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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Vegan

Food Inc

FOOD INC erzählt, was hinter den Versprechungen der Lebensmittelindustrie steckt und wie die Dinge "hinter den Kulissen" aussehen. Zeigt die Qual der Tiere in den übervollen Ställen, die Machenschaften des Genmais-Riesen Monsanto, zeigt welche Giftstoffe in den Produkten enthalten sind. Der Bürger glaubt häufig, selbst entscheiden zu können, was er zu sich nimmt, doch die Realität ist leider eine andere. 

Der Film ist interessant und abwechslungsreich gestaltet, zeigt einige erschütternden Bilder, aufrüttelnden Interviews und bringt so manchen Zuschauer zum Nachdenken. Ausgezeichnet mit zwei Emmys, für den Oscar nominiert als beste Doku und empfohlen von diversen veganen, vegetarischen und bio-affinen Seiten. 

Allerdings ist er ziemlich auf amerikanische Verhältnisse zurechtgeschnitten, sodass man zum Beispiel bei der Schilderung der amerikanischen Familie über im Supermarkt angebotene Lebensmittel und deren Preise einfach umdenken muss. Während in den mir bekannten Büchern in solchen Fällen in einer Fußnote die deutschen Verhältnisse hierzu geschildert werden, wird dies im Film leider nicht getan. Trotzdem ist all das, was in dem Film erzählt wird, auch sehr gut für deutsche Verhältnisse zu "übersetzen". Es ist erschreckend, wiesehr der Tod von Tieren inzwischen institutionalisiert ist. Die nette Bergbauernkuh ist lediglich das, was dem Verbraucher auf Verpackungen und in der Werbung vorgegaukelt wird.

Der Film richtet sich eher an Neulinge, die sich noch nicht mit dem Thema "woher kommt unsere Nahrung" befasst haben. Für diese jedoch ist der Film ein Augenöffner und zeigt drastisch und ungeschönt, warum man vor dem Konsum erst einmal nachdenken sollte. 

Ich möchte den Film hier kurz vorstellen, weil ich es doch wichtig finde, auf solche Dokumentationen hinzuweisen. Und vielleicht ist der ein oder andere ja neugierig, was so schlimm daran sein soll, wenn es ein Patent auf Lebensmittel gibt, und warum man den Genuss von Eiern nicht so leicht mit "die legen die doch sowieso" rechtfertigen kann. Dem kann ich FOOD INC nur empfehlen :-)

Ergänzung, nachdem einige Kommentare und PNs via Facebook erfolgten: Food Inc ist stellenweise ziemlich brutal, und die Bilder sind sehr eindringlich. Hier wird nichts geschönt, und das Leid wird so gezeigt, wie es tatsächlich ist. Keine glücklichen Kühe auf saftigen Wiesen, statt dessen schreiende, gequälte, blutende Tiere. Ich finde es wichtig, dass der Film solche Bilder zeigt um klarzumachen, dass ein überzüchtetes Huhn qualvoll verenden kann aufgrund Haltungsbedingungen und körperlicher Entkräftung, selbst wenn der Verbraucher denkt "sie legen ja sowieso Eier". Hier wird gnadenlos mit vielen Mythen aufgeräumt.

Ich selbst kann das Leid nachempfinden, muss solche Bilder nicht sehen. Daher hatte ich das auch nicht in meiner Beschreibung erwähnt, denn an diesen Passagen habe ich den Blick abgewendet und nur dem Ton gelauscht, nebenher am PC andere Dinge erledigt. Schon als Kind bekam ich Albträume, selbst wenn nur im Märchen oder Kinderfilm ein Hund geschlagen wurde oder ein Tier in der Falle verendete. Nein, ich muss das nicht sehen. Aber es ist wichtig, dass Menschen, die das nicht wissen, hinsehen und es sich bewusst machen. Dieser Film ist da einen recht mutigen Schritt gegangen!


