SaschaSalamander
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Statistik KW 29

GELESEN / GEHÖRT
2 - Blaue Augen bleiben blau (B Buschbaum)
2 - House of Secrets (C Columbus, N Vizzini)
2 - Frauen und andere Raubtiere (P Califia)
3 - Als ich mich nackt auf die Haarbürste setzte (R E Dreben)


GESEHEN
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NEUZUGÄNGE
Fun Food - kreative Ideen aus der Küche
Die Rache (J Katzenbach)
Wintergeister (K Mosse)
Das verlorene Labyrinth (K Mosse)
Dracula (B Stoker)
Das Dschungelbuch (R Kipling)
Das Lied von Eis und Feuer (G R R Martin)
Sternenwanderer (N Gaiman)


ANMERKUNGEN:
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3 - abgebrochen

SaschaSalamander 21.07.2013, 21.01| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

CJ7

cj7_1.jpgDickies Mutter ist gestorben, er lebt mit seinem Vater in ärmlichsten Verhältnissen, den meisten Teil des Lebensunterhaltes ergattert der Vater auf der Müllkippe, so etwa Kleidung. Er ist Wanderarbeiter und hat hohe Schulden bei seinem Arbeitgeber, der ihm bereits die Beerdigung der Frau, die Krankenbehandlungen und andere Dinge vorstreckte. Auch ermöglicht der Vater dem Sohn eine Eliteschule statt einer normalen Schule, denn sein Sohn soll es besser haben als er. Da ist die Schulbildung wichtiger als Spielzeug oder teures Essen, auch ein vergammelter Apfel ist noch genießbar, wenn man den braunen Teil wegschneidet. Doch Dickie wird in der Schule gehänselt wegen seiner billigen Schuhe. Er hat kein Spielzeug und hat nicht einmal ein richtiges Pausenbrot. Aber dafür hilft er anderen, wenn diese in Not sind und liebt seinen Vater über alles. Trotzdem gibt es oft Spannungen zwischen den beiden, der Sohn will mehr und der Vater ist überfordert.

Eines Tages findet der Vater auf der Müllhalde einen seltsamen Ball und bringt ihm seinen Sohn nach Hause. Dieser Ball entpuppt sich als eine Art "Ei", in welchem ein außerirdisches Wesen ist, eine Art Hund. Dickie freut sich, hat er nun endlich einen Spielkameraden, der noch dazu über besondere Kräfte zu verfügen scheint! Vielleicht wird er ja endlich in der Schule angesehen?

Zuerst einmal verstehe ich nicht, warum man den Jungen "Dickie" nennt? Wenn ich für eine Rezension nicht weiß, wie ich einen Namen schreiben soll, sehe ich auf dem Cover nach, man spricht den Namen "Tschiaon-Dii", klar kann man das in unseren Buchstaben nicht korrekt wiedergeben, aber warum schreibt man dann statt dessen Dickie?

Aber gut, es soll ja um den Film gehen, nicht um den Namen. Und der Film war wirklich toll! Lustig, traurig, tragisch. Ein ungewöhnlicher Humor, stellenweise sehr strange. Wer Asiafilme mag und kennt, wird es ein wenig leichter haben und einzelne Szenen etwas anders interpretieren können. Aber auch ohne Asia-Kenner zu sein, wird man die gleichen Momente witzig finden und sich herrlich amüsieren.

Es ist ein Film für Kinder und Erwachsene gleichermaßen, auch wenn natürlich jeder andere Inhalte für sich herausziehen wird. Ich finde es sehr schön gemacht, wie man sich mit jedem einzelnen der Charaktere sehr gut identifizieren kann. Sowohl mit dem kleinen Dickie, der einfach nur die Anerkennung seiner Mitschüler möchte und nicht versteht, warum sein Vater ihm nicht wenigstens den Spielzeughund kauft, der gerade so angesagt ist, als auch mit dem Vater, der auf Arbeit alles tut, sich sogar demütigen und beschimpfen lässt, nur um seinen Job zu behalten und wenigstens ein bisschen Geld zu verdienen, um seinem Sohn wenigstens die Schule zu ermöglichen. Stellenweise zerreißt es einem beim Zusehen fast das Herz, und es gibt sehr viele traurige Momente.

Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz. CJ7, wie der kleine Außerirdische genannt wird, ist wirklich klasse animiert. Biegsam, quetschbar, frech, einfach genial, er hat ein bisschen was von Flubber, nur weitaus niedlicher. Eine Stimme wie der Mix aus Gremlins und R2-D2, man kann gar nicht anders als den Kleinen zu mögen. Auch die Art und Weise seiner Fähigkeiten wird dem erwachsenen Zuschauer bald klar, wobei ich mit dem Ende dieser Art dann doch nicht gerechnet hatte.

