SaschaSalamander
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3




Statistik KW 36

GELESEN / GEHÖRT
1 - Treue ist auch keine Lösung (H Lendt, L Fischbach)
1 - Lady Bedfort 17 - D Fluch v Loveham Hall (Hörplanet)
1 - Lady Bedfort 18 - Die Papageieninsel (Hörplanet)
1 - Lady Bedfort 19-20 - Das Mörderspiel (Hörplanet)
1 - Treue ist auch keine Lösung (H Lendt, L Fischbach)
1 - Die Arwinger 01 - Kind d Pestschiffs
1 - Die Arwinger 02 - Johann Schleicher
1 - Die Arwinger 03 - Gewissensbisse
1 - Kavaliersdelikt (C P Rolls)


GESEHEN
Iron Man
Iron Man 2


NEUZUGÄNGE
QI The Book of the Dead (J Mitchinson)
Blaue Augen bleiben blau (B Buschbaum)
Vakuum (A Wagner)


ANMERKUNGEN:
1 - komplett
2 - teilweise
3 - abgebrochen

SaschaSalamander 09.09.2012, 20.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Anubis

Cover Im September 2005 habe ich ANUBIS gelesen. Und weil die alten Rezis auch mal wegmüssen, weil ich "Zeitreisen" interessant finde (wie habe ich damals rezensiert, wie heute) und weil ich schon lange keinen Roman dieser Art hier vorgestellt habe - voilá, ANUBIS von Hohlbein. Damals habe ich sehr viel Hohlbein gelesen, aber dieser Titel war einer der letzten, bevor ich dann irgendwann aufgehört habe, weil ... naja, siehe Text ;-)

Und trotzdem - auch, wenn ich manchmal abfällig rede: ich finde, Hohlbein hat damals Großes geleistet, sein Beitrag als deutscher Autor ist kein kleiner, und er war in vielen Dingen Vorreiter, er hat mir unzählige Stunden voller Spannung beschert, und auch auch jetzt bin ch sofort neugierig, wenn ich höre "ein neuer Hohlbein ist draußen". Einziger Unterschied zu damals: ich wähle inzwischen sehr genau, was ich von ihm lese und was nicht ;-)

**********************

Eines der zuletzt gelesen Bücher von W. Hohlbein war "Anubis". Ich will doch schließlich auf dem Laufenden bleiben, was mein ehemaliger Lieblingsautor (viele, viele Werke lang ist´s her *smile*) heute noch so zu bieten hat. Wie viele Bücher aus dem Überreuther oder Lübbe - Verlag im klassischen Schwarz, auch von außen sofort als Hohlbein zu erkennen. Früher hielt ich das für eine Art "Gütesiegel", denn seine Schundromane sind meist nebenbei in kleinen Verlagen erschienen oder unter Pseudonym. Aber inzwischen schreibt er Billigware auch ganz offen in großen Verlagen unter seinem eigenen Nemen. Never mind, er kann es sich leisten. Vermutlich hat er schon längst ausgesorgt ;-)

Mogans vanAnt arbeitet als Professor in einer kleinen Stadt. Da tritt eines Tages Jonathan Graves in sein Leben, sein "Erzfeind". Jonathan ist der Grund, weshalb Mogans als Professor einer kleinen Universität versauern muss, anstatt seinen wahren Talenten gerecht zu werden und erfolgreich zu sein. Jonathan bittet ihn um Mitarbeit in einer großen Sache, und nach langem Überlegen willigt Mogans ein. Was er in den unterirdischen Katakomben bei den Ausgrabungen nahe der Stadt Francisco entdeckt, raubt ihm den Atem und später auch fast den Verstand!

Hm, was soll ich sagen? Ich kann nicht verstehen, warum Fans in letzter Zeit ständig enttäuscht sind von seinen Werken. Es war eine langsame, aber abzusehende Entwicklung, dass seine Romane immer oberflächlicher, langweiliger und breiter werden. Er muss Seiten füllen, soviele Handlungen für neue Romane kommen nicht aus heiterem Himmel. Also werden auch Ideen, die als Kurzgeschichte oder Novelle ausreichend wären, in die Länge gezogen. Platte Sprüche, ständige inhaltliche Wiederholungen, überflüssige Beschreibungen. Waren seine haarkleinen Schilderungen früher noch interssant, weitet er sie heute immer mehr aus. Die Dauer eines einzigen Atemzuges wird über mehrere Seiten gewalzt, bis der Leser entnervt das Buch beiseite legt. Ein Vergleich reiht sich an den anderen. Verständlich, dass sich auf diese Weise auch die Vergleiche immerzu wiederholen.

