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Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag:
Hochspannend
"Cupido" von Jilliane Hoffman. Puh, harter Tobak, wirklich spannend. Aber auch recht drastisch in seinen Schilderungen. Ich hielt ja ">Durch Mark und Bein<" für recht voyeuristisch stellenweise, aber es scheint in diesem Genre wohl so üblich, zumindest waren inzwischen alle Bücher, die ich in diese Richtung las, recht schonungslos (die beiden Higgins Clark waren dagegen etwas bedeckter). Manche lediglich etwas detaillierter als andere. Aber abgesehen davon ist "Cupido" wirklich hochspannend, gestern angefangen und heute fast beendet. Eine vergewaltigte Frau, deren Peiniger Jahre später wegen einer Mordserie vor Gericht steht. Und sie wäre eigentlich die führende Staatsanwältin dieses Falles. Jilliane Hoffman hat aus diesem recht simplen Schema einen hochspannenden Thriller gemacht, den ich heute vermutlich noch beenden werde ...
SaschaSalamander 15.04.2006, 13.58 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL
Maurice der Kater
Bei all den vorgebloggten Rezensionen kann es schon einmal vorkommen, dass ich eine Rezension mehrere Monate liegenlasse, bevor ich sie blogge, für "Notzeiten" im Blog quasi. Und dann sind es manchmal verschiedenste Auslöser, warum ich gerade zu einer alten Rezi greife, die ich hier einstelle. Maurice liegt seit einigen Tagen als Taschenbuch überall in den Läden, sodass ich immer wieder darauf stieß. Und nachdem auch >Iris< davon begeistert war, habe ich mich gedanklich wieder etwas damit befasst ... deswegen an dieser Stelle mal eine Rezension, die ich vor über einem halben Jahr geschrieben habe und an die ich die letzten Tage oft denken musste :-)
Terry Pratchett hat nicht nur die bekannten Romane aus dem
Scheibenweltzyklus geschrieben, sondern auch einige andere. Die Bücher um den jungen
Johnny Maxwell habe ich gerade hier und werde sie demnächst ebenfalls vorstellen.
Und dann hat er Romane geschrieben, die auf der Scheibenwelt spielen, jedoch mal
eine ganz andere Perspektive als die der Menschen und Magier aufzeigen. Dazu gehört
zum Beispiel "Maurice der Kater".
Maurice ist kein normaler Kater, sondern er kann sprechen. Und die Ratten, die ihm folgen, ebenfalls. Gemeinsam mit dem recht naiven Keith, einem Waisenjungen, ziehen sie von Ort zu Ort und betrügen die Menschen: die Ratten belästigen die Bürger der Gemeinden, und kurz darauf erscheint Rattenfänger Keith mit seinem Kater. Sie verdienen eine Menge Geld, und der Plan ist absolut perfekt. Als sie genug Geld zusammen haben für ihren Plan, wollen sie nur noch ein letztes Mal ihre Show abziehen. Aber in dem Ort, den sie aufgesucht haben, scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Es gibt bereits Rattenfänger dort, und sie scheinen sehr erfolgreich zu sein. Aber es gibt keine Ratten?!? Gemeinsam mit der Tochter des Bürgermeisters (einer richigen kleinen Nervensäge übrigens) wollen sie das Geheimnis um die seltsamen Rattenfänger lüften.
"Maurice der Kater" hat mir sehr gefallen, das war Pratchett mal anders. Die Geschichte ist recht kurz, verglichen mit den anderen Romanen der Scheibenwelt. Aber die Charaktere sind ebenso liebenswürdig und skurril wie von ihm gewohnt. Wo bekommt man sonst schon sprechende Ratten präsentiert, die mit Hut und Stöckchen einen Steptanz aufführen? Maurice mag zwar verschlagen sein, aber immer wieder zeigt er, dass er eigentlich doch ein großes Herz hat. Der gutgläubige Keith ist gar nicht einmal so dumm, wie er scheint. Und die Tochter des Bürgermeisters lebt in ihrer eigenen Märchenwelt und glaubt, es wäre alles nur ein großes Abenteuer. Aber scheinbar liegt sie damit gar nicht einmal so falsch, ...
