SaschaSalamander
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3




Statistik KW 47

Gelesen
Schwarzer Montag (N. Garth)
Die drei ??? 62 - 66 (A. Hitchcock)
Weiblich, ledig, untot (M. J. Davidson)
So funktioniert Deutschland (H. Zippert)
Goosebumps - Trapped in Bat Wing Hall (R. L. Stine)
Clique mit Biss - mein Großvater, der Vampir (R. Apps)


Gekauft
Knoten leicht gemacht (G. Budworth)
Lehrbuch des Kreativen Schreibens (L. v. Werder)


Geschenk
So funktioniert Deutschland (H. Zippert)


Buchticket
/


Vorgemerkt
Der Coup, die Kuh, das Q (CUS)
Sex ist dem Jakobsweg sein Genitiv (H. Schmidt)


Filme
Batman II
Pans Labyrinth

SaschaSalamander 25.11.2007, 18.18| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Statistik

Beast

kennen_beast_150.jpgZur Abwechslung mal wieder ein Jugendbuch in den Player gelegt, und schon konnte ich den Sonntag über nichts anderes mehr tun als nur zu hören und zu hören, es war so spannend! Nach ein paar Tagen "dahindümpeln" in Sachen Lesen tut so ein Tag, an dem ich mir ein komplettes Buch am Stück genehmige, so richtig gut!

Stephen ist ein 17jähriger, der es nicht leicht hat. Keine wirklich tolle Kindheit bei seinen Eltern, dann verließ sie der Vater, und so kam er vom Heim in die Pflegefamilie der Reynolds, wo er jetzt lebt. Und alle legen ihm Steine in den Weg, die Obergöre Carol, seine Pflegeschwester, lässt ihn bereits in den ersten zehn Minuten seiner Anwesenheit im Hause Reynold so richtig auflaufen und als Dieb dastehen. Auch sonst, wannimmer etwas geschieht, ER trägt die Schuld, und er kann noch sosehr erklären, dass er nichts damit zu tun hat. Einem Jugendlichen wie ihm kann man nicht trauen. Einem, der schon mit Acht Autos knackte, der Mitschüler erpresste und auch sonst nicht gerade ein Chorknabe ist. In vier Wochen wird Stephen 18, und bis dahin muss er ausziehen und in das St. Max Heim. Eine billige Absteige mit lauter abgewreckten Typen, wo er nur mit Messer unter dem Kopfkissen schlafen kann. Er hat keine Chance ... und trotzdem strampelt er nach Leibeskräften, um irgendwie aus diesem Sumpf herauszukommen.

Zu allem Übel gibt es da noch "den Kleinen", "das Monster", "das Biest", "das Ungetüm". Wer oder was dieses Wesen ist, erfährt der Leser erst später. Doch keine Allegorie, keine methaphorische Gestaltwerdung seines inneren Schweinehunds, sondern ein durchaus reales und gefährliches Tier, das Stephen zu pflegen hat. Es kam wie üblich: jemand drückte ihm die Verantwortung aufs Auge, und was er nun damit anfängt, keiner half ihm, niemand kümmerte sich darum, und nun hat er Ärger an der Backe. Schweinehälften frisst dieses Biest, und die muss Stephen unauffällig zerlegen und transportieren, keine leichte Aufgabe ... aber das Biest wird immer größer, immer gefährlicher, und der Junge weiß, dass ihm nur eine Wahl hat: er muss das Biest töten, bevor es ausbricht und eine Gefahr für die Menschen wird ...

Wow, das Buch hat mich beeindruckt! Es ist in der Ich-Form aus Sicht des Jungen erzählt, und man kann sich vom ersten Moment an großartig in die ganze Szenerie hineinversetzen. Er beginnt eiskalt: "Hier eine Liste der zehn schlimmsten Dinge, die ich in meinem Leben gemacht habe". Und dann beginnt er. Teils witzig formuliert, teils wirklich derb und ganz schön heftig. Man merkt: der Kerl hat es faustdick hinter den Ohren. Brandstiftung, Diebstahl, Erpressung und derlei. Manches davon Unfälle, wie etwa die drei abgebrannten Klassenzimmer, als er eigentlich nur den Müllcontainer ein wenig anfackeln wollte, aber Brandstiftung ist Brandstiftung.

Stephen tut einem im Laufe des Buches immer mehr leid. Anfangs mag er ja noch cool und lässig daherkommen, doch je besser man ihn kennenlernt, desto mehr stellt man fest, wieviel Potential in ihm steckt und was eigentlich aus ihm hätte werden können, wenn er doch nur eine Chance im Leben bekommen hätte. Er ist es, der Verantwortung bei der Party zeigt, als überall Kerzen brennen, als die Kids am Klebstoff schnüffeln und als einer der Gäste dringend Hilfe braucht. Sein Umgang mit dem Biest lässt erahnen, dass er wirklich bereit ist, sich um andere zu kümmern, ihm aufgetragene Lasten nicht einfach abzuschütteln, sondern seine Aufgaben auch ernst zu nehmen. Manchmal scheint er der Vernünftigste und Anständigste unter all den Jugendlichen, wenn da nicht eben all die Dinge wären, die er getan hat. Und das, was er noch zu tun gedenkt: nämlich Mord. Mord an seinem Biest. Darf er das Biest töten, wenn es doch darum geht, soviele Menschenleben zu schützen? Er hat niemanden, an den er sich wenden kann mit seinen Fragen, und als er sich aufrafft, seinem Vater davon zu erzählen, wird alles noch schlimmer, ...

Sosehr bangt man mit Stephen, wünscht ihm alles Gute für den Job in der Fleischfabrik, später dann bei Eric dem Schlosser, und wenn er aus den besten Motiven heraus wieder genau das Falsche tun möchte, würde man am liebsten eingreifen und ihm zurufen, dass er doch mit Jimmy reden soll, oder zur Polizei gehen, oder zu Mindy ... (faszinierend übrigens: dieses Gefühl hatte ich beim Lesen oft, und auch in einer anderen Rezension stieß ich darauf. Ging also nicht nur mir so) ...

Für Jugendliche ab 13 Jahren, aber auch für Erwachsene, weil es die Sichtweise eines Heranwachsenden wirklich gekonnt darstellt. Seine Wünsche, Träume, Hoffnungen, Ängste, Aggressionen. Die Probleme, mit denen er im Alltag konfrontiert wird. Ein großartiger Roman vom Erwachsenwerden ...

SaschaSalamander 19.11.2007, 19.23| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Tip, Jugend,

Statistik KW 46

Gelesen
Beast (A. Kennen)
Legend 01-02 (Kara)
Ausgesetzt (J. Nichol)
Blood Alone 01 (M. Takano)
Die drei ??? 59 - 61 (A. Hitchcock)
Detektiv Conan Short Stories 16 (G. Aoyama)


Gekauft
Weiblich, ledig, untot (M. J. Davidson)
Süß wie Blut und teuflisch gut (M. J. Davidson)


Geschenk
/


Buchticket
/


Vorgemerkt
/

Filme
Wintersonnenwende

SaschaSalamander 18.11.2007, 15.03| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Weiblich ledig untot

Erster Satz:
Mein Todestag begann schon schlecht.
Und wurde leider auch nicht besser.

