SaschaSalamander
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Umpah-Pah

Kennt Ihr Umpah-Pah? Wenn ja: suuuuper, ich freue mich! Denn leider kennen nur sehr wenige Leser meinen Lieblingsindianer aus der Feder von Goscinny und Uderzo, quasi den großen Bruder von Asterix. Als Winzling las ich ihn einmal in einem Fix und Foxi Heft beim Friseur, etwas später als Jugendliche in meiner damaligen Lieblingszeitschrift Yps. Umso mehr freute ich mich vor einigen Wochen, endlich alle Heft als Sammelband in der Bücherei zu sehen.

Wie gesagt: Umpah-Pah entstand vom gleichen Zeichnerteam noch vor Asterix, nämlich 1951. Erst in kleinen Strips rund um Indianer in der neuen technisierten Welt, später als ganze Hefte von umfassenden 30 Seiten je Abenteuer mit gesamten Abenteuern im neuentdeckten Amerika sowie der alten Welt. Die Serie wurde allerdings eingestellt, nachdem Asterix bei einer Leserumfrage als beliebteste Serie entpuppte und die wackere Rothaut nur wenige Fans hatte. Ich bedauere es sehr, denn mir gefallen diese Abenteuer fast noch ein wenig besser. Vielleicht ist es auch nur Nostalgie, ich weiß es nicht. Aber eine Fortsetzung hätte der tapfere Held auf jeden Fall verdient ...

Umpah-Pah ist ein Indianer vom Stamm der Wascha-Wascha. Er ist mutig, aufrecht, stark, ein großer Könner im Bogenschießen. Er mag Pemmikan und hat den Puma als Totemtier. Er rettet den Franzosen Hubert von Täne vor dem Marterpfahl der feindlichen Plattfußindianer, und bald wird aus dem Snob "Bruder Doppelskalp" (wegen seiner Perücke), mit dem Umpah-Pah spannende Abenteuer erlebt: die Rotfußindianer greifen an, ein Krieg wird erklärt, und die Franzosen mischen natürlich mit. Insgesamt fünf Bände gibt es, in denen die beiden ungleichen Brüder ihren Mut beweisen müssen ...

Der Humor ist teilweise ein wenig simpler gestrickt. Bei Asterix sind es viele Wortspiele und Anspielungen, für die man manchmal ein wenig Hintergrundwissen braucht. Bei Umpah-Pah sind die Witze recht direkt, aber nicht minder intelligent. Es ist einfach herrlich, wie gekonnt Uderzo und Goscinny die Neuzeit auf den Arm nehmen, ihre Philosophie um Krieg, Freundschaft und die wirklich wichtigen Dinge im Leben verbreiten. Das Leben wäre wirklich einfach, wenn man es mit dem gelassenen Blick Umpah-Pahs betrachten könnte ;-)

Ich finde es schön, wie alle so richtig nett auf die Schippe genommen werden. Die Preußen mit ihrer Korrektheit, ihrer frechen Schnauze. Die Franzosen mit ihrer Etikette, ihrer Noblesse. Die Indianer mit ihren Riten und Bräuchen. Nichts davon ist bösartig, alles ist nett karikiert. Es ist köstlich zu lesen, wie einfach Kriege doch entstehen und gelöst werden, und wie einfach die komplexen Zusammenhänge im Prinzip doch sind. Auch die Running Gags um Pemmikan, Umpah-Pahs Totem, die Vergleiche mit Tieren, die alte Indianertaktik und viele mehr sind einfach witzig.

Es fällt mir schwer, eine Rezension hierüber zu schreiben, ebenso wie es mir schwerfiele, eine Rezi über Asterix oder Lucky Luke zu tippen. Das erstaunt mich, denn Mangas sind ja eigentlich nichts anderes als Comics, und bei Comics klappt das auch ... na, egal, muss ja nicht immer so lang sein, ich wollte Euch Umpah-Pah einfach nur kurz vorstellen. Und zum Schluss kann ich nur sagen:

Wer Asterix mag, wird auch seinen älteren Bruder Umpah-Pah lieben, denn die geistigen Väter Uderzo und Goscinny zeichneten ihn mit ebenso viel Humor und Liebe zum Detail wie die gallischen Nachfolger. Ein Sammelband, der für 25 Euro wirklich supergünstig ist und den jeder Freund frankobelgischer Comics gelesen haben sollte ...

SaschaSalamander 19.09.2007, 16.37| (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Tip, Humor, Comic,

Statistik KW 37

Gelesen
Vampira 1-8
Redrum 01-03 (K-Y Seong)
Die drei ??? 30 - 32 (A. Hitchcock)

Gekauft
Fletcher´s Visionen
Meat Loaf DVD "Bat out of hell"

Geschenk
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Buchticket
Der fünfte Elephant

Vorgemerkt
/

Filme
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SaschaSalamander 16.09.2007, 20.08| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Statistik KW 35 bis 36

Gelesen
W Juliet 01 (Emura)
Kalter Mond (G. Blunt)
Gott Gauss 01 (B. Cotting)
John Sinclair 30 - 40 (J. Dark)
Detektiv Conan 51 (G. Aoyama)

Gekauft
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Geschenk
/

Buchticket
großer Beutezug hier nicht genannter Titel
(möchte hier gerne jugendfrei bleiben *vg*)

Vorgemerkt
/

Filme
Evan Allmächtig
Das Haus am See

SaschaSalamander 13.09.2007, 12.19| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Statistik KW 34

Gelesen
Blutiges Eis (G. Blunt)
Summer Rain (N. Wormsbecher)
King of Hearts (Eilertson u Puchalla)
Das etruskische Ritual (Valerio, Manfredi)

Gekauft
/

Geschenk
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Buchticket
/

Vorgemerkt
Wolfsspur (K. Whitfield)
Ruf des Mondes (P. Briggs)

Filme
/

SaschaSalamander 30.08.2007, 12.55| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Statistik

Statistik KW 33

Gelesen
Bone (J. Smith)
Blutiges Eis (G. Blunt)
John Sinclair 24 - 27 (J. Dark)

Gekauft
Einige Schmöker und ein Fachbuch

Geschenk
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Buchticket
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Vorgemerkt
Lexikon des Unwissens
Langenscheidts Übelsetzungen
Die Simpsons - und die Philosophie
Subversion zur Prime-Time - die Simpsons
und die Mythen der Gesellschaft

Filme
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SaschaSalamander 19.08.2007, 19.04| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Bücher sind Bienen

Bücher sind Bienen,
die lebenszeugenden Blütenstaub
von einem Geist zum andern tragen
(J.R. Lowell)

SaschaSalamander 14.08.2007, 10.37| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Zitate

Alles nur Peanuts

Heute mal ein paar Fragen an die Comicleser unter uns ...
Ihr kennt ja bestimmt Snoopy ... aaaaber:

1) In wen ist Charlie Brown verliebt?
2) In welche beiden Rollen schlüpft Snoopy gerne?
3) Welchen Sport betreiben die Peanut-Freunde?
4) Wie bessert sich Lucy ihr Taschengeld auf?
5) Wie nennt sich das Kid auf dem Fahrradsitz?

Und für alle, Rätsel hin oder her: Wer ist Eure Lieblingsfigur? ;-)

SaschaSalamander 13.08.2007, 17.27| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rätsel

Mal sehen wie es weitergeht

morrell_creepers_150.jpgDerzeit höre ich "Creepers" von David Morrell. Nicht übel, schon recht spannend. Die ersten Tracks, in denen die Leute vorgestellt wurden, habe ich mich eher gelangweilt und manches nicht so ganz mitbekommen, aber direkt danach wurde es wirklich spannend. Zwar die ersten zwei CDs nur Besichtigung des Hotels, aber trotzdem schon packend, sodass ich es nur ungern abschaltete. Jetzt, wo noch die "Bösen" aufgetaucht sind, wird es so richtig packend. Allerdings habe ich die Befürchtung, dass es in ein Massenabschlachten ablaufen könnte, und falls das der Fall ist, hat mich das Buch enttäuscht ... na, mal abwarten ... und zumindest Stefan Kaminski wird es auf jeden Fall wert gewesen sein, denn er kann wirklich klasse vortragen ...

SaschaSalamander 13.08.2007, 13.11| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Statistik KW 32

Gelesen
Bone (J. Smith)
Creepers (D. Morrell)
Kalter Raum (Hörfabrik)
??? 27-28 (A. Hitchcock)
John Sinclair 20-23 (J. Sark)
Sgt Frog - Keroro Gunso (M. Yoshizaki)
Die Spinne in der Yuccapalme (R. W. Brednich)

Gekauft
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Geschenk
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Buchticket
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Vorgemerkt
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Filme
Lucas der Ameisenschreck

SaschaSalamander 12.08.2007, 12.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Statistik KW 31

Gelesen
Bone (J. Smith)
Yonen Buzz (C. Plaka)
Eisiges Herz (G. Blunt)
Gefrorene Seelen (G. Blunt)
Der Entenprinz (A. Morinaga)
Lisabeth und die knallharten Piraten (R. Hamilton)

Gekauft
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Geschenk
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Buchticket
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Vorgemerkt
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Filme
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SaschaSalamander 05.08.2007, 17.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Trotz großartigem Schreibstil kein Zugang

Nachdem ich von >"Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung"< so absolut begeistert war, las ich nun auch "die grauen Seelen" von Philippe Claudel. Vor allem sein Schreibstil war es ja, der mich so bewegte. Und von den grauen Seelen hatte ich schon direkt nach Erscheinen gehört und auf meinen virtuellen Sub gelegt. Endlich habe ich es mir einmal in der Bib reservieren lassen. Aber nun ... hm ... ich muss gestehen, dass ich kaum etwas damit anfangen kann. Inzwischen habe ich mich bis Seite 43 gekämpft. Ich finde einfach keinen Zugang. Der Schreibstil ist spitze, die Menschen sind hervorragend charakterisiert, die wenigen Worte verraten soviel über ihr Inneres, ihren Antrieb. Bin am Überlegen, ob ich abbreche und später noch einmal lese oder doch noch etwas lese und versuche. Wie gefiel Euch dieses Buch, falls Ihr es schon gelesen habt?

SaschaSalamander 03.08.2007, 20.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Und gleich der nächste Krimi

Weil mir der Krimi "Eisiges Herz" so gefiel, habe ich nun direkt einem weiteren von Giles Blunt angefangen: "Gefrorene Seelen". Hat recht schlechte Kritiken, das soll mich mal nicht kümmern. Ich mag den Schreibstil, und die Handlung ist recht spannend. Diesem Buch wird vorgeworfen, es sei recht grausam und blutig. Aber, ehrlich gesagt, ich empfinde es als harmloser als die anderen. Es wird nicht so detailliert beschrieben wie in den meisten anderen Krimis. Vielleicht ist der Unterschied der, dass es hier Kinder und Jugendliche trifft, was vielen vermutlich wesentlich näher geht ...

Na, ich bin mal gespannt, wie es weitergeht. Schätze, ich werde ihn heute oder morgen beenden ...

SaschaSalamander 31.07.2007, 09.17| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Aktuelles

Eisiges Herz

blunt_herz_150.jpgDie Titel von Giles Blunt klingen nach einem typischen nordischen Krimi a la Wallander, Edwarson oder anderen: "Eisiges Herz", "Gefrorene Seelen", "Kalter Mond" und "Blutiges Eis". Nicht wirklich einfallsreich, beim Heraussuchen eines weiteren Titels weiß ich nicht mehr, ob ich diesen schon gelesen habe oder nicht. Einfach mal wieder eine grauenvolle Übersetzung, denn die englischen Titel sind sehr aussagekräftig. Weil mich der Inhalt von "Eisiges Herz" dennoch ansprach, hörte ich mal rein. Und war sofort begeistert: ein Krimi genau nach Maß nur für mich ...

Giles Blunt ist übrigens kein Thriller aus England oder Amerika, wie meist üblich, und entgegen der deutschen Romantitel stammt er auch nicht aus nordischen Gefilden. Er stammt dagegen aus Kanada und lebt heute als freier Schriftsteller in Toronto.

Detective John Cardinal hat eine Frau und eine Tochter. Zumindest in den Bänden bis zu diesem. Denn hier stürzt seine Frau vom Dach eines hohen Gebäudes. Er wird als erster an den Unfallort gerufen, ein grausames Versehen eines in der Abteilung noch neuen Kollegen. Selbstmord, außer Frage, denn sie war manisch depressiv und schon viele Male zuvor in der Klinik. Es gibt einen Abschiedsbrief, und alles scheint normal. Ihr Mann dagegen ahnt, dass etwas daran nicht stimmt. Ja, sie war krank, aber nichts deutete auf einen Suizid, und manche Dinge kommen ihm ungereimt vor in diesem "Fall", den keiner der Polizisten als Fall sehen will. Er wird für einige Zeit beurlaubt, und auf eigene Faust beginnt er mit den Nachforschungen. Währenddessen muss seine Kollegin Delormes in einem Fall von Kindsmissbrauch ermitteln, der über das Internet bekannt wurde. Und schon sehr bald wird dem Leser klar, was die Detectives entdecken werden: der Psychologe, bei dem Cardinals Frau in Behandlung war, spielt ein grausames, tödliches Spiel mit seinen Patienten. Und das Mädchen, welches nun bei ihm in Behandlung ist, musste einen schweren Missbrauch erdulden und eignet sich bestens als Suizid-Kandidat für den wahnsinnigen Arzt ... können der Kinderschänder und der Psychologe noch rechtzeitig gestoppt werden, bevor es neue Opfer geben wird?

Mmh, herrlich, dieser Krimi gefiel mir sehr. Inzwischen höre ich dieses Genre ja wirklich gerne, aber trotzdem habe ich an fast allen etwas auszusetzen. Wallander ist mir etwas ZU miesepetrig und düster, das brauch ich nicht, habbich selbst. Die typischen Krimis von Frauen wie Reichs, Cornwell, Higgins-Clark, Hayder und anderen sind mir zu weiblich im Schreibstil (was interessiert mich das Kleid der Ermittlerin während ihrer Verabredung mit dem neuen Kollegen), und fast alle sind mir verbal einfach zu grobschlächtig. So detailliert, wie die Gräueltaten meist ausformuliert werden, das muss nicht sein, Horror findet im Kopf statt, nicht in detaillierten Beschreibungen. Und wenn das Ende dann auch noch viel zu plötzlich kommt und den Leser ohne jegliche Hinweise vor vollendete Tatsachen stellt, na danke.

Und an diesem hier hatte ich nichts auszusetzen, wirklich nichts: Nicht zuviel Düsteres, melancholisches Privatleben (wenngleich er dennoch recht schwermütig daherkommt an einigen Stellen), nicht zuviel Blut und Gewalt, keine Beschreibung der hübschen Tapeten und des passenden Teppichs (lediglich im Zusammenhang mit dem Fall *hüstel*), keine Fäkalsprache des Täters (gerade das ekelt mich regelrecht an in den anderen Büchern). Die Sprache nicht zu kompliziert, sondern schön flüssig, noch dazu hervorragend vorgetragen von Olaf Pessler und seiner angenehmen Stimme, ohne Akrobatik aber mit Emotion.

Ich habe es richtig genossen und konnte den Player mit den sechs CDs nicht mehr weglegen, eine nach der anderen, nahezu ohne Pause. Recht schnell werden die Zusammenhänge zwischen dem Psychologen, seiner Patientin, den verschiedenen vermeintlichen Selbstmorden und den Fotos mit dem kleinen Mädchen im Internet klar. Und es ist ein durchtribenes Spiel! Einzelne Sitzungen des Therapeuten wurden ausschnittsweise beleuchtet, und auch ohne Kenntnisse von Gesprächsführung mit traumatisierten oder depressiven Patienten versteht man, wie geschickt er sein Werkzeug einsetzt, um seinen Opfern hilfsbereit und vertrauenswürdig entgegenzutreten und sie dabei immer tiefer in den Strudel ihrer dunklen Gedanken hinabzuziehen. Perfide, grausam, für den Leser vor allem hochspannend.