SaschaSalamander 04.03.2014, 08.39 | (0/0) Kommentare | PL

Kleine Veganer-Bibel

Ein Buch, das mich doch recht interessierte. Wobei das Wort "Bibel" mich ziemlich abschreckte und offen gesagt auch störte, denn es ist ein anmaßendes Wort. Erst recht, wenn das Buch von einer Frau geschrieben ist, die selbst keine Veganerin ist. Aber wortwörtlich, man soll das Buch nicht nach dem Umschlag (bzw Titel) beurteilen sondern nach dem Inhalt. Und der sah interessant aus. 

Die Autorin ist Ökotrophologin und Vegetariern und möchte ihre Gedanken und Erfahrungen zum Thema Veganismus mit den Lesern teilen. Es ist kein Koch- und Backbuch, auch kein Plädoyer für reinen Veganismus, sondern einfach die neugierige Auseinandersetzung mit dem Thema, teils sachlich und fundiert, teils narrativ. Schon deswegen ist der Titel leider völlig daneben, nur um es nochmals erwähnt zu haben *g*.

Die Zielgruppe ist mir stellenweise nicht ganz klar. Für Veganer jedenfalls erachte ich es als zu simpel, da alles schon bekannt ist. Ich denke, es richtet sich einfach an Menschen, die entweder einfach neugierig sind, was die Veganer so treiben, oder aber an Menschen, die selbst überlegen, eventuell vegan zu werden aber noch nicht wissen, wo und wie sie ansetzen sollen. Diese Leser finden hier interessante Gedanken über den Umstieg, über die Gründe für das Vegansein und die Probleme wie auch Vorteile, die es im Alltag mit sich bringt. 

Die Autorin plaudert recht viel, erzählt wie sie eigene Erfahrungen sammelt, was sie erlebt, wie sie mit verschiedenen Personen spricht (die Interviews sind nicht in Interview-, sondern in Textform niedergeschrieben). 

Sehr schön finde ich, dass Schocke weder die eine noch die andere Seite in einem schlechten Licht dastehen lässt. Sie betrachtet sehr aufgeschlossen die Fakten, Möglichkeiten und wägt Argumente ab. Es ist eine reflektierte Auseinandersetzung mit einem Thema, das immer mehr Trend wird und auf beiden Seiten für viel Zündstoff sorgt. Da ist es eine angenehme Abwechslung, einmal eine aufgeschlossene Meinung zu lesen, die nicht nur Phrasen betet sondern bewusst hinterfragt, ohne dabei in irgendein Extrem zu verfallen.

Die Rezepte finde ich eine nette Idee, kann offen gesagt aber wenig damit anfangen. Was mich nervt und verschreckt sind Rezepte, die enorm viele Zutaten beinhalten und für die ich erst einmal recherchieren muss, wo man das kauft. Wenn ich für mich selbst etwas erfahren habe, dann dass Veganismus mit sehr einfachen Mitteln umgesetzt werden kann und man dafür nicht tonnenweise fremdartige Sachen kaufen muss. Außerdem ist es sinnlos, wenn zu Hause dann viele Dinge herumstehen, die man nur für ein einziges Rezept braucht und ansonsten mangels Erfahrung dafür keine Verwendung findet.

Eines der Rezepte interessierte mich, der vegane Kaiserschmarrn. Ausprobiert und mit der Konsistenz nicht so ganz zufrieden. Bei meiner späteren Suche im Web fand ich Rezepte hierfür, die wesentlich weniger Zutaten enthielten, einfacher nachzubereiten waren und besser gelangen. Trotzdem, der Gedanke ist nett, und vielleicht gibt es ja auch Leser, die all diese Zutaten als Nichtveganer bereits zu Hause haben oder das Glück haben, in der näheren Umgebung über einen veganen Supermarkt zu verfügen, wo das alles erhältlich ist.

Insgesamt fand ich das Buch jedoch sehr nett zu lesen. Die Gedankengänge sind sympathisch, der Schreibstil ist flüssig, und die Auseinandersetzung mit dem Thema ist zwar nicht extrem tiefgreifend, erreicht dadurch aber vielleicht eine Zielgruppe, die sich sonst nicht unbedingt damit auseinandersetzen würde. 