Doch, Maurice wäre ebenfalls ein guter Einstieg in den etwas ungewöhnlichen Stil von Terry Pratchett, da das Buch sich sehr schnell liest und auch recht einfach geschrieben ist. Die pseudowissenschaftlichen Abhandlungen seiner anderen Bücher sind hier nicht zu finden, einfach nur reine Freude am Fabulieren und ein Kater, der die Bedeutung des Wortes Ironie scheinbar erfunden hat.
Terry Pratchett hat nicht nur die bekannten Romane aus dem
Scheibenweltzyklus geschrieben, sondern auch einige andere. Die Bücher um den jungen
Johnny Maxwell habe ich gerade hier und werde sie demnächst ebenfalls vorstellen.
Und dann hat er Romane geschrieben, die auf der Scheibenwelt spielen, jedoch mal
eine ganz andere Perspektive als die der Menschen und Magier aufzeigen. Dazu gehört
zum Beispiel "Maurice der Kater".Maurice ist kein normaler Kater, sondern er kann sprechen. Und die Ratten, die ihm folgen, ebenfalls. Gemeinsam mit dem recht naiven Keith, einem Waisenjungen, ziehen sie von Ort zu Ort und betrügen die Menschen: die Ratten belästigen die Bürger der Gemeinden, und kurz darauf erscheint Rattenfänger Keith mit seinem Kater. Sie verdienen eine Menge Geld, und der Plan ist absolut perfekt. Als sie genug Geld zusammen haben für ihren Plan, wollen sie nur noch ein letztes Mal ihre Show abziehen. Aber in dem Ort, den sie aufgesucht haben, scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Es gibt bereits Rattenfänger dort, und sie scheinen sehr erfolgreich zu sein. Aber es gibt keine Ratten?!? Gemeinsam mit der Tochter des Bürgermeisters (einer richigen kleinen Nervensäge übrigens) wollen sie das Geheimnis um die seltsamen Rattenfänger lüften.
"Maurice der Kater" hat mir sehr gefallen, das war Pratchett mal anders. Die Geschichte ist recht kurz, verglichen mit den anderen Romanen der Scheibenwelt. Aber die Charaktere sind ebenso liebenswürdig und skurril wie von ihm gewohnt. Wo bekommt man sonst schon sprechende Ratten präsentiert, die mit Hut und Stöckchen einen Steptanz aufführen? Maurice mag zwar verschlagen sein, aber immer wieder zeigt er, dass er eigentlich doch ein großes Herz hat. Der gutgläubige Keith ist gar nicht einmal so dumm, wie er scheint. Und die Tochter des Bürgermeisters lebt in ihrer eigenen Märchenwelt und glaubt, es wäre alles nur ein großes Abenteuer. Aber scheinbar liegt sie damit gar nicht einmal so falsch, ...
Doch, Maurice wäre ebenfalls ein guter Einstieg in den etwas ungewöhnlichen Stil von Terry Pratchett, da das Buch sich sehr schnell liest und auch recht einfach geschrieben ist. Die pseudowissenschaftlichen Abhandlungen seiner anderen Bücher sind hier nicht zu finden, einfach nur reine Freude am Fabulieren und ein Kater, der die Bedeutung des Wortes Ironie scheinbar erfunden hat.