Ich bin sicher, CJ7 liefe als Merchandise hervorragend, die Kids würden sich um dieses kleine Stofftier reißen! Wer hat als Kind nicht von einem kleinen Helfer geträumt, mit dem man bessere Noten schreibt, nicht mehr verprügelt wird und endlich Freunde findet? Dieser Film ist ein kleiner wahrgewordener Kindertraum, und es ist schade, dass er hier bei uns kaum bekannt ist, Asia-Kino läuft bei uns eben nicht so gut. Zu Unrecht, denn es gibt großartige Filme dort!

Der Hauptdarsteller und Regisseur ist Stephen Chow, er hat die bei uns etwas bekannteren Filme SHAOLIN SOCCERS und KUNG FU HUSTLE gedreht, letzterer einer meiner Favoriten dieser Genres. Chow hat auch einen ganze eigenen Humor, genannt >"Mo lei tau"<, daher fällt es mir eher schwer, CJ7 zu beschreiben, wenn jemand diesen Stil nicht kennt. Wie gesagt, ein Asiafan kennt es, ein Neuling wird verwundert sein (wie heißt es bei Mo lei tau: "was soll das?!?") aber trotzdem seinen Spaß haben.

Auf jeden Fall ist CJ7 ein Film, den ich absolut empfehle. Ohne Einschränkung. Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen. Actionfans, Dramafans, Sci-Fi-Freunden. Leuten, die Filme mit tiefer Message wollen genauso wie Leuten, die einfach nur stumpf abschalten wollen. Einer meiner filmischen Favoriten der letzten Monate!

SaschaSalamander 19.07.2013, 08.46| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Film | Tags: Humor, Drama, Schräg,

Yasmine

Manchmal bekomme ich nach dem Gewinnspiel weitere Boxen geschickt, was mich sehr freut. Diesmal möchte ich Euch ein Bild von Yasmine zeigen :)



Es gibt Reste vom Mittagessen. Für viele hat "Resteessen" ja einen negativen Beigeschmack, aber wer gerne mit Bentoboxen bastelt, sieht das ganz anders! Bento ist ideal, um übriggebliebenes Essen neu zu verarbeiten und es noch mal so richtig appettitlich herzurichten. Spart Arbeit und ist köstlich!

Hier sieht man ein Rührei geröstete Maultaschen mit Knusper-Schinkenstreifen und selbstgemachten Wedges. Darunter (was man nicht so recht sieht) Spiegelei in Paprikarahm. Dazu Geflügelwiener, Tomate-Mozarella-Salat und Zuckermelonenwürfel. Außerdem Apfel, Honig-Joghurt und ein Sesamknabberriegel.

Balsamico ist in dem kleinen Fläschchen. Da Fläschchen immer heiß begehrt sind, musste ich fragen, woher das stammt. Die Antwort: Calendula-Öl von Weleda, gibt es in jeder Drogerie bei den 50 Cent Artikeln. Klasse Idee! Schön ausgespült haben diese Fläschchen genau die richtige Größe! :-)

SaschaSalamander 18.07.2013, 08.48| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Bento-Gäste

Mit einem Bein im Knast

schmieder_knast_1.jpgWir alle sind Verbrecher. Wir fahren zu schnell, wir stehlen Handtücher aus Hotels, wir betrügen bei der Steuererklärung, wir saugen Filme aus dem Internet. Doch zugeben würden wir es nie. Dabei beläuft sich der volkswirtschaftliche Schaden solcher Untaten auf mehr als eine Billion Euro pro Jahr. Wie wäre es, wenn man ein Jahr lang jeden Tag 24 Stunden von einem Polizisten begleitet würde? Jürgen Schmieder hat es gewagt. Er versucht, ein Jahr lang gesetzeskonform zu leben, im Einklang mit unseren mehr als 100 000 Gesetzen und Verordnungen. Ein schwieriges Unterfangen, wo ihn doch schon deren Lektüre schier in den Wahnsinn treibt. Er sieht sich gezwungen, seine Frau anzuzeigen, verfolgt einen russischen Milliardär, bekommt sogar eine Todesdrohung … Am Ende steht die Erkenntnis, dass es viel zu viele Gesetze gibt, aber kaum jemand dafür sorgt, dass die wirklich wichtigen eingehalten werden.

