SaschaSalamander

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Vanitas 02 - Grau wie Asche

Nachdem >VANITAS 01 - SCHWARZ WIE ERDE< bei mir nicht sonderlich gut wegkam, habe ich trotzdem den zweiten Teil der Reihe gelesen. Und natürlich ist es nur recht, wenn ich Euch erzähle, dass die Fortsetzung mir nun deutlich besser gefiel ;-)


Da es der zweite Teil ist, möchte ich gar nicht groß auf den Inhalt eingehen sondern verweise Neulinge an meine Rezension zum >ersten Teil<. Die Handlung knüpft nun nahtlos daran an. Dieses Mal empfand ich die Handlung als etwas straffer, die Bedrohung greifbarer. Vielleicht lag das daran, dass die Protagonistin dieses Mal aktiver wurde statt sich "herumschubsen" zu lassen. Dadurch kam mehr Leben in die Geschichte.

Der Fall, um den es diesmal geht (Grabschändungen) ergab einen interessanten Nebenplot mit ungewöhnlichen Charakteren. Auch der Bezug der Protagonistin zu diesem Fall machte es deutlich greifbarer als im ersten Buch. Ich gebe zu, der erste Band ist schon etwas länger her, und ich weiß nicht, ob dies mein subjektives Empfinden beim Lesen war, oder ob der zweite Teil tatsächlich aktiver, "greifbarer" war. Zumindest in meiner Erinnerung war der erste Band sehr verschwommen und vage, ohne tatsächlich auf den Punkt zu kommen. Hier dagegen hatte ich das Gefühl, dass etwas geschieht und die Handlung vorangeht.

Allerdings zieht es sich gegen Ende dennoch recht lange. Das Katz und Maus - Spiel zwischen der Protagonistin und zwei voneinander unabhängigen Personen, die ihr beide in die Quere kommen, wird an manchen Stellen unnötig verzögert. Vor allem in einem der beiden Fälle hätte man die Handlung deutlich abkürzen können. Bei jedem dieser Treffen äußert die Prota erneut ihre Bedenken, Ängste, erleidet sie Flashbacks, fühlt sich verfolgt, entwickelt Gewissensbisse, reitet sich immer tiefer hinein, es war eine stete Wiederholung des immer gleichen Settings, das ich bald als ermüdend empfand.

Immerhin erfährt man nun dabei etwas mehr über ihren Hintergrund, Dennoch bleiben viele Fragen unbeantwortet, und das Ende ist erneut sowas von offen, dass es ohne den folgenden Band nicht abgeschlossen ist. Da der nächste Band aber nun wieder recht lange dauern wird, habe ich bis dahin erneut einen großen Teil der Handlung vergessen und werde im dritten wieder versuchen müssen, den Anschluss zu finden.

So gut die Autorin schreiben kann, sosehr ich ihren Stil mag, sosehr der zweite Teil deutlich besser war als der erste - wirklich warm werde ich mit dieser Reihe nicht. Was mich aber natürlich trotzdem nicht davon abhalten wird, den dritten Teil zu lesen. Ich hoffe noch immer, dass ich dann zufriedener sein werde, wenn ich das Gesamtbild vor mir sehe.

Wer also Thriller mag und etwas von Poznanski lesen möchte, dem empfehle ich alle ihre anderen Titel. Dieser hier ist wohl eher etwas für Fans, die dankbar sind für jede ihrer Zeilen ;-)

SaschaSalamander 24.04.2020, 09.43

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