Letzter Satz:
Ich warte immer noch auf die neuesten Jimmy-Choo-Slipper. In Rot.

aus: M.J. Davidson: Weiblich, ledig, untot; Egmont Lyx 2007

SaschaSalamander 16.11.2007, 10.27| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz

Killjoy

fine_killjoy_150.jpgDiese Rezension schiebe ich schon seit Wochen vor mir her. Eigentlich würde ich am liebsten eine ganze Facharbeit über dieses Buch schreiben, und trotzdem möchte ich meinen Beitrag hier so kurz als möglich halten, um niemandem etwas an Spannung zu nehmen, jeder Leser soll sich ein eigenes Bild von Ian und Alicia machen. "Killjoy" ist der erste Roman von Anne Fine. Ich las ihn bereits vor 12 Jahren, und seitdem geistert mir dieses Buch im Kopf herum. Kennt ihr bestimmt, dieses Gefühl: manche Bücher vergisst man, aber andere bleiben im Gedächtnis, und noch Jahre später denkt man "da war doch mal" ... und so ein Buch ist dieses hier. Und so musste ich es jetzt unbedingt wieder lesen. Und nun werde ich es mir demnächst kaufen. Wie selten so etwas bei mir ist, dürften regelmässige Leser meines Blogs ja inzwischen wissen ;-)

Ein Ich-Erzähler, Ian Laidlaw. Fakultätsvorsteher einer schottischen Uni, hoch angesehen, ein Mann von Ehre. Sein Fach ist Politikwissenschaft. Trocken, spröde, aber akkurat. Wie er selbst. Aber Ian hat ein Makel: als Kind wurde er von einem Hund gebissen, und seitdem ist seine rechts Gesichtshälfte verunstaltet. Er möchte niemandem diesen Anblick zumuten, und er ist es gewohnt, mit Würde und Anstand behandelt zu werden. Mit Rücksichtnahme, vielleicht auch Mitleid. Und da kommt nun plötzlich diese Alicia daher und lacht ihm frech ins Gesicht, lacht ihn aus, gibt ihm sogar eine Ohrfeige, als er ihr für ihr freches Verhalten seine hässliche Gesichtshälfte präsentiert! Er ist schockiert. Und erregt. Denn Alicia behandelte ihn wie jeden anderen auch, und das ist der Professor nicht gewohnt. Wie gerne wäre er normal. So beginnt er, sich Alicia immer ein wenig mehr zu nähern, und bald wohnen die beiden zusammen. Er findet sie albern, kindisch, naiv, ärgert sich über ihr gelangweiltes und abwertendes Verhalten ihm gegenüber. Und sie findet ihn langweilig, alt, eklig, hässlich und widerlich. Aber trotzdem, ob es nun eine Hassliebe ist, eine Zweckgemeinschaft, sie wohnen gemeinsam, haben Sex. Doch die Situation eskaliert von Tag zu Tag, bis der Professor tut, was er tun musste: er wollte Alicia loswerden. Er wollte ihr nur ein wenig Angst machen ...

Oh Mann, ein absolut spannendes Buch. Eines, bei welchem man den ersten Satz liest und danach erstaunt feststellt, dass man es schon zu Ende gelesen hat. Erzählt vom Professor selbst, ein unerwartet großartiger Ich-Erzähler. Ansonsten eher ein Stilmittel, das mir nicht zusagt, ist es hier einfach spitze. Anne Fine schafft es wirklich meisterhaft, die Welt des Ian Laidlaw aufzubauen und dem Leser die Gedankengänge dieses Mannes nahezubringen. Man muss ihn verachten, und doch kann man ihn verstehen. Gefangen in seinem Selbsthass, seiner Selbstverliebtheit. Seine Gedanken so klar, strukturiert, logisch und präzise, und doch so verworren, verblendet und jenseits der Realität. Er beginnt dem imaginären Polizisten vor sich zu erzählen, wie es dazu kam. Warum er tat, was er tun musste. Warum er gar nicht anders hätte reagieren können. Wie Alicia ihn immer mehr reizte und doch selbst schuld war an dem, was dann geschah.

Das Buch ist großartig! Es hat kaum dramatische Momente, ist eigentlich nur eine Aneinanderreihung von Ereignissen, bis eben eines Tages ein kleiner Tropfen das Fass quasi zum Überlaufen bringt. Niemals wird Fine / Laidlaw unanständig, vulgär oder grob, denn schließlich erzählt der Professor seine Geschichte, und er ist ein Mensch mit Stil. Er wählt seine Worte sorgfältig, er weiß den harten Sex geschickt in rationale Worte zu packen, seine Mordlust als normal darzustellen, ihre Naivität gekonnt hochzuspielen. Und als es dann passiert, naja, es war eben ein Unfall, so etwas kommt vor, und es tut ihm ja auch leid, irgendwie auch nicht, aber sie wissen ja, wie das ist, Herr Inspektor, sie sind schließlich auch ein Mann, und da kommt es eben vor, ...

Ja, "Killjoy" (neinnein, das wird gerne falsch übersetzt, ein "false friend", es heißt lediglich "Spielverderber" *g*) gefällt mir heute so gut wie damals. Ein Männerroman, von einer Frau geschrieben. Lesenswert auf jeden Fall für beide Parteien. Ein Buch, das man nicht so schnell vergisst ...

SaschaSalamander 16.11.2007, 10.17| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Tip, Erotik, Krimi,

Grusliges Cover etwas nach Halloween

Sieht das Cover nicht abartig aus? Diese Frisur, die Brille, die Körperhaltung, dazu dieser eklig-rosa Schal und Lichtschimmer, neeeee, so ein Buch würde ich echt nicht lesen. Keine Ahnung, worum es geht, aber Bücher mit solch einem Cover rühr ich nicht mal mit spitzen Fingernägeln an. So ich welche hätte. Was ich zum Glück nicht habe. BAH! Aber ... halt?!?!? Moment mal ... was bilden die Ranken hinter ihr für ein Muster? Und ist das auf ihrem Handtäschchen eine kleine Fledermaus?

Mensch, was bin ich froh, dass jemand im Bücherforum von diesem Titel erzählt hat, sonst hätte ich wohl etwas verpasst. Was mich an der Rezension zu diesem Buch reizte? Sie begann mit Er drückte es mir in die Hand. "Ja, ich weiß, Du magst keine Frauenromane, keine Klischees und nicht Seichtes lesen. Lies den trotzdem mal, ganz egal, wie das Cover aussieht oder der Klappentext lautet. Der gefällt einfach." Kurz und gut, nach Feierabend nahm ich mir das Buch zur Hand, erschauerte nicht zum ersten mal ob des pinken Covers mit einer klischeehaft gekleideten Blondine drauf und fing an zu lesen.

Jau, da sprach jemand meine Sprache ... und war trotzdem von diesem Buch begeistert ... also musste wohl etwats besonderes daran sein ... ich habe ein paar Titel, die ich vorher lesen muss, um ein paar Sachen zu erledigen, aber die werde ich möglichst schnell abarbeiten, damit ich mich endlich auf die Vampirtussi stürzen kann ... das erste Kapitel habe ich bereits in wenigen Minuten verschlungen, ich kam aus dem Lachen nicht mehr heraus, ...

SaschaSalamander 15.11.2007, 21.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Viel zu realistisch und langweilig

Eigentlich hab ich die drei ??? ja immer gerne gelesen und gehört als Kind. Und jetzt, als Erwachsener, höre ich sie so nach und nach wieder. Aber ich kannte damals nur die Serie von Hitchcock, nicht die späteren Fortsetzungen. Ich weiß nicht so recht, was ich jetzt davon halten soll ...

Gut, von Anfang an war es nie Hitchcock, sondern Robert Arthur, der einfach Hitchcocks Namen als Lizenz erwarb und sie so veröffentlichte. Weil er später immer weniger schrieb, engagierte Arthur Mitschreiber, 1996 verstarb er, und andere schrieben alleine weiter. 1987 wurde die Serie komplett eingestellt. Seit 1993 dann in Deutschland die Fortführung der Serie von deutschen Autoren. Da Hörspiel und Bücher eh eine unterschiedliche Reihenfolge habe und ich keinen Plan habe, welcher Autor nun was verfasst hat, darf ich nicht klagen über die gute alte Zeit. Mir ist nur eines klar:

die ersten Hörbücher waren die Vertonungen der Bücher, die ich als Kind gelesen habe. Und ich habe alle verschlungen, die ich nur bekommen konnte. Aber ab Hörspielfolge 50 etwa ... diese Folgen sind mir neu. Und sie gefallen mir nicht mehr wirklich. Ich denke, es liegt nicht alleine daran, dass die alten Folgen nostalgisch waren! Sondern die Story ist einfach ... ach, es passt mir nicht!

