SaschaSalamander
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Statistik KW 32 - 33

Gelesen
Boot Camp (M. Rhue)
Club Dead (C. Harris)
Untot in Dallas (C. Harris)
Netz der Meister (C. Berling)
Venus im Pelz (L. v. Sacher-Masoch)
Die Seele des Verbrechens (R. Haller)
Offenbarung 23, Teil 24 - 25 (I. Gaspard)


Gekauft
Esel Europas (M-G. Vaude)
Der Fuchs und das Mädchen
Helge Schneider DVD-Box 4 Filme

Geschenk
Weltengänger (S. Lukanjenko)

Filme
Mean Creek
Fear of the Dark

SaschaSalamander 17.08.2008, 10.48| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Scharfe Krallen

mouette_krallen_150_1.jpgFelicia arbeitet in einem Heim für Wildkatzen, und die Gelder für die Einrichtung sind knapp. Eine wichtige Wohltätigkeitsveranstaltung soll geplant werden, um weitere Spenden für den Erhalt der Station zu sammeln. Da taucht zu allem Überfluss auch noch Gabe auf, der alles inspizieren und Mängel aufdecken soll. Und zeitgleich beginnen Sabotageakte, welche die Katzen gefährden, das Gebäude zerstören, die anstehenden Feierlichkeiten verderben und das Heim ruinieren sollen. Felicia und ihre Kollegen versuchen alles, den Übeltäter ausfindig zu machen, und Gabe hilft. Aber ist er ein Freund, oder ist womöglich er derjenige, der notfalls mit unlauteren Tricks das "Shelter" schließen soll? Warum muss Felicia sich gerade in ihn verlieben, sie hat doch schon genug Probleme! Aber die Gefühle brodeln, der Körper verlangt nach Erfüllung, und der Leser erhofft und erhält jede Menge heißer Szenen ...

Was hier schon auffällt: wow, klingt nach einer wirklich interessanten Handlung. Und das ist es auch. Einer der wenigen erotischen Romane, die mich alleine schon wegen des Geschehens "drumrum" rasch weiterlesen ließen. Den Leser erwartet selbstverständlich kein hochkomplexer Krimi, aber man wird rasch in den Ablauf der Ereignisse hineingezogen. Man ist stiller Mitwisser, der auch hinter die Kulissen blickt. So wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven geschildert, so etwa der Felicias, Gabes, der Chefin des Katzenheimes, einer Spenderin, eines jungen Mitarbeiters sowie einige mehr. Dies führt nicht wie häufig in anderen Romanen zu anfänglichen Verwirrungen, sondern ist ein geeigneter Schachzug der Autorin, das Buch mit ein wenig Humor zu würzen. Denn so macht sich natürlich ein Charakter seine Gedanken über die anderen Beteiligten, und es ist einfach witzig zu lesen, wiesehr sich Realität und Vermutung manchmal widersprechen oder wie nahe sie doch beieinander liegen. Ja, so wäre es im realen Leben manchmal recht nett: zu gerne wüsste man, wer hinter der biederen älteren Dame steckt, und ob die eigene Chefin tatsächlich so knochentrocken und kontrollsüchtig ist, wie man sich insgeheim denkt ...

Die Erotik kommt trotz der Handlung nicht zu kurz, im Gegenteil. Von der ersten bis zur letzten Seite ein Genuss. Die Sprache ist dem Genre und Inhalt angemessen, ohne den Lesefluss zu stören, und es gibt jede Menge Abwechslung für Liebhaber unterschiedlicher Phantasien. So gibt es mehrfach eine Menage a trois zwischen den Kollegen, auch zwei Frauen kommen gemeinsam auf ihre Kosten, gewöhnlicher Sex zwischen zwei attraktiven Partnern darf nicht fehlen, und eine der Damen praktiziert im stillen Kämmerlein ein wenig Dominanz an ihrem Sklaven und zieht ohne das Wissen der anderen die Fäden über Wohl und Wehe der Einrichtung. Von allem etwas, ohne dass es unausgegoren oder halbherzig wirkt, dadurch hat dieser Roman mich sehr begeistert.

Doch, wer mal einen erotischen Roman genießen möchte, ist bei "scharfe Krallen" absolut richtig! Genau die perfekte Mischung aus Handlung und Lust, eine ordentliche Portion Witz und ein guter Lesefluss. Alles, was es für eine anregende Unterhaltung braucht ...

SaschaSalamander 13.08.2008, 10.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Erotik, Tip,

Man hats nicht leicht als Rezensent

So, habe fleißig eine Rezension getippt, die morgen hier erscheinen wird. Inzwischen lese ich ja doch recht gerne ein paar erotische Romane, wogegen ich mich bis vor einiger Zeit noch vehement wehrte. Aber es gibt dann doch einiges, was mich reizt und mir recht gefällt.

Was die Rezensionen hierzu betrifft ... mh, ich möchte einfach mal anmerken, dass ich die Bücher danach beurteilen möchte, wofür sie gedacht sind: als anregende Unterhaltung, als netter Zeitvertreib. Nicht als Klassiker und Werke mit Zeug für Weltliteratur. Nicht als Romane von tiefgründiger Handlung und perfekt durchdachten Charakteren.

Ich hatte bezüglich einer Rezension Kontakt mit einer Verlegerin, wobei es darum ging, welchen Maßstab man an einen Roman legt. Und ich denke, ich sollte mir wirklich Mühe geben, die erotischen Romane im Hinblick auf Charaktere, Handlung, Sprache und andere Dinge etwas weniger kritisch zu werten, denn dies ist ja auch nicht Ziel eines solchen Buches. Und Sexualität ist nun ebenfalls eine Frage der Vorlieben. Es ist also gar nicht so leicht, ein solches Buch zu rezensieren, und objektiv zu schreiben ist sogut wie unmöglich.

Nun ja, ich werde mir weiterhin Mühe geben. Und um Qualitätsunterschiede zwischen einzelnen Romanen dieses Genres darzustellen, muss ich eben doch wieder ein wenig vergleichen, und manche fallen sprachlich eben auf, weil sie extrem vulgär oder besonders wohlklingend sind, daran ist nicht zu rütteln, und manche haben eine großartige Handlung nebenher, während andere diese komplett vermissen lassen. Ob man dies mag oder nicht, soll jedem selbst überlassen sein, ich hoffe, dass Ihr als meine Leser anhand der Rezension selbst sehen könnt, ob der Stil des Autors Euch anspricht oder Ihr doch lieber zu einem anderen Titel greifen werdet.

Ach, es ist nicht leicht ;-)

SaschaSalamander 12.08.2008, 14.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Blog

Die Spuren der Täter - Mordsache Z

ibendorf_taeter_150_1.jpgDa ich mich derzeit mit Büchern über Kriminalität nur so eindecke, fiel mein Blick im Regal auch auf den Autor Klaus Ibendorf und seine beiden Bücher "Die Spuren der Täter" sowie den Folgeband "Mordsache Z".

Ibendorf ist ein Gutachter, der von verschiedenen Auftraggebern (Richter, Anwälte, Versicherungen, Polizei, Betroffene etc) angewiesen wird, einem Vorfall auf den Grund zu gehen. Autounfälle, Brände, ein gesunkenes Schiff, Mord, mögliche Anschläge und vieles mehr gilt es für ihn zu ermitteln. Er arbeitet mit einem regelrechten Chemielabor, unzähligen Formeln, einem Rasterelektronenmikroskop und ähnlich komplizierten Hilfsmitteln. Er betreibt moderne Detektivarbeit, wie man sie kaum in einem Krimi findet, weil sie für eine leichte Unterhaltung wohl zu anspruchsvoll da technisch detailliert wäre.

Es ist überaus faszinierend, wie Ibendorf seine Fälle schildert. Er beschreibt, wie er an den Fall kam, was diesen Fall für ihn auszeichnete. Das Buch ist keine trockene Recherche an Fakten, wie es für ihn wohl meist der Fall war, sondern gespickt mit kleinen Anekdoten, etwas Frust um die Bürokratie um ihn herum, er erzählt von Kontroversen mit anderen Gutachtern im gleichen Fall und anderen Dingen, die ihm so im Alltag unterkommen.