SaschaSalamander 14.04.2006, 09.33 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL
Krimifieber
Derzeit hat mich jetzt so richtig das KrimiFieber gepackt. Nichts, das mich auf Dauer begeistern könnte, dafür schlägt mein Fantasy- und Mysteryherz einfach zu stark, aber zwischendurch tut es so richtig gut, ist mal was anderes für mich. Und der Krimi "Denn vergeben wird Dir nie" von Mary Higgins Clark ist momentan gerade so richtig schön spannend. Stellenweise ein wenig naiv, die Frau, wie ich finde, aber es liest / hört sich klasse, besser als "Du entkommst mir nicht", und es kommen auch diesmal nicht ganz soviele Mode- und Möbelaccessoires drin vor. Eine knapp 30jährige, die im alten Mordfall ihrer Schwester recherchiert. Ich bin gespannt, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege. Und ich freue mich auf die weiteren Romane von ihr auf meinem SuB ...SaschaSalamander 13.04.2006, 15.17 | (0/0) Kommentare | PL
Gothic Drama
In der Bücherei lieh ich mir vor einiger Zeit ein Hörspiel von Edgar Allan Poe. Die Geschichte selbst (Die Maske des roten Todes) war recht verkürzt erzählt, dafür war sie in eine Rahmenhandlung eingebettet, mit der ich überhaupt nichts anfangen konnte. Später stellte ich dann im Internet fest, dass es der vierte Teil einer ganzen Reihe (genannt "Gothic Drama") war! Tja, und so habe ich jetzt 12 Hörbücher reservieren lassen, um sie in der richtigen Reihenfolge zu hören.Die Rahmenhandlung erzählt von einem Mann ohne Gedächtnis, der in einem Irrenasyl aufgenommen und gepflegt wurde. In seinen Träumen sucht er die Verbindung zur Vergangenheit. Die Träume sind die Geschichten Edgar Allan Poes. Bisher fand ich die Erzählweise an sich eher dröge, dem Meister selbst nicht angemessen. Die Musik und Hintergrundkulisse dagegen sehr atmosphärisch und düster, optimal für seine Horrorstories. Da ich allerdings erst drei von bisher 12 (es werden mehr) gehört habe, kann ich mir noch kein abschließendes Urteil erlauben. Wenn ich alle gehört habe, werde ich Euch die Serie natürlich etwas ausführlicher vorstellen :-)
SaschaSalamander 13.04.2006, 09.37 | (0/0) Kommentare | PL
Durch Mark und Bein
Wie schon angedeutet, war ich von dem Buch "Durch Mark und Bein" etwas zwiegespalten. Die Autorin war mir bis dahin völlig unbekannt, sodass ich mich gespannt auf etwas Neues einließ. Und ich wurde nicht enttäuscht, das Buch (genauer: die 5 CDs) waren hochspannend, und ich hatte es in zwei Tagen abgeschlossen.Tempe Brennan ist forensische Antrophologin. Sie wird an den Absturzort eines Passagierflugzeuges gerufen, wo es die 52 weitgehend jugendlichen Opfer eines College-Sportteams zu bergen und identifzieren gilt. Während andere Hilfskräfte an der Bergung, Unfallrekonstruktion etc arbeiten, nimmt sich Tempe ein Leichenteil nach dem anderen vor, um es dem passenden Passagier zuzuordnen. Dabei stößt sie auf einen Fuß, der niemandem der Toten zu gehören scheint. Befand sich ein blinder Passagier an Bord? Oder lag in der Nähe des Absturzortes ein weiterer Toter? Und was war der Grund für den Absturz? Immer tiefer bohrt sie, bis sie auf mächtige Gegner stößt: ihr wird die Arbeitsgenehmigung unter dem Vorwurf der Behinderung der Arbeiten und anderer Vergehen entzogen. Sie macht sich nun selbst auf die Suche ...
Ich war insofern begeistert, als mich der Roman von Anfang an in den Bann zog. Eine detaillierte Beschreibung des Absturzortes, recht bildhafte Erklärungen über ihre Arbeit und ihr Vorgehen, dann recht bald das mysteriöse Fundstück und der Beginn der Suche nach dem zugehörigen Toten. Immer mehr Ungereimtheiten, die sich ergeben, lassen die Spannung deutlich steigen. Stellenweise ziehen sich die Ermittlungen ein wenig, doch meist holt Reichs ihre Leser schnell wieder zurück, um ihnen das nächste Indiz zu zeigen und damit umgehend neue Fragen zu stellen und die Handlung auch in unerwartete Richtungen (für Neulinge ihrer Werke. Ich habe jedoch im Web gelesen, dass es sich meist um ähnliche Muster handeln soll) gehen zu lassen.
Warum ich dennoch etwas skeptisch bin: die detaillierte Darstellung der Unfallopfer hielt ich für ... hm, ich weiß nicht. Es lässt sich meiner Ansicht nach nicht rechtfertigen mit "einer Antropologin über die Schulter blicken" oder "etwas über ihre Arbeit erfahren", denn dafür war es zu ungenau. Ich hätte wenn dann beispielsweise gerne nähere Infos bekommen über verschiedene Methoden und Ergebnisse. Da die Autorin tatsächlich selbst Antrophologin ist, wäre dies kein Problem für sie gewesen. Die wenigsten Leser hätte dies allerdings interessiert, daher wäre es unklug zu erwähnen gewesen. Allerdings werden jedoch einzelne Dinge sehr detailliert beschrieben, das halte ich stellenweise für recht voyeuristisch. Nicht für lehrreich, sondern für das typische "ich kann nicht hinsehen, lass mich näher ran", das ein Gaffer von sich geben könnte. Ich bin recht abgestumpft, solange es um fitkive Stories geht, aber der Roman hätte mir gefallen, auch ohne den abgetrennten Kopf des Toten auf seinem aufgeklappten Laptop oder ähnliche Leckereien. Dass die Opfer nach einem solch tragischen Ereignis verstümmelt sind, dürfte jeder gesunde Mensch auch ohne derlei Beschreibungen erahnen.