Wer hochkarätige Action und blutige Details wie in amerikanischen Thrillern erwartet, wer Kommissare mit melancholischem Blick und einem komplizierten Innenleben wie Wallander möchte - der ist hier falsch. Wer dagegen gerne einen flüssigen Krimi in leichter Sprache und mit einigen psychologischen Finessen lesen will, der ist hier genau richtig!

SaschaSalamander 30.07.2007, 19.46| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Krimi, Tip,

Statistik KW 30

Gelesen
Eisiges Herz (G. Blunt)
Point Whitmark 19 (Serie)
Die grauen Seelen (P. Claudel)
Das Buch der toten Tage (M. Sedgwick)
Harry Potter and the deathly hallows (J.K. Rowling)


Gekauft
/


Geschenk
/


Buchticket
Hendricks sings Disney


Vorgemerkt
weitere Giles Blunt

Filme
Hogfather
Simpsons der Film

SaschaSalamander 29.07.2007, 17.23| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Best of Potter 7

Es gibt soviel im Internet, dass man gar nicht alles dazu lesen kann. Diesmal waren es einige Diskussionen bei Amazon, die ich nach dem Lesen dann verfolgte. Es gab einige Beiträge, nach denen ich mich fragte, ob die Leute das Buch überhaupt gelesen haben. Klar, dass einem hier und da etwas entgeht, denn das Buch ist schon sehr komplex, und noch dazu auf Englisch. Aber dann waren auch Posts dabei, die so klasse waren!

Einen davon fand ich wirklich spitze. Wer das Buch fertig gelesen hat, sollte ihn mal anklicken, denn es ist eine Zusammenstellung der einzelnen Lieblingsstellen zigdutzender Leser. Lustige, bewegende, traurige, spannende, gruslige, faszinierende Momente noch einmal zusammengefasst. Ein Best Of Potter 7 ...

>Thread mit Lieblingsszenen<

SaschaSalamander 27.07.2007, 08.56| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Web

Eine Ära ging heute zu Ende

Jetzt sitze ich hier. Ein komisches Gefühl in meinem Kopf. Wie etwas im Hals. Man hustet, man schluckt, man trinkt etwas, man isst einen Bissen, man gähnt, man massiert sich den Hals, aber der Brocken will nicht weg, er ist da. Punkt, fertig. Und so fühlt sich mein Kopf an. Ich könnte jetzt etwas essen, also direkt ein neues Buch, aber das vorherige wäre noch immer da. Oder es hochwürgen, heißt rezensieren, mit Freunden am Telefon darüber reden. Aber es braucht noch etwas Zeit. Momentan spüre ich es, wie bei solchen Büchern üblich, regelrecht körperlich ...

Ich mag den Hype um dieses Buch eigentlich gar nicht. Aber wenn ich mich frei im Web bewegen will, ohne ständig genervt zu sein von Spoilern oder "haha, ich weiß etwas, das Du nicht weißt", dann muss ich es halt recht bald lesen. An die Frau, die es in 47 Minuten mit Speedreading durch hatte, will ich gar nicht herankommen. Und die Leute, die sich brüsten, es schon vor dem Veröffentlichungstermin gelesen zu haben (was ja möglich war, da die Händler beliefert werden mussten), kriegen von mir nur ein müdes Lächeln. Aber neugierig war ich schon auch, und gekauft habe ich den neuesten Band auch.

Es gibt bessere Bücher. Artemis Fowl zum Beispiel gefällt mir ein klein wenig besser. Vom unerreichbaren Lemony Snicket ganz zu schweigen. Die Klippenlandchroniken sind ebenfalls eine Klasse für sich. Und auch Rowling hat ihre Schwächen. Aber diese Bücher habe ich erst vor kurzer Zeit entdeckt, sodass ich die Serien ratzfatz lesen konnte. Einen Band nach dem anderen, bei Lemony Snicket musste ich nur wenige Monate auf den letzten, abschließenden Band warten ... von alten Schinken wie dem Herrn der Ringe, die man heute eh im Set kauft, ganz zu schweigen.

Potter ... naja, der hat mich jetzt schon die letzten sieben Jahre begleitet. Als ich ihn kaufte, gab es gerade den Hype um den vierten Band, und als ich von einer Freundin den ersten auf Deutsch las, wollte ich den ersten bis vierten dann auf Englisch haben. Seitdem zähle ich mich nicht zu den Fans, aber zu den begeisterten Lesern. Und da er ein Massenphänomen ist, gibt es auch mehr Möglichkeiten, sich auszutauschen. Wie gerne würde ich mit Freunden über Snicket reden, Ideen und Gedanken teilen. Wie gerne hätte ich vor dem Erscheinen des letzten Bandes alle möglichen Verschwörungen ausgetüftelt, die auf die Kinder warten könntenn! Wie gerne würde ich meine Gedanken über den Tod von Valjean und Gavroche teilen ... oder mit Freunden darüber reden, ob Sebulon und der Lichte nun eine Verschwörung mit Igor und Alissa geplant hatten, oder es einfach nur ein trauriger Zufall war?

Und bei Potter war das eben möglich ... könnte es sein, dass Harry ein Horcrux ist? Leben die in Band 5 und 6 Gestorbenen vielleicht doch noch? Voldemort oder Harry, wer wird sterben? Warum traut Dumbledore dem Fiesling Snape? Ich habe mit vielen Freunden viele Stunden mit diesen Fragen verbracht. Einfach, weil es möglich war, da sie es auch gelesen hatten.

Und jetzt ist das zu Ende. Dieses war der siebte Band. Der letzte. Sollten entgegen ihrer Aussage Fortsetzungen folgen, so wäre dies reiner Kommerz. Das war es dann also. Good Bye, Harry Potter. Sieben Jahre habe ich mit ihm verbracht ... ist ein komisches Gefühl. Anders, als wenn es heißt "in zwei Jahren folgt die Fortsetzung". Nein, diesmal keine Fortsetzung. Vorbei ... sieben Jahre sind eine lange Zeit ...

Filme können dieses Gefühl bei mir nur selten auslösen. Wächter der Nacht, Matrix, Watership Down, Nightmare before Christmas und Hinter dem Horizont waren solche Filme, aber das war es dann auch schon (zumindest nicht, dass mir noch etwas einfiele im Moment) ... aber Bücher gibt es schon einige. Und es ist immer ein seltsames Gefühl. Seit einer Stunde versuche ich, diesen Brocken aus meinem Hirn zu husten, aber er will nicht verschwinden. Und was soll ich als nächstes lesen? Was soll ich jetzt, nach sieben Jahren Ära, lesen?

SaschaSalamander 26.07.2007, 22.36| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Pulp

Eure Vorschläge für den deutschen Potter

Inzwischen bin ich fast fertig mit Harry Potter. Ein Grund, warum ich ihn endlich beenden möchte, ist neben der Spannung vor allem der, dass ich endlich an Diskussionen teilnehmen will. Mir graut es, auf Spoiler zu stoßen, aber das würde sich nicht vermeiden lassen.

Aber manches kann man ja dann doch lesen und sicher sein, dass nicht zuviel verraten wird. Und das sind zum Beispiel Spekulationen und Vermutungen. Oder Infos über den deutschen Titel, der im Oktober diesen Jahres erscheinen wird. Während des englische Buch "the deathly hallows" lautet, steht seit einiger Zeit nun auch der Titel der deutschen Übersetzung fest: "Harry potter und die tödlichen Heiligtümer".

Ehrlich gesagt, mir dreht sich der Magen um. Ein zweisilbiges Adjektiv, ein dreisilbiges Substantiv, keinerlei Ähnlichkeit im Klang, man verdreht sich die Zunge beim Sprechen. Beg my pardon, ihr Übersetzer, aber es klingt scheußlich. In diesem Fall hätte ich einen anderen Titel unabhängig vom englischen besser gefunden.

Was haltet Ihr von "... und die tödlichen Heiligtümer"?
Und vor allem: wie hättet Ihr das Buch statt dessen genannt?
Mein Vorschlag findet sich (spoilerfrei, aber trotzdem werden ihn einige nicht lesen wollen, deswegen dieser Weg) in der Kommentarfunktion ...

SaschaSalamander 26.07.2007, 19.42| (3/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: MachMit

Kapiteleinteilungen

Das merke ich jetzt wieder beim Lesen ... knapp die Hälfte habe ich nun gelesen. Und ich ärgere mich, dass es kein Inhaltsverzeichnis gibt. Klar, bei Romanen braucht es das nicht sosehr wie bei einem Sachbuch. Aber es ist mir wichtig, wie die Kapitel heißen, und vor und während dem Lesen blättere ich ab und zu zum Inhaltsverzeichnis, um zu sehen, worauf ich mich noch freuen kann. Es macht mich nervös, wenn ein Buch mit einzelnen Kapiteln und auch Überschriften kein Inhaltsverzeichnis hat.

Ihr dürft mich gerne auslachen ... aber ich glaube, ich werde mir demnächst alle meine sieben Potter-Bände hernehmen und ein Inhaltsverzeichnis schreiben. Einseitig, DinA4, und das werde ich dann gefaltet vorne in das jeweilige Buch legen, um es beim Lesen dann immer griffbereit zu haben ...

bah, das macht mich SO wuschig, bin ganz kribbelig im Moment!

SaschaSalamander 24.07.2007, 09.17| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rund um Bücher

Was sonst als Harry Potter heute

rowling_harry7_150.jpgDas Harry Potter Fieber ist (mal wieder) ausgebrochen. Naja, oder zumindest diejenigen, welche des Englischen mächtig und willens sind ... manche sind sogar bereit, nachts vor dem Laden zu warten, um dann auch sofort das Exemplar zur frühestmöglichen Zeit in den Händen zu halten. Andere dagegen juckt das gar nicht, soll er doch sterben oder leben, es gibt bessere Bücher.

Da ich am Wochenende unterwegs war, konnte ich erst gestern Abend mit Lesen beginnen. Zumindest liest es sich schon mal ganz nett. Mehr kann ich derzeit nach so wenigen Kapiteln natürlich nicht sagen. Surfen möchte ich nicht zuviel im Web, denn es gab bereits vor dem Erscheinen (musste ja an die Händler geliefert werden, und hier und da gab es undichte Stellen) unzählige Spoiler. Und jetzt, drei Tage später, kann man schon Meinungen, Zusammenfassungen, Spoiler, die Rufe nach Fortsetzung hören. Zufriedene Stimmen, die sagen, es sei ein grandioser Abschluss einer spannenden Serie. Und andere Stimmen, die der Ansicht sind, es war ein unnötiges Abschlachten einiger Charaktere mit einem unbefriedigenden Ende, das zu viele Fragen offen lässt.

Ich werde mir meine eigene Meinung bilden, und das dauert wohl noch ein paar Tage. Bin mal gespannt, was ich dann davon halten werde ...

Und Ihr? Wie sieht es bei Euch aus? Euer derzeitiger Stand und Eure derzeitige Meinung?

SaschaSalamander 23.07.2007, 15.17| (4/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rund um Bücher

Statistik KW 29

Gelesen
Evergrey 01 (Lime)
Lost Angel (Y. Higuri)
Harry Potter 7 (J.K. Rowling)
Strange Stories (Y. Sumomo)
Die grauen Seelen (P. Claudel)
Ein Fakir für alle Fälle (Reuter, B)
Heads 02-04 (K. Higashino, M. Mase)
Das Buch der toten Tage (M. Sedgwick)
Detektiv Conan Short Stories 14 (G. Aoyama)
Die Legenden vom Traumhändler 01-02 (J. Lee)

Gekauft
Harry Potter 07

Geschenk
/

Buchticket


Vorgemerkt
/

Filme
/

SaschaSalamander 22.07.2007, 09.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Statistik KW 28

Gelesen
YSquare (J. Park)
Die Haut (R. Dahl)
Heads 01 (K. Higashino, M. Mase)
Ein Fakir für alle Fälle (Reuter, B)
Die Mondsteinmärchen (R. Kübler)
Das Buch der toten Tage (M. Sedgwick)
Gänsehaut 01 Edel - der Nebel des Schreckens (R.L. Stine)

Gekauft
/

Geschenk
/

Buchticket
Die Gelehrten der Rundwelt

Vorgemerkt
/

Filme
Half Light
Harry Potter V

SaschaSalamander 15.07.2007, 10.18| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Aber ja Schatz

Die Frau nervt nur noch? Du kommst nach einem anstrengenden Tag nach Hause, und dort sieht es schlimmer aus als auf Deinem unaufgeräumten Schreibtisch am Arbeitsplatz? Was macht sie eigentlich den ganzen Tag ... Und dann sieht sie wieder so kaputt aus. Naja, was solls, sie hat bestimmt eh wieder Kopfschmerzen, also ab vor den Fernseher, der jammert wenigstens nichts davon, was Schwiegermutter nun wieder erzählt hat ... ach, wie schön wäre es, wenn sie mal so richtig verstünde, worauf es Männern eigentlich ankommt ...

Dieser Kerl gehört sich auf den Mond geschossen? Den ganzen Tag hast Du geackert und geschuftet, er kommt nach Hause, hat den ganzen Tag doch eh nur ein paar Telefonate mit Geschäftskunden geführt, während Du Dich mit Kind und Hund so richtig verausgabt hast und einfach nur mal ein wenig Anerkennung möchtest? Dabei würde es doch genügen, wenn er nur ein wenig mitfühlender wäre, einfach nur mal zuhören würde, ein bisschen Verständnis aufbrächte für ihre Belange ... Männer ... sie wissen wirklich nicht, was Frauen wollen ...

Jaaaaa, diese CD muss man echt mal gehört haben, sie ist echt gut für´s Ego *hihi*. Je nach Anlass gibt es verschiedene Tracks. Für beide gibt es, einmal von ihr, einmal von ihm mit passendem Text gesprochen "Abendessen", "Weihnachten", "Aufwachen" und "Auf Arbeit", für ihn dann zusätzlich noch "Fernsehen" und "Schmutziger Sex", für sie "Wellness" und "Liebe machen" ... zwei erotisch klingende Stimmen, genau das, was Männer / Frauen wollen und brauchen. Sie tragen vor, was Mann / Frau schon immer hören wollte ... hier mal zwei Ausschnitte, für sie "Liebe machen", für ihn "auf Arbeit" (letzteres ein Anruf während seiner Mittagspause)

Meine Liebe, ich bin sprachlos, Du bist so wunderschön, wirst von Tag zu Tag schöner, Deine Haut ist wie Seide, Deine Haare schimmern im Licht der Sonne, und wie Du mich mit Deinen strahlenden Augen anschaust, sie funkeln wie ein Juwel bei Nacht. Ich bin sprachlos. Ich bekomme noch immer weiche Knie, wenn ich Dich sehe oder höre. Es ist wie am ersten Tag, nein, schlimmer, ich bin von Kopf bis Fuß in Dich verliebt. Ach, ich kenne Deinen Körper in- und auswendig. Und wenn ich Dich mit meinem starken Körper berühre, bekomme ich eine Gänsehaut. Pure Energie, die sich überträgt. Was möchtest Du? Ich wünsche mir, dass Du Dich wohlfühlst, Dich entspannst. Ich führe Dich in das Reich der Extase, werde mich so lange enthalten, bis Du die weiße Fahne schwenkst. Liebe und Sex gehören zusammen wie Du und ich ... Deine Bewegungen sind so gefühlvoll, so rhythmisch ... ich kann es nicht fassen, dieses Glück ... so will ich sterben ... genau so ... die Gefühle gehn mir durch und durch, es ist so schön, es ist Erotik pur, was machst Du nur mit mir, so etwas hab ich noch nie erlebt ... was, Du bist schon gekommen? Du willst nicht mehr weitermachen? Aber ja, Schatz ..."