Spannung kommt auch nicht mehr wirklich auf. Hohlbein neigt dazu, inzwischen fast alles in der höchsten Klimax zu beschreiben. Er erzählt, dass es nicht schlimmer kommen kann, zwei Zeilen später schreibt er "doch es wurde noch schlimmer". So geschehen unzählige Male. Berstend, brechend, kreischend, ohrenbetäubend, atemberaubend, wahnnsinnig, überirdisch, krachend, tosend, zischend, tobend, überwältigend, furchteinflößend, unmenschlich, widerwärtig, furchterregend, ich kann diese Worte nicht mehr hören. Außerdem ist nahezu alles "falsch" oder "irgendwie nicht richtig". Dieses Wort kam im Hörspiel etwa alle 5 Minuten mindestens (!) einmal vor. Was jedoch nicht richtig ist, erfährt der Leser nie so wirklich.

Eine richtige Auflösung gegen Ende gibt es nicht, auch wenn alle Fragen weitgehend geklärt werden (für den Leser, der trotz allem eifrig bei der Sache war), manches bleibt in künsterlischer Freiheit offen für die Phantasie derer, die bis zum Schluß aushielten.

Wie gesagt, ich hatte nichts anderes erwartet. Auf den veröffentlichten Büchern von ihm werden die Titel immer kleiner, der Name immer größer. Das dürfte eigentlich ein deutliches Zeichen sein, oder? Von daher war ich nicht enttäuscht und hatte meinen Spaß. Ich habe das Hörspiel auf 6 CDs zu mir genommen, der Sprecher passte ganz gut dazu und hat mir vor allem den Protagonisten recht überzeugend dargestellt. Für eine langweilige Fahrt in der U-Bahn und ein paar Stunden Haushaltsarbeit kam mir dieser Roman gerade recht. Aber wer wenig Zeit zum Lesen hat und sich gerne mit einfacher aber dennoch bereichernder Literatur befasst, sollte besser zu etwas anderem greifen ;-)

SaschaSalamander 05.09.2012, 15.30| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Fantasy

Seven Days

tachibana_7days_1.jpgFür diese Woche habe ich noch nicht allzu viel vorbereiten können. Deswegen eine Rezension, die ich kürzlich ... oh, Moment ... ich dachte, das wäre irgendwann dieses Jahr gewesen, aber der Manga war bereits vom Februar 2011. Time is fleeting! Hier also eine Rezension von 2011, und auch jetzt, eineinhalb Jahre später, ist mir der Manga in sehr guter Erinnerung, hatte mir wirklich gefallen und stach aus der Masse hervor. Die Rezension betrifft nur den ersten Band, doch ich kann spoilerfrei sagen, dass der zweite Band den ersten wundervoll abgerundet hat, die beiden Bände stehen noch immer in meinem Regal und werden auch irgendwann wieder einmal geschmökert.

**************************

Klappentext und Vorschau auf den Manga ließen mich zu SEVEN DAYS greifen, obwohl ich inzwischen immer seltener die Shonen Ai Titel kaufe, welche in den Regalen liegen. Ich war gespannt, ob der Manga halten konnte, was der Inhalt versprach:

Eine Mädchenschule, nur sehr wenige Jungs sind seit kurzer Zeit zugelassen. Einer von ihnen ist Yuzuru, Weiberheld, dessen attraktives Äußere leider nicht zu seiner rüden Art passt, sodass er doch immer wieder sehr schnell Single ist. Und Toji, der von Mädchen nur so umschwärmt wird. Er will sich nicht so recht binden und gibt jeder eine Chance: das Mädchen, welches ihn am Montag Morgen als erste anspricht und bittet, seine Freundin zu sein, die ist für den Rest der Woche seine Partnerin. Ihr ist er treu, mit ihr unternimmt er sehr viel, ist ihr zugewandt. Doch wenn die Woche vorbei ist, dann ist Schluss. Ohne große Worte. Die Mädchen wissen das, und grade weil diese eine Woche mit ihm so schön sei, nähmen sie dies in Kauf. Und er hofft, dass eines Tages die Richtige dabei ist.

Eher aus Neugier und Langeweile, spricht Yuzuru nun Toji an und bittet ihn, für die Woche mit ihm zusammenzusein. Auch hier: keine großen Worte, nagut, warum nicht. Also sind die beiden für eine Woche ein Paar. Unternehmen gemeinsam etwas, schicken sich Mails, telefonieren miteinander, gehen zusammen aus. Und natürlich ist dem Leser klar, dass sich daraus dann bald etwas entwickeln wird.