In ihrer Anfangszeit, da waren die ??? Kids, die mit Witz ermittelt haben, altklug und sympathisch. Die Fälle manchmal ganz schön abstrus, wie etwa der sprechende Totenschädel oder der schreiende Wecker, eine Geisterhand, lauter solche coolen Sachen. Das war klasse, da hab ich mitgefiebert. Der Karpatenhund, die Stoffkatze, die Geisterinsel (die übrigens verfilmt wird), das Riff der Haie, der Superpapagei, lauter tolle Fälle! Und jetzt? Jetzt sind sie junge Erwachsene und haben Freundinnen, das ist okay. Aber den Fällen fehlt der Charme ...

Mensch, das ist langweilig. Doping an jungen Sportlern, bestochene Hochschul - Sportler, Comicdiebe, Musikpiraten, Automafia, vergiftetes Grundwasser, mensch, überal der erhobene Zeigefinger, ich möchte ihn mir in den Rachen stecken und dem Produzenten vor die Füße ... hey, wenn ich realistische Sachen lesen will darüber, wie schlimm Raubkopien sind und dass Doping total uncool ist und das Grundwasser in Afrika knapp, dann guck ich Nachrichten, aber les keine kultige Kiddieserie ... *gähn* ...

Neeeee, das musste ich jetzt mal loswerden ...
ich höre mir noch ein paar Folgen der alten ??? an ...
und ich hoffe, das sind nur Aussetzer, und irgendein Autor hat dann mal angefangen, wieder spannende Fälle zu erfinden ... wäre schade sonst ...

SaschaSalamander 15.11.2007, 18.58| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rund um Bücher

Ausgesetzt

Walker Deveraux wurde als Kind ausgesetzt. Drei Jahre alt war er. Mitten auf der Straße wie ein Hund zurückgelassen, und seine Mutter kam nie wieder. Er wächst bei Pflegeeltern auf, und als er 19 ist, will er mit Hilfe des Briefes und Fotos, die damals in seiner Tasche steckten, seine wahren Eltern finden. Er zieht nach Toronto, wo er die nächsten Hinweise vermutet, arbeitet als Fahrer bei einer Taxifirma, verliebt sich in die Mitarbeiterin Christa und findet nach und nach Hinweise auf seine Mutter Jenny. Doch jemand scheint ihm auf den Fersen und will nicht, dass Walker weitere Fragen stellt. Und dafür ist "jemand" sogar bereit, über Leichen zu gehen ...

Ein zweiter Handlungsstrang ist die Kindheit von Bobby, der recht gewalttätig ist, sich erst an einem Klassenkameraden vergeht und dann den Nachbarsjungen grausam ermordet. Wer dieser Bobby ist, wird der Leser nach einiger Zeit erfahren.

Das Buch hat sehr gute Kritiken überall im Netz, und als ich es aus der Bücherei lieh, wollte ich es unbedingt sofort hören. Ergab sich dann doch nicht, und nun habe ich es mit einiger Verzögerung gehört. Und, ehrlich gesagt, es war nett, aber ich hätte es auch weiterhin verschieben können. Es ist ein spannender Roman. Aber mehr auch wirklich nicht. Ganz nett. Aber was daran so einzigartig sein soll, dass er einer der "besten Thriller der letzten Jahre" sein soll, ... vielleicht habe ich aufgrund solcher Begeisterungsstürme einfach zuviel erwartet ...

Es liest bzw hört (ungekürzte Version, wortgetreu gelesen, die Dialoge von verschiedenen Personen gesprochen, ansonsten nur ein Sprecher, keine Musik) sich recht zügig, aber es ist jetzt kein "Pageturner", bei dem ich sofort wissen muss, wie es weitergeht. Vom Schlafen hätte mich das Buch nicht abgehalten, dazu ... hm, ich sage ungern "fehlt ihm die Action", denn eigentlich mag ich "Action" nicht sonderlich und liebe es, wenn ein Buch auch ohne spannend ist. Aber hier fehlt mir irgendwo die Spannung. Gut, es wird mal ein Auto angebrannt, okay, es wird mal eine Katze getötet, aber es zieht sich für meinen Geschmack alles etwas ... hätte man es als Roman verkauft, wäre es okay, aber die Bezeichnung "Thriller" finde ich wirklich unangemessen.

Wenn man mal eine nette Geschichte lesen möchte, ein wenig Liebe, ein bisschen Spannung, ein wenig Ausflug in die Vergangenheit des Protagonisten, dann ist "Ausgesetzt" wirklich klasse. Wenn man allerdings erwartet, vor Spannung die Nacht durchzulesen und jede freie Minute mit dem Buch zu verbringen, dann ist es definitiv falsch.

Wie gesagt: ich habe vermutlich einfach zuviel erwartet. Ansonsten kann ich nur sagen: jau, ist ganz nett ...

SaschaSalamander 14.11.2007, 14.54| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch

Statistik KW 44 - 45

Gelesen
Point Whitmark 20
Lady Bedford 07-08
Legend 01-02 (Kara)
John Sinclair 42 (J. Dark)
Ausgesetzt (J. W. Nichhol)
Peter Lundt 08 (A. Sommer)
Computergeschichten (K.P. Wolf)
Die drei ??? 51 - 58 (A. Hitchcock)


Gekauft
/


Geschenk
/


Buchticket
Meat Loaf - Couldn´t have said it better


Vorgemerkt
/


Filme
Catwoman
Ghost Roder
Batman 1+2

SaschaSalamander 11.11.2007, 17.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Statistik KW 43

Gelesen
Schäfchen zählen (S. Slupetzky)
Wenn wir uns wiedersehen (M. H. Clark)

Gekauft
/

Geschenk
/

Buchticket
/

Vorgemerkt
/

Filme
/

SaschaSalamander 28.10.2007, 19.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Statistik KW 42

Gelesen
Killjoy (A. Fine)
Stirb ewig (P. James)
Das dunkle Haus (S. Noort)
HipHop Nonstop (D. Fermer)
Treffpunkt Tatort 02 (K-P Wolf)
Anna im Land Verkehrtherum (K-P Wolf)
Der Schal, der immer länger wurde (K-P Wolf)
Verheißung - o Sessils geheime Geschichte (J. Hielscher)


Gekauft
Fuchsfrau (M. N. Browne)
Das Geheimnis der Fuchsfrau (K. Johnson)


Geschenk
/


Buchticket
Colosseum - The Reunion Concerts 1994


Vorgemerkt
/

SaschaSalamander 21.10.2007, 17.08| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Statistik

So spannend wie schon damals

Heute keine Rezension wie freitags üblich, bin die letzten Tage etwas angeschlagen (und faul). Dafür ein kurzer Überblick, was ich gerade lese. Denn gestern Abend begann ich ein Buch, das mich schon im August 1995 (jau, schon damals notierte ich mir Titel und Autoren der gelesen Bücher *nick*) begeisterte. Und manche Bücher bleiben so stark im Gedächtnis, dass man noch Jahre später daran zurückdenkt und das Bedürfnis hat, sie erneut zu lesen. Ein solches Buch ist "Killjoy" (dt: "der Spielverderber") von Anne Fine. Ich kann es kaum aus der Hand legen und lese, lese, lese. Ein eigenbrötlerischer, einsamer Professor und ein unreifes, sorgloses Mädchen. Sie brauchen sich mehr, als sie ahnen, aber die Beziehung artet bald in eine grauenvolle Obsession, die ... nun ja, wo sie endet, kann der Leser sich bereits zu Beginn denken: der Professor berichtet rückblickend einem Polizeibeamten, wie es "dazu" kam, der Leser wird immer dichter an die Wahrheit herangeführt. Ein reiner Monolog, dieses Buch, sonst nicht mein Ding, in diesem Fall aber klasse!