Wertung: 6,8 von 10 Filo-Platten

SaschaSalamander 04.02.2014, 08.45 | (0/0) Kommentare | PL

Gewinnspiel

Hier ein paar (fast) vegane Bentos. Um noch einmal auf den >Blog< und das >Gewinnspiel< hinzuweisen. Ist ´ne klasse Sache, die ich gern teile ...

Die Fotos aus diesem Beitrag sind neu im Blog und wurden bisher noch nicht oder höchstens auf Facebook von mir veröffentlicht. Ich hoffe, sie gefallen und inspirieren :-)



Obige Schale mit Salamiwürfeln und Käsedeko bitte ignorieren. Aber der Obstsalat und die bemalte Banane machen richtig Appetit, oder? Der Totenschädel ist eine auslaufsichere Dose, in der ich Joghurt als Dressing für den Obstsalat habe. Kann man problemlos mit Alpro ersetzen.



Pfannengericht mit Soja und Hirse, köstlich! Dazu Falafel mal nicht rund sondern im Keksausstecher zu Herzen und einem Hundeknochen geformt. Mandarinchen aus der Dose und ein Salat aus Tomate und Gurke sowie ein paar runde Falafelbratlinge. 



Cherrytomaten, Gurke, Räuchertofu und ein Mochi. Über den Gurken ist ein wenig Leinsam zum Aufhübschen. In der anderen Etage sind Udon-Nudeln mit Paprika, Ananas und Süßsauer-Sauce. 



Ein Olivenbrötchen mit Aufstrich und veganem "Rührei" und in dem Döschen ein kleiner Dip.



Ein Stückchen Fladenbrot mit Aufstrich und Tomate-Gurke, dazu Soja-Gyros und gefüllte Oliven.



Soja-Fleischkäse und Paprika, dazu Tomate, Gurke und Räuchertofu.



Sojaschnitzel und Räuchertofu, außerdem Gurke, Tomate und Karotte, gewürzt mit Pul Biber (türkisches Paprikachili). Und eine Mandarine :-)

SaschaSalamander 28.01.2014, 15.20 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Gewinnspiel

Ein tolles Gewinnspiel, an dem ich sehr gerne teilnehmen möchte: Der Blog >Leckeres in vegan< möchte zeigen, dass vegan nicht nur in den vier Wänden machbar ist, sondern auch unterwegs. Finde ich ein tolles Projekt, und verbunden mit einem >Gewinnspiel< umso spannender ;-)

Selbst bin ich ja (noch?) kein Veganer, aber ich reduziere immer mehr Tierisches aus meinem Essen und hoffe, dass ich es irgendwann völlig schaffe. Damit das Essen aber nicht zum Frust wird, arbeite ich schrittweise daran und freue mich, wenn ich wieder eine Etappe geschafft habe. Oft passiert es mir, dass ich, glücklich über meine vegane Bentobox oder meinen veganen Kuchen dann von Gästen oder Facebookfreunden die Frage gestellt kriege "äh, und wie hast du den veganen Eierlikör gemacht?" oder "Du, der Lebkuchen hat aber Schokoguss". 

"Vegan" ist eben doch etwas anderes als "kein Fleisch, keine Milch, keine Eier". Überall stecken die kleinen Stolperfallen, die es gerade uns Anfängern nicht leicht machen, weil man einfach nicht gleichzeitig an alles denken kann. Und ja, unterwegs ist wirklich verdammt schwer für mich, denn wenn ich im Laden stehe, hocken Engelchen und Teufelchen auf meiner Schulter, ob ich es mir wirklich so kompliziert machen will beim Einkaufen, in der Kantine, am Kiosk. Meine Bentoboxen, die ich schon lange vor der Umstellung bastelte, sind mir da eine große Hilfe. Die sorgen dafür, dass ich gar nicht erst in Versuchung komme. Und sie sind so lecker, dass auch die Fleischesser neidisch in meine Box schielen ;-)

Für das Gewinnspiel möchte ich mir Mühe geben, auf alles zu achten. Aber um auf das Gewinnspiel hinzuweisen und um mich selbst auch ein wenig zu motivieren, möchte ich ein paar alte Bentos herauskramen, die (ganz oder fast) vegan sind. Bis zum Ende des Gewinnspieles hoffe ich noch ein paar besonders hübsche Sachen zu basteln und präsentieren. Vorerst jedenfalls viel Spaß beim Gucken der älteren Bentos :-)



Bento bedeutet für mich, dass es hübsch aussieht und kleine Häppchen bietet, die Appetit machen. Zum Beispiel kann ich Frikadellen statt zu Kügelchen zu formen auch mit Keksstechern in andere Formen bringen. Das Foto war noch Hackfleisch, aber inzwischen verwende ich verschiedene Bratlingteige. 