"Hallo, Du Tier, stör ich grade? Nicht? Mh, dann ist gut ... ich lieg hier nämlich so, hab alles erledigt, geputzt, eingekauft, Wasserkästen gekauft, auch alles schön zu Fuß. Der Nachbar hat sich zwar angeboten, mich zu fahren, aber wenn ich das zu Fuß mache, bleibe ich so richtig schön und knackig für Dich ... jede Frau sollte sich frisch halten für ihren Ernährer, finde ich, die anderen lassen sich alle sosehr gehen, ich kann das gar nicht verstehen ... nein, Frauen gehören nicht hinters Steuer, können nicht parken, müssen ständig links fahren, ... ich kann, das muss ich aber jetzt auch mal sagen, ich kann auch Männer nicht verstehen, die ihre Frauen hinters Steuer lassen ... ach, egal, zurück zum Thema, ich lieg hier rum, dachte, wenn Du 10 Min Deiner Mittagspause erübrigen könntest, dann ... mmh, ich hab so Lust auf Dich ... ach, Du kannst nicht weg ... magst Du wenigstens ein bisschen am Telefon? Sieht doch niemand ... mh, ja, okay, hast ja Recht, Du hast ja immer Recht ... na, dann grüß mir bitte Deine nette, attraktive Sekretärin von mir ... ach, Du willst sie mitbringen heute Abend? Na, klar, gerne, aber ja, Schatz" ...

Wer keinen Partner hat, wer einfach mal ein wenig Zuspruch und Bestätigung braucht (oder wer mal ein wenig lachen will auf Kosten des anderen Geschlechts), also quasi jeder, muss sich diese CD einfach einmal anhören ...

SaschaSalamander 11.07.2007, 10.47| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch

Subject Two

Ausnahmsweise rezensiere ich einmal einem Film, der ab 18 ist, allerdings ohne Cover. Darauf zu sehen wäre eine Schneelandschaft, und statt des Himmels eine blutrote Fläche mit zwei Augen, die Pupille milchig weiß. Nachdem ich den Film gesehen habe, stört mich das nicht, aber an sich sind mir diverse Augen in Horrorfilmen etc unangenehm. Und ich will hier ja doch niemanden vergraulen. Und, keine Angst, die Rezi wird weder albtraumauslösend noch brutal sein ;-)

Adam ist Medizinstudent, und das Fach Ethik bereitet ihm große Probleme. Der Fortgang seines Studiums ist überaus fraglich. Das Angebot eines Arztes, mit dem er schon länger mailt, kommt ihm da wie gerufen: er macht sich auf einen langen Weg, Dr. Franklin Vick in seiner einsamen Bergütte zu besuchen und sich anzuhören, woran dieser forscht und wie er ihm dabei assistieren kann. Dr. Vick arbeitet mit Kryonik, Nanobiologie et cetera, so seine Worte. Und kaum hat Adam seine vage Zustimmung gegeben - wird er auch schon von dem Doktor erdrosselt und kurz darauf wieder mittels eines Serums wieder zum Leben erweckt. Alles akribisch auf Diktiergerät festgehalten, Adam erhält den Namen "Subject Two". Sein Körper ist noch etwas geschwächt, seine Auffassungsgabe eher langsam, aber er lebt. Doch nach einigen Tagen treten gewisse Nebenwirkungen auf, und Dr. Vick entschließt sich, Adam ein zweites Mal zu töten. Adam klagt allerdings noch immer über gewisse Schmerzen, hat krampfartige Anfälle. Aller guten Dinge sind drei, also ein weiteres Mal. Von Reanimation zu Reanimation wird sein Körper kräftiger, sein Geist wacher, sein Erinnerungsvermögen besser. Aber der Film wäre natürlich nicht ab 18, wenn es nicht gewisse Probleme biologischer und psychologischer Natur gäbe. Und dann wäre da auch noch Subject One ...

Ab 18 ... hm, ja, doch, verständlich, ich hätte es ebenso gemacht. Obwohl es weitaus blutigere und grausigere Filme gibt, die schon ab 12 oder 16 freigegeben sind. Es gibt zwar ab und zu ein wenig Blut, wenn Adam wieder einmal auf mehr oder weniger kreative Weise umgebracht wird, aber es hält sich in Grenzen. Ohne nervenzerfetzende Musik, ohne plötzliche Schockeffekte, sondern ein neutrales Zeigen, damit der Zuschauer weiß, was nun geschehen wird. Und dann sieht man auch schon, wie Adam wieder erwacht. Erst am Ende gibt es eine kurze Szene, die den Maskenbildner forderte und recht eklig aussieht, doch aufgrund der Handlung ohne Schock und Musik kann der Zuschauer das recht gut verarbeiten.

Dennoch hätte ich den Film ebenfalls ab 18 gemacht. Denn der Zuschauer wird recht stark gefordert. Es ist ein Film mit nur zwei Schauspielern und äußerst knappen Dialogen. Dabei werden Adam und Dr. Vick sehr gut beschrieben. Sehr gute Schnitte, hervorragende Kameraführung, ansprechende Landschaftsausnahmen. Der Zuschauer hat die Aufgabe, sich in die beiden Hauptdarsteller hineinzuversetzen, deren Motive zu verstehen, das eigentliche Grauen hinter der vordergründig verlockenden Unsterblichkeit zu erkennen, ohne dass es jemals ausgesprochen wird. Zudem wird sehr viel mit Symbolen gearbeitet. What´s in a name? Adam, aus dem Hebräischen, bedeutet Mensch, und es ist der Name des ersten Menschen. Dr. Franklin Vick, wer denkt da nicht an Dr. Victor Frankenstein? Und auch die Bilder sind sehr vielsagend, so etwa der neue, unbeschrittene Weg hinauf zur Hütte des Arztes, das Spiel mit den Farben des entnommenen Blutes, die scheinbar unendliche Weite der Landschaft, das wiederhallende Echo und unzählige Dinge mehr, die dem Film eine Tiefe geben, wie es Dialoge oder Handlung nicht besser könnten.

Was mir auch gefiel, war der teilweise aufkommende schwarze Humor darin. Nein, kein Brüller, kein Lacher, aber ein wissendes Grinsen im Gesicht des Zuschauers. Die amüsierte Frage "wie wird er wohl das nächste Mal umgebracht", denn Dr. Vick bedient sich eines nicht geringen Repertoirs gewöhnlicher und ungewöhnlicher Methoden, an und mit Adam zu arbeiten. Stellenweise recht morbide, auf eine recht makabere Weise witzig, wenn die beiden am Tisch sitzen, sich unterhalten, Adam die blutigen Handgelenke über einem Auffangeimer. Mitten im Satz bricht er ab, sein Kopf sackt zur Seite, und Dr. Vick spricht in sein Diktiergerät: "der Tod trat ein um 21.19" ... ein etwas ungewöhnlicher Humor, der sicher nicht jeden anspricht.

Nein, kein Film für Albträume, aber ein Film mit offenem Ende, der sehr nachdenklich stimmt und verarbeitet werden muss. Man sollte sich die Zeit nehmen, ihn bewusst zu sehen, ihn nicht nebenbei ablaufen zu lassen, es wäre schade um viele kleine Momente.

SaschaSalamander 09.07.2007, 10.07| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Film

Statistik KW 27

Gelesen
Ein kalter Strom (McDermid, V)
Detektiv Conan 50 (Aoyama, G)
Die Mondsteinmärchen (Kübler, R)
Schattensaiten 04-07 + Sonderfolge
Miesel 01 - und der Kakerlakenzauber (Ogilvy, I)

Gekauft
/

Geschenk
Popsy (King u.a.)

Buchticket
/

Vorgemerkt
/

Filme
Subject Two
Stirb langsam 4
Flutsch und weg
Nachts im Museum

SaschaSalamander 08.07.2007, 16.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Katzenkrimi

Es gibt zwei berühmte Katzen, die (unabhängig voneinander bei zwei verschiedenen Autoren) spannende Kriminalfälle lösen.

Wie heißen die beiden Krimikatzen?

SaschaSalamander 05.07.2007, 10.07| (6/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rätsel

Ein paar Tipps zum Vorlesen

*hihi* ich kann mir schon denken, dass so mancher beim Lesen heute Vormittag dachte "ja, und welche Tipps hat sie den Teilnehmern denn nun gegeben?" Mir zumindest ginge es so. Natürlich kann ich das schlecht alles zusammenfassen und hier im Blog widergeben, wenn es so einfach wäre, müsste man keine solchen Seminare besuchen, sondern könnte schnell irgendwo ein Fachbuch lesen oder sich die Infos aus dem Netz ziehen und wäre dann ein prima Vorleser ;-) Aber ich kann es ja versuchen und ein paar der Grundideen hier wiedergeben, natürlich stark gekürzt und teilweise auch ein wenig aus dem Zusammenhang, aber vielleicht trotzdem spannend für Euch zu lesen und hier und da hilfreich beim Üben ...


Gestaltung des Vorlesens
(vor allem mit Kindern)

- Das Vorlesen mit einem Ritual beginnen, Ruhe einkehren lassen
  (z.B. Klangschale, Regenmacher, Glöckchen, Spieluhr, etc)
- Die Kinder nicht überfordern oder unterschätzen
- Die Kinder ernst nehmen
- Keine Moral oder Pädagogik in den Vortrag einbinden
  (durchgehend vorlesen, keine Zwischenfragen wie "hast Du das
  auch schon einmal erlebt, wie war das jetzt für das Mädchen, etc")
- Mit einem Ritual beenden


Vorbereitung auf das Sprechen

- Räuspern ist ungesund für die Stimmbänder
- statt Räuspern bei trockenem Hals: Wasser trinken u.a.
- Lockerungsübungen für den Körper (z.B. etwas Gymnastik; vor
  allem Schultern u Kopf beweglich halten, Kiefer massieren, etc)
- Körper muss entspannt sein (aufrecht sitzen oder stehen,
  bequeme Körperhaltung, freie Atmung, Kiefer und Sprechmuskeln
  gelockert)
- bewusstes Atmen (Zwerchfell, Bauchatmung, Schultern nicht
  dabei anheben)


Vorlesen

- klare Aussprache (g am Ende von König, Honig etc z.B. wie "ch",
  ohne Dialekt, keine Silben verschlucken, etc)
- Am Ende eines Satzes nicht die Stimme nach oben ziehen,
  auch nicht bei Fragesätzen
- Der Text steht im Vordergrund, nicht der Sprecher
  (Text soll in Klang und Inhalt wirken, Sprecher kann sich
  zurücknehmen)
- Lautstärke beachten
- Tempo beachten
- Pausen einlegen, auch wenn kein Punkt oder Komma im Satz
  steht, Pausen sind sehr wichtig (nicht zu lang, nicht zu kurz)


Emotion im Vortrag

- Körperhaltung und Gesichtsmimik dem Vortrag anpassen
  (bei Freudigem lächeln, bei Ekel das Gesicht verziehen etc,
  dies wirkt sich auch auf Betonung und Klang der Stimme aus)
- sich die Situation vorstellen, den Text mit "Subtext" versehen

Gute Übung, die wir hierzu machten:
Jeder Teilnehmer bekam einen einzigen Satz auf einem kleinen Stück Papier, und zu diesem Satz sollten wir uns eine Geschichte überlegen. Wir hatten ein wenig Zeit, darüber nachzudenken, dann sollte jeder seinen Satz vortragen. Es geht in diesem Fall nicht darum, einzelne Worte zu betonen, um einen Fakt hervorzuheben (ICH gehe heute Angeln ... ich GEHE heute Angeln ... ich gehe HEUTE Angeln), sondern darum, den Hörer die Intention des Sprechers verstehen zu lassen.

Beispiel: "Gehst Du etwa schon?", Gedanken dahinter:
- eine alte Frau im Krankenhaus, alleine, ihre Tochter nach vielen
  Wochen zum ersten Mal zu Besuch
- ein frecher Lausbub, der nur darauf wartet, dass der Babysitter
  geht und er nun seinen Streich ausführen kann
- eine Frau, deren Freund im Kino plötzlich aufsteht und den
  Saal während des laufenden Filmes verlässt

Jeder dieser Menschen wird natürlich andere Gefühle in diesen Text legen, die alte Frau wird traurig, einsam, verlassen, kränkelnd klingen, aber auch zufrieden nach dem angenehmen Besuch, voller Vorfreude auf nächste Mal, schicksalsergeben ... der kleine Junge natürlich frech, lauernd, vorfreudig, man hört ihn richtig grinsen, wenn er scheinbar unschuldig sein "gehst Du schon" sagt.

Hinter jedem Satz steht mehr als nur ein paar einfache Wörter, die man vorliest, dessen muss man sich bewusst sein. Deswegen ist es auch wichtig, einen Text vorzubereiten und sich vorab. Gedanken darüber zu machen, wie solche Sätze nun klingen, was damit ausgesagt werden soll. Nur so ist es möglich, den Leser direkt zu erreichen und ihm den Text zu vermitteln ...


Charaktere, Dialoge

Nur wenige Menschen sind gesegnet mit einer volltönenden Stimme wie Christopher Lee, einer sanften Stimme wie Hans Paetsch oder einem Paar Stimmbänder mit solcher Flexibilität wie Rufus Beck (ich bekomme schon alleine von der Vorstellung, solche Kapriolen in alle möglichen Höhen und Tiefen auszuführen, Halsschmerzen!). Stimmakrobaten wie Elmar Brand (berühmter Imitator) lassen mich vor Neid erblassen. Trotzdem muss niemand verzweifeln, der das nicht kann. Es gibt eine sehr gute Möglichkeit, dennoch Leben in den Vortrag zu bringen:

Tonfall, Mimik, Sprechweise. Frau Wiedemann erklärte es uns anhand von Zwerg Nase (>siehe letzter Beitrag<), wo Samuel Weiss auch ohne Verstellen der Stimme die Hexe vor den Zuhörern entstehen ließ. Man konnte die Spinnenfinger, die lange Nase, den krummen Buckel, die wackligen Beine der Alten regelrecht vor sich sehen! Man kann natürlich ein wenig die Stimme heben oder senken, ohne jedoch zu übertreiben. Dann die Atmung variieren, schneller oder langsamer Sprechen, die Pausen abändern, kleine Sprachfehler einbauen, die Mimik und Gestik dem Vortrag anpassen.

Für die Alte zum Beispiel: eine alte Frau, bestimmt kurzatmig, also häufiger Atmen, langsamer sprechen, die Stimme ein klein wenig höher, aber dafür eher leise und dünn, vielleicht beim Vortrag auch die Lippen etwas zusammenpressen (sie ist alt, sie muss sich nicht mehr klar artikulieren, sie erwartet, dass man ihr zuhört. Sie ist verbissen, vergrämt), vielleicht auch ein wenig mit dem Kopf dabei wackeln, wie alte Leutchen dies klischeehaft tun, die Augen etwas verengen.

Dann erklärte sie auch recht gut anhand von "Sophiechen und der Riese", wie man den Riesen darstellen könnte. Groooooß, riesig, sich das schon vorstellen, allein beim Lesen, wie er aussieht, verzieht der Sprecher das Gesicht, so eklig ist dieser wurstlippige Riese mit den Blumenkohlohren und dem schütteren Haar. Und wenn der Riese spricht, dann spricht er aus vollem Bauch heraus, er hat Volumen, Größe, er ist tumb, langsam. Der Sprecher spricht tief aus dem Bauch heraus (Atmung!), lange Atemzüge, er genießt die Schimpfworte aus dem Mund des Riesen, kostet jedes einzelne davon so richtig aus, spielt damit.