Wah, einfach grandios! Dieses psychologische Spielchen zwischen den beiden, die Verwandlung vom distanzierten und korrekten Professor hin zu dem, was er nun ist, das ist wirklich klasse ... aber mehr später, hab keine Zeit, muss weiterlesen!

SaschaSalamander 19.10.2007, 20.26| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Black Sheep

schafe_150.jpgWie ich aufs Schaf kam, habe ich >hier< ja schon geschrieben. Und am gleichen Tag noch habe ich mir den Film angesehen. Konnte nicht anders, hat mich einfach zusehr gereizt. Und ich war begeistert!

Henry wurde von seinem Bruder Angus als Kind einmal böse mit einem geschlachteten Schaf erschreckt und ist seitdem traumatisiert, hat Angst vor Schafen. Er wird erwachsen, geht seiner eigenen Wege. Als seine Eltern sterben, muss er zurück zur Farm, um mit seinem Bruder das Vermächtnis zu klären. Er ist bereit, ihm seine Hälfte des Guts zu überschreiben. Doch es kommt alles ganz anders als geplant: Angus will neue Wege beschreiten und forscht unerlässlich nach neuen, besseren Schafen. Zwei Ökos sind gerade dabei, auf dem Gelände einzubrechen und ein Experiment aus dem dortigen Genlabor zu stehlen. Einer der beiden wird gebissen, die andere von Henry gestellt. Und damit beginnt das Chaos. Denn der Biss des Schafes lässt Menschen zu Schafen mutieren, und diese werden blutrünstig. Die "normalen" Schafe werden ebenfalls gebissen und gieren nun nach dem Gedärm ihrer Peiniger ...

Muahaha, ich lag fast auf dem Boden, der Film ist einfach zu gut! Naja, kommt drauf an. Es ist halt Geschmackssache, man muss schon einen extrem schrägen Humor haben und auf Filme wie "Bad Taste" oder "Braindead" stehen. Heißt, auf Filme mit recht wenig Handlung und dafür umso mehr blöden Sprüchen, schwarzem Humor, hektoliterweise Blut, jeder Menge Gedärm und Gemetzel. Mähtzelfilme gibt es viele, aber die meisten sind grottig. Um wirklich gut zu sein, braucht ein solcher Film das gewisse "Etwas", und dieser hier hat es ganz eindeutig, ...

Die Charaktere sind wunderbar skurill. Die lachende Oma, die sogar noch am Ende lacht, als die Situation schon längst eskaliert ist und sie eigentlich Angst haben müsste. Die verrückte Ökotante, der geldgierige skrupellose Bruder, der Jammerlapen Henry der zum Held wird. Und natürlich das obligatorisches böse Ding, in dem Fall Babyschaf: lang, kriechend, nackt, glitschig, undefinierbar und mit einem langen Maul voll spitzer Zähne *hihi* ... Alien, Rattenaffe oder Lamm, sie sehen doch alle gleich aus ...

Überhaupt, es ist genial, wie dieser Film die Gratwanderung schafft: genügend Klischees, um grottig zu sein, aber entsprechend originelle Abweichungen, um dann trotzdem zu überraschen und gefallen. Der vermeintlich tote Endgegner, das Feuer zum Showdown, das Steckenbleiben im Schlamm während der Flucht, die Kettensägenmähtzelei, die langsamen (Hauptcharakter) und schnellen (Nebencharaktere) Mutationen. Und trotzdem immer ein Tick anders. Wer will schon mutierte, hirnlose Zombies, knuddlige Killerschafe sind gerade in! Und wenn schon Kettensäge, dann bitte in den Händen eines durchgeknallten Ökoschafes!

Dazu seufzen elegant die Violinen, untermalen mit harmonischen Klängen das Gemähtzel, es fidelt und geigt und blökt und stirbt. Ein Widerspruch, wie er besser kaum gemacht werden könnte!

Naja, wie gesagt: man mag ihn, oder man mag ihn nicht. Irgendwo ist dieser Film auch krank. Aber sind das "From Dusk till dawn" und "Armee der Finsternis" trotz ihres Kultstatus nicht auch? ;-)

SaschaSalamander 17.10.2007, 13.27| (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Film | Tags: Tip, Horror, Komödie, Tiere,

Unbekannt und top

noort_haus_150.jpgAktuell höre ich "das dunkle Haus" von Saskia Noort. Keine allzu bekannte Autorin, aber sie hätte es - zumindest nach dem, was ich bisher gehört habe - verdient. Ich kann es noch nicht so recht greifen, was an diesem Roman anders ist, aber es gefällt mir. Und die Sprecherin Sibylle Nicolai ist wirklich top! Schade, dass ich bisher sonst nichts von ihr gehört habe, auch sie nicht wirklich bekannt. Dabei ist sie SO klasse ...

naja, bisher erst eine CD von sechs, ich bin gespannt, wie es weitergeht und was ich Euch danach erzählen werde ...

SaschaSalamander 16.10.2007, 16.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Vollstreckung des Urteils

aus welchem Buch stammt folgender Satz:

Im selben Augenblick, wo der Verurteilte die Zigarre nicht mehr hatte, begann er rasch immer durchsichtiger und durchsichtiger zu werden. Auch sein Geschrei wurde dünner und leiser.

SaschaSalamander 16.10.2007, 10.27| (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rätsel

Treffpunkt Tatort

wolf_tatort01_150.jpgMensch, mir läuft es kalt den Rücken herunter, wenn ich sowas lese / höre! Ich frage mich, ob ich damals einfach Glück hatte, dass es so etwas an meiner Schule nicht gab, oder ob ich es nur nicht sah? Immer mehr hört man in den Medien von Gewaltvideos, von brutalen Kids, und so weiter ... aber momentan muss ich wirklich heftig schlucken ... das ist echt herb, was man hier liest ...

Tatort-Autor (jau, der für die Filme) Klaus Peter Wolf schreibt unter anderem auch Kinderbücher, diese ebenso spannend wie die Kost für Erwachsene. Und es gibt eine neue Reihe, die sich "Treffpunkt Tatort" nennt, zwei Hörbucher bzw drei Bücher sind bereits erschienen. Das erste handelt von einem Jungen, der vom Schuldach springt und wohl Selbstmord begehen will. Doch seine Klassenkameraden "ermitteln" (es wirkt nicht wie platte Kiddie-Detektive a la TKKG, sondern wirklich großartig, es könnten wirklich die Kids von nebenan sein, sehr realistisch, auch wenn es "nur" Kinder sind) und finden heraus, was bei dem Jungen zu Hause passiert ... und im zweiten Band werden die Freunde darauf aufmerksam, dass es an der Schule wohl sogennante Sklaven geben muss, die von ihren Herren dazu gebracht werden, Dinge zu tun, die sie niemals sonst tun würden. Beschämende Dinge. Aber auch illegale Dinge. Dinge, die lebensgefährlich sind. Wie ist es möglich, dass niemand etwas nach außen dringen lässt, und wie können sie herausfinden, wie man diesen Kreislauf durchbricht?