Allerdings ist es sehr schwer festzulegen, was und wieviel man schreiben soll zu einem solchen Thema, und jeder Leser hat da wohl eigene, ethische Maßstäbe. Von diesen eher grausamen Details jedoch abgesehen war der Roman wirklich gut. Viele verwirrende Namen stellenweise, aber das muss man bei Frauenliteratur vermutlich hinnehmen, vermute ich ;-)
Wer spannende Thriller mag, ist mit den Romanen von Kathy Reichs über die Arbeit ihrer fiktiven Heldin mit dem Fachwissen aus erster Hand genau richtig, und ich werde mir unbedingt weitere Werke über Tempe Brannan aus der Bibliothek besorgen!
SaschaSalamander 12.04.2006, 09.26 | (2/1) Kommentare (RSS) | PL
Endlich endlich endlich
Letztes Jahr im August las ich "die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers. Ich war hin und weg und begeistert wie schon seit Jahren von keinem Buch mehr (von Lemony Snicket kurz darauf einmal abgesehen). Und ich schwor mir: sobald es als Taschenbuch erscheint, MUSS ich dieses Buch haben. Weil es eines der Werke ist, die ich immer wieder lesen werde und in denen ich immer und immer wieder einmal bestimmte Szenen durchblättern werde. Herrliche Bilder, urkomischer Text und ein großartiger Inhalt.
Letzte Woche dann in im Comixladen meines Vertrauens. Ich war heilfroh, dass kaum Mangas diesen Monat für mich erschienen. Aber zu früh über geringe Ausgaben gefreut: frustriert (wegen des Geldes) und hocherfreut (weil ich seit einem halben Jahr darauf warte) sah ich einen riesigen Stapel Taschenbücher. Endlich, endlich ist es soweit!
Meine Rezension (hochbegeistert und deshalb für Neulinge des Buches vielleicht etwas verwirrend) findet ihr >hier<, kaufen kann man das Buch >hier<. Für Büchersüchtige mit schrägem Humor ist Moers Meisterwerk ein ab-so-lu-tes MUSS!

Letzte Woche dann in im Comixladen meines Vertrauens. Ich war heilfroh, dass kaum Mangas diesen Monat für mich erschienen. Aber zu früh über geringe Ausgaben gefreut: frustriert (wegen des Geldes) und hocherfreut (weil ich seit einem halben Jahr darauf warte) sah ich einen riesigen Stapel Taschenbücher. Endlich, endlich ist es soweit!
Meine Rezension (hochbegeistert und deshalb für Neulinge des Buches vielleicht etwas verwirrend) findet ihr >hier<, kaufen kann man das Buch >hier<. Für Büchersüchtige mit schrägem Humor ist Moers Meisterwerk ein ab-so-lu-tes MUSS!

SaschaSalamander 10.04.2006, 15.47 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL
Du entkommst mir nicht
Warum nicht mal versuchen, auch ein paar weibliche Autoren zu lesen, nachdem ich mit Sandra Brown und Val McDermid gute Erfahrungen gemacht hatte. Erstmal ein Hörbuch, das ist schneller durchgearbeitet, wenn es mir gefällt, kann ich später immer noch mehr von der Autorin lesen. Und so schnappte ich mir "Du entkommst mir nicht" von Mary Higgins Clark.Emily Graham ist Rechtsanwältin. Nachdem sie lange Zeit bedroht und beobachtet wurde und der Täter nun gefasst ist, zieht sie um in das kleine Städtchen Spring Lake. Dort ist nicht alles so idyllisch, wie es auf den ersten Blick scheint. Bei den Arbeiten für einen neuen Swimmingpool wird eine Leiche auf ihrem Grundstück gefunden. In der Hand den Finger einer weiteren Leiche. Und bald darauf bekommt Emily kleine Botschaften und Hinweise, dass sie erneut beobachtet wird. Bald werden weitere Morde an jungen Frauen aufgedeckt. Eine der Toten ist Emilys Ahnin Madelein Shapley, und so macht sich die Anwältin selbst auf die Suche nach dem Täter. Die zwei jüngsten Mordfälle scheinen in der Ausübung ihrer Tat identisch mit einer Mordserie von vor über 100 Jahren. Wie ist das möglich? Eine Leiche fehlt, um das Puzzle von damals zu vollenden. Kann der nächste Mord rechtzeitig verhindert werden?