Ich finde die beiden Bücher hochspannend zu lesen. Das ist Krimi mal anders. Hier kommt es nicht auf das Glück der Ermittler an, die durch einen Zufall plötzlich einen Geistesblitz haben und dann den Täter überführen, sondern hier wird akribisch geforscht, recherchiert und an originalgetreuen Schausplätzen nachgestellt. Mal arbeitet er mit Knetmasse und zieht einen Draht darüber (wegen gleichartiger Morphologie, was immer das heißen mag), mal stellt er hochkomplizierte Rechnungen an, mal ist es der klare logische Menschenverstand, welcher ihm weiterhilft. Er überführt Autoschieber und Mörder, entlarvt vermeintliche Anschläge als kleine Unreinheiten beim Einbau einer Glasscheibe und ähnlich spannende Dinge mehr.

Wirklich absolut mitreißend, ich habe beide Bücher in kürzester Zeit verschlungen. Nichts ist so unglaublich wie die Realität, und kein Krimi ist so verrückt und genial wie das Leben. Trotzdem haben beide Bücher leider ein kleines Manko, bzw eine kleine Schwäche: es ist extrem technisch. Ich kenne ja genügend Leute, denen vor lauter Zahlen, Formeln und komplizierter Berechnungen, warum die Sollbruchstelle nun hier oder dort und warum jene mikroskopisch kleine Veränderung am Metallteil der unumstößliche Beweis dafür ist, dass die Kraft nicht mit dieser Stärke aus dieser Richtung, sondern aus jener Stärke mit anderer Richtung und ach oh weh, wie soll ein Normalsterblicher das verstehen, der nix von Feinmechanik, Chemie, Physik und Zahlen kapiert? *ächz*

Kleines Beispiel gefällig?
"Bei der Röntgenanalyse fand ich heraus, dass die Zink-Legierung auch rund 6,5 Prozent Aluminium enthielt, was die Schmelztemperatur des Fußes auf etwa 385 Grad senkte. Der Fuß war aus dekorativen Gründen zunächst mit einer galvanisch erzeugten Kupferschicht überzogen worden, darüber gab es eine Nickel- und abschließend eine hauchdünne Chromschicht. Kupfer schmilzt bei 1.083 Grad Celsius, Nickel bei 1.453 und Chrom bei 1.857. Keine der drei Schichten war beim Brand geschmolzen". Er nennt in verschiedenen Fällen Begriffe wie Radialriss, Relativbewegung (Scheuermerkmal), Luftfeder, Blattfeder, Reaktionsprodukte und ähnliches. Und selbst, wenn er nicht fachlich spricht, sondern von den Geschehnissen rund um den Fall spricht, kommt es vor, dass sogar ich, die ich mich für recht belesen halte, zwischendurch zum Fachlexikon greife, um ein Fremdwort nachzuschlagen, was mir im Alltag nur noch äußerst selten passiert!

Doch, absolut faszinierend. Wer sich für Hintergründe interessiert und wissen möchte, was hinter den Kulissen geschieht, der ist hier absolut richtig. Ein wirklich besonderer Leckerbissen, ich habe die Bücher verschlungen, sie gefielen mir besser als jeder Krimi. Allerdings habe ich die für mich komplizierten Passagen übersprungen, und das werden wohl auch andere Leser tun. Trotzdem, das tut der Spannung keinen Abbruch, und wer etwas davon versteht, wird es wohl NOCH spannender finden als wir "Normalen" ;-)

SaschaSalamander 04.08.2008, 10.07| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Tip, Fachbuch, Kurzgeschichten,

Statistik KW 30 - 31

Gelesen
Mordsache Z (K. Ibendorf)
Schnitzeljäger (B. Hoecker)
Vorübergehend untot (C. Harris)
Der Kindersammler (S. Thiesler)
Die Spuren der Täter (K. Ibendorf)
Angst haben leicht gemacht (T. Lihoreau)

 Buchticket
Die Rekrutin (C. Thompson)
Grausame Schule (A. Arden)
Wörterbuch der bösen Mädchen
356 Sprüche für beherzte Frauen
Das Labyrinth des Eros (A. Reyes)
Der Fotograf und das Mädchen (J. Inglis)

Filme
The I inside
Alexandras Projekt

SaschaSalamander 03.08.2008, 15.42| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Ausnahmsweise mal negativ

Ist mir doch tatsächlich mal eine weniger positive Erfahrung bei Tauschticket über den Weg gelaufen, DAS ist selten ...

ein Autor, von dem ich alles sammle, inzwischen gibt es kaum noch einen Titel, der mir fehlt. Es wurde ein solcher Titel eingestellt, ich hatte kein Ticket und bat um Reservierung. Oder um einen Gegentausch, falls der Betreffende einen Titel bei mir findet, der gefällt, gerne wäre ich auch bereit gewesen, zwei meiner Bücher gegen dieses Buch einzutauschen. Nun habe ich also ein Ticket bekommen, die Person angeschrieben, und das Buch wurde wieder für mich eingestellt - mit zwei Tickets. Begründung: ich hätte ja gesagt, dass ich auch gerne bereit sei, etwas mehr dafür zu bezahlen ...

Das finde ich ehrlich gesagt unverschämt. Den Preis eines Buches nachträglich zu erhöhen, nur weil jemand sein Interesse geäußert hat. Dass ich anbot, bei Gegentausch Bücher im Wert von zwei Tickets statt einem zu versenden, ist etwas anderes, finde ich, das war nett gemeint. Aber deswegen den Ticketpreis für das Buch zu erhöhen ... neeee, das finde ich unfair. Werde es nicht anfordern, auch, wenn ich das Buch wirklich sehr gerne hätte. Aber es gibt auch andere Händler im Netz ...

SaschaSalamander 31.07.2008, 09.49| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Web

Keine Rezension wert für mich

hideseek_150_1_1.jpgNeeee, ich habe keine Lust, eine Rezension für diesen Film zu schreiben. Ich habe ihn so nebenbei gesehen, und ich bin froh, dass ich ihn manchmal leiser drehen konnte, wenn die Dame einen ihrer Kreischanfälle bekam.

Eine junge Mutter wird entführt von dem Arzt, welcher ihr die künstliche Befruchtung verpasste. Denn er und seine Frau können kein Kind bekommen, und nun soll diese Frau als Leihmutter herhalten und dann getötet werden. Aber sie wehrt sich bis zur letzten Minute. Eine Art Misery, nur dass diesmal hier kein Autor, sondern eine werdende Mutter das Opfer ist.

Aber, wie gesagt: vielleicht ist der Film auf Englisch nett, aber das war er mir nicht wert. Im Deutschen jedenfalls hat diese grauenvolle Stimme mich dermaßen angenervt, dass ich echt keine Lust habe, auch nur ein paar weitere Worte darüber zu verlieren. Hoch, schrill, kreischend, kratzend und absolut unangenehm fürs Ohr ...

SaschaSalamander 30.07.2008, 22.59| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Film | Tags: Thriller

Statistik KW 29

Gelesen
Mieses Karma (D. Safier)
Scharfe Krallen (S. Mouette)
Der letzte Raucher (M. Kuntz)
Vorübergehend untot (C. Harris)

 Filme
Der Nebel
Der Mann im Pyjama

SaschaSalamander 20.07.2008, 13.12| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Vorher Nachher

Geplant:
3 Fachbücher (online schon konkret herausgesucht)
2 Reservierungen abholen
vielleicht 2 bis 5 Romane, Hörbücher

Mitgenommen:
7 DVDs, einen riesigen Rucksack rappelvoll mit Fachbüchern, eine große Tüte voller Romane, russischer Kinderbücher, Schulbücher ...

SaschaSalamander 18.07.2008, 19.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bibliothek

Don Harris

Jason Dark. Ursprünglich ein Verlagspseudonym für mehrere Autorn, später DER Alias des deutschen Autoren Helmut Rellegard. Wenn die meisten bei deutschen Autoren eher an Goethe denken, moderner vielleicht an Grass oder Hohlbein, ist der mit der höchsten Auflagezahl dann aber doch wider Erwarten ein ganz anderer: nämlich der geistige Vater von John Sinclair, dem Geisterjäger. Unzählige Heftchen, einige Romane, zwei Hörbuchserien sowie sogar einige Filme hat der "Sohn des Lichts" bereits hinter sich, und es gibt kaum jemanden, der zumindest nicht schon einmal von Sinclair gehört hat.

Aber nun hat Rellegard diese Reihe beendet und wendet sich anderen Charakteren zu. Ein Zyklus um eine Hexe, kenne ihn nicht, kann nichts näher dazu erzählen. Und Don Harris, der "Psycho-Cop". Davon habe ich bereits das erste Hörspiel gehört und lese gerade auch das zweite Buch der Serie. Ich denke, nach diesem Einblick kann ich Euch also schon einmal ein paar Takte dazu erzählen ...