Eine ganze Rezension möchte ich nicht schreiben, aber ich will Euch die Bücher zumindest auf diese Weise kurz vorstellen. Oh Mann, der erste Band war schon ziemlich schlimm, es tat weh. Mh, okay, ich sehe es mal nicht als Spoiler, weil es dem Leser recht schnell klar ist, was vor sich geht. Außerdem ist es ein wichtiges Thema, das diskutiert werden sollte. Die Mutter des Jungen ist krank, sie wird manchmal gewalttätig gegen ihren Sohn, und dieser versucht natürlich alles, sie zu schützen und es ihr recht zu machen, ihr keinen Anlass für Prügel zu geben. Das tat so weh zu hören, es war so real beschrieben. Der Autor weiß, wie Kinder ticken, er kennt um die Mechanismen die wirken ... und im zweiten Teil nun noch heftiger. Ein ständiger Kreislauf. Ein Fünftklässer wurde gezwungen, ein Video zu drehen, mit dem der Erpresser ihn in der Hand hat: das Auto des Lehrers mit der Brechstange zerstören. Und dann verlangt der Erpresser immer weitere Taten, die er filmt und natürlich an Klassenkameraden verteilt: von einer Brücke auf andere pinkeln (und danach verprügelt werden), Bauchklatscher vom Zehnerturm mit über den Kopf gezogener Badehose, Diebstähle und andere Sachen. Um ihrem kleinen Bruder zu helfen, will seine Schwester ein Gespräch mit dem Erpresser, und dieser akzeptiert nur eines: sie soll an die Stelle ihres Bruders treten.

Natürlich denkt man sich als Erwachsener "na, die sollen zur Polizei gehen" oder "mensch, warum sagt keiner das dem Lehrer", aber ... so einfach ist es nicht, und warum, das wird großartig dargestellt. Ich musste jetzt beim Hören eine Pause machen, um hier zu tippen. Es ist zu intensiv. Wenn ich sowas lese, läuft es mir eiskalt den Rücken herunter! Naja, es ist immer noch ein Kinderbuch, das heißt, es ist auch für Kids von 13 oder 14 sehr gut lesbar und sogar als Klassenlektüre geeignet oder für sonstige Lesemuffel.wolf_tatort02_150.jpg Trotzdem, mir ist unwohl ...

Manchmal fühlt man sich einfach nur hilflos ... ob man nun erfährt, dass es in anderen Ländern Sitte ist, Mädchen zu beschneiden, ob man erfährt, dass Schüler sich bekämpfen, ob man von Folter und Missbrauch im Fernsehen sieht, es gibt so grausame Dinge ... und man kann selbst nichts dagegen tun ... solche Bücher finde ich schlimmer als irgendwelche Horrorromane ... klar, die Romane von Klaus Peter Wolf sind Fiktion, aber wer weiß, ob nicht an irgendeiner Schule hier exakt genau dies gerade jetzt passiert?

SaschaSalamander 15.10.2007, 17.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles | Tags: Tip, Jugend, Deutsch,

Das Mädchen mit Flügeln

Ich bin so froh, dass ich mich überwunden habe, nun auch das Regal "Liebe" in der Bücherei zu betrachten. Nein, es gibt dort nicht nur Schnulz. Sondern auch Romane fernab von schmalztriefenden Liebesbekundungen. Dort finden sich Romane, die so wunderschön sind, und die nicht zwangsläufig mit Liebe als Hauptthema zu tun haben. Ich frage mich oft, wie die Bücher sortiert werden *staun* ...

Theodora Lucile Palombio lebt Anfang dieses Jahrhunderts auf einer kleinen tropischen Insel. Ihr geliebter Mann, der Kapitän, ist gestorben, und stets widersteht sie dem Werben der Männer. Sie ist begehrt, doch für sie gibt es nur ihre süße Tochter, Eova Luciole. Sie würde alles tun, die Kleine glücklich zu machen. Und so geht Theodora nach und nach immer mehr auf die vorsichtigen, verliebten Anträge des Krämers Octavio Monsarez ein, der sich so gut mit Eova versteht, doch noch lebt sie in Trauer um ihren Mann.

Bald soll alles anders werden. Eova verändert sich, sie wird unruhig, nervös, gereizt, und eines nachts wachsen ihr Flügel! Wunderbare, schneeweiße, prächtige Flügel. Nun geht es ihr besser, sie ist zufrieden und fühlt sich glücklich. Für sie scheint es das Normalste der Welt. Doch ihre Mutter fürchtet das Wunder. Und als auch die anderen Bewohner des Dorfes zufällig davon erfahren, geben sie dem Mädchen die Schuld an dem Unwetter, den Überschwemmungen, all dem Unglück der letzten Monate. Und so wird Eova in ein Heim geschickt, weit entfernt von zu Hause ...

Im Heim schweigt sie. Kein Wort dringt über ihre Lippen. Doch sie lernt Paco kennen, der sie nicht trotz, sondern wegen ihrer Flügel liebt. Er will sie schützen, aufrichten. Es kümmert ihn nicht, was andere über Eova sagen, es ist ihm egal, dass das Mädchen nicht redet. Zwischen den beiden entbrennt eine innige und tiefe Freundschaft, ja Liebe. Doch es kommt der Tag, an dem Eova wieder nach Hause muss ... und dort auf einen jungen Mann trifft, der ihr nun Avancen macht ...

Wunderschön. Ich weiß nicht, wie ich dieses Buch beschreiben kann. So wenige Worte, so ein dünnes Büchlein, ich hatte es, obwohl ich es genussvoll und langsam las, in knapp über einer Stunde gelesen. Doch der Inhalt ist so bewegend und tiefgreifend. Ein sehr bildgewaltiges Buch, das leuchtende Farben beim Leser entstehen lässt. Die tropischen Gefilde, Eovas bleiche Haut, die rassigen Frauen, die leuchtend weißen Flügel, das Blau des Meeres, die bunten Papageien, aber auch das triste Grau des Kinderheimes und die Farben der Einsamkeit.

Das Buch ist sehr symbolisch. Flügel, Unwetter, ein verrostetes Fahrrad - die Autorin zaubert fantasievolle Bilder, mit denen sie der an sich knappen Handlung zusätzliche Tiefe verleiht. Nein, sie beschreibt nicht, sondern sie lässt es den Leser selbst fühlen. Man kann das Buch kaum lesen, ohne davon berührt zu sein. So zart, ein Windhauch streichelt die Seele. Es werden keine Fragen beantwortet, Vieles bleibt unklar, aber das macht nichts ... man muss nicht verstehen ... es genügt, sich von Eova Luciole verzaubern zu lassen ...

Eine Geschichte fernab von Trubel und Hektik, dafür entspannend und zärtlich. Kein Unterhaltungsroman, kein Spannungsbogen. Wer diese Elemente in einem Buch für dringend notwendig hält, sollte besser etwas anderes lesen. Wer sich aber auf eine Märchenreise zu einem ganz besonderen Mädchen einlassen möchte, der wird mit Eova über das Meer fliegen ...