Was nicht angesprochen wurde, mir aber sehr gefiel, das war der Vortrag einer Teilnehmerin aus "Es ist alles wahr" von Andersen. Die Hühner, sie plapperten schnell, abgehackt, hektisch, etwas höher als normal, hinter vorgehaltener Hand, die Dame wackelte ihre Arme, als würde sich das Huhn wichtigtuerisch aufplustern (tat sie unbewusst beim Lesen, es wirkte absolut klasse und wirkte sich auch auf ihre Sprache aus).

Allein durch Tempo, Atmung, Pausen, Stimmlage ist es möglich, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen und die Worte auf dem Papier dreidimensional werden zu lassen. Schade, dass es nun jetzt viel leichter klingt, als es tatsächlich ist. Aber ihr könnt ja für Euch üben, Euch am PC aufnehmen, es anhören, selbst überlegen, was Euch auffällt, Euch mit Freunden austauschen und nach und nach am Vortrag feilen.


Zum Abschluss

Ein kleiner Tipp von meiner Seite: ich höre sehr gerne Hörbücher, und sehr oft, wenn es mir möglich ist, höre ich nicht einfach nur, sondern ich analysiere. Woran liegt es, dass die Männer alle so auf Franzsika Pigulla abfahren? Was hat Rufus Beck, was die anderen nicht haben? Wie gelingt es Friedrich Schönfelder, dass ein erwachsener Hörer sich bei ihm geborgen fühlt? Was macht Joachim Kerzel, dass seine Worte dem Zuhörer eine schaurige Gänsehaut über den Körper jagen? Ich versuche natürlich nicht, einzelne Sprecher zu imitieren, gebe mir aber Mühe, mir hier und da Techniken und Tricks abzugucken und selbst anzuwenden.

Wie geht es Euch, wenn Ihr Eure Stimme auf dem Anrufbeantworter, auf Tonband, in einem Videofilm hört? Vermutlich geht es Euch genauso wie mir und sonst jedem anderen Menschen auch: schrecklich. Und DAS sollen die anderen normal finden? Mit SO einer Stimme soll man vorlesen? Das kann sich doch keiner anhören. Ich habe keine Ahnung, woher dieses Phänomen kommt, aber fast jeder kennt es. Einen Tipp dagegen habe ich leider nicht. Das Einzige, was mir geholfen hat: einfach ignorieren, wie grauenvoll ich meinen eigenen Vortrag noch immer finde, Mikro her, und losgelegt. Immer und immer wieder. Irgendwann werde ich mich vielleicht dran gewöhnen. Oder auch nicht ... egal ... zumindest macht das Vorlesen Spaß. Ich muss mich ja nicht anhören, das überlasse ich Euch ;-p

SaschaSalamander 03.07.2007, 15.37| (10/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Zerlegt

Lebendig Vorlesen

Jetzt möchte ich mir endlich die Zeit nehmen, von dem Seminar "Lebendig Vorlesen II" zu erzählen. Es ist schon knapp drei Wochen her, aber mir noch immer sehr gut im Gedächtnis, ebenso auch der erste Teil des Seminares, welchen ich vor etwa zweieinhalb Jahren besuchte ...

Geleitet wurde das Seminar von Frau >Gudrun Wiedemann<, die sehr sympathisch und kompetent auftrat und die Gruppe hervorragend anleitete. Sie ist gelernte Bibliothekarin, Schauspielerin, Rezitatorin und Vorleserin, das heißt, wenn jemand so ein Seminar leiten kann, dann sie. Die Verbindung von Büchern, Pädagogik, lebendigem Vortrag, damit konnte sie alle Fragen der Teilnehmer beantworten und hilfreiche Tipps bieten.

Im ersten Teil ging es vor allem darum, wie man einen Vortrag beginnen kann, wie man sich vorbereitet, wie man seine Stimme einsetzen kann beim Vorlesen und wie man eine Vorlesestunde gestaltet. Die Fortsetzung des Seminares drehte sich besonders um die Frage, wie man einzelnen Charakteren eines Buches besonderes Leben verleihen kann. Bevor ich jetzt allerdings zu durcheinander vom ersten und zweiten Seminar schreibe, beschränke ich mich auf den zweiten Part und merke lediglich an, dass der erste ähnlich im Ablauf stattfand ...

Erst einmal stellte sich jeder der Teilnehmer kurz vor. Wann hatten wir das erste Seminar besucht, was ist unsere Motivation zum Vorlesen, wer sind wir. Es war eine nette, lockere Truppe, in der ich mich sehr wohlfühlte. Allerdings war die Hauptmotivation der meisten, dass sie im Kindergarten vorlesen oder selbst Mutter einiger Kinder im Vorlesealter sind, sodass ich mir mit dem Wunsch "ich möchte gerne Erwachsene mit meinen Vorträgen unterhalten" leider weitgehend alleine stand. Eine weitere Motivation von mir war es auch, herauszufinden, für welche Genre ich stimmlich und im Vortrag geeignet sein könnte, denn Märchen haben natürlich andere Voraussetzungen als Horror, Erotik oder literarische Klassiker.

Dann zeigte sie uns einzelne Übungen zur Lockerung des Körpers, der Atmung. Verkrampft und nach Luft hechelnd ist es nicht möglich, entspannt vorzulesen, und so ist dieser Teil eine wichtige Vorbereitung. Danach saßen wir im Stuhlkreis, und Frau Wiedemann spielte einen Ausschnitt aus "Zwerg Nase" vor, gesprochen von Samuel Weiss und untermalt mit passender Musik. Ich höre die Vorträge dieses Verlages sehr gerne, und auch Samuel Weiss Stimme gefällt mir sehr, er beherrscht die Fähigkeit, ohne besondere Kapriolen (ich denke da nur an das Genie Rufus Beck, was hat der nur für Stimmbänder?!?) verschiedene Figuren zum Leben zu erwecken und den Zuhörer zu fesseln. Ein längst bekanntes Kindermärchen, doch wir Erwachsenen lauschten gebannt, sahen die tattrige Alte auf dem Markt regelrecht vor uns!

Und darum sollte es dann gehen: wie kann man, ohne besonders viel Dialekt oder Verstellen der Stimme anzuwenden, auch Dialoge gut darstellen, wie werden Monster, Killer, Kinder, Tiere, Personen lebendig?

Mittagspause, ein netter Plausch hier und da unter einzelnen Teilnehmern, ein Tässchen Kaffee, danach ging es weiter. Vor dem Seminar wurde uns mitgeteilt (die Teilnehmer des ersten Kurses erhielten einen Brief mit der Einladung), dass wir gerne einen Text vorbereiten könnten, den wir vortragen und anhand dessen uns Frau Wiedemann dann Tipps und Verbesserungsvorschläge gibt. Einige hatten etwas vorbereitet, andere kamen ohne spezielle Texte. Ich muss gestehen, dass ich mich kurz vor knapp angemeldet hatte und daher am Vortag verzweifelt versuchte aus zehn oder mehr Büchern einen Text zu finden, der mir besonders geeignet schien. Die emotionale Stelle, an der Hildegund von Mythenmetz das perfekte Script liest? Ein satirischer Beitrag von Kishon? Die chinesischen Briefe, welche mir schon immer schwerfielen? Meine eigene Geschichte, die ich fast auswendig kenne? Oder lieber die Wächter der Nacht, wo ich mich so richtig in meinem Element fühle? Ich entschied mich dann für Walter Moers. Doch im Laufe des Seminares meinte Frau Wiedemann, sie könne sich das Krimigenre bei mir sehr gut vorstellen. Und sie hatte für unvorbereitete Leute verschiedene Texte von Andersen, Dahl und King dabei. Naja, dachte ich, warum nicht statt dessen spontan King probieren? Bei Krimis, Thrillern, Horror fühle ich mich stimmlich auch irgendwie am wohlsten, auch, wenn der Inhalt manchmal nicht so ganz mein Ding ist (aber Kerzel, DER Sprecher in Hörbüchern und -filmen (Synchro Jack Nicholson) mag ja auch keinen Horror, also was solls *hihi*).

So trug dann jeder von uns einen Text vor. Es war nicht leicht. Soviele Zuhörer, ausnahmsweise keine Kinder, in meinem Fall kein steriles Mikro am PC. Und dann all die Tipps, die wir natürlich umsetzen wollten. Sich etwas zurücknehmen, Pausen beachten, Stimme am Ende des Satzes nicht nach oben ziehen, nicht zu laut oder leise, Atmung passend kontrollieren, nicht zu schnell oder langsam lesen ... puh, ganz schön anstrengend! Nach jedem Vortrag konnten die anderen Teilnehmer ihre Gedanken dazu äußern, Fragen stellen oder Tipps geben, und dann die fachmännische Meinung von Frau Wiedemann. Sehr direkt und offen, das gefiel mir. Sie ist sehr kritisch, spricht Fehler auch an, ist nicht nur der Form halber nett und fertig die Leute mit "gut gemacht" ab, sondern kitztelte bei jedem noch ein wenig mehr heraus. Klasse, wie sie das schaffte!

Der Vormittag mit den Übungen und Diskussionen war sehr bereichernd. Aber der aktive Part nach der Pause war für jeden von uns wohl die wichtigste Erfahrung an diesem Tag, denn sowohl aus den Vorträgen der anderen wie auch aus dem eigenen Vorlesen konnten wir sehr viel herausnehmen für uns selbst. Wir hoffen alle, dass es eines Tages vielleicht einen dritten Teil geben wird, in dem wir noch ein wenig weiter an unserer Technik feilen und Tipps aus erster Hand von Frau Wiedemann bekommen können ;-)

Und hier ein Tipp von mir: Frau Wiedemann hält diese Seminare nicht nur in Nürnberg. Auf ihrer >Homepage< kann man sich genauer informieren, vielleicht ist ja auch in Eurer Nähe einmal die Möglichkeit, mit Ihr zu arbeiten? Wie es mit anderen Vorträgen aussieht, weiß ich nicht, in diesem Fall jedoch kostete die Teilnahme lediglich 10 Euro, quasi geschenkt. Also - falls Ihr gerne vorlest und diese Möglichkeit auch habt - nutzt sie!

SaschaSalamander 03.07.2007, 10.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Events

Absolut schräg

ogilvy_miesel01_150.jpgMensch, eigentlich möchte ich nur kurz in der Rubrik "aktuell" posten, aber alles, was ich im Kopf formuliere, wird bereits eine Rezension, ich muss mich wirklich anstrengend, das Buch erst einmal zu Ende zu hören, bevor ich damit loslege. Aber es ist eben so klasse, dass ich schon jetzt unbedingt davon erzählen will!

Lemony Snicket, Phillip Ardagh, Paul Stewart ... jau, die Kids haben es in der Literatur heutzutage nicht mehr wirklich leicht. Und je mehr und abstruser sie durch ihre Umwelt leiden, desto lustiger für den Leser. So grausam sind wir Menschen eben. Aber wenn es doch Spaß macht *ggg* ...

Miesel ist auch so ein leidendes Kind. Waise, böser Vormund. Der Vormund isst Pommes und leckere Donuts, Miesel kriegt Kartoffeln und altbackenes Brot. Der Vormund besitzt viele verschiedene wunderbar weiche Seidenwäsche, Miesel nur ein altes paar kaputte Socken und seine Kleidung am Leib. Der Vormund spielt mit der herrlichen Eisenbahn, und Miesel muss schuften. Und als Miesel dann auch noch aufbegehrt und dem Vormund einen Streich spielt, wird er zur Strafe verwandelt. Winzig klein ist er nun, und ein Teil der Szenerie der Eisenbahn. Jetzt weiß er auch, warum die kleinen Figuren alle so lebensecht aussehen ...

hach, köstlich! Ich bin schon so richtig gespannt, wie Miesel da herauskommt. Oder ob überhaupt. Es gibt weitere Folgebände, aber wer weiß, vielleicht ist er ja in all diesen Bänden winzig? Bei diesen modernen Autoren, die ihre Kiddies alles nur Erdenkliche leiden lassen, weiß man nie, ob ein Protagonist nun überlebt oder gar ein Happy End erleben darf ... schräg. Absolut schräg. So, wie ich es mag ...

SaschaSalamander 02.07.2007, 15.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

McDermid Abgekupfert

mcdermid_affaire_150.jpg"Echo einer Winternacht" war einer meiner ersten Krimis, und ich war begeistert. Außerdem las ich sehr ungern Romane von Autorinnen, und ValMcDermid war die erste Autorin nach langem, an die ich mich heranwagte. Und ich war begeistert. Von der Frau, und von ihrem Krimi. Es folgten dann ein paar Kathy Reichs, Higgins Clark, Jilliane Hoffmann, Sandra Brown und andere. Aber für mich ist und bleibt es eben Val McDermid. Was mir vor allem an "Echo einer Winternacht" gefiel: nicht soviel blutige Darstellung wie in den anderen Büchern. Die Fähigkeit, auch ohne große Action sehr viel Spannung zu erzeugen. Nun ja, spätestens in "Die Erfinder des Todes" durfte ich erfahren, dass sie sehr wohl blutig und grausam schreiben kann. Nagut, spannend waren die Sachen noch immer. Ich habe mir inzwischen auch Bücher von ihr gekauft, "ein Ort für die Ewigkeit" und "Abgekupfert", und in der Bücherei schnappe ich mir jedes nur greifbare Hörbuch. So fielen mir "Tödliche Affaire" und "Wen es trifft" in die Hände ... und Euch erwartet hier wieder eine Double Feature ;-)

Zuerst hörte ich "Tödliche Affaire". Ehrlich gesagt, die CD enttäuschte mich etwas. Zwei Kurzgeschichten, recht nett vorgetragen von Thomas Meinhardt. Aber irgendwie ohne Biss, fand ich. Die erste handelt von einem Schriftsteller, der die Geschichte in der Ich-Form erzählt. Er hat ein paar seltsame Gelüste und sucht sich auf recht umständliche Weise eine Schriftstellerin, deren Schreibstil ihm gefällt, deren sexuelle Anteile der Romane (Krimis soll sie schreiben) ihn erregen. Und der schreibt er dann ein Fanmail, macht sich langsam an sie heran, gewinnt ihr Vertrauen, bis sie sich endlich mit ihm trifft. Und dort lebt er seine Phantasie dann endlich aus. Wobei ich fand, dass das etwas arg einfallslos war *gähn*. Irgendwie hatte ich mir mehr davon versprochen, es kündigte sich ein kranker Psychopath an, geboten wurde dann ein 0815 Kleinstadtkiller.

Die zweite Geschichte handelt von einem Ganoven, der endlich zurück ins bürgerliche Leben möchte. Aber wie soll er das mit seinem Lebenslauf gestalten, wie die Lücken erklären? Und so beschreibt er in einem fiktiven Bewerbungsgespräch seinen Werdegang, bis er an den Punkt kommt, an dem sich das Blatt wendet: eine junge Anwältin will ihren Freundinnen zur Selbstjustiz gegen prügelnde Ehemänner unterstützen und braucht eine Art "Geldeintreiber", der den Männern in deren Sprache erklärt, was hier läuft ... notfalls auch mit Baseballschläger ... tja, und so einfach kann Geldverdienen sein ...

Ich war ehrlich gesagt recht enttäuscht. Von beiden Geschichten hatte ich mir mehr versprochen. Die erste begann spannend und endete kurz vor dem sprichwörtlichen Höhepunkt abrupt einfallslos, die zweite zog sich eine halbe CD lang hin, bevor sie dann endlich zum Punkt kam. Schade. Ich kenne McDermid eigentlich besser.