Hm. Naja. Ganz okay soweit. Ich habe den Roman gerne zu Ende gehört, aber als Buch weiß ich nicht, ob ich weitergelesen hätte. Viele Personen müssen kein Manko sein, wenn der Autor / die Autorin es versteht, sie entsprechend einzuführen und zu beschreiben. Hier wirkte es auf mich zu chaotisch, zumal einige der Namen sich klanglich sehr stark ähnelten. Da Emily auch ein altes Tagebuch für ihre Recherchen verwendet, werden zusätzliche Charaktere aus der Vergangenheit beschrieben. Ich muss zugeben, dass ich stellenweise eher Schwierigkeiten hatte, mir die einzelnen Personen vorzustellen (wenn ich mir einen Charakter gut vorstellen kann, präge ich mir seinen Namen ein. Von diesen Figuren konnte ich mir einfach kein Bild machen).
Die Spuren führen die Ermittlungen in viele verschiedene Richtungen, auch Sackgassen. Dadurch wird die Geschichte um weitere Erzählstränge und Personen erweitert. Die Indizien für die anfangs Verdächtigen sind so offensichtlich, dass dem Leser klar ist, dass dies keinesfalls der Mörder sein kann. Zumal mir die Geschichte stellenweise einfach zu konstruiert erscheint (z.B. partieller Gedächtnisverlust einer Figur), um meiner Ansicht nach glaubwürdig zu erscheinen.
Womit ich persönlich ein Problem habe: zuviel Mode, Ambiente und Design. Zu oft wird mir beschrieben, welche Kleidung jemand trägt, wie Emily sich zurechtmacht, wie es an verschiedenen Lokalitäten aussieht. Die Worte "geschmackvoll", "elegant" und ähnliche treten mir zu häufig auf. Ich möchte einem Täter auf die Spur kommen, mir nicht die Zeitschrift "Glamour" durchblättern. Dies ist einer der Gründe, warum ich eher ungern auf weibliche Autoren zurückgreife. Ich weiß, dass ich da als Frau nicht gerade repräsentativ bin, aber mich langweilen solche Beschreibungen.
Trotzdem möchte ich dem Buch eines zugutehalten: es ist recht flüssig zu lesen / hören und hält die Spannung weitgehend aufrecht. Die Geschichte selbst ist recht interessant gehalten mit dem 100 Jahre später wiederkehrenden Serienmörder. Ich habe den Roman neugierig zu Ende gehört und nicht ein einziges Mal überlegt, abzubrechen, dafür war es dann doch zu gut.
Wie ich vielen anderen Rezensionen in verschiedenen Foren und Buchhandlungen entnehmen kann, sind die meisten Leser eher begeistert von diesem Roman, es ist also wirklich vor allem meine Abneigung gegen weibliche Literatur und ihre Merkmale, sodass normale Krimifans vermutlich dennoch einige hochspannende Stunden mit Emily Graham und ihren Bekannten verbringen werden.
SaschaSalamander 10.04.2006, 09.37 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL
Wieder eine neue Autorin für mich
Ich hatte gestern auf dem Weg zur Nachhilfe recht lange Zeit in der U-Bahn, und Freitag ist der Tag, den ich privat dem Haushalt widme. Also eine Menge Zeit für das, was ich brauche: LESEN!So langsam komme ich doch auf den Geschmack, zwischendurch auch einmal zu weiblichen Autoren zu greifen. Bis vor einiger Zeit las ich ja bis auf wenige Ausnahmen kaum etwas von ihnen, nun wird es immer mehr. Über McDermid kam ich zu S. Brown, Higgins Clark und nun auch Kathy Reichs. Irgendwie doch eine sehr erfrischende Abwechslung zu dem ständigen Gemetzel und Blut der Männer im Krimigenre, etwas subtiler, weiblicher eben.