Ich gebe zu, dass ich ja schon recht gefrustet bin über das Absetzen von John Sinclair. Der Geisterjäger ist mir wirklich ans Herz gewachsen, gemeinsam mit seinem Kollegen Suko, seiner sexy Freundin, seinem Chef, der "Horror-Oma", seinen Erzfeinden dem schwarzen Tod, Myxin, Asmodina und anderen Dämonen. Aber hier soll es ja nicht um den strahlenden Helden John gehen *snief*, sondern um den neuen Strahlemann und Kundenmagneten Don Harris.

Zur Handlung des Psycho-Cops: die Mutter bei seiner Geburt verstorben, lebt Don Harris unter der Obhut seines Vaters. Da dieser ein reicher und vielbeschäftigter Mann ist, besucht Don ein Internat. Nur selten sieht er seinen Vater, doch die Verbindung zwischen ihnen ist innig. Eines Tages hat der Junge ein unheimliches Erlebnis: er hat eine Vision von einem durch das Eis des Sees gebrochenen Mädchen. Und als er den See erreicht, kann er die Kleine tatsächlich vor dem Ertrinken retten, seine Vision war ein Blick in die Zukunft! Es fällt ihm schwer, seine Gabe zu akzeptieren, aber gemeinsam mit seinem Freund Terry und einigen wenigen anderen Eingeweihten wird aus ihm bald ein intelligenter, junger Mann, der erfolgreich die Schule absolviert, ein grandioses Studium ablegt und nun beim ESP arbeitet, einem noch geheimeren Geheimdienst als dem schottischen Geheimdienst.

Und schon beginnt sein erster für den Leser relevante Fall: ein grausamer Mord geschieht an einer jungen Frau, Dons Telefonnummer mit deren Blut an die Wand über dem Bett geschrieben. Don kannte sie nur flüchtig, doch es ist unübersehbar, dass es der Täter auf IHN abgesehen hat! Und dann stirbt ganz unerwartet Dons Vater an einem Herzinfarkt, ein gesunder, sportlich aktiver Mann in den besten Jahren. Der Polizist besucht das elterliche Anwesen, um die Formalitäten zu klären und stößt in der Kapelle auf ein seltsames Geheimnis. Bei der Beerdigung trifft er auf eine mysteriöse Fremde, und bald kommt es zum Showdown mit dem Killer, den Don mit Hilfe seiner nun neu erwachenden zusätzlichen Fähigkeiten einfängt. Doch dies ist erst der Anfang seines großen Abenteuers, denn er erfährt, dass ER für etwas Großes vorhergesehen ist ...

Najaaaaaa. Hm. Ich weiß nicht. Ich versuche einfach einmal, etwas Positives zu sagen: Die Idee ist nett, und wenn der Autor eines kann, dann ist es Schreiben. Er weiß, wie man den Leser an die Seiten fesselt vom ersten bis zum letzten Satz. Und ein Psycho-Cop mit hellseherischen Fähigkeiten ist mal etwas anderes als ein Geisterjäger nach 1700 oder mehr Heftchen.

Aber irgendwie ... ach, vielleicht liegt es daran, dass wohl jeder Don Harris an John Sinclair messen will, und das ist einfach unmöglich, denn John ist Kult und unschlagbar. Oder vielleicht fehlt Don Wirklich der Pep. Während John mich schon nach wenigen Seiten damals bei meiner ersten Lektüre faszinierte, ringt Don mir eher ein schwaches Grinsen ab. John begeistert als Person. Männer wollen ihn zum Kumpel, Frauen als Held, Senioren als Schwiegersohn. Und Don. Hm, er ist eben Don, und er ist ganz nett, zumindest kann man nichts Gegenteiliges sagen. Aber er bleibt recht unpersönlich und farblos, finde ich. Er ist mir nicht greifbar genug, als dass ich mich für ihn begeistern könnte.

Das erste Buch las sich absolut flüssig, ich habe es in Nullkommanix verschlungen. Trotz des eben genannten Mankos. Jetzt im zweiten Band komme ich doch etwas ins Hängen, und wenn ich mich im Web umsehe stelle ich fest, dass es anderen Lesern ebenso ergeht. Zuviele Dialoge, zuwenig Action, und das passt einfach nicht zu dieser Art Heftchen / Buch. Zusehr zieht sich das in die Länge, was der Leser bereits weiß. Mag in anderen Büchern okay sein, aber für dieses Genre (Groschenroman, so ungern ich das sage) ist das einfach ungeeignet, das ist ein Stilmittel für einen gehobeneren Roman.

Und die erste CD des Hörspiels ... puh, ich war SEHR erstaunt. Und überrascht. Leider im Negativen. Die erste Sinclair-Reihe war prima, und die Auflage "John Sinclair 2000" ist einfach allererste Sahne. Mit grandiosen Stimmen wie Joachim Kerzel und vielen anderen bekannten Synchrosprechern aus TV und Hörbüchern. Tolle Musik, großartige Effekte, super Drehbuch. Und Don Harris dagegen, oh mann, hätte ich nicht gewusst, wer der Autor der Reihe ist, hätte ich auf ein billiges Do-it-Yourself Projekt getippt. Wäre es von ein paar Fans im Hobbykeller aufgenommen worden, mit simpelsten Effekten unterlegt, einem unbekannten, ungeübten aber halbwegs passablen Sprecher vorgetragen - dann wäre es okay, dann hätte es ein Lob von mir bekommen. Aber nachdem ich das Buch gelesen hatte und dann das Hörspiel einlegte, überkam mich das kalte Grausen. Was mag der Verlag sich DABEI bitte gedacht haben? Ich versuche wirklich, überall etwas Gutes zu finden und die Leute nicht abzuschrecken, sondern im Gegegenteil zum Lesen und Hören zu animieren, aber hier will mir partout nichts einfallen, ... das erste Hörspiel ist einfach grottenschlecht. So mies, dass ich wirklich ernsthaft überlege, ob ich mir das zweite überhaupt antun soll ...

Nein, Leute ... bleibt bei John Sinclair. Und wenn ihr was anderes wollt oder die Hefte schon zum zehnten Mal in der Hand haltet, nagut, dann schnuppert mal rein, wie Ihr den Psycho-Cop so findet. Aber lasst bloß die Finger vom Hörspiel! So eine grottige Produktion darf nicht auch noch unterstützt werden. Ich hoffe wirklich SEHR, dass eines Tages eine Neuauflage erscheinen wird mit neuen Sprechern, neuen Effekten, neuer Musik und neuem Skript ...

SaschaSalamander 18.07.2008, 14.40| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Horror, Fantasy, Reihe, Deutsch,

Neue großartige Änderungen

Unsere Bib hat in den letzten Tagen einen neuen Auftritt im Internet bekommen. Und ich lieeeebe die neue Oberfläche! Es wird nicht mehr nur angezeigt, wann ein Buch abzugeben ist und wie oft es bereits verlängert wurde, sondern man sieht auch mögliche Vormerkungen. Ideal, dann weiß man, ob man verlängern kann oder nicht. Und zudem wird angezeigt, wie lange ein Titel, den man sucht, noch verliehen ist und ob es Vormerkungen auf ihn gibt. Und das Beste: wenn man etwas verlängern möchte, konnte man bisher nur "alle verlängern" oder einen einzelnen Titel anklicken. Jetzt kann man endlich auch selektiv mehrere markieren und verlängern. Jau, SO wollte ich den Onlinekatalog und das Benutzerkonto meiner Bib immer haben. Vielen Dank für die Änderungen! *smile*

Wiesehr nutzt IHR eigentlich den Onlineauftritt Eurer Bibliothek? Macht Ihr lieber alles telefonisch und vor Ort, lasst Euch die Zettel mit den Daten mitgeben? Oder erledigt Ihr Eure Sachen alle Online?

SaschaSalamander 18.07.2008, 09.44| (3/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Bibliothek

Scharfe Stimmen

Es gibt von PETRA eine Hörbuch-Reihe, die sich "scharfe Stimmen" nennt. Zehn erotische Romane, vorgetragen von Sprechern mit "scharfer Stimme". Ich habe mal reingehört und erst einmal einen Lachanfall bekommen, ob ich auch wirklich in das richtige Hörbuch geklickt habe. DAS soll eine Stimme sein, die Frauenherzen zum Zittern bringt und ihr heiße Phantasien beschert? Nagut, ich wusste schon immer, dass mein Geschmack nicht Mainstream ist ... aber eine hohe Stimme ohne Volumen ist eben nicht das, wovon ich nachts träume *hüstel* ...