MIT EINEM BEIN IM KNAST ist ein typisches Beispiel dafür, dass es eigentlich zu wenige Genres in der gesamten Einteilung der Literatur gibt. Die Bestsellerlisten entscheiden i.d.R. nach Romanen und Sachbüchern. Titel wie dieser landen also zwangsläufig unter Sachbüchern. Ich nenne sie allerdings gerne "Plauderbücher" (hab mal den besseren Begriff "narrative Sachbücher" gelesen): wenn ein Journalist sich zu einem Thema schlau macht, einen Selbstversucht wagt und dann ein Sachbuch darüber verfasst, wieviele Gesetze es gibt, wie man glücklich wird, was es mit Nerds auf sich hat, wie man eine gute Beziehung führt, usw. Oder wenn ein hart arbeitender Arzt / Tätowierer / Telefon-Polizist / Undercvover-Polizist / Betsatter / Putzfrau / Gerichtsmediziner / Lehrer / Knastarzt / Mordermittler /  Bundespräsidentenfrau von seinem ereignisreichen Arbeitsleben erzählt.

Alles, was diesen Büchern gemeinsam ist, trifft auch auf MIT EINEM BEIN IM KNAST ZU: es fließen sehr viele persönliche Erfahrungen ein, die Selbstdarstellung der eigenen Persönlichkeit und Meinung steht dem eigentlichen Thema noch voran. Es bietet zwar dem Laien Informationen zum Thema, jedoch keinesfalls sachdienlich und didaktisch. Aber das erwartet der Leser auch nicht. Der Leser will unterhalten werden und mehr erfahren über die schrägen Klienten, schrecklichen Schüler, harten Tattoo-Boys, das Chaos unter deutschen Betten und die Frage, wie man Glück und Erfolg erringen kann. Oder eben, welche schrägen Gesetze es gibt.

Ich habe das Buch gerne gelesen und mich gut dabei unterhalten. Es hat ein paar nette Trivia geboten und mich einige Male laut auflachen lassen. Der Autor schildert einige Gesetze, von denen ich noch nie gehört hatte und die mich schmunzeln ließen. Ja, Deutschland verwaltet sich eines Tages zu Tode, das wird hier wieder sehr deutlich.

Schade allerdings fand ich, dass der Autor maßlos übertreibt und Dinge derart überspitzt, dass man meint, er legt es regelrecht darauf an, alles ins Lächerliche zu ziehen. Es schwingt zuviel Satire mit. Und oft fragte ich mich, ob er die genannten Dinge tatsächlich getan hat (falls ja verstehe ich, wenn ihm ein Großteil der Freunde die Freundschaft gekündigt hat). Es scheint für ihn nur Schwarz-Weiß zu geben. Kein Gesetz wird aktiv, wenn ich zu Hause mit Freunden um Pfennigbeträge Poker spiele, selbst wenn Glücksspiel an sich verboten sein mag. Man kann es auch übertreiben. Und wenn man es übertreibt, kann man aus JEDEM Thema ein Buch machen ...

Ich hätte mir also gewünscht, dass das Thema etwas ernsthafter behandelt würde. Es gibt sehr viele Stolperfallen und auch Verlockungen im Alltag, die selbst gesetzestreue Bürger schnell ins Wanken bringen. Diese benennt er auch, räumt ihnen jedoch nicht mehr Gewicht ein als anderen, eher banalen Themen. Die Möglichkeiten, die das Thema "Kriminalität im Alltag" bietet, hat er nicht ausgereizt sondern fast alle verspielt.

Durch all die vielen Nebensächlichkeiten wirkt das Buch an einigen Stellen aufgebläht und unnötig, und ich habe nach einiger Zeit viele Passagen nur noch übersprungen. Um etwa die Hälfte gekürzt, hätte es dagegen ein recht amüsantes und zwar nicht lehrreiches aber dennoch informatives Buch über das deutsche Gesetz und seine Umsetzung im Alltag sein können. So jedoch ist es ein reines Plauderbuch, das vor lauter Selbstdarstellung leider immer wieder das Ziel vor Augen verliert und die Inszenierung der Sachlichkeit vorzieht.