Dann die andere CD: "Wen es trifft und Wer den Wagen ins Rollen bringt". Gesprochen von Eva Gosciewicz, ich mag ihre Stimme. Aber ich werde die CD nicht hören, denn ich habe festgestellt, dass ich die Geschichten bereits kenne: sie stammen aus "Abgekupfert". Ich habe die Angewohnheit, Bücher mit Kurzgeschichten nicht von vorne bis hinten zu lesen, sondern je nach Lust und Laune hier und da mal eine Geschichte herauszupicken. Daher kannte ich die Geschichten der ersten CD noch nicht. Aber als ich den Klappentext zu "wen es trifft" las, wusste ich es sofort. Wollen die Macher nun also wirklich Geld verdienen, indem sie jeweils zwei Kurzgeschichten der Autorin auf CD packen, bis das Buch durch ist? Ehrlich gesagt, da halte ich die 2,99 für dieses kleine Büchlein (meist als Mängelexemplar in Läden günstigst erhältlich) besser angelegt als in den CDs. Die Sprecher sind nett, aber keine Weltklasse. Und wenn sich die Story wie in der Geschichte mit dem Kleinganoven zu lange hinzieht, kann man auch mal überfliegen. Eine CD enthält 2 Geschichten und kostet 8 Euro, das Büchlein enthält 11 Geschichten und kostet 3 Euro ...

mcdermid_trifft_150.jpgDoch, zum Selbstlesen sind die Kurzgeschichten sehr gut geeignet. Ich stöbere gerne in diesem Büchlein und lese heute mal die eine und in ein paar Wochen die nächste. Aber das Geld für die Hörbücher dazu würde ich nicht ausgeben. Mein Tipp: besorgt Euch das Buch bei >Tauschticket<, genießt die Geschichten ein kleinen gemütlichen Dosen vorm Schlafengehen. Es gibt Hörbücher, in die man sein Geld sinnvoller investiert ;-)

SaschaSalamander 02.07.2007, 09.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Kurzgeschichten, Krimi,

Statistik KW 26

Gelesen
Schattensaiten 01 - 03
Rätselhafte Körpervorgänge (Brater J.)
Du hast angefangen! - Nein Du! (McDee)
Miesel 01 - der Kakerlakenzauber (Ogilvy, I.)

Gekauft
/

Geschenk
Popsy

Buchticket
/

Vorgemerkt
/

Filme
Happy Feet
Nachts im Museum

SaschaSalamander 01.07.2007, 17.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Podcast

Ach, schön, endlich hat es geklappt, ständig hielt mich etwas anderes davon ab. Erst hatte ich keine Zeit, dann stellte ich mich einfach zu blöd an für die Technik, dann hat mich eine Krankheit meine Stimme gekostet, und jetzt endlich kam ich mal dazu, mich ein wenig im Aufzeichnen zu üben. Kann jetzt also auch endlich meine Stimme erheben *miep*. Das Podcasten wird das kleinste und letzte Hindernis sein, aber das bisschen Quelltext werd ich schon irgendwie schaffen ...

und so wird es nun allsonntäglich nachmittags einen Podcast hier geben. Aber weil ich nicht sonderlich auf das brave "Wort zum Sonntag" stehe, ist das Thema der nächsten Zeit nicht ganz so brav: ich möchte einige Märchen der Gebrüder Grimm vorlesen, die nicht ganz so bekannt sind wie Rotkäppchen oder Dornröschen. Klar, brutal sind diese ja auch, aber es gibt da schon einige Gemeinheiten mehr. Und wusstet ihr schon, wie grausam die alten Fabeln manchmal waren? Puh, nix für Zartbesaitete, Anklicken ab Sonntag auf eigene Gefahr ;-)

Wer es lieber etwas sanftmütiger mag, der findet ab heute ab und zu auch einzelne Beiträge von mir im >Märchenblog< ;-) Ein klasse Projekt, das Bea da aufgezogen hat, und ich bin froh, dass ich endlich meinen Teil dazu beitragen kann, lange genug hat es ja nun wirklich gedauert, bis ich das auf die Reihe bekam *g* ...

SaschaSalamander 27.06.2007, 15.59| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Podcast

Nonstop für Englischmuffel

fermer_bmx_150.jpgHm, da habe ich also die Aufgabe, einer eher wenig motivierten Schülerin auch über die Sommerferien Englisch-Nachhilfe zu geben. Keine leichte Aufgabe, wenn es heiß ist und sie vermutlich lieber im Freibad läge. Wenigstens gibt es keinen aktuellen Schulstoff, an dem man klebt. Und so wühlte ich in der Bibliothek, ob es mal ein etwas anderes Jugendbuch gibt, mit dem man auch Lese- und Lernmuffel ein wenig motivieren kann. Und ich habe ein Buch gefunden, besser gesagt, sogar eine ganze Buchreihe!

Nonstop BMX - Christine ist in Johnny, den Schwarm der Schule verliebt, aber der interessiert sich nur für BMX. Deswegen beginnt sie auch mit diesem Sport. Und dann will sie endlich an den Masters, DEM Turnier schlechthin, teilnehmen, aber dafür sind doch tatsächlich nur Jungen zugelassen! Es bleibt ihr also nur die Möglichkeit, sich in Chris zu verwandeln, ihre langen Haare abzuschneiden und alle zu täuschen. Johnny lacht sie aus, aber SIE weiß, dass sie es schaffen wird und lässt den Macho stehen. Anfangs klappt auch alles wunderbar, aber dann verliebt sie sich in Vincent, einen coolen Teilnehmer aus Dublin ... und die andere Version: seit er das Masters - Turnier vor einem Jahr versabbelt hat, denkt Vincent an nichts anderes mehr als an sein tägliches Training. Aber dann passiert eine blödes Missverständnis an der Schule, für das seine Eltern ihm zwei Wochen Hausarrest aufbrummen. Und wie soll er jetzt trainieren? Also trickst er und sagt, das Turnier ginge schon früher los, und fährt zu seinem Kumpel Johnny nach Deutschland, um bei ihm zu trainieren. Dort trifft er auf Chris und ist ganz schön verwirrt über diesen seltsam Typen ... als der ihn dann auch noch küsst, ... also ... wäääääh!

Inzwischen gibt es drei Nonstop - Bücher: BMX, HipHop und Survival. Das vierte, Chatten, wird im September diesen Jahres erscheinen. Während sich BMX um Sport dreht, geht es in HipHop natürlich um Musik, in Survival um eine Klassenfahrt mit spannendem Krimi, in Chatten um eine Internetbekanntschaft. Und natürlich um Jungs und Mädels, einmal aus der einen Sicht, einmal aus der anderen. Einmal auf Deutsch, einmal auf Englisch. Einmal das Mädel, das andere Mal der Junge. Somit also für beide Zielgruppen sehr gut geeignet und witzig zu lesen.

Der Schreibstil ist witzig und einfach gehalten. Und auch ich als Erwachsene habe derzeit meinen Spaß an der Lektüre, das Bearbeiten für den Unterricht geht locker von Hand. Die Story ist so angenehm zu lesen, dass meine Schülerin und ich fast das Ende der Stunde verpasst hätten ;-)

Mit anderen Büchern habe ich immer folgendes Problem: WIE bitteschön soll ich einen Jugendlichen motivieren, ein Kinderbuch auf Englisch zu lesen? Da fühlen sich meine Kids ziemlich hochgenommen, es ist ihnen peinlich. Kinderbücher liest man mit 14 einfach nicht mehr! Aber wenn ich ein normales Jugendbuch auf Englisch nehme, ist der Wortschatz einfach zu schwer, und das ist frustrierend. Mit seinen Nonstop-Büchern hat Fermer den Spagat zwischen einfacher Sprache und jugendgerechtem Inhalt super geschafft!

Das Englisch ist je nach Schulart etwa im zweiten bis dritten Lehrjahr anzusetzen, nicht zu kompliziert im Wortschatz und den grammatikalischen Verschachtelungen, aber hier und da schon einmal recht tricky und mit netten Wortspielen (e.g. "the penny dropped in his head like the money in the phone") versehen. Für Schüler, die schon etwas weiter sind - wie bei meinem Mädel - kann man die Fragen zum Text ja etwas komplizierter gestalten, auch dafür bietet der Roman recht gut Raum. Schwerere Vokabeln und Wortwendungen sind im Text hervorgehoben und in der Fußnote erklärt, sodass auch ohne Wörterbuch gut gearbeitet werden kann.

Ich übe mit meiner Schülerin daran Mediation (deutsches Umformulieren des englischen Textes), Listening (ich lese vor, danach muss sie Fragen zum Text beantworten), Lückentext (einen Lückentext mit Vokabeln aus dem Text vervollständigen). Und weil wir auch Deutsch üben, eignen sich die deutschen Passagen prima für Aufsätze und Erzählungen.

Nicht nur für den Unterricht sind diese Bücher sehr gut geeignet, sondern auch für Eltern, die ihre Kids mal ein wenig motivieren wollen, Englisch zu lesen. Schulenglisch ist ganz nett, aber die Texte in den Schulbüchern - ich will ehrlich sein, ich habe schon einige Schulbücher meiner Kids durchgeblättert, und sie sind ausnahmslos knochentrocken. Ich frage mich oft, wie den Kindern dadurch Freude an einer Sprache vermittelt werden soll? Sprache muss doch lebendig sein, Spaß machen, die Jugendlichen sollen merken, dass sie die Sprache selbst anwenden und gebrauchenfermer_survival_150.jpg können, dass sie sie im Alltag nutzen können. Und das gefällt mir an den Büchern von David Fermer: der Inhalt ist mitten aus dem Leben der Kids gegriffen, und sie sind weder lehrreich noch belehrend, sondern machen einfach nur Spaß. Weil die Sprache gut verständlich ist, muss nicht ständig unterbrochen werden für Nachfragen, sodass ein flüssiges Lesen möglich ist. Englisch, Deutsch, egal, weiterlesen, jedes Kapitel ist sehr kurz und mit einem spannenden Cliffhanger versehen, sodass man es kaum aus der Hand legen kann. Nur noch ein paar Seiten, ...

Also, Ihr Englischmuffel: ich wünsch Euch viel Spaß ... nicht beim Lernen, sondern beim Lesen und Lachen ;-)

SaschaSalamander 27.06.2007, 10.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Jugend, Tip,

Rätselhaftes Etwas

Was ist ein Portschlüssel, und wozu dient er?

SaschaSalamander 25.06.2007, 16.17| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rätsel

Jung blond tot und Der Jäger

Gerade höre ich "Der Jäger", vor einigen Wochen hatte ich "Jung, blond, tot" im Ohr. Und weil ich finde, dass sich die beiden Romane sehr ähneln, genügt wohl eine Rezension für beide. Wozu zweimal den gleichen Text schreiben und meine Leser quälen, für Wiederholungen müsst ihr lediglich den Fernseher einschalten ;-)

"Jung, blond, tot" ist der erste Krimi um Julia Durant, ehemalige Mitarbeiterin der Sitte, nun neu in der Mordkommission bei den Kollegen Berger und Helmer. Sie wird direkt in eine grausige Mordserie hineingezogen, bei der junge, blonde Frauen vergewaltigt und misshandelt werden. Die Spur führt in die Frankfurter Oberschicht, und sehr lange Zeit tappen die Kommissare im Dunkeln, bevor ein Zufall sie auf den Mörder stößt ... wenn Julia mit allem gerechnet hätte - aber dieser Fall setzt ihr dann auch privat doch sehr zu.

In "der Jäger" wird eine Reihe von Frauen ermordet aufgefunden, welche scheinbar durch nichts, absolut nichts miteinander verbunden scheinen. Bis den Ermittlern der abstruse Gedanken kommt, ob es wohl das Sternzeichen sein könnte? Längere Gespräche mit einer Astrologin helfen ihnen tatsächlich weiter, und immer sonderbarer scheint es, was der Täter mit seinen Morden eigentlich vorhat. Und alle Opfer schienen den Täter zu kennen. Durant muss vorsichtig sein: auch ihr Horoskop trägt die gleichen Merkmale wie die der Ermordeten ...

Die Handlung von Franzens ... Franz´s ... ach, also, Andreas Franz lässt seine Krimis im Frankfurter Großraum spielen. Wer in Oberursel, Darmstadt, Frankfurt lebt, wird die Lokalitäten wohl alle wiedererkennen und ein klares Bild vor Augen haben, wenn Durant und Berger ermitteln. Dadurch wirkt der Krimi natürlich um ein Vielfaches lebendiger und greifbarer für uns als die Romane von Cornwell, Higgins-Clark, Brown oder anderen AutorInnen.

Sprachlich - naja, es ist ein deutscher Autor, kleine Unzulänglichkeiten können also nicht dem Übersetzer in die Schuhe geschoben werden. Ich finde, dass sich sehr häufig Sätze und Handlungen wiederholen (als Nichtraucher bemerke ich, wieviel Wert auf Rauchen und Zigarettenmarken gelegt wird). Beim Hören glaubte ich im ersten Moment einige Male, diese Szene bereits gehört zu haben, einfach weil sie einer früheren Situation nur allzu ähnlich war. Julia raucht. Nimmt ein Bad. Telefoniert. Ist alleine zu Hause. Sie befragt die Verdächtigen, alle bekommen die gleichen Fragen gestellt, alle antworten auf ähnliche Weise. Es zieht sich manchmal schon sehr, wenn die dritte oder vierte Person befragt wird. Natürlich klingt jeder auf seine Weise verdächtig, denn weil es - Krimi eben - alles nur ein großer, tiefer Sündenpfuhl ist (Sex, Drogen, jeder mit jedem), hat eben jeder etwas zu verbergen und beantwortet die Fragen anfangs nur unzureichend. In beiden Fällen soll der Leser wohl darauf gedrängt werden, Person xy zu verdächtigen (unsympathisch, zwielichtige Vergangenheit, hat eindeutig gelogen, Womanizer dem die Opfer vertrauten, wusste für den Mord relevante Details aus dem Privatleben der Frauen), und einige Zeit vor Ende wird diese Person dann ermordet. Weil sie den Täter zu kennen glaubt, zur Rede stellt und von ihm getötet wird. Äußerst einfallsreich, jau *hüstel*. Und dann ist der Täter jemand, mit dem man als Leser nicht gerechnet hat. Eigentlich auch gar nicht rechnen konnte. Wie in alten Wallace- und anderen Krimis: es werden Hintergründe, Zusammenhänge und eine Vergangenheit und ein Motiv genannt, welches ziemlich konstruiert klingt und jeder der verdächtigen Akteure angedichtet hätte werden können. Man fühlt sich als Leser in diesem Moment wenig ernst genommen.

Aber ansonsten ... naja, man sollte die Romane von Andreas Franz in einem zeitlichen Abstand von mehreren Monaten lesen, weil sich sonst einfach zuviel wiederholt, sprachlich wie auch im Handlungsmuster. Aber wenn man ihn nicht zu oft konsumiert, doch, dann bietet er wirklich eine sehr gelungene Unterhaltung. Flüssig geschrieben, sehr spannend. Julia Fischer, welche die Durant-Romane liest, hat eine sehr angenehme Stimme, trägt den Text sehr souverän und selbstbewusst vor, ich lausche ihr sehr gerne. Und da die Hörbücher die gekürzte Version der kompletten Taschenbücher sind, empfehle ich den Lesern, auch hier eher auf die Audio-Version zurückzugreifen, um die häufigen Wiederholungen zu vermeiden. Dadurch wird der Roman um einiges spannender ;-)

franz_jungblondtot_190.jpg

SaschaSalamander 25.06.2007, 10.07| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Krimi, Deutsch,

Gewissen

Was sagt Dein Gewissen?
"Du sollst der werden, der Du bist"
(F. Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft; Reclam, 2000; § 270)

SaschaSalamander 24.06.2007, 19.46| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Zitate

Statistik KW 25

Gelesen
Der Jäger (A. Franz)
Nonstop BMX (D. Fermer)
Wächter des Tags (S. Lukanjenku)
Die TUN nichts, die wollen nur SPIELEN (N. Bleuel; C. Hohwieler)

Gekauft
/

Geschenk
/

Buchticket
/

Vorgemerkt
Finale (Haye, Jenkins)

Filme
/

SaschaSalamander 24.06.2007, 11.41| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Die TUN nichts, die wollen nur SPIELEN

bleuel_TUN_150.jpgHeute Vormittag gehört, heute Nachmittag schon frisch rezensiert ;-) Quietschrosa lag dieses Hörbuch zwischen den anderen in der Bibliothek, und ich konnte nicht daran vorbei. Schon wieder ein Briefroman, diesmal zwei Freundinnen rund um den Alltag.