Christian Brückner, Peter Davor, Konstantin Graudus, Ralph Herforth, Jan Josef Liefers, Michael Mendl, Axel Prahl, Christian Redl, Harald Schrott und Max Tidof ... naja, okay, einen oder zwei davon finde ich vom Hören her sehr nett. Ein paar wenige Namen sagen mir leider nichts, muss ich erst reinhören. Aber ich glaube, unter einer erotischen Stimme stelle ich mir etwas anderes vor ...

wie muss eine erotische Stimme für EUCH klingen, und bei welchen Sprechern gerät EUER Blut in Wallung? (natürlich ist diese Frage nicht nur an Frauen, sondern auch an Männer gerichtet: welche Frauen hört Ihr gerne, welche weniger?)

SaschaSalamander 17.07.2008, 12.40| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MachMit

Das hat mich jetzt erstaunt

Beim Stöbern in Tauschticket (irgendwie muss ich die Tickets ja loswerden, nicht, dass ich auf der Suche nach Büchern wäre, während ich hier einen SuB von 1 Trillion habe, ich doch nicht *hüstel*) fand ich etwas, das mich erstaunte ... und dass ich dann sofort haben musste. Es scheint ein historischer erotischer Roman zu sein, der in Richtung Fantasy geht. Klingt nett. Ahaaaber, der Autor: Richard Adams. Wollja, genau der! Der von "Watership Down", "Plague Dogs" und "Shardik" und ähnlich grandiosen Werken. DER hat was Erotisches verfasst? Ich bin mir sicher, in seinen traumhaft schönen Worten werde ich das Buch lieben! Schade, dass es nur auf Deutsch erhältlich war (aber dafür alle vier Bände komplett für ein Ticket *sabber*)

SaschaSalamander 14.07.2008, 21.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Pulp

Necroscope 02 Vampirblut

lumley_necroscope02_150_1.jpgNachdem >der erste Teil< mich sosehr begeisterte, musste ich natürlich auch unbedingt den zweiten hören. Allerdings mit etwas zeitlicher Verzögerung, so schwer mir das fiel. Denn ich habe festgestellt, dass es einer Serie oft nicht gut tut, wenn man sie zu rasch am Stück genießt ...

Inhaltlich gibt es nicht viel zu sagen. Oder, besser gesagt, gäbe es zwar schon, doch möchte ich ungern eine Zusammenfassung schreiben, da viele Leser den ersten Teil noch vor sich haben und ich nichts vorwegnehmen möchte. Nur soviel: es ist bombastisch, gigantisch, großartig. Ich bin gespannt auf den dritten Teil, wie es wohl weitergehen mag nach diesem furiosen Finale?!? Der zweite Teil hat den ersten um Längen getoppt, so begeistert ich bereits auch vom ersten Teil gewesen sein mag. Es ist unglaublich, auf welche Ideen Lumley kommt ... hoffentlich werden die Folgebände mindestens genauso episch angelegt sein wie die ersten beiden ...

Einziger Unterschied zum ersten Band: diesmal ist nicht Joachim Kerzel, sondern Helmut Krauss der Sprecher. Klingt aber ähnlich und ist fast genauso gut. Es erstaunt mich, dass ich nicht schon zuvor von ihm hörte, so viele Hörbücher ich auch regelmässig konsumieren mag. Seine Stimme klingt natürlich etwas anders als Kerzel, das, was diesen ausmacht, das ist ein gewisses Timbre, wie es nur sehr selten zu finden ist, das hat Krauss natürlich nicht, aber abgesehen davon: alle Achtung, wirklich gekonnt vorgetragen, und ebenfalls eine markante und angenehme Stimme! Es liegt ebensoviel Herzblut darin, und ich finde, Krauss sollte noch sehr viel mehr Werke vortragen und noch viel mehr Bücher sprechen, ich würde ihn sehr gerne öfter hören!

Ich habe jetzt ein wenig gegoogelt: doch, ich kenne Krauss. Er hat bei E Nomine gesprochen, und er ist auch als der Nachbar von Peter Lustig in "Löwenzahn" zu sehen, sprach bei Audible auch C. Marzis "Lycidas". Aha, wäre ich jetzt nicht drauf gekommen, gebe ich zu, allerdings ist das auch schon sehr lange her bzw habe ich noch nicht gehört ... jedenfalls ist >seine Seite< einen Besuch wert *nick*

SaschaSalamander 14.07.2008, 10.37| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch

Statistik KW 28

Gelesen
Hexenmacher (A. Wiesler)
Die Spur ins Schattenland (J. Stroud)
Jonas, der letzte Detektiv 32 - 22 (M. Koser)

Gekauft
/

Geschenk
/

Buchticket

Maia (dt) (R. Adams)
In seiner Hand (N. French)
In seinen Händen (M. Blau)
Stuttgart Frühlingsfest (M. Kiesen)
Die Brücke der Vögel (B. Hughhart)
Offenbarung 23 - die Wahrheit ist unsterblich (I. Gaspar)


Filme
The Night Listener

SaschaSalamander 13.07.2008, 10.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Du bist nicht allein

Ein weiterer Nicholas Sparks. Ein weiteres Buch, das mir sehr gut gefiel. Während ich die anderen bisher gehört hatte, habe ich diesen hier gelesen, und zwar flüssig an zwei aufeinanderfolgenden Tagen.

Nach dem Tod ihres Ehemannes kann Julie sich nur schwer wieder dem Leben öffnen. Doch nach einigen Jahren verliebt sie sich endlich wieder, und zwar in den attraktiven Richard, der eines Tages in ihrem Frisiersalon auftaucht und um sie wirbt. Begeistert erzählt sie Mick davon, doch Mick war viele Jahre ihr bester Freund und wünscht sich nun eigentlich mehr als nur ihre Freundschaft. Julie ist bald hin- und hergerissen zwischen dem charmanten aber etwas aufdringlichen Richard und dem gutmütigen, sanften Mick. Als sie sich entscheidet, kann Richard die Abfuhr nicht ertragen und beginnt sie zu beschatten, belästigen und bedrohen. Julie und Mick schweben in großer Lebensgefahr, doch niemand will ihnen glauben ...

Eine etwas ungewöhnliche Mischung für den Meister der unschnulzigen Liebesromane. Für eine romantische Geschichte, die unter die Haut geht, fehlt es dann doch ein wenig an Charakteraufbau und Verwicklungen. Dem Leser ist schon zu Beginn ziemlich klar, für wen sie sich entscheiden wird. Für einen Krimi oder Thriller dagegen ist zu wenig Augenmerk auf den spannenden Teil gelegt. Es gibt zwar auch eine Beschreibung aus Sicht des Psychopathen, und dem Leser wird auch recht schnell klar, dass er es "tod"ernst meint. Aber da es eben ein Sparks ist, und weil die Liebe am Ende siegen wird, ist klar, dass es vielleicht ein paar Verluste pro Forma geben wird, aber der Funke will trotzdem nicht so ganz überspringen.

Aber Genremix hin oder her, hat mich das Buch wie alles von Sparks gefesselt. Ich mag einfach seinen Schreibstil. Er vermittelt eine angenehme Romantik, ohne dabei ins Kitschige abzudriften. Seine Sprache ist flüssig und packend, man fiebert mit den Charakteren bis zum Ende mit. Und obwohl ich ahnte, dass die beiden natürlich zusammenkommen werden (gutgut, es gibt auch Bücher mit traurigem Ende von ihm, aber wenn es schon gefährlich und blutig wird, dann muss wenigstens der Rest verdaulich bleiben), war der Weg bis dorthin auf jeden Fall sehr ereignisreich und packend.