Trotzdem, ich habe es gerne gelesen.Denn wenn auch nicht bereichert, hat es mich immerhin unterhalten ;-)

SaschaSalamander 17.07.2013, 08.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Deutsch, Fachbuch,

Porterville 09 - 14 Sekunden

porterville09_1.jpgFolge 9 der Reihe Porterville lautet 14 SEKUNDEN und stammt wieder von >Simon X Rost<. Der Leser folgt diesmal Hank Parker, in der Reihe DARKSIDE PARK eigentlich noch ein Antagonist und Unsympath. Doch inzwischen geht Hank eigene Wege, und die sind abseits des IFIS und IFG zu finden. Er pflegt seine alten Kontakte und ermittelt unter der Oberfläche. Eines Tages wird eine seltsame Spukgeschichte an ihn herangetragen. Hirngespinste einer suizidgefährdeten Frau, oder steckt tatsächlich mehr dahinter?

Es beginnt sehr gemütlich, trotz der Kürze des Textes nimmt der Autor sich Zeit und lässt sich nicht hetzen. Das ist geschickt, baut er auf diese Weise doch eine angespannte Atmosphäre auf. Als die Handlung dann so richtig in Fahrt ist, präsentiert sich dem Leser Oldschool-Grusel vom Feinsten: Gänsehaut und wohliger Schauer.

Auf den ersten Blick bricht diese Folge ein wenig aus der Reihe aus, stilistisch wie auch inhaltlich, da das Gewicht mehr auf dem Grusel zu liegen scheint als auf den Verschwörungen rund um die Stadt. Das ist jedoch angenehm, da sich dadurch Abwechslung bietet. Außerdem, im Gesamtbild betrachtet, fügt sich 14 SEKUNDEN sehr gut zu den anderen Titeln, da Bezüge zu sehr vielen vorherigen Episoden gezogen werden. Was ich äußerst gelungen finde, ist der indirekte Bezug auf die Folge >TRÄUME DER TERMITEN<. Denn dort wird ein Phänomen angeschnitten, dem bisher noch keine weitere Erwähnung folgte und das hier endlich wieder aufgenommen wird. Doch dann, vergleichbar einem Krimi: "und der Mörder ist - zack, aus, Ende". Zum Haareraufen! Aber das wissen wir ja und nehmen es dennoch jede Folge erneut auf uns ...

Passend zur Serie wurde kein Noir-Stil eingebaut. Aber irgendwie hätte es hier diesmal sehr gut gepasst. Ein wenig erinnert mich 14 SEKUNDEN an mein Lieblingshörspiel JONAS DER LETZTE DETEKTIV. Der letzte seiner Art, unabhängig und fernab des Systems, ermittelt der letzte Detektiv im Untergrund. Ja, das Setting hat was. Diesmal wünschte ich mir sogar, es gäbe ein Spin-Off rund um Hank Parker, ich wäre begeistert! Somit - wieder einmal - die bisherige Lieblingsfolge rund um PORTERVILLE ;-)

SaschaSalamander 15.07.2013, 08.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Deutsch, Reihe, Tip, Dark, Verschwörung,

Statistik KW 28

GELESEN / GEHÖRT
1 - Porterville 09 - 14 Sekunden (S X Rost)
1 - Die Akte Kachelmann (T Knellwolf)
2 - Blaue Augen bleiben blau (B Buschbaum)
2 - Essen als Ersatz (G Roth)
2 - Still (S Cain)


GESEHEN
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NEUZUGÄNGE
Eiskaltes Herz (U Rylance)
Sag beim Abschied leise Blödmann (U Herwig)
Bury my heart at wounded knee (D Brown)


ANMERKUNGEN:
1 - komplett
2 - teilweise
3 - abgebrochen

SaschaSalamander 14.07.2013, 21.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Amadeus 06 - Teutobochus

amadeus06_teutobochus_1.jpgKlappentext:
Es war der April des Jahres 1782. Während der zurückliegenden Wochen war meine seelische Verfassung von der Tatenlosigkeit, zu der ich verdammt war, zermürbt worden. Ich befand mich in einem Zustand der Verwahrlosung, als sich endlich eine neue Spur auftat. Wir hatten die Bärbel Glatzeder, das ehemalige Hausmädchen der Marschalls, aufgespürt. Würde sie uns sagen können, wohin die verschwundene Franziska verschleppt worden war? Doch sie lag schwerkrank darnieder, und ich hatte schon alle Hoffnung fahren lassen, als mich eine seltsame Vision ereilte: Ich sah Franziskas Entführung vor meinen eigenen Augen - ganz so, als ob ich leibhaftig dabei gewesen wäre. Ich sah die finsteren Mönche mit ihren scharfen Sicheln, und ich sah ein merkwürdiges Symbol auf ihren Unterarmen... Was wollte es mir sagen? Ich kam nicht dahinter, bis mein Freund Amadeus eine entscheidende Entdeckung machte...