Eine nähere Inhaltsangabe kann ich kaum geben. Die beiden unterhalten sich über ihren Alltag und ihre Männer. Es beginnt damit, dass Natty ihrer Freundin Chrinstine ihr Leid klagt, und dass sie bei der Shiatsu-Massage endlich erkannt hat, was sie in der letzten Zeit immer so in Wut bringt: Ihr Mann ist es. Die Wurzel allen Übels. Tagsüber ist sie so gut gelaunt, aber sobald er wieder nach Hause kommt, geht es wieder los, das Geknatsche und Gezanke. Und so tauschen sie sich aus. Anfangs lassen sie so richtig Dampf ab über die bösen Männer, ihre lästigen Eigenheiten, ihre schrulligen Macken und ihre Rücksichtslosigkeit. Dann kommt hier und da auch mal ein wenig Selbsterkenntnis hinzu, denn der Nestbautrieb einer Frau mit allem Möbelrücken ist auch nicht gerade der Traum eines Mannes. Und auch ihre Methode "stummer Vorwurf" ist nicht gerade fair, eigentlich sollten sie ihren Männern sagen, was tatsächlich Sache ist ... und dann geht es über in die Frustigkeiten der Kindererziehung, der Haushaltsführung, die lästigen Pfunde und die mangelnden Möglichkeiten der Selbstentfaltung zwischen Wäschekorb, Kinderpflege und ehelichen Pflichten ...

Nicht so wortgewandt wie "gut gegen Nordwind", nicht so witzig wie die Bücher von Susanne Fröhlich (Moppel-Ich, Runzel-Ich, Frisch gemacht etc), aber eine angenehme Mischung aus beidem. Viele Aha-Effekte, immer wieder denkt man sich "jaaaaa, genau, das macht meiner auch", oder als Mann dann "stimmt, meine ist echt genauso" ... es ist keine böse Abrechnung mit dem anderen Geschlecht, sondern einfach eine nette Möglichkeit, direkt und dennoch humorvoll die Stolpersteine im täglichen Miteinander zu reflektieren. Kein allzu großer Tiefgang, aber keinesfalls oberflächlich ...

Einziges Manko: es beginnt mittendrin und hört ebenso plötzlich auf. Es gibt zwar einen roten Faden, aber keinen Anfang und kein Ende. Es ist keine Handlung, um die es sich ragt, sondern die beiden kennen sich schon recht lange, tauschen auch scheinbar schon sehr lange Briefe miteinander aus. Und mit irgendeinem davon beginnt es. Und auch nach dem letzten Brief ist klar, dass es noch jahrelang so weitergehen wird und auch auf diesen Brief noch eine Antwort folgt. Einfach eine kleine Episode quasi, aus dem Leben gegriffen, wie sie hier und heute zwischen zwei Freundinnen täglich so ablaufen könnte. Als die Geschichte plötzlich abrupt zu Ende war, war ich erst einmal für einen kurzen Moment perplex. Ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass etwas fehlt und ich unzufrieden zurückbleibe, aber ein wenig arg spontan war das schon ...

Einfach mal nett für zwischendurch. Wer mal wieder so richtig gefrustet ist und wie Natty aus lauter Wut den Mülleimer in der Küche ausgeleert und dann die Dreckwäsche drübergekippt hat, um darauf herumzutrampeln und vor sich hinzubrüllen, wie gemein doch alle zu ihr sind, ja, der wird sich darin ebenso wiederfinden wie die ganz normale gesunde Ehefrau von heute ;-)

SaschaSalamander 22.06.2007, 15.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Frauen, Humor, Deutsch,

Damit können sich wohl viele identifizieren

Weil ich "gut gegen Nordwind" so witzig fand, habe ich mich heute gleich auf den nächsten Briefroman gestürzt, der mir in die Finger fiel: "Die TUN nichts, die wollen nur SPIELEN" ... und während ich gefrustet das dreckige Geschirr in die Spüle räume und stinkende Wäsche sortiere, muss ich lachen und lachen über die beiden Frauen, die sich hier so herzlich über ihre Männer ärgern ... Zwei Freundinnen, die sich in den Briefen über Lust und vor allem Frust des Alltags ihres Ehelebens auslassen. Männer in Jogginghosen, die vor dem Fernseher sitzen und der Ansicht sind, man müsse Kompromisse schließen: wenn ER ihren Ordnungssinn akzeptiert, warum ist SIE nicht bereit, seinen Sinn für Unordnung hinzunehmen? Er könnte ihr seine Unordnung schließlich genauso aufdrängen wie umgekehrt *rofl* ... und das Schöne ist, dass die Frauen auch ihr eigenes Fehlverhalten humorvoll zur Sprache bringen (Nestbau, Umbauaktionen in der Bude, stummer Vorwurf, usw) ... köstlich, einfach köstlich ...

Und jetzt hör ich auf mit Tippen, muss mich noch um Berge von Geschirr und Wäsche kümmern, während ich flott weiterhören werde ;-)

SaschaSalamander 22.06.2007, 09.36| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Aktuelles

Statistik KW 24

Gelesen
Lady Bedford 4-5 (?)
Sexy Sushi (J. Buttgereit)
Emilys Geheimnis (L. Kessler)
Vermiss mein nicht (C. Ahern)
Tödliche Affaire (V. McDermid)
Jonas, der letzte Detektiv 23 (M. Koser)
Barfuss durch Hiroshima 02-04 (K. Nakazawa)

Gekauft
Verrat ich nicht ;p

Geschenk
/

Buchticket
Verrat ich auch nicht ;p

Vorgemerkt
/

Filme
/

SaschaSalamander 17.06.2007, 12.53| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Seminar zum Vorlesen

Leider bin ich jemand, der alles auf den "letzten Drücker" macht. Aber wie es das Schicksal will, ich habe dabei trotzdem meistens Glück. So auch diesmal. Das Seminar war schon kurz nach Bekanntgabe restlos gefüllt, und nach einigen Absagen kamen Leute aus der Warteliste nach. Rappelvoll, nix mehr zu machen. Aber gerade heute, kurz bevor ich anrief, hat eine Dame sich abgemeldet, sodass ich dennoch aufrutschen konnte. Und so werde ich morgen an der Fortsetzung des Seminares teilnehmen, das ich knapp eine Woche vor Eröffnung dieses Blogs hier besuchen durfte (jau, ich erinnere mich so genau an den Termin, weil ich noch weiß, dass ich sehr lange überlegt, ob ich davon bloggen soll oder nicht) ...

Also werde ich morgen von 10 bis 15 Uhr in der Bibliothek das Seminar "Lebendig vorlesen" mit Frau Wiedemann besuchen. Sehr schön, ich freue mich schon sehr darauf und bin überglücklich, dass es noch geklappt hat mit dem freien Platz!

Im ersten Teil lernten wir, wie man sich vorbereiten kann, wie man ein Vorlesen einleiten kann (etwa mit Regenmacher, Klangschalte, etc), ein paar Dinge über Atemtechnik und Luft, Entspannung. Und darüber, wiesehr die Betonung eine Satzaussage verändern kann. Woran ich mich am deutlichsten erinnere, war, als wir jeder einen Satz losen mussten. Nur ein einziger Satz. Z.B. "Gehst Du schon?" oder "Das habe ich gesehen" oder ähnlich einfache Dinge. Und dann sollten wir uns eine kleine Geschichte dazu überlegen, die hinter diesem Satz steht, um ihn dann entsprechend zu betonen. Die anderen in der Runde hatten die Aufgabe, die Situation hinter dem Satz zu erraten ... das war wirklich sehr faszinierend ... probiert es selbst einmal aus! ;-)

Und morgen dann die Fortsetzung, ich kann es kaum erwarten!
Klar, dass ich Euch ausführlich davon erzählen werde ...

SaschaSalamander 15.06.2007, 20.49| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Events

Schiff im Sturm auf hoher See

Eines meiner liebsten Kinderbücher beginnt damit, dass sich Kinder in einem Amphiteater versammeln und spielen, dass sie sich auf einem großen Schiff mitten in einem wilden Sturm befinden. Wie heißt das Kind, welches die Gruppe "anführt"?

SaschaSalamander 12.06.2007, 10.07| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rätsel

Gut gegen Nordwind

glattauer_nordwind_150.jpgLiebesromane lese ich nicht. ICH nicht. Wäre ja noch schöner. Naja, außer von Sparks. Und Levy kann - nicht in allen, aber ab und zu - auch ganz gut schreiben. Aber ansonsten ... nööö, ich nicht. Und wenn ich geahnt hätte, dass "Gut gegen Nordwind" eine Art Liebesroman ist, dann hätte ich ihn auch nie in die Hand genommen. So aber stand dieses Cover völlig unscheinbar und vermeintlich harmlos zwischen den anderen Hörbüchern in der Bibliothek. "Gut gegen Nordwind", was ist DAS denn für ein seltsamer Titel ... noch nie gehört. Klappentext gelesen. Naja, Liebeszeugs nicht wirklich, aber Mailroman, das klingt ganz nett. Außerdem soll er lustig sein. Wenigstens aus letzterem Grund habe ich den Titel also mitgenommen. Typische Ausrede: "er bringt mich eben zum Lachen" ...

Emmi Rothner ist ziemlich chaotisch und flitzt durchs Web ohne große Schwierigkeiten. Und so passiert es ihr ständig, dass sie beim Kündigen ihres Abonnements nicht den Verlag Lieke anschreibt, sondern den Herrn Leo Leike, nur wegen so eines kleines Buchstabendrehers in der Mailaddresse. Kein Wunder, dass ihr Abonnement niemals gekündigt wird. Und als sie nach unzähligen Mails irgendwann einmal pampig wird, antwortet der Herr Leo Leike ihr endlich. In einem deutlichen, freundlichen, recht witzigen Ton. Emmi entschuldigt sich, und damit ist die Sache erledigt. Bis Emmi ihm zig Monate später versehentlich eine Massenrundmail schickt. Leo, der gerade eine üble Trennung hinter sich hat und eigentlich auf das Mail seiner Angebeteten wartete, reagiert ziemlich sarkastisch, Emmi kann dies nicht auf sich sitzenlassen, und so beginnt ein Mailwechsel, der die beiden ziemlich verändern wird ...

Sie tauschen ihre Gedanken aus, finden Gefallen am Schreibstil und der Art des anderen, erzählen hier und da seltene Dinge aus ihrem Privatleben, bleiben jedoch weitgehend distanziert und anständig. Nur manchmal lassen sie hindurchblicken, dass da mehr ist, als sie vorgeben ... etwa wenn sie verzweifelt auf seine Mails wartet (er ist ihm Urlaub, hatte es ihr nicht erzählt), erst langsam zögernd zu fragen beginnt, wo er dann sein könnte, irgendwann pampig wird und ihn dann sogar via Mail beschimpft, weshalb er nicht antwortet. Sie ist eben süchtig nach den Leo-Leike-Mails. Oder wenn Leo weintrunken auf der Couch sitzt, den Laptop vor sich, und Emmi gesteht, was er für sie empfindet. Aber das war natürlich nur der Wein, er weiß ja schließlich auch, dass Emmi in einer glücklichen Beziehung mit Bernhard steckt und nicht für ihn frei ist.

Sie möchten sich gerne kennenlernen, die Stimme des anderen hören, ein Gesicht mit den Zeilen verbinden. Aber vor jedem Anruf, vor jedem Treffen fürchten sie sich. Denn es könnte das Ende einer wunderbaren Mailbeziehung sein. Kann die Realität tragen, was im Netz begann? Und immer wieder finden sie einen weiteren Grund, weshalb sie sich heute nicht treffen können, obwohl sie doch sogar in der gleichen Stadt wohnen ... doch ihre Gefühle füreinander werden immer heftiger, Leo begehrt Emmi, und Emmi weiß nicht mehr, was sie nun eigentlich tun soll ...

Ach, köstlich, ich habe dieses Buch an nur einem einzigen Tag verschlungen! Die Kopfhörer schienen an meinen Ohren festgewachsen, ich musste alle Arbeiten liegenlassen und mich auf dieses Buch konzentrieren. Wirklich klasse. Briefromane waren ja von jeher schon sehr beliebt, ob damals "die Leiden des jungen Werther" (Goethe), ob modern wie die "Beatrice Letters" (Lemony Snicket), es ist ein geeignetes Medium, um dem Leser eine Handlung einmal aus einer etwas ungewöhnlichen Sicht zu präsentieren. Kein allwissender Erzähler, kein Blick in die Zukunft, der Leser weiß nicht mehr als das, was die beiden Personen einander schreiben. Und es gibt jede Menge "Cliffhanger", denn natürlich werden im Brief zwar ein paar Fragen beantwortet, aber es werden neue Fragen aufgeworfen, und der Leser will immer mehr wissen, ebenso wie der Empfänger des Briefes kann er es nicht erwarten, endlich eine Antwort zu erhalten!

Da die Emails in der heutigen Zeit natürlich rasanter und impulsiver sind als die Briefe, welche man damals in langen Abendstunden verfasste, ist auch "gut gegen Nordwind" unglaublich temporeich, emotional und spritzig. Er in seiner wortgewandten, kurzgefassten, treffsicher ironischen Art, sie in ihrem sprudelnden Tempo ohne Punkt und Komma, beide wissen den Gegenüber ihres Mails ebenso für sich zu gewinnen wie der Autor den Leser. Zwei Menschen, die sich nie gesehen haben und dennoch mehr füreinander empfinden, als sie eigentlich sollten. Zwei fiktive Figuren, die dem Leser schon nach wenigen Sätzen sosehr ans Herz wachsen, dass er das Buch nicht mehr schließen kann kann bis zum Ende.

Hm, das Ende ... naja, wie schon gesagt, es gibt kaum einen Liebesroman, der wirklich gut endet. Vielleicht, weil auch das Leben nicht wirklich ein Happy End in sich trägt. Vielleicht, weil es unrealistisch wäre, wenn am Ende alle zufrieden sind, denn meist gibt es am Ende auch immer Leidtragende. Aber warum musste dieser Roman SO enden? Ich finde, es hätte andere Möglichkeiten gegeben, das Buch zu beenden. Vielleicht wollte der Autor sich die Möglichkeit für einen zweiten Teil offenlassen, aber auch das hätte geschickter gelöst werden können. Nun, kurz, ich war vom Ende sehr enttäuscht.

Ansonsten alles top. Und in diesem Fall kann ich jedem, der ansonsten nicht so von Hörbüchern begeistert ist, empfehlen, dennoch die Hörversion zu sich zu nehmen. Christian Berkel und Andrea Sawatzki sind wie geschaffen, bessere Stimmen für Leo und Emmi hätten nicht gefunden werden können. Ihre rotzfreche, selbstbewusste und zugleich auch sensible und warmherzige Art spiegeln sich hervorragend in Andreas munterem Tonfall, und niemand könnte Leos ruhige, gedankenvolle, ironische und melancholische Wesen besser darstellen als Christian Berkel. Wie ein Gewehrfeuer lässt Andrea ihren Text auf Leo los, und gekonnt gemächlich aber keinesfalls behäbig kontert Christian im nächsten Mail auf Emmis Kaskaden. Leo, Andrea, Emmi, Christian, man kann kaum noch auseinanderhalten, Stimmen und Worte passen so gut zusammen, als wären sie eins. Selten, dass ich so eine großartige Symbiose zwischen einem Hörbuch und den Sprechern erlebt habe!