SaschaSalamander 15.10.2007, 10.29| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Tip, Romantik,

Statistik KW 41

Gelesen
Color (E. Eiki)
??? 41 - 50 (A. Hitchcock)
Ein Mann eine Frau (V. Olmi)
Treffpunkt Tatort 01 (K. P. Wolf)
Pet Shop of Horrors 09-10 (M. Akino)
Das Mädchen mit Flügeln (C. Dupont-Monod)
Detektiv Conan Short Stories 15 (G. Aoyama)


Gekauft
Mangas


Geschenk
Zitatebuch


Buchticket
11 Minuten (P. Coelho)
Kinderlieder mit B. Hendricks


Vorgemerkt
Weiblich, ledig, untot (M. J. Davidson)


Filme
Black Sheep

SaschaSalamander 14.10.2007, 19.09| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

LOL was ist DAS denn

Ich war gerade in der Videothek, und DAS hier muss ich mir unbedingt ansehen. Trailer hab ich mal bei Amazon gesucht, >guckstu hier<, damit ich wenigstens weiß, worum es geht. Aber schon das Cover und das, was ich durchlas, ich hab mich beömmelt. Keine Ahnung, ob das ernst sein soll oder eine riesengroße Ver*rsche, aber es war unter der Rubrik Horror, und der Trailer sieht auch nicht unblutig aus. Ach, das wird ein lustiger Nachmittag *hihi*


SaschaSalamander 13.10.2007, 16.55| (3/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Aktuelles

Nur einmal gelesen

Manchmal frage ich mich, wie Menschen mit ihren Büchern umgehen. Naja, ich will mich nicht beschweren, denn ich könnte sie ja auch kaufen. Statt dessen bevorzuge ich die günstigere Variante Tauschen. Es stört mich nicht, wenn das Zeug in meinem Regal nicht perfekt ist, ich will es schließlich lesen, und nicht mint als Sammlerstück bewundern. Bücher sind da, um benutzt zu werden.

Aber es passiert nicht selten, dass ich bei Tauschticket "nur einmal gelesen" der Zustandsbeschreibung entnehme. Bei mir bedeutet das "wie neu", bei anderen scheinbar "geknickter Buchrücken, ein paar Eselsohren, Butterbrot als Lesezeichen".

Ich habe letztens zwei Bücher verschickt. Hardcover von 1998 und 1997, die ich sehr, sehr oft in den Händen hielt. Lexika. Der Schnitt natürlich ein klein wenig nachgedunkelt, so sauber meine Hände auch waren. Ansonsten keinerlei Mangel, er hätte frisch aus der Buchhandlung stammen können.

Bin ich so pingelig, oder sind andere so schlampig?
Wie geht Ihr mit Euren Büchern um?
Was bedeutet "einmal gelesen" bei Euch,
wie sehen Eure Bücher nach 10 Jahren aus,
wenn Ihr sie viel genutzt habt?

SaschaSalamander 13.10.2007, 13.13| (3/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Pulp

Das Mädchen mit Flügeln

Erster Satz:
Eines Tages nahm Octavio Monsarez, ein kleiner Krämer von rund fünfzig Jahren, seinen ganzen Mut zusammen, um die am Ende des Dorfs, dort wo das Meer beginnt, wohnende Theodora Lucile Palombio um ihre Hand zu bitten.

Letzter Satz:
Eova Luciole hörte auf zu atmen, denn sie wusste, dass künftig ein anderer für sie atmen würde, einer, dessen Erinnerung, schwacher und schwindelerregender Steg, Länder und Zeiten überwände, um mit der ihren das schönste Buch der ganzen Welt zu schreiben, das offen über den Köpfen aufgeschlagen läge und in das sie, anmutig und zart, ungreifbar den Boden verlassend, nun sacht einzog.

aus: C. Dupont-Monod: Das Mädchen mit Flügeln; Goldmann 1999

SaschaSalamander 13.10.2007, 10.07| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz

Bezaubernd

Gerade lese ich "das Mädchen mit Flügeln". Ach, es ist ergreifend. Ein Buch, das bunte Farben entstehen lässt. Es zaubert ein Lächeln ins Gesicht und lässt den Leser träumen. Die Sprache liest sich so anmutig, die Geschichte so selbstverständlich und doch so besonders. Ich muss an den Film "Chocolat" denken, die Bilder in meinem Kopf während des Lesens sind ähnlich, die Musik klingt fast genauso. Ich kann es nicht erwarten, Euch am Montag dieses Buch vorzustellen!

SaschaSalamander 12.10.2007, 16.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Träume süß mein Mädchen

fielding_traeume_150.jpgJamie Kellog hat schon wirklich Pech, besonders mit Männern. Der letzte, den sie liebte, verheimlichte ihr seine Ehe, bis sie zufällig davon erfuhr. Da scheint es ihr wie ein Wunder, dass sie plötzlich den scheinbar perfekten Mann trifft: Brad Fisher. Sanft, zärtlich, humorvoll, fürsorglich. Und in einer spontanen Aktion gibt sie ihr altes Leben auf, kündigt den Job und fährt mit Brad einfach drauf los, ins Abenteuer, in ein neues wunderbares Leben. Denkt sie zumindest. Denn bald muss sie feststellen, dass an Brad einiges seltsam ist. Warum funktioniert seine Checkkarte nicht, und warum redet der Portier im Hotel ihn mit anderem Namen an? Was hat diese seltsame Bemerkung von Brad zu bedeuten? Und warum er so schnell aggressiv, als die Polizei sie doch nur wegen einer Kleinigkeit anhält? Immer tiefer schlittert Jamie in einen Albtraum, aus dem sie nicht mehr entkommen kann. Brad ist ein gefährlicher und skrupelloser Killer, der sie lediglich als Spielzeug missbraucht, um sich die Zeit zu vertreiben, bis er gefunden hat, was er sucht: seine Exfrau und seinen Sohn. Sie brachte ihn ins Gefängnis, und an ihr wird er sich rächen ...

Ja, doch, ganz nett. Inzwischen habe ich ja einige Krimis und Thriller verschiedener weiblicher Autorinnen gelesen. Und dies ist eben ein weiterer. Recht nett geschrieben. Es ist spannend zu beobachten, wie Jamie dem verführerischen Brad verfällt. Es gelingt ihm, sie mit psychologischen Tricks und Spielchen auf seine Seite zu ziehen. Ist ja nur eine Kleinigkeit, wie könnte sie da nein sagen. Und dann steckt sie plötzlich so tief selbst mitten in einem Mord, dass sie gar keine Chance hat, zur Polizei zu gehen, ohne sich dabei selbst zu stellen.

Dann wären da noch zwei andere Frauen, Emma und Lilly, die in Ohio leben und beide ihre Vergangenheit hinter sich lassen wollen. Der Leser erfährt kleine Häppchen, was es mit ihrem früheren Leben, ihren Exmännern auf sich hat. Und nach und nach scheint sich ein recht klares Bild zu entwickeln, das kurz vor Ende dann noch einmal kippt und sich völlig neu präsentiert. Die Methode, mit der Fielding dieses Verwirrspiel erreichte, gefällt mir nicht sonderlich (ich kann sie jedoch nicht verraten, ohne zu spoilern), aber es ist okay. Am Ende erwartet den Leser jedenfalls ein packender Showdown zwischen Brad und den drei eingeschüchterten Frauen.

Fielding hat Besseres geschrieben, von anderen Autorinnen ganz zu schweigen. Aber alles in allem ist "träume süß, mein Mädchen" recht nett zu lesen, wenn man noch nicht allzu viele Thriller dieser Art kennt. Kein Buch, das man gelesen haben muss, aber spannende Unterhaltung allemal ...