Ungewöhnlich an diesem Manga ist, dass er fernab jeglicher Klischees spielt. Normalerweise gibt es den männlichen, starken, dominanten Seme, welcher den unschuldigen, kindlichen, femininen Uke verführt. Tiefgreifende Gefühle, eine Menge Weltschmerz und natürlich auch Küsse, Fummeleien und manchmal auch ein bisschen mehr, immer schön dezent unter der Bettdecke oder aber zensiert und verpixelt.

Nein, das bietet SEVEN DAYS nicht. Weder schnulzige Romantik noch herzergreifende Momente noch Klamauk und Albernheiten und Comedy. Sondern einfach eine spannende Erzählung von zwei jungen Männern, die erst einmal nicht so recht wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen, in die sie sich leichtfertig manövriert haben. Aber sie sind vernünftig, machen das Beste draus und genießen die gemeinsame Zeit.

Soviel zum ersten Band. Dieser enthält die Tage Montag bis Donnerstag, der zweite und abschließende Band wird entsprechend Freitag bis Sonntag enthalten. Mir ist klar, dass sie ganz sicher ein Paar werden. Aber ich hoffe und gehe davon aus, dass dies nicht wie üblich abläuft sondern wie bisher in einem ruhigen, mangauntypischen, mehr romanartigen Erzählstil geschehen wird. Die Geschichte ist erfrischend anders, und ich hatte den Manga schneller durch, als mir lieb war. Die Wartezeit bis zum zweiten Band wird mir sehr schwerfallen. Und während ich Shonen Ai zwar gerne lese aber in der Regel wieder abgebe, werde ich diesen behalten und in mein Regal stellen, falls der zweite Band dem ersten entspricht.

Von daher: wer gerne Boys Love liest bzw las aber in der letzten Zeit immer mehr von den immer gleichen Handlungsmustern gefrustet ist, muss unbedingt zu SEVEN DAYS greifen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein! :-)

SaschaSalamander 04.09.2012, 09.15| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Manga | Tags: Reihe, Romantik, Queer,

Trollhunter

trollhunter_1.jpgSpannend bei LoveFilms ist immer, dass man nicht weiß, welcher von den gewünschten Film auf der Liste als nächstes kommt. Ich lasse mich dabei immer gerne überraschen. Diesmal war es TROLLHUNTER, hat perfekt gepasst, genau der richtige Film für Urlaubsfeeling und "ich schalte mein Hirn aus und will einfach nur tolle Unterhaltung".

Genre: Found Footage bzw Mockumentary, ein paar Jugendliche machen sich mit wackliger Kamera auf Recherchetour und kommen einem vermeintlichen Wilderer auf die Spur, der sich als Trolljäger entuppt. Man erfährt einiges über Trolle, bekommt ein paar dieser Wesen zu Gesicht, der Trolljäger erzählt über seinen undankbaren Beruf und die staatlichen Mechanismen hinter dem Troll - Sicherheits - Team. Und am Ende (kein Spoiler sondern genretypisch) sind die Jugendlichen nicht mehr auffindbar, man hat nur noch das Material gefunden und bittet nun um Hinweise. Bekanntester Vertreter natürlich BLAIR WITCH.

Meine Meinung, nicht durchdacht und rezensiert, sondern frei nach Schnauze: super unterhaltsam. Wirklich gut kann ich den Film nicht nennen, aber ich hatte spannende 100 Minuten. Der anfängliche Teil zieht sich recht dröge, doch bald bekommt man den ersten Troll zu Gesicht. Ich hatte ja eher damit gerechnet, dass die Trolle unbestimmte Wesen bleiben und man sich den Anblick eines solchen Exemplares ganz für den Schluss aufhebt. Statt dessen zeigte man einen recht früh und von da an viele verschiedene Exemplare, denn es gibt unterschiedliche Arten, die sich alle ganz individuell ernähren (Steine mit Grillkohle etwa, oder alte Autoreifen. Steine können sie beißen, Schutzrüstung aus Blecheimern allerdings nicht, ebensowenig Alucontainer mit darin gelagerten Autoreifen). Allen gemeinsam ist allerdings, das sie Christenblut riechen können (bei Muslimen ist der Jäger sich nicht sicher). Etwas, das im Film nicht erklärt wurde und das mir auch recht seltsam vorkam. Nun gut, ich habe mich auch noch nie näher mit Trollen befasst, kenne sie hier und da aus Fantasygeschichten, doch die Mythologie dahinter habe ich noch nicht verfolgt.