Im Sommer liebe ich erfrischende Getränke. Sojajoghurt, Gurke und im Döschen mit dem Regenbogen Pfefferminz und Salz. Mit Wasser ergibt das auf Arbeit ein köstliches Schlombee. Dazu Toast, niedlich zu Kätzchen ausgestochen ;-)



Ich habe spezielle Bento-Ausstecher. Zum Beispiel ein Frosch. Hier mit Nutella, aber inzwischen bevorzuge ich Aufstrich aus dem Reformhaus oder besonders von Rewe den Spekulatius. In der Dose rechts sind Bulgursalat und Bohnen.



Snackpaprika, Cherrytomate, Räuchtertofu, Mandarine und Gnocchi mit Kohl und Tomate. Für die Reiswaffel (mit süßem Zuckerguss) habe ich keine Zutatenliste mehr hier, weiß nicht, ob die vegan war. Und die MickyMaus ist ein Schokotaler, den kann man auch weglassen ;-)



Paprika, Räuchtertofu, Snackpaprika. Harzer ist natürlich nicht vegan, die Box ist schon älter. Dafür aber der Reis und das Karottengemüse auf dem Salatbett. Mit Stanzern habe ich aus Noriblättern einen Bambuswald ausgestochen, bewacht von einer kleinen Katze. (Oben die Box mit Schoko, Käse und Leberkäse ignorieren, die war für meinen Freund)



Melonenbällchen, Ebly und Johannisbeeren. Die Salami-Deko für das vegane Bento selbstverständlich weglassen ;-)



Und hier: eine frische Feige, Tomate-Paprika-Karotte Salat mit Sonnenblumenkernen, außerdem gelbe Paprika und getrocknete Aprikosen. In den Döschen sind verschiedene Dips für die Karotten und Paprika. In der anderen Box ist Bulgursalat, dazu Karottensticks. Und in dem Küken ist eine Umeboshi (ein japanisches, in Salz eingelegtes Obst). 

Ich habe ein eigenes Büro. Dort lagere ich zum Beispiel auch Marmeladen und Aufstriche (wenn ich ausgestochenes Brot dabei habe). Außerdem Salz und Pfeffer, Essig, Öl, Senf, und ein, zwei Saucen. Ich kann also meine "Salate" pur mitnehmen, ohne dass sie labbrig werden und würze sie dann erst auf Arbeit. Und der Deko-Salat wird natürlich mitgegessen ;-)

SaschaSalamander 21.01.2014, 16.15 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Veganes Mett

Was bisher noch nicht im Bento zum Einsatz kam aber sicher bald zu sehen sein wird bei mir, das ist veganes Mett. Ich halte ja nicht viel davon, ständig alles ersetzen zu müssen. Gut, wer aus ethischen Gründen auf tierische Produkte verzichtet, wird vielleicht so manches vermissen, von Schnitzel über Hack, Wurst, Milch, Käse und sonstiges. Aber dass man den Produkten dann solche Namen geben muss wie "Mortadella", "Mett" und Co, finde ich recht bescheuert. Dennoch gebe ich zu, dass es praktisch ist, denn dann weiß man wenigstens, wie man es verwenden kann und wie in etwa der Geschmack ist. Zur Orientierung ist es also sinnvoll. Egal, es gibt wichtigere Probleme als die Frage, welchen Namen nun dieses Futter haben soll ... 