SaschaSalamander 12.10.2007, 09.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Frauen, Thriller,

Es hätte ja immerhin sein können

Nun ja. Ich hatte gehofft. Aber ich kenne mich. Und was soll ich denn auch dagegen tun, wenn eine Manga-Serie von 16 Bänden dort liegt, die ich über alles liebe? Und wenn ich so viele nette Romane finde? Nachdem ich mich letztes Jahr in den Bereich "Krimis" eingelesen habe, will ich es jetzt mal mit Liebe und Erotik probieren. Und da gab es so viele Sachen, die mir unschnulzig erschienen, etwa die Bücher von Colette oder ein Roman von Nicholas Evans (nene, nicht der eine, sondern ein anderer, nicht der mit dem Feuer oder den Pferden) und ein chinesischer in der Rubrik Fantasy. Und dann wären da noch die vielen Hörsachen, die sie diesmal bei Kiddies hatten. Und eine Doku-DVD über Orchideen, ich will mich doch fortbilden für Arbeit. Egal, ob Aushilfe, Arbeit macht nur Spaß, wenn ich mehr darüber lerne, also MUSSTE ich doch einfach zugreifen! Hach, und die ganzen spannenden Krimis und Horror bei den Hörbüchern für Erwachsene ... was soll ich nur tun ... dazu ein Coehlo, der mir noch in meiner Sammlung "hab ich gehört" fehlt. Ein Inuit-Roman.  "Es" ist eben stärker als "ich" ... und die Obergrenze sind leider eben immer nur 50 Medien ...

aber womit fange ich nun an? *seufz* ... denn ich habe hier auch noch ein paar eigene, die ich unbedingt lesen will ... meine Favoriten der kommenden Tage:

- Detektiv Conan / ~ Short Stories (für mich)
- Perfume Master (Kaori Yuki) (für die Mangatainment)
- Treffpunkt Tatort (K.P. Wolf) (für mich, für Kids4Quiz)
- Scharfe Krallen (S. Mouette) (für mich)
- 20th Century Boys (N. Urazawa) (für mich)
- Legend (für die Mangatainment)
- Das dunkle Haus (S. Noort) (für mich)

SaschaSalamander 11.10.2007, 17.31| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bibliothek

Qual der Wahl

diddl03.gifIch habe es endlich nach langer Zeit wieder einmal geschafft, fast alle Medien aus der Bücherei zu lesen, hören, bearbeiten. Das heißt, von den 50 ausleihbaren Medien habe ich nur noch drei oder vier zu Hause. Heute ist Donnerstag, also Büchereitag. Wenn ich es schaffe und standhaft bleibe (was ich mir nicht zutraue, aber die Hoffnung stirbt zuletzt), dann habe ich weitgehend nur noch meine eigenen Bücher und CDs und Mangas zu Hause. Doch trotzdem bin ich verzweifelt: es gibt soviel Auswahl. Soll ich lieber die Mangaserie weiterlesen? Oder den Einzelmanga? Oder einen der erotischen Romane? Nicht doch eher einen aus meiner Pratchettsammlung? Wie wäre es zur Abwechslung mal wieder mit einem Fachbuch? Oder ich könnte die Wächter-Trilogie weiterlesen. Ganz zu schweigen davon, dass hier noch einige DVDs liegen, die ich günstig in Zeitschriften bekam oder über Tauschticket ergatterte, und die ich noch immer nicht angesehen habe. Menschmenschmensch, ich wünsche mir mal zwei Jahre Pause, damit ich mich um meinen SuB kümmern kann ...

SaschaSalamander 11.10.2007, 10.31| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Bibliothek

Das erste Buch

Welches ist das erste Kinderbuch oder Bilderbuch, an welches Ihr Euch rückwirkend erinnert, es gelesen zu haben (oder vorgelesen bekommen zu haben)?

SaschaSalamander 10.10.2007, 19.18| (6/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: MachMit

Ein Mann Eine Frau

olmi_mannfrau_150.jpgNach einigem Stöbern fand ich tatsächlich einmal ein paar Romane, die nicht in die Kategorie "Liebe" gehören, sondern unter "Erotik" einzuordnen sind, ohnd dabei vulgär zu werden. Was für eine Freude. Billige Filme und schnulzige Bücher, das interessiert mich nicht. Die literarischen Freuden zweier Körper, dem kann ich schon eher etwas abgewinnen, sofern es stilvoll gehalten ist und nicht - wie die meisten Autoren leider - ins Vulgäre abdriftet. Ein wundervoller Roman, der mir da empfohlen wurde, ist "Ein Mann Eine Frau" von Veronique Olmi. Poesi, Kunst, Erotik pur. Und zugleich ein Drama, eine Biographie, eine Kurzgeschichte. Denn das Buch umfasst lediglich 111 Seiten im Kleinformat ...

Worum es geht? Hm, die Inhaltsangabe so kurz und knapp wie die Handlung: eine Frau trifft sich mit einem Mann, um Sex mit ihm zu haben. Erst spazieren sie durch den Park, dann gehen sie in ein Hotel, vollziehen sanft den Geschlechtsakt, gehen ein wenig bummeln, dann das gleiche noch einmal etwas heftiger, und dann verlässt die Frau das Hotel ...

Eigentlich geht es gar nicht um die Handlung. Denn das Buch ist zwar in der dritten Person verfasst, umschreibt jedoch sehr intensiv und eindringlich das Innenleben der Protagonistin. Worum es geht, das sind nicht die Begegnung, der Akt, sondern das ist ihr Erleben, ihre Vorgeschichte, ihre Zukunft. Der Leser erfährt, dass sie ihren Mann verlassen wollte und sich nun für seine darauffolgende psychische Erkrankung schuldig fühlt. Ausgelaugt von Beziehung, Ehe, Pflicht, Miteinander, hat sie sich selbst immer mehr aus den Augen verloren, begonnen, sich immer mehr zu hassen. Ihren Körper, ihr Wesen, sich selbst. Wurde krank, es ist zu erahnen, dass sie an Schwindsucht, Leukämie oder etwas ähnlichem leiden könnte. Doch in ihr steckt noch immer eine Frau, die begehrt werden will, und so verabredet sie sich mit dem Mann, der sie schon damals heftig begehrte und der auch heute noch nach ihr verlangt. Sie spazieren durch den Park, beobachten sich, kommen einander näher, überbrücken die Kluft zwischen ihnen auch ohne Worte und erkennen sich im Hotelzimmer. Die anfängliche Scham und Schüchternheit weicht einer gegegenseitigen Lust, einem triebhaften, leidenschaftlichen und trotzdem oder deswegen gefühlvollen Miteinander ...

"Ein Mann Eine Frau" ist sehr ungewöhnlich in seinem Auftreten. Das Buch beginnt mittendrin und hört ebenso abrupt auf. Sie begegnen sich, sie trennen sich, alles andere ist nicht von Belang. Was zählt, ist nur die Zeit miteinander und die Gedanken, welche die Frau während ihres Zusammenseins hegt.

Ist es nun ein Roman für Frauen oder für Männer? Der Akt und seine Beschreibung lassen wohl eher auf ein Buch für Männer schließen, die Poesie, die Wortwahl und die kunstvolle Umschreibung deuten eher auf ein typisches Frauenbuch. Gekonnt schafft Olmi es, den Leser auf dessen Ebene anzusprechen und nach wenigen Seiten für sich zu gewinnen. Wem der Schreibstil nicht zusagt, der wird kurz darauf vom Geschehen mitgerissen. Wer sich nicht für die Handlung interessiert, der könnte trotzdem von den Worten begeistert sein ...

Für mich war es eine Kombination aus beidem, was mich anzog. Die ersten Seiten überflog ich. Siebeneinhalb Seiten alleine darüber, wie er sich eine Zigarre aus Nicaragua entzündet und raucht. Nach der siebten Seite wollte ich das Buch weglegen. Kurze Sätze, präzise Angaben, exakte Beschreibungen. Tödlich langweilig. Doch so, wie das Geschehen die beiden Protagonisten mit sich reißt, so werden auch die Worte immer fließender, die Sätze immer länger, und plötzlich ein unendlich langer Satz, so geschmeidig und sanft wie der Kuss, den sie nun beginnen auszutauschen. Wo beginnt der eine, endet der andere, ein nie enden wollender Kuss, ein unendlich langer Satz ohne Grammatik, ohne Regeln, aneinandergereihte Worte ohne festen Kontext doch umso inniger und umso bedeutungsvoller gewebt gelesen gespürt und aufgenommen, der Leser an den Lippen des Erzählers wie die Frau an den Lippen des Mannes, ein einziges großes Ganzes vereinigt in Leidenschaft und grenzenlosem Verlangen ...

