SaschaSalamander
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Parodie der Liebe

honjoh_parodieliebe_1.jpgAoto lebte nach dem Tod seiner Eltern bei seiner älteren Schwester und deren Ehemann. Als die Schwester nun stirbt, lebt er alleine mit seinem Schwager. Dieser muss auf Geschäftsreise und bittet seinen Freund Masayuki, auf den "Kleinen" aufzupassen. Masayuki verliebt sich in Aoto, und schwupps ist eine verzwickte Dreiecksgeschichte in Gang. Denn eigentlich liebt Aoto ja seinen Schwager, aber dies könnte er seiner Schwester wegen niemals zugeben ...

PARODIE DER LIEBE war mein erster Manga von Rie Honjoh. Und wird wohl auch mein letzter sein. Statt einer einzelnen Geschichte waren zwei weitere Kurzgeschichten enthalten. Keine der drei konnte mich fesseln. Die erste ist die titelgebende. Die zweite handelt von einem der Nebencharaktere, die dritte spielt wieder um die Protagonisten der Hauptgeschichte. In keiner der drei Stories kam Romantik auf, die Handlung war ein Alibi für etwa 5 oder 6 Seiten Sex, es gab keinerlei Tiefgang weder bei Charas noch bei der Handlung.

Die Zeichnungen sind auf den ersten Blick nett, aber wenn man genau hinsieht sind sie eher skizzenhaft. Die Figuren sind im Gesicht alle ähnlich und unterscheiden sich nur durch Frisur und Kleidung (und das, obwohl teilweise ein ordentlicher Altersunterschied zwischen ihnen liegt). Ich brauche keine Romantik, wirklich nicht. Aber ich habe trotzdem meine Grenzen, wenn ein älterer Mann einen kleinen Jungen (gut, er ist 17, aber ich sah ihn trotzdem als kleinen Jungen) einfach nach seinem Gutdünken schnappt und loslegt, obwohl der Junge weint und nein sagt. Nicht in einem Manga, der als "Romantik" betitelt ist bitte! Es gibt Mangas, da mag ich das, z.B. >Crimson Spell<, aber da passt dann auch die Geschichte zu dieser eher brutalen Handlung.

Der Manga ist in Story und Zeichenstil deutlich ein niedlicher Shojo, den junge Mädels anhimmeln. Die Sexszenen dagegen (die wenigen, kurzen) sind explizit und zeigen sehr deutlich den Akt und die Geschlchtsteile ohne Zensur. Junge Leserinnen werden damit wohl überfordert sein. Ältere Leser dagegen wollen in der Regel doch etwas mehr Handlung und ausgefeiltere Charaktere. Oder aber nur den erotischen Aspekt, und keine Alibihandlung drumherum. Von daher frage ich mich, wer als eigentliche Zielgruppe von Rie Honjoh gedacht ist?

Rie Honjoh hat viele Fans in Japan, und auch in Deutschland. Ich gebe zu, ich kann das nicht nachvollziehen. Aber gut, jedem sein eigener Geschmack, und ich muss nicht alles verstehen ;-)

Meine ausführliche Rezension bei AnimeY findet sich >hier<.

SaschaSalamander 01.02.2012, 09.50| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Manga | Tags: Erotik, Romantik, Queer,



 






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