Mich interessiert, ob alles davon für den Film aus den Fingern gesaugt wurde, oder ob es sich an norwegischer Mythologie orientiert. Es gab manches, was mir nicht so ganz klar war, und es könnte sein, dass man, falls man sich besser mit dieser Thematik auskennt oder regional bewandert ist, es besser versteht. Werde gleich mal googeln gehen nach diesem Beitrag, besonders das mit dem Christenblut finde ich sehr merkwürdig, aber ich lerne gern dazu.

Einige Male fasste ich mir an den Kopf. Es gab Momente, die ich dann doch sehr unrealistisch fand, und ein paar Logikfehler sprangen mir ziemlich böse ins Auge. Und warum in diesem Genre alle Kameras verwackelt sind, obwohl es doch angeblich professionelle Filmemacher sein sollen oder zumindest Studenten verstehe ich auch nicht, denn was ich von Hand filme und auf Youtube hochlade, sieht weit professioneller aus. Egal, gehört halt dazu, macht einen Teil des Charmes. Kein Found Footage ohne völlig zittrige Kamera, die immer das Falsche filmt und natürlich auch Sachen aufnimmt, die eigentlich gar nicht möglich wären zu filmen (Kamerafahrten, gewisse Schnitte, die normalen Filmen entlehnt sind und nicht privat aufgenommen werden können).

Und wir haben viel gelacht, es gab sehr viele Szenen, in denen der Film sich selbst und das Genre ziemlich aufs Korn nimmt, die Charaktere sind sehr skurril, und die Themen und Umsetzungen schon sehr gewagt. Die Befragungen der Ärztin, der Mitarbeiter im Elektrizitätswerk, genial! Allein die Polen, die tote Bären aus dem Zoo nach Norwegen bringen um ... ach, ich verrate nichts, einfach gucken, es ist köstlich! "Nicht fragen, macht nur Probleme. Probleme alle immer hausgemacht". Ich wartete nur noch darauf, dass zwei Männer in schwarzen Anzügen kommen, die alles flink mal blitzdingsen und den Leuten dann etwas von Wetterballons und Tornados erzählen. Oder zu Beginn die seltsame Macke, dass die Leute sich anschleichen, nicht gesehen werden wollen aber mit voller Ausrüstung und Richtmikrofon völlig offen in der Pampa stehen. Sehr unauffällig und amüsant. Oder der Vergleich von Bären, die wie Eichhörnchen ihre Beute im Winter unter Brücken lagern. Genial! Von der Ethik der norwegischen Regierung (laut diesem Film) ganz zu schweigen *lol*.

Was ich unglaublich schön fand, waren die Landschaftsaufnamen. Norwegen ist wirklich prädestiniert für diesen Film, ich hing gebannt vor der Leinwand und konnte die Augen nicht von dieser beeindruckenden Weite, der Felswüste, den Schneelandschaften, den Wäldern abwenden, ich war hingerissen und wünschte mir, es möge ewig weitergehen mit diesen Aufnahmen. Tja, leider machte der Showdown mir einen Strich durch die Rechnung.

Die Trolle selbst - nun ja, heute ist man Besseres gewohnt von Tricktechnik. Aber ich fand es nett anzusehen, hatte ja auch keinerlei realistische Erwartungshaltung, habe mich prima amüsiert. Auch, wenn einige von den Trollen aussahen wie vergrößerte Figuren von Jim Henson ;-)

Für Kunst zu schlecht. Für Trash zu gut. Eben nette Unterhaltung, perfekt für einen geselligen Abend in gemütlicher Runde, bei der jeder lustige Kommentare von sich geben darf. Prima Film zum Spaß haben und sich spannend unterhalten zu lassen.

Eine tolle Rezi, die ich in fast allen Punkten unterstreichen kann, gibt es bei >Badmovies<. Und auch beim >Tofu Nerdpunk< habe ich mich prima amüsiert.

Wertung: 6,9 von 10 Eimer mit Christenblut

SaschaSalamander 03.09.2012, 09.06| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Film | Tags: Fantasy, Komödie, FoundFootage,



 






Einträge ges.: 3368
ø pro Tag: 0,7
Kommentare: 2746
ø pro Eintrag: 0,8
Online seit dem: 21.04.2005
in Tagen: 4751