Für Leser, denen "echte" Thriller zu hart sind, ist diese Soft-Variante absolut zu empfehlen. Und wer Liebesgeschichten einfach nicht leiden kann, weil sie ihm nicht spannend genug sind, könnte sich mit diesem Buch einmal an den Autor herantasten. Wer Sparks eh mag, wird auch dieses Buch hier mögen. Kurz und gut: mir fällt kaum jemand ein, dem "Du bist nicht allein" nicht gefallen könnte ;-)

SaschaSalamander 11.07.2008, 10.17| (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Romantik, Thriller, Tip,

Formula

prestonchild_formula_150_1.jpgNachdem der erste Teil mich so faszinierte, musste natürlich bald darauf auch der nächste Roman mit Special Agent Pendergast gehört werden. Nach "Relic - Museum der Angst" nun also "Formula - Tunnes des Grauens". Naja, die Titel könnten besser gewählt sein, aber wie heißt es so schön: "never judge a book by its cover" - "beurteile ein Buch nie nach seinem Umschlag" (und ich möchte hinzufügen "Titel").

Bei Bauarbeiten wird eine alte Grabstätte gefunden, in der die Gebeine 36 Toter liegen. Die Archäologin Nora Kelly vom Natural Museum of Art von New York wird zu Rate gezogen, die Knochen zu analysieren. Und auch Special Agent Pendergast wird auf diesen grausigen Fund aufmerksam. Es stellt sich heraus, dass es wohl das Werk eines brutalen Serienmörders vor über 100 Jahren sein muss, doch die Nachforschungen werden nur allzu schnell boykottiert und untersagt. Auf eigene Faust machen sich Pendergast, Nora und Smithback auf die Suche nach einer Antwort auf dieses seltsame Rätsel. Pendergast scheint persönliche Interessen zu verfolgen, Nora wird ungewollt hineingezogen, und Smithback wittert eine Story für den Pulitzerpreis. Und so führen ihre Ermittlungen sie auf die Spur eines Chirurgen, welcher an einem Mittel zur Verlängerung seines eigenen Lebens forschte und dabei auch vor Experimente an Lebenden nicht zurückschreckte. Bald taucht ein Nachahmungstäter auf, und es gibt erneute Tote. Oder sollte es etwa möglich sein, dass die Forschungen des Chirurgen damals von Erfolg gekrönt waren und er nun ... ???

Jaaaaa, dieser Roman war spitze! Er gefiel mir sogar noch besser als "Relic", was vor allem an der Handlung lag. Außerdem kannte ich die Figuren hier bereits etwas näher und konnte mich besser auf den Verlauf der Story konzentrieren. Während Pendergast im ersten Thriller noch eher unpersönlich und etwas steif wirkt, kommt in diesem Buch richtig Leben in den Charakter. Man erfährt ein wenig über seine familiären Hintergründe, man erlebt ihn während seiner ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden. Von Beginn an hält das Team Preston / Child die Spannung aufrecht, weshalb dieser Fall für den Agent von solch großem persönlichem Interesse ist.

Auch Nora und Smithback werden nun etwas klarer beschrieben. Nora tauchte bereits in "Thunderhead" auf, welches ich allerdings noch nicht gelesen habe (gehört nicht zur Pendergast-Reihe), Smithback war der lästige Reporter aus "Relic". Ich kann nicht sagen, dass mir die Figuren sympathisch wurden, vor allem dem skrupellosen, egoistischen und selbstverliebten Smithback dürften alle Leser eine Art Hassliebe entgegenbringen, ... ABER die Figuren ziehen definitiv in ihren Bann und lassen den Leser vom ersten bis zum letzten Moment nicht mehr los ...

Während sich bei "Relic" die Handlung stellenweise etwas zog, war dies bei "Formula" besser. Zwar auch hier gegen Ende eine etwas längere Passage, die aber wesentlich angenehmer zu lesen ist und die Spannung aufrechterhält.

Schade finde ich, dass die Theorie um die entsprechende Formel ein Geheimnis blieb. Während in Relic viele biologischen "Fakten" genannt wurden und man sich ständig fragt, ob dies wohl möglich sei, bleibt die Formel dagegen schwammig und unrealistisch. Ein paar zusätzliche Recherchen und Pseudofakten hätten mir doch sehr gefallen, hätten den Roman realistischer gemacht. So dagegen wirkt es gegen Ende schon eher wie eine Art phantastischer Roman, der manchem Fan von Psychothrillern eher ein verwundertes Kopfschütteln abringen dürfte.

Und auch hier wieder Tommi Piper als Sprecher. Was soll ich zu ihm noch großartig erwähnen? Er liest gekonnt: abwechslungsreich, genau im richtigen Tempo und immer voll bei der Sache ...

Alles in allem trotz einiger Schwächen gelungen. Man sollte aufgeschlossen sein für ein etwas ungewöhnliches Ende und ein paar eher sehr ungewöhnliche (telepathisch? hellseherisch? meditativ? paranormal?) Ermittlungsmethoden, die auch nicht wirklich aufgeklärt werden. Wen so etwas nicht stört, der bekommt mit "Formula" einen Thriller allererster Güte, den er so schnell nicht vergessen wird ...

SaschaSalamander 10.07.2008, 10.57| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Tip, Serie, Thriller, Fantasy,

Gmork

Passend zum Genre, das ich derzeit lese
bzw allgemein verstärkt konsumiere ...

wer oder was ist "Gmork"

SaschaSalamander 09.07.2008, 17.17| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rätsel

Spiel nach meinen Regeln

belle_spielregeln_150_1.jpgValentina ist eine Femme Fatale, die Männer liegen ihr zu Füßen, und sie genießt es, sie wie dressierte Hündchen nach ihrer Pfeife tanzen zu lassen. Sie ist schlank, supersexy und weiß um ihre Vorzüge. Chrissy ist ein Mauerblümchen, eine Beziehung nach der anderen läuft schief, Männer sehen in ihr nur eine billige Gelegenheit, und sie sehnt sich nach dem Mann ihrer Träume. Sie ist pummelig, klein und weiß einfach nicht, was sie tun soll.

Die beiden sind beste Freundinnen. Nach außen hin zumindest. Doch im Grunde hassen sie sich gegenseitig. Valentina blickt herablassend und genervt auf Chrissy, ärgert sich über deren lästiges Gequake und kann es einfach nicht leiden, ständig als Beraterin für sie zu fungieren. Deswegen lässt sie Chrissy manchmal so richtig auflaufen. Und Chrissy hasst es, von Valentina bevormundet zu werden, sie hasst es, wie ihre "Freundin" sie immer wieder mit den dämlichsten Typen verkuppeln will und ihr immer wieder die guten Männer wegschnappt.
Dann taucht Michael auf und verbringt eine heiße Nacht mit Chrissy, die ihr Glück kaum fassen kann. Auch Valentina kann nicht glauben, was das Pummelchen ihr erzählt, und sie macht sich ans Werk, den attraktiven jungen Geschäftsmann für sich zu gewinnen. Wäre doch gelacht! Und tatsächlich ist sie erfolgreich. Ohne allerdings zu ahnen, dass Michael eigentlich auf Dinge steht, die Valentina niemals tun würde. Ein Machtkampf zwischen den zwei dominierenden Partnern entsteht, während Chrissy mit Michaels Familie eine Bootstour unternimmt und so langsam erfährt, welche Vorlieben ihr Angebeteter, sein Vater, dessen Frau und deren Schwester so teilen.

Hm, nun habe ich recht viel Zeit mit der Inhaltsangabe verbracht, die Rezi selbst wird vermutlich kürzer. Aber ich finde die Charas und die Handlung einfach witzig. Okay, es ist ein erotischer Roman, und die Sprache ist entsprechend auch manchmal ganz schön deftig. Die Handlung kann man auch schon im Voraus erahnen, dafür müsste man den Roman gar nicht wirklich lesen.

A-haaaaber, was mich daran begeisterte: es ist einfach zu köstlich, ein und dasselbe Ereignis einmal aus Valentinas und dann aus Chrissys Sicht zu lesen. Außerdem sind die beiden wie Feuer und Wasser, geben der Handlung ganz schön Zündstoff. Der Leser ist eigentlich auf Chrissys Seite, denn Valentina ist einfach nur unfair und gemein. Doch manchmal stellt auch Chrissy sich wirklich dämlich an, man möchte sie einfach nur am Kragen packen und fragen, ob sie noch alle Sinne beieinander hat, ihr sagen, dass sie endlich einmal ihr Leben selbst in die Hand nehmen soll.