Was mich in der Bücherei am Hörbuches "Durch Mark und Bein" angesprochen hatte, war das Cover, wie ihr es hier seht. Und es handelt auch tatsächlich von Mark und Bein: Die Hauptfigur ist forensische Antropologin und wird zu einem Fall gerufen, bei dem es die Toten eines Flugzeugunglücks zu identifizieren gilt.
Bisher nicht schlecht. Zugegeben, es reißt mich nicht wirklich vom Hocker. Es gibt bessere Bücher, die ich vorab empfehlen würde. Aber zwischendurch als einmal etwas anderes ist es ganz okay. Da es sowieso ein eher schwächeres Buch der Autorin sein soll, werde ich also definitiv mehr von ihr lesen. Ich betrachte das Buch bisher eher zwiegespalten und bin gespannt auf den weiteren Verlauf, aber mehr darüber später in der Rezension :-)
SaschaSalamander 08.04.2006, 09.47 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL
Das zweite Gesicht
"Das zweite Gesicht" ist ein Film, den ich vor etwa zehn
Jahren schon einmal gesehen hatte. Da er mich ziemlich faszinierte, gehört er zu den
wenigen Filmen, die ich später ein zweites Mal ansah, wenn auch erst knapp zehn Jahre
später. Als seine Mutter stirbt und kurz darauf sein Vater auf eine nicht aufzuschiebende Geschäftsreise muss, soll Mark Eavens zwei Wochen bei Verwandten verbringen. Es soll eine schöne Zeit für ihn werden, wo er unbeschwert mit seinem Cousin Henry und dessen Schwester Conny spielen soll. Seine Tante kümmert sich liebevoll um ihn.
Sein Cousin scheint allen ein fürsorglicher Bruder und mustergültiger Sohn. Aber Mark stellt fest, dass tief in Henry das Böse lauert. Sein Spiel ist grausam, und seine Gedankengänge sind krankhaft. Doch Henry versteht es, Mark so in sein "Spiel" einzubeziehen, dass dieser Angst hat, etwas von ihren gemeinsamen Taten zu berichten. Als er erkennt, dass von seinem Cousin tatsächlich eine Gefahr für Conny und ihre Eltern ausgeht, ist es bereits zu spät. Henry hat alles getan, Mark als armen, verwirrten Jungen dastehen zu lassen, der den Tod seiner Mutter nicht verwinden konnte. Niemand glaubt Mark mehr. Ob es Mark gelingt, Henrys Eltern von den Plänen ihres geliebten Sohnen zu überzeugen?
Macaulay Culkin, der Kinderstar aus "Kevin
allein zu Haus" spielt hier ziemlich brilliant den bösartigen Cousin. Elijah Wood, der
Hobbit Frodo aus dem "Herrn der Ringe" ist in der Rolle des Mark zu sehen
und spielt ebenfalls sehr gut. Nun, letzendlich hat nur einer von beiden den Sprung
nach oben geschafft ...
Der Film hat einen wundervollen Soundtrack, die Landschaftsbilder und Hintergründe der einzelnen Szenen sind klasse. Trotz des ernsten Themas ist "das zweite Gesicht" vor allem ein Genuss für Auge und Ohr. Der Erzählstil ist recht ruhig und nicht mit den üblichen haarsträubenden Thrillern zu vergleichen. Es gibt keine Schockeffekte, keine Szenen zum Gruseln, allein das Verhalten des Jungen ist erschreckend. Spannung besteht vor allem darin, was er als nächstes plant, wie Mark reagiert und ob Mark am Ende die Pläne seines kranken Cousins vereiteln kann.
Wer Action oder Gänsehaut erwartet, wird von diesem Film enttäuscht sein. Aber wer auf inhaltlichen Tiefgang, schöne Bilder und gute Machart setzt, sollte sich "das zweite Gesicht" auf jeden Fall ansehen.