Doch, ich kann dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen, der (jetzt mach ich es mal mit Aufzählungen, wie Emmi):
a) Liebesromane sehr gerne mag (denn es ist einer)
b) Liebesromane überhaupt nicht mag (denn er ist trotzdem gut)
c) der selbst ein Mailjunkie ist (denn er wird sich selbst entdecken)
d) mal so richtig lachen möchte (denn er kommt auf seine Kosten)

SaschaSalamander 11.06.2007, 19.00| (4/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Tip, Humor, Romantik,

Statistik KW 23

Gelesen
Lady Bedford 01 - 03 (?)
??? 25 - 26 (A. Hitchcock)
Gut gegen Nordwind (D. Glattauer)
Offenbarung 23, Teil 15 - 16 (I. Gaspard)
Jonas, der letzte Detektiv 16 - 20 (M. Koser)

Gekauft
/

Geschenk
/

Buchticket
/

Vorgemerkt
/

Filme
Deja Vu

SaschaSalamander 11.06.2007, 16.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Wächter des Tages

Erster Satz:
Das Auto hielt Juha Mustaioki an, der jetzt der Ranghöchste in ihrer kleinen Gruppe war.

Letzter Satz:
"Darauf kann er ohnehin verzichten"

Dritte Geschichte: "Eine andere Kraft"
aus S. Lukanjenko: "Wächter des Tages", Heyne 2006

SaschaSalamander 06.06.2007, 20.33| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz

Und immer das dämliche Ende

So, fertig ... habe viel gearbeitet, während ich die 4 CDs in einem Rutsch gehört habe. Rezi tippe ich heute Abend oder morgen früh. Aber es nervt mich, ärgert mich, macht mich wütend. Warum müssen alle Liebesgeschichten so blöd enden? Dass ein Happy End in den wenigsten Fällen möglich ist, ist mir schon klar. Wen interessiert es, wenn Romeo und Julia heiraten? Warum sollten der Flaschenpostschreiber und die Reporterin einem plärrenden Balg die Windeln wechseln? Kann die Erfolgsdame tatsächlich ihre Karriereleiter verlassen und mit einem flüsternden Tiertherapeuten in der Einöde Amerikas leben? Ach Quatsch ... das Leben ist nicht schön, und es hat kein Happy End. Aber es stört mich, dass die Leute dabei immer sterben müssen, dass Brüche abrupt kommen müssen, dass Geschichten tragisch enden, dass erst einmal ein Drama (ob nun realer, empfunden oder sonstiger Natur) stattfinden muss. Können sie nicht einfach einmal enden mit "hey, okay, dann war es eben doch nix, aber war ein netter Gedanke, war eine schöne Zeit, und lass und weiterhin gute Freunde bleiben"?

Das ärgert mich ... und wieder ein weiteres Buch aus der Kategorie "hätte ein wundervolles Buch sein können und ist es eigentlich noch immer, wenn nur das Ende nicht wäre" ... die Versuchung, es noch einmal zu lesen, ist sehr groß, es war wirklich witzig. Aber das Ende ist frustrierend. Ich sollte endlich einmal wirklich anfangen, schriftstellerisch aktiv zu werden. Meine erste Aufgabe wird es sein, den wenigen Liebesromanen und -filmen, die mir gefallen (Message in a bottle, Pferdeflüsterer, Stadt der Engel, Always, Wie ein einziger Tag, Das Lächeln der Sterne u.a.) weitgehend ein neues Ende zu verpassen ... vielleicht bin ich DANN zufrieden ...

*grummel*
*motz*
*vorsichhinbrabbelndgrummelt*

Mir ist schon klar, dass es rein technisch für den Autor schon recht schwer ist. Würde es weitergehen mit "wir bleiben Freunde", dann wäre es kompliziert, das Buch zu beenden, denn an welcher Stelle sollte er dies tun? Wenn ein Liebesroman oder -film glücklich endet, dann meist vor dem Traualtar. Oder mit dem glückseligen Tod (Philemon u Baucis, wie ein einziger Tag (was in dieser Hinsicht offen blieb). Es ist nicht leicht. Aber schade, dass die meisten Autoren sich deswegen davor drücken *grummel* ...



Wie findet Ihr, dass Liebesgeschichten enden müssen? Kann eine Liebesgeschichte schön enden? Muss sie wirklich immer tragisch oder zumindest abrupt enden? Kann es nicht einmal ein normales, menschliches Ende geben? Wenn Ihr eine Liebesgeschichte schreiben würdet - wie würde diese enden?

SaschaSalamander 04.06.2007, 19.18| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Zerlegt

Drei Minuten und schon bin ich begeistert

Köstlich, köstlich, ich liege grade fast am Boden. "Gut gegen Nordwind" fiel mir in der Bibliothek in die Hände, und im Bekanntenkreis war jemand dermaßen happy darüber und schwärmte mir soviel davon vor, dass ich es dann heute doch direkt mal einlege, anstatt es wie alle anderen "demnächst irgendwann mal" zu hören. Briefromane, oder auch Mailwechsel. Nicht mein Ding. Wie oft schon wollte ich Cecilia Ahern oder andere lesen? Nein, nicht so meine Welt. Ich maile lieber selbst, statt schnulzige Liebesstories zu lesen, die sich auf diesem Wege anbahnen *gähn*

Aber schon drei Minuten, und ich muss so lachen. Wie das Leben und das Internet eben ist. Falls der Rest genauso gut sein wird, ist das Buch köstlich. Ich hoffe, ich lobe es nicht nach drei Minuten umsonst in den Himmel *ggg*, aber zumindest ist das Eis schon einmal gebrochen, ich werde weiterhören.

Warum ich so lache?

Naja, es ist einfach zum Piepen. Gelesen von Christian Berkel und Andrea Sawatzki, sie rotzfrech und quicklebendig, er wirkt etwas ruhiger in seiner Stimme. Im ersten Mail will sie ein Abonnement einer Zeitschrift kündigen, im zweiten Mail nach 13 Tagen fragt sie noch einmal höflich nach, im dritten Mail wird sie höflich-pampig ... und da endlich spontan die Antwort, dass dies eine Privatmailaddi sei und der Verlag Lieke, nicht Leike hieße. Aber sie sei schon die dritte, die abbestellen wolle, die Zeitung müssen wirklich schlecht geworden sein. Ein kurzes Sorry von ihr, Ende. Zig Monate später schreibt sie ein Weihnachtsmassenmail, das typische langweilige "alles Gute, schöne Weihnachten, bliblablubpalavernixgesagt". Schwupps drauf er sofort "vielen Dank für dieses herzliche und nichtssagende Massenmail, obwohl wir uns sozusagen noch weniger als gar nicht kennen. Sie müssen wissen, ich liebe Massenmails an eine Masse, derer ich gar nicht angehöre. mfg" ... und sie erklärt kurz, wie er in ihre Liste geriet und meint dann schnippisch "wenn sie eine bessere Formulierung wissen, jemandem frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr zu wünschen als "frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr", dann lassen sie mich dies bitte wissen, ich verbleibe mit freundlichen Grüßen und wünsche Ihnen frohe Weihnachten und ein frohes neues Jahr" ...

*kicher* ... jau, das ist Mailen, wie es mir Spaß macht ... fehlgeleitete Mails, wem ist das noch nicht passiert ... mir leider nicht, sonst hätte ich wohl schon öfter einmal solche witzigen ironisch - frech - höflichen Mails zurückgetippt *snief*. Oder vielleicht sollte ich sogar mitspielen und so tun als ob? *fg* Ich sollte mir demnächst eine Addresse zulegen, wie viele Menschen sie haben. Vielleicht passiert mir das auch *hihi* ... und wer weiß, vielleicht finde ich ja die Mail-Liebe meines Lebens? *rofl*

SaschaSalamander 04.06.2007, 12.26| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Statistik KW 22

Gelesen
Necrophobia 01 (Div)
Mail 02 (H. Yamazaki)
John Sinclair 19 (J. Dark)
Gänsehaut 01 (R.L. Stine)
Die Geige Delacroix (Hörfabrik)
Ein Mann, ein Fjord! (H. Kerkeling)
Jonas, der letzte Detektiv 12 - 15 (M. Koser)
Der Horror-Trip zum Leubner-Hof (Hörfabrik)
Detektiv Conan Short Stories 13 (G. Aoyama)

Gekauft
Die Visionäre (Complete Collection DVD)

Geschenk
/

Buchticket
Darwin und die Götter der Scheibenwelt (T. Pratchett)

Vorgemerkt
/

Filme
/

SaschaSalamander 04.06.2007, 11.50| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Klappentext Gut gegen Nordwind

"Schreiben Sie mir, Emmi.
Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen.
Schreiben ist küssen mit dem Kopf."


Klappentext von:
D. Glattauer: Gut gegen Nordwind; HörbuchHamburg, 2007


SaschaSalamander 01.06.2007, 18.13| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Zitate

Statistik KW 21

Gelesen
Klavi Klack 08
Die Treppe (J. Whiting)
??? 23-24 (A. Hitchcock)
Die Warnung (J. Banscherus)
John Sinclair 16 - 18 (J. Dark)
Jonas, der letzte Detektiv 05-11 (M. Koser)
Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung (P. Claudel)

Gekauft
/

Geschenk
/

Buchticket
/

Vorgemerkt
/

Filme
/

SaschaSalamander 27.05.2007, 22.24| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Der schönste erste Satz

Hach, es fällt mir wirklich schwer ... soll ich? Soll ich nicht? Die Preise sind wirklich toll, Urlaub in New York, Urlaub auf Rügen, dazu Bücherpackete ... woooow ... und dann noch eine Aufgabe, die wirklich den meisten von uns Buchbloggern leicht fallen dürfte ... ach, egal, ist ein öffentlicher Wettbewerb, und wird bestimmt spannend, wenn wenigstens einer von uns in die Endrunde kommt, ... bin sicher, der Wettbewerb wird Euch ebenso gefallen wie mir. Ist eine klasse Idee: einen ersten Satz tippen ... und dann ein wenig erzählen, warum er uns gefällt. Ist ja nichts anderes als bloggen, oder? ;-)

Hier der offizielle Text der Homepage und des Wettbewerbes der Initiative Deutsche Sprache und der Stiftung Lesen:

Der erste Satz ist wichtig. In der Liebe wie auch in der Literatur. Ein guter erster Satz entscheidet oftmals schon darüber, ob wir uns in einen Menschen oder in ein Buch verlieben, ob wir berührt werden und uns voller Neugier auf das Versprechen einer guten Geschichte einlassen.

Die Initiative Deutsche Sprache und die Stiftung Lesen wollen von Mai bis September 2007 der "Magie" erster Sätze auf die Spur kommen. Mit dem Wettbewerb "Der schönste erste Satz" werden Menschen aller Altersgruppen aufgerufen, den Buchtitel einer deutschsprachigen Autorin oder eines deutschsprachigen Autors zu nennen, dessen erster Satz sie besonders bezauberte, beeindruckte oder neugierig machte.

Die Jury besteht aus bekannten Promis aus dem Bereich Sport, Kultur und Literatur wie Elke Heidenreich, Paul Maar, Thomas Brussig und Marietta Slomka. Gewinnen kann man oben genannte Reisen oder ein Bücherpaket mit den drei Siegertiteln. Und außerdem werden die schönsten Sätze und Beschreibungen in einem Geschenkband veröffentlicht. Und falls es schon nicht mit der Reise klappt - auf so eine kleine Veröffentlichung hoffen wir doch alle, hm? ;-)

>Hier gehts zum Wettbewerb<




SaschaSalamander 24.05.2007, 20.59| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: MachMit

Wer oder was

Wer oder was ist El-ahrairah?

SaschaSalamander 24.05.2007, 10.44| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rätsel

Mit Worten malen

Ich liebe es, wenn ein Autor es vermag, Gefühle und Eindrücke nicht mit Adjektiven zu vermitteln, sondern Bilder zu malen mit seinen Worten, die das Geschehen im Kopf des Lesers lebendig werden lassen. Besonders schlimm sind Klischees ("mutterseelenallein", "Haifisch-Lächeln", "sein Magen krampfte sich zusammen". Das sagt so überhaupt nichts aus, und der Leser kann sich damit identifizieren oder nicht. Ich möchte hier zwei Beispiele aus "Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung" vorstellen, die mich besonders bewegt haben.

Ankunft
An einem Tag im November erreicht das Schiff endlich den Hafen, aber der alte Mann will nicht von Bord gehen. Das Schiff zu verlassen hieße endgültig alles zu verlassen, was ihn noch mit seinem Heimatland verbindet. Deshalb führen zwei Frauen ihn auf den Kai, behutsam, als wäre er krank. Es ist bitterkalt. Der Himmel ist bedeckt. Monsieur Linh will den Geruch des neuen Landes einatmen. Er riecht nichts. Da ist kein Geruch. Dieses Land ist geruchlos. Er drüctk das Kind fester an sich und singt ihm ein Lied ins Ohr. Er singt es auch für sich selbst, um seine Stimme und die Melodie seiner Muttersprache zu hören.
(P. Claudel: M Linh u d Gabe d Hoffnung; Kindler, 2006; S. 09)

Mutterseelenallein. Traurig. Verlassen. Einsam. Heimweh.
Das sind Worte, die ein anderer Autor vielleicht verwendet hätte. Auch ich habe mich schon einsam, verlassen und traurig gefühlt. Wer nicht? Und so assoziiere ich mit solchen Worten, wie sie meist verwendet werden, ein Gefühl, das mit dieser Situation in keinster Weise zu vergleichen ist. Denn mein Heimweh im Schulandheim, das kann man nicht vergleichen mit dem Heimweh eines Menschen, der nach dem Krieg seine Heimat verlassen musste, dessen gesamtes Dorf ausgelöscht wurde, der weiß, dass es "Heimat" nicht mehr gibt und nie wieder geben wird. Aber Claudel schafft es, dem Leser dieses Gefühl zu vermitteln. Es ist bitterkalt, Monsieur Linh kauert sich wohl nun in seinen Mantel, drückt die Kleine fest an sich, schützt sich gegen die Kälte der Welt. Sogar der Himmel ist bedeckt, nicht einmal von oben scheint ein Licht. Ob er, Gott, ihn wohl vergessen hat? Er muss gestützt werden, ist zu schwach, er will diese letzte Brücke nicht überschreiten, würde am liebsten wieder nach Hause fahren. Und nicht einmal einen Geruch verströmt das neue Land. Natürlich riecht es nach irgend etwas, aber für Monsieur Linh riecht es leer. Er kennt nichts davon. Alles ist neu. Keine bekannten Assoziationen, keine vertrauten Düfte, er kann das Schiffsöl, die Abgase, das Parfum noch nicht einordnen, es ist, als wäre die Luft leer ... und niemand, mit dem er reden kann, nur er selbst und die Kleine, niemand, der seine Sprache versteht ...

Nein, ich war noch nie in dieser Situation. Aber ich kann es mir nun besser vorstellen als bisher. Oft schweiften meine Gedanken beim Lesen in die Ferne. Vor allem, wenn man liest, wie Monsieur Linh verwaltet wird, wie Behörden und Mitmenschen mit ihm umgehen ... Asyl ... ein Wort, das mit diesem Buch für manchen Leser vielleicht eine neue Bedeutung bekommt, wenn er Monsieur Linh auf dessen Weg begleitet.