Die Vorliebe der Familie ... nun, Michaels Vater beschwor einen Skandal titels "der Poklatscher-Major" herauf, und darauf lässt sich der erotische Part des Buches dann auch reduzieren. Chrissy mit ihrem saftigen Hinterteil gefällt Michael und Vater eben doch besser als die dürre Valentina, die nichts aushält. Chrissy ist ganz schön verwundert, als sie mit dem Dreierteam Vater, Ehefrau u deren Schwester aufbricht. Denn die Damen folgen jedem Befehl des Herren, haben Spaß an der Lust und genießen den Schmerz, wenn sie übers Knie gelegt werden. Schon eine schräge Familie, muss Chrissy feststellen. Und auch Valentina ist schockiert, wozu Michael sie immer wieder bewegen möchte und dass er ihr im Gegensatz zu den anderen Männern so gar nicht gehorchen will, sondern ihr statt dessen auch noch sagt, was SIE für IHN zu tun hätte!

Ach, köstlich. Nicht wirklich von Niveau oder Belang, und anfangs auch noch ein paar Seiten bis zum Einstieg in das Buch, aber danach eine unterhaltsame Lektüre mit einigen (wenn auch unfreiwilligen) Lachern. Nichts, das man gelesen haben muss. Aber wer mal einen erotischen Roman mit etwas anderer Spielart lesen will ... oder sich für Spanking und Analspiele (kommt nur her, Ihr Suchmaschinen!) interessiert ... oder einfach nur den sinnlosen Kampf zwischen zwei recht unreifen jungen Frauen mitverfolgen möchte, der verbringt mit "Spiel nach meinen Regeln" ein paar witzige Stunden.

SaschaSalamander 09.07.2008, 10.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Erotik

Lang vor mir hergeschobener Autor

nightlistener_150_1.jpgEndlich konnte ich via Tauschticket den Film "The Night Listener" ergattern. Keine Ahnung, worum es geht, aber ist egal, ist mit Robin Williams. Und ist gerade recht spannend. Sehr im Stil seiner neueren, dramatischen Filme, die mir eh besser gefallen als die alte Comedy. Und da lese ich im Vorspann doch in der Tat den Namen des Autoren der Romanvorlage: Amistead Maupin. Na sowas ... wie oft schon habe ich von ihm gehört, wie oft wollte ich ihn schon lesen und habe es dann immer wieder aufgeschoben ... mal sehen, was der Film mir bringt und ob ich mich dann in seine Romane stürze ...

SaschaSalamander 08.07.2008, 22.11| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles | Tags: Drama

Hexenmacher

Erster Satz:
Georg von Vitzhum legte den Kopf in den Nacken und sah zum zweigehörnten schwarzen Schatten auf, den der Kölner Dom vor dem nur wenig helleren Abendhimmel bildete.

Letzter Satz:
Und diese Nacht war schicksalsschwer, das spürte er deutlich!

Aus: A. Wiesler: Hexenmacher; Heyne 2007

SaschaSalamander 08.07.2008, 17.27| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz

Zuviel der Ehre

Wow, ein Blogaward ... eine Art Stöckchen ... ist ja lieb, ich freu mich ... aber ich wage nicht so recht, ihn anzunehmen ... weil ich nämlich die Regeln nicht erfülle. Bei Stöckchen nicht so schlimm, aber hier möchte ich nicht, denn ich möchte ungern so etwas Schönes annehmen, dann aber nicht weitergeben. Das nämlich mein Problem: die meisten guten Blogs, in denen ich lese, erhielten ihn bereits. Und außerdem ist es immer ein rechter Aufwand, so viele Leute zu durchwühlen und gucken, ob die ihn schon haben, dann verlinken, dann benachrichtigen, und dann wollen sie ihn womöglich gar nicht *seufz* ... sagen "wer möchte, nimmt mit" geht bei einem Award nicht, einem normalen Stöckchen dagegen schon ...

deswegen sage ich an dieser Stelle herzlichen Dank ... auch, wenn ich ihn nicht annehmen werde ... ist nicht bös gemeint *smile*

Verliehen wurde er mir von der >Lesemaus Katha<

SaschaSalamander 08.07.2008, 15.27| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Blog

Stranger than Fiction

fiction_150_1.jpgHarold Quick ist ein sehr akkurater Mensch, der alles im Leben genau plant. Er zählt die Striche über die Zähne beim morgendlichen Ritual, die Schritte bis zur Bushaltestelle, hat die Mittagspause sekundengenau geplant, und so weiter. Die Geschichte beginnt mit einer Stimme aus dem Off, welche seinen Tagesablauf als allwissender Erzähler schildert, und nur Harold kann diese Stimme hören, während er sich gerade die Zähne putzt. Er ist irritiert, nimmt die Stimme dann aber hin. Bis er plötzlich hört, dass er sterben muss. Also sucht er Hilfe bei einem Psychologen, der kann ihm nicht helfen, und so wendet er sich an einen berühmten Schriftsteller. Dieser versucht nun, mit ihm anhand einzelner Kriterien seines Lebens und seiner täglichen Ereignisse den Schriftsteller von Harolds Lebensgeschichte zu finden (schließlich hat jeder Autor seinen persönlichen Stil) und ihn zu überreden, das Ende des Buches abzuändern. Der Tag, an dem Harold sterben soll, rückt immer näher ...

Gleichzeitig sieht man die ausgebrannte Schriftstellerin Karen. Ihr will einfach kein passendes Ende einfallen. Harolds Tod soll etwas Besonderes sein, ein Meilenstein, etwas Poetisches. Da klingelt eine junge Frau vom Verlag an ihrer Tür. Sie soll ihr helfen, den geplanten Termin einzuhalten und das Buch zu beenden. Ihre Aufgabe ist es, der Schriftstellerin Sekretärin, Helferin, Muse zu sein. Und endlich findet Karen das perfekte Ende für ihr Buch ...

Ein Film, der mir richtig gut getan hat, und den ich sicher nicht nur einmal sehen werde. Schon nach kurzer Zeit war ich begeistert. Die Art, auf welche Harolds exakter Tagesablauf graphisch dargestellt wurde, indem Zeitlinien, Zahlen, Icons in das Bild geblendet wurden, war wirklich einfallsreich. Der Humor kam niemals mit dem Vorschlaghammer, sondern immer mit einem Lächeln. Die Handlung war absolut vorhersehbar, aber das gehört dazu. Der Autor sollte ja herausfinden, welcher Art Harolds Leben ist, und da gelten natürlich bestimmte Regeln für Tragödie, Komödie und anderes. Köstlich, wie diese Genres vermixt wurden, wie einzelne Stilelemente überzogen wurden. Und wenn der Protagonist nicht zur Handlung kommt ... dann kommt eben die Handlung zum Protagonisten. Wenn er aus Angst das Haus nicht verlässt, dann wird es eben eingerissen *hihi*. So plump dies klingen mag, war auch diese Szene voll stillem Humor, wirkte eher durch Blicke und die Absurdität der Situation denn durch ein Krachen und Rummsen und ein einstürzendes Haus.

Die Schauspieler sind einfach wundervoll. Harold verklemmt, zurückgezogen, unsicher, kaum eine Mimik, hilflos und irgendwie nicht von dieser Welt. Die Schriftstellerin und ihre neue Sekretärin ein prima Gegensatz, und auch der Schriftsteller ist großartig, wie er Harold nicht einfach als Verrückten abstempelt, sondern das Problem eben ganz sachlich angeht. Der Arbeitskollege, bei dem Harold bald Unterkunft beziehen darf. Emma Thompson, Queen Latifah, Will Ferell, Dustin Hoffman, einer so grandios wie der andere.

Die Story ist schon wirklich verrückt. Mancher hätte vielleicht eine billige Klamotte daraus gemacht, aber so wurde es ein sensibler, humorvoller, stiller Film mit viel Humor und Unterhaltungswert. Auch eine Liebesgeschichte muss es natürlich geben (worauf der Schriftsteller Harold erst aufmerksam macht, da dieser es sonst womöglich gar nicht bemerkt hätte). Das Ende ist mir persönlich ein wenig schmalzig (a la "und danken wir Gott dafür, dass es Zitronenbaisercookies gibt"), ich hätte nichts gegen eine Tragikomödie mit etwas dunklerem Ausgang gehabt. Aber dies ist eben kein Drama, keine Tragödie, sondern eine Komödie, das war dem Zuschauer ja von Anfang an klar ...