Die aktuelle Folge ist dieses Mal insofern anders, als alle bisherigen Teile in sich geschlossen waren. Zwar gab es vereinzelt Bezüge zu vorherigen CDs, etwa wenn Figuren aus alten Geschichten auftauchten, doch man hätte jede für sich einzeln hören können. Dieses Mal ist es nicht mehr möglich, ohne Vorkenntnis der Folgen 1-5 die Handlung zu erfassen und mitten in der Serie einzusteigen. Das ist etwas, das mir sehr gefällt und bisher als einziges etwas fehlte, nämlich ein roter Faden, der sich durch die Serie zieht. Das ist nun in der Serie inzwischen eindeutig gegeben:

Der Hörer erfährt mehr über Mozarts Gabe, die Melodien und Instrumente der Menschen zu hören, alte Charaktere tauchen wieder auf, die Handlung um die verschwundene Franziska wird fortgeführt, die Ereignisse rund um SCHOFAR werden angeschnitten, die Mönche treten wieder aufs Spielfeld. Es ist spannend zu verfolgen, wie die Fäden hier nun zusammenlaufen, und TEUTOBOCHUS zeigt sich sehr vielversprechend im Hinblick auf kommende Folgen. Besonders das Thema Wissenschaft vs Religion, Welt vs Kirche wird immer drängender, falls es nicht sogar letzendlich das Zentrale Thema werden könnte.

Die Zeit während des Hörens raste nur so dahin. Die Mischung aus Humor, Spannung, Mystery, Verbrechen und Dramatik ist perfekt ausgewogen, es gibt keine Längen, und ich konnte es gar nicht fassen, dass die CD nun schon beendet war. Mein Lieblingssatz dieser Folge: "Galanterie, das klingt wie ein Siechtum in den Eingeweiden" ;-)

Ein wenig enttäuscht, da ich gerne mehr gehört hätte, schließlich wurde der titelgebende Teutobochus ja nicht abgeschlossen, doch umso mehr Vorfreude auf die nächste Folge. Ich kann mir vorstellen, dass je weiter AMADEUS sich entwickelt, desto mehr es zu einer Serie werden könnte, bei der man am besten noch einmal kurz einen Blick auf die vorherigen Episoden werfen sollte, falls man nicht irgendwann den Überblick verlieren möchte. Aber das bleibt abzuwarten, ich lasse mich überraschen.

Die Musik passt wieder wunderbar, AMADEUS ist von allen Hörplanet-Reihen diejenige, deren Musik mir am besten gefällt. Inzwischen ist auch eingetreten, was ich schon in der ersten Folge vermutet habe: kannte man als Laie in der ersten Folge noch die meisten Stücke, wurde es immer schwieriger. Inzwischen muss ich zugeben, dass die Werke ab dieser Folge mir nun nicht mehr vertraut sind (sofern welche davon genutzt wurden, was ich mangels Erkennen ja nicht klar sagen kann). Sie gefallen jedoch sehr gut, und die Umsetzung ist stimmig, je nach Situation von fröhlich hin zu dramatisch und gar düster. Schön fände ich, wenn im Booklet ein Verzeichnis der verwendeten Stücke aufgelistet wäre, sodass man sich selbst noch ein wenig schlau machen, die Stücke im Original hören und vergleichen kann.

Auch in Sachen Sprecher kann ich eigentlich nur wiederholen, was ich bisher schon sagte: sie passen sehr gut zusammen und tragen dazu bei, der Folge wieder die Art von Professionalität zu verleihen, die man bei heutigen Hörspielen erwartet und die beim Hörplanet inzwischen die Regel ist.

Insgesamt muss ich sagen, dass es diesmal schwer ist, auf Handlung, Inhalt oder Besonderheiten einzugehen, da TEUTOBOCHUS weniger eine eigenständige Folge ist und nicht für sich gesondert beurteilt werden kann. Die Bedeutung dieser Folge wird sich wohl erst im Laufe der fortschreitenden Handlung zeigen. Qualität ist mir wichtiger als Quantität, trotzdem würde ich am liebsten rufen "macht schneller, ich will sofort mehr!" ... aber vernünftigerweise übe ich mich in Geduld und überbrücke die Zeit zur nächsten Folge mit ein paar Folgen meiner anderen Lieblingshörspiele ;-)

SaschaSalamander 08.07.2013, 08.24| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörspiel | Tags: Reihe, Krimi, Fantasy, Tip, Deutsch,



 






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