Was so prüde und schüchtern im Regen begann, wird zu einer Orgie aus Lust und Erotik. Es gelingt der Autorin, die Vereinigung der beiden so anschaulich zu beschreiben, als sähe man einen Film vor sich. Kopfkino vom Feinsten. Die Worte dabei geschmeidig und elegant, niemals vulgär. Wundervoll umschrieben für Liebhaber der sanften Erotik, derb und zügellos die Handlung für Freunde der direkteren Literatur. Wirklich ein gelungenes Spagat und ein hervorragender Roman.

Allerdings genügt es nicht, kurz einmal hineinzulesen, denn zwei oder drei einzelne Seiten vermögen es leider nicht, den Leser zu überzeugen. Das Buch wirkt lediglich als Gesamtwerk, Handlung und Sprache miteinander verknüpft, sodass der Anfang zu spröde wirkt, ein langer Satz aus der Mitte zu langatmig. Was den Genuss ausmacht, ist das Miteinander ... von Mann und Frau, von Sprache und Inhalt, von Leser und Autorin ...

Diesen Roman kann man lesen und sich danach brüsten, ein literarisches Meisterwerk gelesen zu haben. Oder es einfach lesen, Spaß haben und an der Handlung freuen. Ganz nach Belieben ;-)

SaschaSalamander 10.10.2007, 10.07| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Tip, Frauen, Erotik,

Ein Mann eine Frau

1. Satz:
Er war tatsächlich gekommen.

Letzter Satz:
Die Zeit der Vergebung.

Aus: Veronique Olmi: Ein Mann Eine Frau; Kunstmann, 2006

SaschaSalamander 09.10.2007, 15.21| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz

Was man nicht lesen soll

Eine strenge und unumstößliche Regel,
was man lesen sollte und was nicht, ist albern.
Man sollte alles lesen.
Mehr als die Hälfte unserer heutigen Bildung
verdanken wir dem, was wir nicht lesen sollten.
Oscar Wilde, (1854 - 1900)

SaschaSalamander 09.10.2007, 09.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Zitate

Im Schatten der Wächter

gardner_waechter_120.jpgNun habe ich "Im Schatten der Wächter" beendet. Ein wirklich bewegendes Buch. Ein Jugendbuch, das nicht nur jüngere Leser zu sich nehmen sollten, sondern das auch Erwachsene anspricht. Denn die Problematik mag die eines Jugendlichen sein, aber das Thema ist allgegenwärtig und heute so wichtig wie damals: die Mechanismen von Macht und Kontrolle ...

Elliot ist so unauffällig, dass er auffällt: und zwar der Schlägerclique seiner Schule. Sie verprügeln ihn, stellen ihn bloß und mobben ihn. Aber immer so, dass es den Lehrern und seinen Eltern nicht auffällt. Er möchte seinen Eltern keinen Kummer machen und frisst diese Sorge in sich hinein. Eines Tages geschieht ein Unglück: sein Vater wird auf der Arbeit überfallen und ist seitdem psychisch krank, vegetiert wie eine leblose Hülle zu Hause vor sich hin. Es geht seiner Familie immer schlechter, und bald ziehen sie um, die Mutter hat Geld für einen Neuanfang gespart, nun soll alles besser werden. Elliot kauft von seinem schwer ersparten Geld eine neue Schuluniform, um nicht durch eine billige Second Hand aufzufallen, außerdem ein neuer Haarschnitt. Er übt vor dem Spiegel ein gleichgültiges Gesicht. Nur keine zu guten Noten, aber auch nicht so schlecht, dass es den Lehrern auffallen könnte. Er meldet sich in der Schwimmgruppe an, um etwas zu leisten, das vor anderen Schülern von Wert ist. Und seine Strategie hat Erfolg. Nicht nur, dass er nicht verprügelt wird, nein, er wird sogar von der dortigen Schülergang zur Mitarbeit aufgefordert. ER soll helfen, andere Schüler zu verprügeln. Nun ja, eigentlich genügt es, wenn er dabeisteht ... und so nach und nach rutscht er immer tiefer hinein in die Mechanismen aus Gewalt und Angst, mit der die anderen Schüler des Gymnasiums kontrolliert werden. Zu Hause spitzen sich die Probleme zu, und auch in der Schule sieht er immer weniger einen Ausweg aus der Spirale ...

Wie kann ein Außenseiter nur zum kaltblütigen Schulschläger werden? Warum wehrt er sich nicht und sagt seiner Mutter oder dem Schuldirekter nicht die Wahrheit? In dieser Hinsicht erinnerte mich dieses Buch sehr an "Die Welle", wo die Mechanismen der Angst so deutlich beschrieben werden. Ohne es zu wollen, gerät ein junger Mensch in einen Strudel, der ihn nicht mehr freizugeben scheint. Und zwar so, dass auch der Leser sich immer wieder die Frage stellen muss, wie er wohl reagiert hätte. Stets ein kleines "es ist ja nur", bis irgendwann auch die letzte Grenze überschritten wird. Elliots Innenleben ist hervorragend beschrieben, seine Gewissensbisse, Ängste und auch Erfolge sind dem Leser so intensiv, als wären es dessen eigene.

"Nur" ein Jugendbuch, doch ich konnte es nicht mehr aus der Hand lege. Unbedingt wollte ich wissen, wie es weitergeht. Auch wird das Buch häufig mit Orwells "1984" verglichen, sodass die entsprechenden Parallelen für Kenner dieses Werkes für zusätzliche Spannung sorgen.

Ich halte "Im Schatten der Wächter" sogar als Schullektüre sehr geeignet, ist es doch Futter auch für Muffel und bietet es jede Menge Stoff zum Diskutieren und Erörtern. Wer "die Welle" großartig fand, der sollte auch Elliots Erlebnisse unbedingt lesen ...

SaschaSalamander 08.10.2007, 16.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Jugend, Tip,

Letzter Satz Der Bote

edelfeldt_bote_110.jpgGanz erfüllt von dem menschlichen Kuss, warf ich einen Blick aufs Fenster und sah in dem Glas unser Spiegelbild, durch das die Schneeflocken hindurchfielen, während wir dastanden, berauscht und verwirrt, lüstern und kindlich, in einem vollendet glücklichen, vergänglichen Moment, jeder von der unergründlichen menschlichen Wärme des anderen umfangen ...

Hm. Aha. Geht zum Teil um Vampire. Geht um eine Liebesgesichte zwischen zwei Jugendliche. Und um eine Fantasywelt. Ist mir empfohlen worden. Allerdings habe ich in diversen Rezis gelesen, dass es weitgehend um die Liebesgeschichte geht und der Rest nur am Rande vorkommen wird. Außerdem ist es in der Ich-Form geschrieben, was mir wenig zusagt. Habe auf verschiedenen Seiten reingeblättert, ist mir zu lax, zusehr im Jugendsprache-Stil gehalten. Und der letzte Satz hat mich dann vollends überzeugt, etwas anderes zu lesen. Sieben Zeilen lang. Von Thomas Mann lese ich solche Sätze gerne, aber nicht in einem Jugendbuch *gähn* ...

Kann mir jemand positive Erfahrungen zu diesem Buch berichten? Sollte ich, wenn ich mal weniger Lesestoff zur Hand habe als im Moment, doch noch einen Blick riskieren?

SaschaSalamander 08.10.2007, 10.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz



 






Einträge ges.: 3368
ø pro Tag: 0,7
Kommentare: 2746
ø pro Eintrag: 0,8
Online seit dem: 21.04.2005
in Tagen: 4751