SaschaSalamander

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Spinatlasagne

Wieder einmal ein Rezept, das auf meinem eigenen Mist gewachsen ist. Deswegen gibt es auch keine Mengenangaben. Keine Sorge, man kann aber trotzdem kaum etwas falsch machen. Zum Abschluss gibt es natürlich wieder einige Ideen zur Variation. Dieses verbale Rumreiten auf Pflanzenmilch und Pflanzenmargarine ist genauso bescheuert wie die Betonung der LeserInnen und VerkäuferInnen und ÄrztInnen *stirnpatsch*. Wir sind erwachsene Menschen und wissen, dass immer beides gemeint ist, oder? Also schreib ich einfach Butter und Milch ;-)

Grundzutaten:
Spinat
Seitan
Lasagneplatten
Butter, Mehl, Pflanzenmilch, TL Senf
Salz, Pfeffer, süße Paprika, Muskatnuss, Zwiebeln
Käse (echter, Wilmersburger, Filata, Risella, Keese)

Frischen Spinat waschen, entstielen und in mundgerechte Stücke zupfen. Macht Arbeit, wird aber belohnt durch intensiven Geschmack und die Freude über das Angeben können "habbich selbst gemacht". Ist ein Rezept, um Gäste zu beeindrucken ;-)


Seitan in Würfelchen schneiden und scharf anbraten.






Etwas Salzwasser zum Kochen bringen. Eine Handvoll Spinat hineingeben, etwa 30 Sekunden blanchieren und mit dem Schaumlöffel herausnehmen, abtropfen lassen, weitermachen bis der gesamte Spinat bissfest ist. 

Etwas Butter im Topf erhitzen, etwa die gleiche Menge Mehl dazugeben, mit Milch aufgießen, dass es eine schöne >Bechamelsauce< ergibt. Die Menge sollte insgesamt so viel ergeben, dass der Spinat zwar nicht "schwimmt", die Lasagneplatten sich aber schön mit Feuchtigkeit aufsaugen können. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Paprika, Zwiebeln würzen, nach Geschmack noch weitere Gewürze dazugeben. Gerne auch etwas mehr würzen, weil die Platten und der Spinat viel von dem Gewürz "schlucken", sodass das Endergebnis etwas fad schmeckt, wenn man zu mild würzt. 

Vor meiner pflanzlichen Zeit habe ich mir gerne auch Käse zwischen die Platten gelegt. Geht nicht mehr. Aber genauso lecker ist es, wenn man in die Bechamelsauce ein paar EL Hefeflocken gibt, das ist dann eine Mischung aus Bechamelsauce und >Hefeschmelz<, perfekt für Lasagne: würzig und cremig. 



Unten lege ich eine Lasagneplatte, darüber dann Spinat, darüber Seitan, dann die Sauce, darüber die Platte, Spinat, Seitan, Sauce, Platte, usw. Wichtig ist, dass die Platten immer gut in Feuchtigkeit liegen. Die oberste Schicht darf keine Platte sein sondern muss wieder Füllung und Sauce sein, sonst wird es zu trocken. 



Dann kommt Käse drauf. Links der aus Kuhmilch, rechts Wilmersburger mit Sahne. 



Ich hatte die Lasagne bei 180 Grad Umluft etwa 40 Minuten im Ofen. Fertig ist sie, wenn die Platten weich sind (zum Test mit der Gabel einstechen) und der Käse schön zerlaufen und goldgelb ist. 



Lasst es Euch schmecken!

Wer gerade keinen Seitan im Haus hat, kann natürlich auch Räuchertofu scharf anbraten. Ich kann mir vorstellen, dass Mandel-Sesam-Tofu auch einen interessanten Kontrast bietet mit seiner nussigen Komponente. 

Man muss den Spinat nicht selbst zubereiten. Der pürierte mit dem Blub eignet sich nicht, aber es gibt auch gefrorenen Blattspinat, das ist einfacher und schneller als das hier ;-)

Wer auf echten Käse verzichten möchte, kann >Hefeschmelz< verwenden. Risella Smoke schmilzt sehr schön und schmeckt etwas rauchig. Veggi Filata zerläuft prima und zieht beinahe ein wenig Fäden. Wilmersburger ist geschmacklich mein Favorit, braucht aber unbedingt Flüssigkeit, sonst wird er trocken. Keese sollte man erst erst etwa 10 Minuten vor der Fertigstellung dazugeben. 

Als Milch empfehle ich Dinkel oder Soja, weil diese deftiger schmecken. Hafermilch oder Reismilch sind etwas süßlicher, da sollte man dann noch ein wenig kräftiger würzen. Hafermilch würde ich vielleicht gerade für Kinder nehmen, um es ein wenig milder zu machen ;-)

Wer besonders auf die Kalorien achten möchte, kann statt Milch auch zum Teil Wasser verwenden. Wer es dafür umso cremiger mag, kann zusätzlich zur Milch noch etwas Sahne aka Cuisine dazugeben. Wird dann richtig sämig und weich, ein Traum!

Und: dieses Rezept ist wieder ein Beispiel dafür, wie man beide Parteien glücklich macht: Einfach wie hier zwei Schälchen nehmen. Die Sauce reißt es nicht raus, da kann man das Pflanzliche für beide verwenden, ohne dass der Normalköstler sich daran stört. Statt Seitan oder Tofu Speck aus dem Päckchen, statt Wilmersburger echter Käse. Perfekt, wenn man Fleischesser ist und den veganen Gästen trotzdem eine Freude bereiten will. Und ideal, wenn man als Veganer etwas kochen möchte, mit dem auch die anderen zufrieden sind ;-)

SaschaSalamander 29.05.2014, 08.51

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