Ach, schöööööön. Ich kann diesen Film wirklich nur jedem ans Herz legen. Ist mal was Angenehmes für Zwischendurch. Es müssen nicht immer die großen und bedeutsamen Werke sein. Manchmal genügt es - das musste auch Karen in diesem Film lernen - wenn es "ganz gut, nicht sehr gut, nicht unbedingt überwältigend, aber ... ganz gut" ist. Allein die Idee des Filmes, seine Umsetzung, der wohltuend sanfte Humor, die Freude der Schauspieler sind es wert, sich die Zeit für "Stranger than Fiction" zu nehmen ...

SaschaSalamander 08.07.2008, 10.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Film | Tags: Tip, Schräg, Komödie, Romantik, Fantasy,

Relic

prestonchild_relic_150_1.jpgEin erfolgreicher Thriller, der sogar verfilmt wurde. Noch gut habe ich den Film in Erinnerung: sowas von grottig, dass es schon wieder gut war. Und Jahre später nun las (äh, Verzeihung: hörte) ich auch das Buch dazu. Weil das Autorenteam Preston und Child nämlich sehr bekannt ist und ich endlich einmal mitreden wollte ...

Das Museum of natural History in New York wird bald eine Ausstellung über das Thema Aberglaube eröffnen. Doch die Planungen hierzu werden überschattet von grausamen Mordfällen. Schrecklich zugerichtete Leichen mit geöffneter Schädeldecke und Kratzspuren am Körper werden gefunden. Da diese an eine andere Mordserie erinnern, schaltet sich neben der örtlichen Polizei auch das FBI ein, vertreten durch den Special Agent Pendergast. Immer näher rückt der Termin der Eröffnung, und noch immer gibt es keinerlei Hinweis auf den Täter oder wenigstens sein Motiv und sein Vorgehen. Im Gegenteil, immer seltsamer werden die Hinweise, welche der Agent und die Mitarbeiter des Museums herausfinden, und bald stellt sich die Frage, mit welcher Art Geschöpf sie es überhaupt zu tun haben ...

Doch, im Gegensatz zum Film hat das Buch mich wirklich absolut begeistert. Zugegeben, es war stellenweise sehr klischeehaft und vorhersehbar, aber darum geht es ja gar nicht. Und auch, dass ich anfangs mit den vielen Namen zu kämpfen hatte und mir nicht merken konnte, wer nun zu welcher Seite gehört, störte den Fluss kaum. Was mich begeisterte war die Lebendigkeit, mit der die Handlung und Charaktere geschildert sind. Ich sah das Museum vor mir, als wäre ich selbst schon dort gewesen, hatte klare Bilder vor meinem inneren Auge. Und auch, wenn ich durch Spoiler und den Film bereits wusste, worauf es hinausläuft, war die Spannung trotzdem ungetrübt. Die Suche nach all den kleinen Hinweisen, das Nicht-Wahrhabenwollen dessen, was sie herausfinden, die persönlichen Intrigen zwischen Vorgesetzten und Untergebenen, das sorgte dafür, dass ich die ungekürzte Lesung in nur zwei Tagen beendet hatte!

Ab der Ausstellung allerdings ein kleines Manko: ich ging davon aus, die Eröffnung sei der Showdown, auf den alles hinausliefe. Dann allerdings zeigte sich, dass dies nur ein etwas größeres Highlight auf dem Weg zum Finale war und die Spanne zwischen den grausigen Ereignissen auf der Eröffnung hin zum endgültigen Sieg über die Bestie sich seeeeehr lange zog. Draußen vor dem Museum die Sondereinsatzkommandos, unter dem Museum die eine Gruppe der hochrangigen Gäste in den Abwasserkanälen, im Gewölbe des Museums der Special Agent mit den Mitarbeitern der Einrichtung. Diesen Part hätten die beiden Schreiberlinge dann doch deutlich kürzer fassen können *gähn* ...

Zudem kommt ein Aspekt hinzu, den ich dann doch sehr faszinierend fand. Nämlich Ökologie bzw Biologie. Stellenweise erinnerte mich das Buch ein wenig an Jurassic ParK, Beute (beides Crichton), den Schwarm (Schätzing) und ähnliche Öko-Thriller. Zwar stand dieser Aspekt nicht im Vordergrund, hatte jedoch einige spannenden Ansätze und Ideen auf Lager, im Gegensatz zu diesen Büchern zwar rein fiktiv, aber deswegen nicht minder interessant.

Gelesen wird dieser Roman von Tommi Piper. Wer wenig Hörbücher konsumiert, kennt ihn wohl am ehesten als die deutsche Stimme von Alf und wird entsprechend erst einmal etwas irritiert sein. Wer dagegen gerne und oft Krimis hört, wird mit diesem Namen eher knisternde Spannung und klasse vorgetragene Unterhaltung denken.

Freunden spannender Thriller kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen. Preston und Child gehören zu den Autoren, die man unbedingt gelesen haben sollte ...

SaschaSalamander 07.07.2008, 10.17| (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Tip, Thriller, Öko, Serie, Horror,

Superblog 2008

Auch dieses Jahr heißt es wieder den Superblog 2008 bei Hitflip zu wählen. Und ich freue mich ganz besonders, wieder dabeisein zu dürfen.

Vom 04. bis zum 10. Juli darf nominiert werden, was das Zeug hält, und vom 11. bis 17. wird fleißig abgestimmt.


SaschaSalamander 06.07.2008, 15.07| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Blog

Statistik KW 25 bis 27

Gelesen
Van Dusen 08 (M. Koser)
John Sinclair 44 (J. Dark)
Hexenmacher (A. Wiesler)
Bis(s) zur Mittagsstunde (S. Meyer)
Spiel nach meinen Regeln (M. Belle)
Offenbarung 23 - 21 - 23 (I. Gaspard)
Das Gedächtnis des Körpers (J. Bauer)
Jonas, der letzte Detektiv 28 - 31 (M. Koser)


Gekauft
Der weiße Neger Wumbaba (A. Hacke)

Geschenk
/

Buchticket
The Night Listener

Vorgemerkt
/

Filme
Stranger than Fiction

SaschaSalamander 06.07.2008, 10.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Hohlkörper

Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstoßen und es klingt hohl,
ist das allemal im Buch?
(C.G. Lichtenberg)

SaschaSalamander 05.07.2008, 21.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Zitate

Woher wisst Ihr

Das Thema "Serien" hatte ich ja schon einige Male angesprochen. Frust und Lust, Freud und Leid. Mittendrin etwas lesen und feststellen, dass es davor wohl noch etwas gibt. In der Bücherei Teil eins und zwei reservieren und dann so lange auf den ersten Teil warten müssen, bis der zweite schon wieder abgegeben werden muss. Und endlich die Fortsetzung der inzwischen liebgewonnenen Charaktere ...

Woher holt Ihr Euch die Information, in welcher Reihenfolge die Bücher zu lesen sind?

Wikipedia?
Die Homepage des Autoren?
Google oder andere Suchmaschinen?
>Krimi-Couch<, >Histo-Couch< und ähnliche Sites?
Beim Buchhändler Eures Vertrauens?

SaschaSalamander 05.07.2008, 17.17| (4/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Umfrage

Unsichtbare Spuren

Eine junge Frau trampt und erhält von ihrem Fahrer Geld für ein paar "Gefälligkeiten". Dann setzt er sie wie geplant ab, und sie hält den nächsten Wagen. Leider hat sie Pech, und der Fahrer ist nicht wirklich so gutherzig und spendabel wie sein Vorgänger. Doch die Polizei glaubt dem armen Pechvogel natürlich nicht, schließlich wurden SEINE Spermaspuren in der Leiche gefunden, und auch sonst deutet alles auf ihn hin. Er landet hinter Gittern, wird verurteilt und begeht Selbstmord. Der Polizist, welcher diesen Fall bearbeitete, steigt aus dem aktiven Dienst aus, zu schwer trägt er an seiner Schuld. Doch einige Jahre später findet sich an genau derselben Stelle erneut eine Leiche, und er wird aufmerksam. Er beginnt zu recherchieren und stößt auf weitere Morde, welche die Handschrift des selben Täters tragen. Ein Serienkiller ungeahnten Ausmaßes!