Der Film hat einen wundervollen Soundtrack, die Landschaftsbilder und Hintergründe der einzelnen Szenen sind klasse. Trotz des ernsten Themas ist "das zweite Gesicht" vor allem ein Genuss für Auge und Ohr. Der Erzählstil ist recht ruhig und nicht mit den üblichen haarsträubenden Thrillern zu vergleichen. Es gibt keine Schockeffekte, keine Szenen zum Gruseln, allein das Verhalten des Jungen ist erschreckend. Spannung besteht vor allem darin, was er als nächstes plant, wie Mark reagiert und ob Mark am Ende die Pläne seines kranken Cousins vereiteln kann.
Wer Action oder Gänsehaut erwartet, wird von diesem Film enttäuscht sein. Aber wer auf inhaltlichen Tiefgang, schöne Bilder und gute Machart setzt, sollte sich "das zweite Gesicht" auf jeden Fall ansehen.
SaschaSalamander 07.04.2006, 10.22 | (0/0) Kommentare | PL
Die Damalstür
"Wenn Du die Chance hättest, was würdest Du beim zweiten Mal anders machen?" Eine Frage, die manchen interessiert und manchen langweilt. Aber eines ist esicher: es ist zumindest ein hochinteressantes Thema für ein Buch. Erst recht, wenn man als Autor aus der Horror- oder Fantasyecke kommt, so wie Akif Pirincci (Felidae).Alfred Seichtem, kurz Al, war ein großer, reicher Künstler. Aber nach der Sache mit Marokko und später dann Felicitas ging es bergab. Tja, und jetzt ist er ein verwahrloster, armer Künstler, getrennt von seiner Frau, kurz vor der Gosse. Sturzbetrunken torkelt er in die Straße, wo er früher wohnte. Und findet dort - eine Tür, welche in die Vergangenheit führt! Gemeinsam mit seiner Exfrau Ida will er zurückkehren an diesen Ort und die Fehler seiner Vergangenheit ausmerzen. Aber bevor er seine alten Fehler beseitigt, müssen die beiden erst einmal ihr jüngeres Selbst beseitigen. Und dann kann das neue Leben mit dem Wissen von heute beginnen.
Aber Pirincci wäre natürlich nicht Pirincci, wenn daraus nicht ein besonders skurilles Horrorszenario würde. Es ist selbstverständlich, dass es natürlich ganz anders kommt als geplant. Ein Mord zieht den anderen nach sich, und die Nachbarn scheinen auch nicht so ganz ohne. Aber jetzt ist bereits zu spät ... warum nicht trotzdem das Bestmögliche daraus machen?
Die ersten zwei Kapitel zieht es sich ein wenig, ich dachte mir, er möge endlich zur Sache kommen, aber allein der mitreißende Schreibstil hat mich locker über das Geplänkel zu Beginn hinweglesen lassen. Das Einzige, was mich wirklich konsequent störte: Mal wird der Protagonist Ali genannt, mal Alfred, mal Seichtem. Vielleicht, um Wortwiederholungen zu vermeiden, vielleicht aus Unachtsamkeit. Aber es ist lästig, wenn die Hauptperson drei verschiedene Namen trägt. Und dann ist da stellenweise noch das Wirrwarr zwischen dem "alten" und dem "neuen" Ali. Dieses hätte mit den Bezeichnungen Ali (der junge Maler voller Elan) und Seichtem (der abgewreckte olle Seichtem) gelöst werden können, wurde es aber nicht. Statt dessen fragt man sich oft, von wem gerade die Rede ist.
Trotzdem, abgesehen davon ist das Buch wirklich genial. Und - was soll ich einen einfachen Horrorroman auf literarische Verwertbarkeit untersuchen? ;-)
Ich war davon ebenso begeistert wie von seinen Felidae-Romanen um den Klugscheißerkater Francis oder dem perfekten Mord im "Rumpf". Deswegen kam mir auch der Begriff "Pageturner" (>hier< und >hier< während des Lesens in den Sinn. Dieses Buch liest sich quasi von selbst. Es ist eklig, es ist widerwärtig, es ist geschmacklos. Aber es ist gleichzeitig so spannend, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann. Stellenweise recht gut vorhersehbar, aber das macht nichts. Hauptsache super Unterhaltung. Und DAS verspreche ich mit der "Damalstür" jedem, der sich für Autoren wie Pirincci, Hohlbein, King oder Koontz begeistern kann.
SaschaSalamander 05.04.2006, 08.35 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

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