Das Geschenk
Vorsichtig entfernt der alte Mann das Geschenkpapier. Das dauert ziemlich lange, weil er sehr vorsichtig ist und seine Finger nicht sehr geschickt sind. Schließlich hält er eine hübsche Schachtel in den Händen.
"Worauf warten Sie noch?" Der dicke Mann sieht ihn an und lacht.
Monsieur Linh hebt den Deckel. Sein herz pocht heftig. Er stößt einen leisen Schrei aus. In der Schachtel liegt, in dünnes hellrosa Seidenpapier eingeschlagen, ein feines, herrliches Prinzessinnenkleid! Ein wunderschönes Kleid. Ein Kleid für Fang diû!
[...]
Monsieur Linh wagt es kaum, das Kleid zu berühren. Er fürchtet, es zu beschmutzen. Noch nie hat er ein so schönes Kleid gesehen. Und dieses Kleid hat der dicke Mann seinem Kind geschenkt. Monieur Linh kann nicht verhindern, dass seine Lippen ein wenig zittern. Er legt das Kleid wieder in die Schachtel, schlägt es in das Seidenpapier ein und schließt den Deckel. Er umfasst Monsieur Barks Hände und drückt sie fest, sehr fest und lange. Er nimmt Sang diû in den Arm. Monsieur Linhs Augen glänzen, er sieht seinen Freund an und die Kleine, und dann singt er leise mit seiner zarten, ein wenig rauen, zittrigen Stimme: [...]*
(P. Claudel: M Linh u d Gabe d Hoffnung; Kindler, 2006; S. 71 f)

Ach, schön ... mein Grinsen ging beim Lesen über das ganze Gesicht. Wie das Kleid aussieht, ist mir egal. Andere hätten vielleicht den Glanz und die Pracht geschildert und beschrieben, dass Monsieur Linh sich freute wie ein Schneekönig oder dass er eben einfach glücklich war. Aber diese Freude hier geht soviel tiefer. Es ist nicht nur eine Freude. Es ist eine tiefe Dankbarkeit, die dem Leser bewusst wird, wenn er die beiden Männer beobachtet. Das Lachen des dicken Herrn Bark lässt auch den Leser lachen, voller Vorfreude, was wohl in Packet sein mag. Und dann - ein kleiner Schrei. Ein Kleid! Und weil Monsieur Linh es kaum fassen kann, muss das Wort Kleid sogar mehrfach wiederholt werden, als könne er es gar nicht fassen, als würde er es immer wieder vor sich hinsagen. Er ist so glücklich, dass er fest die Hand seines Freundes drückt. Wieviel mehr steckt in einem Händedruck als in wenigen Worten, und auch die Augen des Lesers glänzen mit den beiden Freunden über diesen besonderen Moment.

Ich liebe diesen Schreibstil, aber nur bei einigen sehr wenigen Großen habe ich ihn finden können. Rilke (Panther), Cervantes (La Mancha), Hugo (Die Elenden), Adams (Watership Down), Baricco (Seide), Coelho (Alchemist, 11 Minuten), um einige zu nennen. Wie schön, dass ich diese kleine Liste für mich nun um Philippe Claudel ergänzen kann ...

SaschaSalamander 23.05.2007, 20.43| (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Zerlegt

Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung

claudel_linh_150.jpgGestern auf dem Weg zu meiner Arbeit habe ich dieses Buch begonnen, habe sogar eine Bushaltestelle verpasst (passiert mir auf dieser Strecke allerdings auch ohne Buch, wirklich eine seltsame Linie) und auf dem Nachhauseweg von der U-Bahn bis zur Wohnung während des Laufens weitergelesen und dann zu Hause endlich das letzte Kapitel gelesen ... dieses Buch hat mich gefseselt wie schon lange keines mehr ...

Ein alter Mann flüchtet nach dem Krieg in seiner Heimat in ein fremdes Land. Er heißt Linh, aber niemand erinnert sich an seinen Namen, denn alle Menschen seines Dorfes sind tot. Nur seine sechs Wochen alte Enkelin Sang diû hat er bei sich, und einen alten Koffer mit Kleidung, einem verbleichten Foto und einem Säckchen Heimaterde ... er kommt in die fremde Stadt, ist einsam, wird verlacht, findet sich nicht zurecht. Aber für die kleine Sang diû muss er stark sein, für sie bleibt er am Leben, denn sie braucht ihn. In der Stadt auf einer Parkbank begenet ihm ein einsamer alter Mann, dick, freundlich, warm. Die beiden verstehen kein Wort, das der andere sagt, und Monsieur Linh redet auch nicht, doch das macht nichts, dafür redet Herr Bark, zeigt Linh die Stadt, lädt ihn zum Essen ein, ist ihm Freund und Vertrauter. Doch bald wird Monsieur Linh in ein neues Gebäude gebracht, fort aus dem alten Wohnheim. Er hat Angst alleine, er beherrscht die fremde Sprache nicht, und er kennt nicht den Namen seines Freundes. Wie soll er ihn nur im Gewirr dieser großen Stadt wiederfinden?

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, dieses Buch zu preisen, ich könnte ein Loblied nach dem anderen singen. Schon lange hat mich kein Buch mehr so bewegt. Klar, mir gefallen viele Sachen, ich liebe die Abwechslung, und vieles ist gut. Aber dieses hier hat mich wirklich bewegt. Tief innen berührt. Und das schaffen tatsächlich nur sehr wenige Werke.

Monsieur Linh ist ein Buch, das sparsam an Wort und Information ist. Nur 127 Seiten im Kleinformat. Dabei jedoch soviel Inhalt und Aussage, als wäre es ein dicker Wälzer. Wie auch Baricco ("Oceano Mare", "Seide", "Novecento", etc) lässt Claudel die Bilder im Kopf des Lesers entstehen. Er braucht keine emotionalen Worte, um Gefühle zu beschreiben, er beschreibt nur das Äußere. Und dadurch, finde ich, kann der Leser selbst empfinden. Diese Art des Schreibens liebe ich, solche Bücher lese ich so gerne. Natürlich könnte Claudel sagen "das Heimweh schnürte ihm die Kehle" oder "er fühlte sich einsam und verlassen". Phrasen. Ausgelutscht. Nicht mein Ding. Kleine Gesten, Beobachtungen sind soviel lebendiger! Im nächsten Beitrag heute Nachmittag werde ich dagegen ein paar Passagen zitieren, die wunderbar Gefühle erzeugen, den Leser die Verzweiflung, Einsamkeit, Freude des Alten selbst spüren lassen ...

Die Figuren wachsen ihm sehr schnell ans Herz, man fühlt sich mit Monsieur Linh verbunden. Er ist ein wenig verschroben, aber er will das Beste für seine Enkelin, er ist stark, und er kämpft, auch wenn er am liebsten aufgeben möchte. Und dann der lebendige, aufgeschlossene Herr Bark, er redet und redet und redet und redet. Er hat eine warme Stimme, und in seiner Stimme liegen Gefühle, wie die anderen Menschen sie stets unterdrücken nach außen. Er ist groß, und er kann Monsieur Linh beschützen, niemand wird Sang diû in seiner Gegenwart etwas antun. Herr Bark ist traurig, denn er hat seine Frau verloren, aber das weiß Monsieur Linh nicht. Und es ist auch egal. Die beiden Männer verstehen sich auch ohne Worte, eine Freundschaft, die weit über gemeinsame Interessen hinausgeht. Und demgegenüber die kalte, leere, trostlose Stadt mit den hastenden Menschen, den ihn verlachenden Mitbewohnern im Heim, der unbeteiligten Dolmetscherin, den kalten Wärtern im Heim. Der Leser empfindet die Enge zwischen den grauen Häusern, als wäre es seine eigene, und gemeinsam mit Monsieur Linh träumt er sich auf die Reisfelder, atmet den Duft von Zitronengras, fühlt den Wind auf der Haut ...

Und dann plötzlich ... eine drastische Wende. Auf der vorletzten Seite. Der Leser hat es die ganze Zeit schon geahnt, und nun die Gewissheit. Nebenbei, in einem kleinen Nebensatz, wie zufällig nur in den Raum geworfen, ein einziges kleines Wort. Und daraufhin das offene Ende. Happy End? Trauriges Ende? Das darf der Leser selbst entscheiden, Tränen werden ihm auf jeden Fall ohne Zweifel in den Augen stehen, denn das Schicksal des alten Mannes kann niemanden unberührt lassen.

Spannung, Thrill, komplexe Handlungsstränge, anregende Dialoge, das gibt es nicht, dieses Buch ist wirklich sehr karg gehalten, nur das Notwendigste wird gesagt, und dadurch gewinnt jedes Wort an Bedeutung. Wer solche ruhigen, knappen Bücher voll Inhalt und Wärme mag, kommt an Monsieur Linh nicht vorbei.

SaschaSalamander 23.05.2007, 12.05| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Tip, Drama,

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SaschaSalamander 20.05.2007, 17.10| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Statistik

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SaschaSalamander 13.05.2007, 20.44| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

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SaschaSalamander 06.05.2007, 10.24| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Bekanntes Quartett

Wer sind Peter, Karl, Willi und Gabi?

(Hm, schwere Frage, vielleicht kennen manche von Euch sie auch als Tim, Karl, Willi und Gabi ... Copyright ist schon eine verflixte Sache, aber eigentlich heißt er Peter *seufz*)

SaschaSalamander 30.04.2007, 16.07| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rätsel

Artemis Fowl 05 Die verlorene Kolonie

colfer_fowl5_150.jpgDer weltbeste jugendliche Meisterdieb treibt sein Unwesen inzwischen bereits in fünf Bänden, und neben Harry Potter, Bartimäus, Eragon, Septimus Heap und anderen Jugendromanen unter- schiedlicher Genres gehört er zu den heißgeliebten Favoriten vieler begeisterter Leser. Oben genannte Bücher mögen alle recht nett sein, aber für mich persönlich stehen Lemony Snicket und Artemis Fowl dann doch an allererster Stelle ... und während viele Bücher von Mal zu Mal an Biss verlieren, gefiel mir der aktuelle Band 5 von allen Bänden um den gewieften Gauner sogar am besten von allen bisherigen Büchern!

Eigentlich hat Artemis ja (schon mehrere Male) versprochen, sich nicht in die Angelegenheiten des Erdvolkes einzumischen. Aber diesmal geschieht es nur in deren eigenem Interesse, denn ein Ungleichgewicht im Zeit- und Raumgefüge ausgehend von der Dämonen - Insel Hybris bedroht die Welt und auch das Erdvolk. Also macht sich der seit dem ersten Band schon etwas reifer gewordene Artemis gemeinsam mit seinem Freund und Beschützer Butler auf, um das Erscheinen zeit- und raumreisender Dämonen zu beobachten. Wie es scheint, ist er dabei jedoch nicht ganz alleine: ein Mädchen, nur knapp etwas jünger als er, erscheint erstaunlicherweise ebenso wie er immer genau zum exakten Zeitpunkt am richtigen Ort. Nur ein Zufall? Oder woher weiß sie von diesen Dämonen? Als das Mädchen mit seinem Gehilfen dann einen Dämon einfängt, beginnt die Jagd ... wer ist dieses Mädchen? Was hat es mit dem Dämon auf sich? Kann die größer werdende Lücke im Zeit - Raum - Gefüge "geflickt" werden? Ein Reise, gefährlicher als alle bisherigen Abenteuer, wartet auf Artemis. Wird es ihm gelingen, die Erde, das Erdvolk und die Dämoneninsel zu retten?

Puh, und wo fange ich jetzt am besten an? Es ist zwar schon einige Wochen her, dass ich das Buch gehört habe, aber jetzt beim Schreiben merke ich, dass mich wieder so richtig die Begeisterung packt. Jau, Teil 5 ist der bisher beste von allen! Atemberaubend, unglaublich und kaum vergleichbar mit etwas je Dagewesenem ... die Leser sind ja nach vier Bänden Erdvolk-Technik inzwischen an Vieles gewohnt, aber was dieses Mal alles an Technik, Magie, subversiver Psychologie und Genie aufgeboten werden muss - WOW!!!!! Ich kann mir nicht vorstellen, wie Eoin Colfer dies in einem eventuellen Folgeband (den ich mir aufgrund der jetzt erst so richtig spannend werdenden Geschichte um Artemis und Minerva nur allzu sehnlich herbeiwünsche) noch jemals zu toppen gedenkt?

Artemis und Minerva? Geeeeeenau: Artemis bekommt Gesellschaft. Ihm ist völlig unerklärlich, wieso er dieses schreckliche Mädchen so faszinierend findet. Immer kommt sie ihm in die Quere, und sie strebt mit ihrer Jagd auf den Dämon sogar den Nobelpreis an! Und dann ihr arrogantes Getue, einfach grauenvoll! Aber ihre intelligenten Witze und diese geniale Anspielung auf gestohlene Quarks bringen seine pubertären Hormone kräftig ins Wallen! Wo andere Teens (ich werde den Zauberlehrling mit der Narbe auf der Stirn hier bewusst NICHT nennen *g*) ziemlich trottelig wirken, behält Artemis stets seine kühle, undurchschaubare Natur. Ja, Artemis bewahrt Form. Stylish, elegant, hochintelligent. Sonst wäre er nicht Artemis! Aber wenn dieses Mädchen nunmal nicht mehr aus seinem Kopf will ...

Ansonsten kann ich nicht viel sagen, außer - es ist ein Buch der Extreme. Soviel Unerwartetes und Überraschendes, soviel Neues ... wow, ein Hoch auf Eoin Colfer und seine genialen Ideen! Artemis unternimmt eine Reise durch Raum und Zeit, die den Leser wirklich ziemlich erblassen lässt ... es kommen neue Unterirdische ins Spiel, denn die ZUP war wohl nur ein kleines, unscheinbares Ablenkungsmanöver für eine wirklich große Organisation ... Nicht nur die den meisten Menschen bekannte Welt schwebt in Gefahr, sondern auch noch die der Unterirdischen sowie die Dämonenwelt ... Artemis erhält bei seiner gefahrvollen Reise eine besondere Fähigkeit ... Mulch bekommt einen würdigen Gegner und hilfreichen Verbündeten ... und das Unglaublichste, Unwahrscheinlichste, Unfassbarste: So langsam (und sehr glaubwürdig geschildert im Laufe der fünf Bände) scheint sich Artemis vom Superschurken zum Gutmenschen zu entwickeln ... na, wen das alles noch IMMER nicht überzeugt hat - der liest eben was anderes ... aber ich kann von diesem Bengel einfach nicht genug kriegen.

Über Schreibstil (spannend, humorvoll, packend, mitreißend, thrilling) und Phantasie des Autors (grenzenlos) sowie die schrullig - liebenswerten Charaktere möchte ich nicht mehr viel erzählen, denn dazu müsste ich doch eher beim ersten Band anfangen, ich rezensiere ungern mehrere Jahre in meine eigene Lese-Vergangenheit ... und über Rufus Beck und seine Sprachkünste (wer jemals Harry Potter als Hörbuch genießen durfte, weiß, wovon ich rede) muss ich wohl nicht mehr viel erwähnen, der Name selbst ist eigentlich schon ein Qualitäts-Garant für sich ...

Aaaaber: während die ersten drei Bände zwar aufeinander aufbauten aber auch einzeln gut lesbar waren und der vierte so eben noch für sich stehen konnte, ist der fünfte Teil nun wirklich zu heavy für Neueinsteiger. Die Handlung selbst ist so verquickt und komplex, dass die zusätzlichen Fakten über die Zup, die Unterirdischen und deren Technik eigentlich eine grundlegende Voraussetzung sind, ansonsten verliert sich der Leser im Chaos ...

Also: Wer Artemis noch nicht kennt, kann ja mal langsam einsteigen und sich den ersten Band zu Gemüte führen. Am besten als Hörbuch, denn Rufus Beck brilliert hier ebenso wie in Harry Potter mit großartigen Stimmen und Dialekten! Und wer Artemis bereits kennt - dem brauche ich ja eigentlich eh nichts mehr zu erzählen, der hat diesen Band vermutlich eh schon gelesen ;-)

SaschaSalamander 30.04.2007, 12.27| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Jugend, Fantasy, Serie, Tip,



 






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