Endlich mal ein Andreas Franz in meinen Händen, der nicht zu irgendeiner Serie gehört. Nicht, dass ich was gegen Peter Brandt oder Julia Durant hätte, aber es nervt mich einfach, unwillentlich Band 3 vor Band 1 zu lesen, und ich habe keine Lust, mich ständig zu erkundigen, in welcher Reihenfolge die Sachen nun geschrieben wurden, und welcher Roman zu welchem Kommissar gehört ... "Unsichtbare Spuren" spielt nicht in Frankfurt, sondern mal im Hohen Norden, also auch hier Abwechslung. Außerdem einmal endlich keine Ausflüge in die High Society, keine Abgründe der Menschheit hinter gediegenen Lehrer- oder Pfarrer- oder sonstigen Honorentüren. Klar gibt es auch hier Abgründe, aber sie spielen nicht in einer sosehr biederen Gemeinschaft. Dieses Buch scheint mir ein wenig "normaler" als die anderen, die Hauptfiguren sind uns Lesern eher bekannt als die Oberen Zehntausend, wo seine Romane sonst angesiedelt sind, eben normale Mittelschicht ...

Die Handlung ist ziemlich gut aufgebaut, es steigert sich recht bald, man erfährt recht früh vom Täter und bleibt doch bis zum letzten Moment gefesselt. Ich möchte es nicht weiter ausführen, es ist ein Roman wie viele andere von Andreas Franz und seinen amerikanischen, kanadischen, schwedischen, britischen etc Kollegen. Ein Krimi,der zwar nicht aus der Masse hervorsticht, den man an sich und insgesamt aber doch jedem Freund spannender Unterhaltung empfehlen kann.

SaschaSalamander 05.07.2008, 10.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Krimi, Deutsch,

Einer von vielen

wiesler_hagen01_150_1.jpgFantasy gibt es derzeit ja en masse. Man wird regelrecht damit überschwemmt. Und auch Vampire, Werwölfe haben derzeit Hochkonjunktur. Dazu noch ein wenig Historie, der Klerus darf auch nicht fehlen, fertig ist ein Roman wie viele unzählige andere. Trotzdem muss ich gestehen, dass ich mal wieder nicht daran vorbeikam in der Bib *hüstel*.

"Hexenmacher" ist der erste von drei Teilen der Chroniken des Hagen von Stein. André Wiesler, den Autor, kenne ich als Leser und ehemaliger Spieler von Shadowrun und DSA, gefiel mir bisher immer recht gut. Konnte also kaum falsch sein. Und gefällt mir bisher auch sehr klasse.

Ein Roman von vielen. Aber er vertreibt mir im Moment großartig die Zeit. Bald werde ich ihn näher vorstellen ...

SaschaSalamander 04.07.2008, 17.11| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles | Tags: Deutsch, Serie, Historisch, Fantasy, Vampire,

Alleine das Vorwort

rhue_asphalt_150_1.jpgBald gehen die Ferien los, meine Schülerin hat Nachhilfe auch während dieser Zeit, und jetzt die letzten Wochen ist in der Schule kein neuer Stoff. Da möchte ich es also etwas lockerer angehen mit einer für sie spannenden Lektüre. In der Bib griff ich ein paar Bücher, die ihr gefallen könnten. Fantasy, Abenteuer, das ist nicht so ihr Ding. Dafür mag sie sehr die authentischen Geschichten von was auch immer. Authentische Erzählungen oder zumindest Geschichten, die wahr sein könnten, um Jugendliche und deren Probleme im Alltag oder in besonderen Lebenslagen.

Ich habe knapp acht oder neun Bücher geschnappt, die ich heute mit ihr mal durchging. Klappentexte studiert, Schreibstile verglichen, Inhalt überflogen. Und von allen Büchern gab es eines, das ganz klar aus der Masse hervorstach. Da ich weiß, wie "wählerisch" die Schülerin ist, achtete ich nur auf den Inhalt, auf nichts weiter. Aber was auch zählt, sind natürlich die Verständlichkeit der Sprache, und vor allem auch, ob das Buch bewegt und zum Weiterlesen anregt. Erst, als wir uns eindeutig entschieden hatten, fiel mein Blick auf den Autor. Morton Rhue. Hätte ich das vorher gesehen, hätte ich alle anderen Bücher zu Hause lassen können! Morton Ruhe, Autor von "die Welle", "Boot Camp" und "Ich knall Euch alle ab". Seine Bücher bewegen Jugendliche überall auf der Welt. Und gibt es eigentlich einen Erwachsenen, der "die Welle" noch nicht gelesen hat und davon begeistert, aber auch erschüttert war?

Um in die Sprache reinzukommen, lasen wir die ersten Seiten, und wir waren bereits eifrigst am Diskutieren. Auch ich war begeistert und gefesselt. Und das alleine vom Vorwort! Außerdem bin ich mächtig stolz auf "meine Kleine". Letztes Jahr lasen wir ein Buch Deutsch-Englisch mit einfacher Sprache extra für Schüler zum Lernen, später hörten wir einen Deutsch-Englischen Jugendroman (Hören ist schwerer als Lesen), und jetzt lesen wir gemeinsam ein komplett englisches Buch eines amerikanischen Autoren, geschrieben für Muttersprachler.

"Asphalt Tribe" beschreibt das Leben einiger Kinder auf der Straße. Ich weiß selbst noch nichts Genaueres, aber das wird sich bald ändern. Wie gesagt, bisher nur das Vorwort. Es handelte in flüssigem Stil davon, weshalb Jugendliche von zu Hause ausreißen oder wieso sie von ihren Eltern hinausgeworfen werden. Wie sie sich auf der Straße durchkämpfen mit Prostitution und Drogen, dem allgegenwärtigen Risiko von HIV und ohne Hoffnung auf eine Zukunft. Vier Seiten, nur ein einfaches Vorwort, aber mein Mädel war erschüttert, und auch mir wurde dieses Thema, das ich in der Schule wie auch während meines Studiums immer wieder gehört hatte, wieder sehr deutlich nahegebracht. Wie gut mag dann erst das Buch sein ...

Bald werde ich Euch mehr darüber erzählen ... oder vielleicht habt Ihr es schon gelesen und möchtet mir darüber berichten? ;-)

SaschaSalamander 03.07.2008, 18.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles | Tags: Jugend, Tip, Drama,

Mehr Stunden bitte

So, nun werde ich mich mal wieder ein wenig bemühen. War die letzten Tage wieder etwas aktiver im Lesen und Hören. Derzeit bin ich mit einigen Fortsetzungen verschiedener Hörbücher beschäftigt. Und der erotische Roman, den ich gerade lese, lässt mich einige Male ziemlich laut lachen. Und dann wäre da noch das Russischbuch, in das ich nun häufiger mal einen Blick werfen sollte. Puh, ich wünschte, mein Tag hätte ein paar zusätzliche Stunden zum Lesen und Schreiben ...

SaschaSalamander 16.06.2008, 17.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Pulp

Club Noir

jones_clubnoir_150_1.jpgJesse muss für einige Wochen nach Brüssel, um dort die Ausstellung eines aufstrebenden jungen Künstlers zu leiten. Sie ist wenig begeistert von diesem Auftrag, und an ihrem ersten Abend schlendert sie vom Hotel in die Stadt und verliert sich im Club Noir. Seltsame Gäste treiben sich dort herum, und noch ungewöhnlichere Dinge sieht sie, als sich der männliche, starke Louis an sie wendet und auf sein Zimmer nimmt. Sie vermag sich nicht gegen ihn zu wehren, doch da kommt ihr bereits Andrew zur Hilfe und begleitet sie nach Hause. Und ins Zimmer. Und verschwindet wieder vor dem nächsten Morgen. Doch Jesse kann ihn nicht vergessen, und bald trifft sie ihn wieder. Immer mehr verliebt sie sich ihn ihn. Ohne jedoch zu ahnen, was der Leser eigentlich vom ersten Moment an weiß: der Club Noir ist ein Vampirclub, Louis ein mächtiger Vampir und Andrew der mächtigste und älteste und somit Leiter des Clubs. Auch er hat sich in Jesse verliebt, doch wie sollen ein Mensch und ein Vampir gegen all diese Widerstände zusammenfinden?

Och joh, der Roman hat mir sehr gut gefallen. Er ist aufgrund der nur wenigen Seiten sehr schnell gelesen und unterhält in dieser Zeit wirklich bestens. Erotik hat er einiges zu bieten, Vampirfans werden auch bedient. Ich gebe zu, dass ich jetzt einiges bekritteln könnte, etwa ... ach, who cares ... es soll unterhalten, ein wenig anregen und Spaß machen. Und das tut es, ganz sicher, auf der Liste meines Lieblingsgenres Vampire auf jeden Fall ein weiteres prima Buch :-)

SaschaSalamander 16.06.2008, 14.29| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Vampire, Erotik,



 






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