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Ausgewählter Beitrag

Gespenster-Krimi 07 - Das Gruselkabinett

Klappentext: Menschen verschwinden spurlos im Spiegelkabinett des Professor Mephisto. Paul Natier, besorgter Vater eines vermissten Mädchens, will hinter das Geheimnis des Magiers kommen. Doch Mephistos Augen sind überall. Paul ahnt nichts von den tödlichen Kreaturen, die der Professor bereits auf ihn angesetzt hat. Seine Suche führt ihn in eine Schreckenswelt, aus der es kein Entrinnen gibt.




Die aktuelle Folge des Gespenster-Krimis basiert wieder auf einem Heftroman von Earl Waren und wurde von Markus Duschek als Hörspiel umgesetzt. Die Handlung spielt auf einem alten Rummelplatz und ist wunderbar altmodisch angehaucht, ein schönes, klassisches Setting, das sehr viel Spielraum für die eigene Phantasie lässt, die Szenerie bunt und verwinkelt, hinter jeder Ecke könnte das Grauen lauern und hinter dem fröhlichen Lachen auf dem Rummel verbirgt sich die schaurige Wahrheit. Sehr vielversprechend! Und diesesVersprechen wurde auch gehalten. 

Der Spannungsbogen wurde wunderbar geführt: Der Beginn voller Lachen, Freude, Scherzen, Unterhaltung und Freundschaft, Neckereien, eine kleine Romanze, die Welt ist noch heil. Dann geschieht etwas Seltsames, der Hörer ahnt es bereits aber wird noch im Unklaren gelassen. Die Ermittlung beginnt, der Vater des Mädchens stößt auf ungewöhnliche Ereignisse, und immer mehr verdichten sich die Hinweise. Welche Attraktionen sind echt, was sind nur Schausteller, und welches Spiel treibt Mephisto mit seinen Zuschauern? Als die Ahnungen endlich Gewissheit werden, wird der Hörer mitten ins Grauen hineingeworfen, bis zum Showdown steigert sich das Entsetzen, um dann abzuklingen und die Folge zu beenden. Nicht nur gelungen, sondern nahezu vorbildlich für eine Reihe, die das Wort "Grusel" im Titel trägt. 

Das Sounddesign und die Musik sind perfekt. Ein altmodischer Rummelplatz bietet sich einfach bestens an, um eine schaurig-schöne Kulisse zu schaffen. Spielende Kinder, Karussells, Drehorgel, rufende Verkäufer, lachende Menschen - durch diese unschuldige Untermalung wirken die düsteren Momente im Spiegelkabinett, in der Show oder bei den alten Kassenhäuschen umso schauriger und stimmungsvoller. Man kann sich den Schauplatz des Geschehens lebhaft vorstellen und wähnt sich zwischen den Zuschauern, wenn Mephisto seine Katzenmenschen auf der Bühne präsentiert oder die jungen Gäste sich im Spiegellabyrinth amüsieren. 

Hinsichtlich der Sprecher wurden wieder die passenden Stimmen gewählt. Till Hagen ist einer meiner Lieblings-Bösewichte und sorgt für wohliges Schauern und eine angenehme Gänsehaut. Auch die anderen Sprecher machen ihre Sache hervorragend, so etwa Daniel Wandelt als der suchende Vater, Luise Lunow, Arianne Borbach, Annina Braunmiller-Jest, Michael Pan, Tim Knauer und weitere. 

Für mich persönlich ist diese Folge eines der Highlighs der Reihe: eine spannende, sich schrittweise steigernde Handlung, tolles Setting, gelungene Umsetzung und eine mitreißende Story. Ich freue mich schon auf weitere Titel vom Team Warren / Duschek. 

SaschaSalamander 08.04.2016, 09.05

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