfchen und ein weiches Herz, deswegen muss man sie einfach trotzdem gern haben.

Genauso wie Betsy sind auch die anderen Figuren sehr lebendig (wie paradox in diesem Fall) geschildert, sodass man sie sich lebhaft (hach, ich mach das zu gern) vorstellen kann. Äußerlichkeiten wie Kleidung und Frisur dabei ebenso deutlich wie eigenheiten, Angewohnheiten, Macken und Vorzüge. Ständig ist man hin- und hergerissen zwischen Abneigung und Anziehung. Dieser Vampir Sinclair ist wirklich derart selbstgefällig, zugleich aber auch so fürsorglich, liebevoll und gewissenhaft, man möchte ihn gleichzeitig ohrfeigen und küssen. Teilweise schon ziemlich erotisch, wie es zwischen ihm und Betsy knistert, und erst die Szene im Swimmingpool, mmmmh, wirklich lecker, da bekommt jeder Leser, ob männlich oder weiblich, so richtig Appettit!

Prädikat: unbedingt lesen! Das Buch ist mal recht außergewöhnlich, lange nicht mehr so gelacht und mit den Charakteren mitgefühlt. Kein Buch nur für Frauen, sondern ein Buch für jeden, der genug schwarzen Humor hat, um soviel Weiblichkeit unbeschadet zu ertragen ;-)

SaschaSalamander 30.11.2007, 22.01| (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Tip, Frauen, Humor, Serie, Schräg, Vampire, Erotik,

Eins nach dem anderen

Ich lese und lese derzeit. Muss aber gestehen, dass ich etwas zu faul zum Rezensieren bin. Genieße lieber meine Freizeit, denn Arbeit gibt es im Moment genug in der Weihnachtszeit ...

Aktuell habe ich "Weiblich, ledig, untot" zur Hand und genieße es, das Buch häppchenweise in noch erträglichen Dosen zu mir zu nehmen. Auf dem Player spielt "Schwarzer Montag", das mich nicht wirklich in seinen Bann zieht. Nebenbei hier und da ein paar Mangas. Und wenn es die Zeit zulässt, auch mal einen Film abends.

Über zu wenig Auswahl kann ich momentan also wirklich nicht klagen. Aber ich sollte mal wieder in die Pötte kommen und das Gehörte, Gesehene und Gelesene auch zu Papier .. äh, auf den Bildschirm bringen ...

SaschaSalamander 28.11.2007, 15.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Pulp



 






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