Sicher ist jedenfalls: dieses vegane Mett ist der Hammer! Das Rezept ist von >Veganguerilla<





Klar, wer bewusst seine Nahrung zu sich nimmt, und wer feine Geschmacksnerven hat, der merkt den Unterschied. Aber ich kenne einige Leute, denen ich das vorsetzen könnte und die es kaum merken würden. Naja, darum geht es gar nicht, denn ich halte nichts von "Ersatz". Worum es mir geht: es ist einfach köstlich und schmeckt absolut lecker. Inzwischen habe ich schon mehrere Portionen davon angesetzt, es ist immer ratzfatz alle. Auch er ist hin und weg und will unbedingt mehr davon. 

Es schmeckt lecker, erinnert absolut an Mett und beschwert den Körper nicht sosehr. Außerdem ist es kalorienarm im Vergleich. 

Jetzt kommt sicher die Frage, ob man das als Bulette braten kann. Meine Antwort: jain. Habs probiert, es zerfällt. Ist dann halt kein Klops, sondern eher wie Hack für Bolognese, aber auch das sehr lecker. In Verbindung mit ordentlich Semmelbrösel oder gemahlenen Mandeln wird es fester, da kann man es dann schon eher braten. Ich habe es tatsächlich geschafft, dass es nicht zerfällt. Ist aber ´ne fitzelige Angelegenheit, da nehme ich für Bratlinge lieber Falafelpulver oder Gemüse oder fertige vegane Mischungen, das ist einfacher ;-)

Aber auch die passionierten Fleischfutterer: probiert dieses Rezept mal aus, es ist superbillig, ganz schnell ohne Aufwand zubereitet und wirklich lecker. 

SaschaSalamander 17.12.2013, 08.40 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Bulgursalat

Hier habe ich einen Bulgursalat selbstgemacht. Hatte sowas ja schon öfter im Bento, aber immer gekauft, schweineteuer. Wenn ich geahnt hätte, wie leicht der selbst zu machen ist und wie günstig mich das kommt, hätte ich das vorher schon mal getestet. Könnt mich reinsetzen, mmmmh!

Also, obere Box: frische Feige, Tomate-Karotte-Gurke-Salat, gelbe Paprikastreifen, getrocknete Aprikosen. In den Döschen sind vegane Brotaufstriche zum Dippen für die Paprika. 

Untere Box: Bulgursalat (fragt mich bitte nicht nach dem Rezept, irgendwo aus dem Internet, ich bin da immer recht spontan, näxtes Mal ist es wieder ein anderes, ich weiß doch heute nimmer, was ich gestern gekocht habe *lol*) und Babykarotten. In dem Küken ist wieder eine Umeboshi, die gehören manchmal einfach dazu :-)

Die Wellen erkennt man leider nicht: ich habe Gurkenscheibe mit der Bastelschere in Wellenform geschnitten, damit die Entchen darauf schwimmen können ...


SaschaSalamander 06.12.2013, 08.37 | (0/0) Kommentare | PL

Hirse-Soja-Pfanne

Dieses Bento ist optisch absolut unspektakulär. Aber geschmacklich war es richtig top! So klasse, dass Schatz etwas angesäuert war, dass er nix davon abbekommen hat ;-)

Tomate, Paprika, Gurke. Dazu Falafel-Bratlinge (Fertigmischung, ich gebs ja zu). Dazu in der Pfanne angebratener Hirse mit Sojaflocken. Ziemlich simpel, dauerte nur ein paar Minuten, aber es schmeckt köstlich!



Und weil dieser Hirse-Soja-Mix so genial ist, gab es den anderntags auch. Ebenso die Falafel, denn er war am Vortag so begeistert gewesen, dass ich das am nächsten Tag nochmal machen musste, aber in doppelter Menge, damit er auch etwas abbekommt.

Der "Salat" ist übrigens einfach nur geschnippeltes Gemüse. Ich brauche keine weiteren Gewürze. Bin kein Rohkostler, aber ich esse einfach gerne rohes, ungewürztes Gemüse, dann bin ich glücklich und zufrieden. Manchmal, wenn mir doch danach ist, habe ich auf Arbeit ja immer noch zwei verschiedene Soßen, eine Salzmischung und etwas Thymianöl, womit ich das würzen kann. Kommt aber selten vor ... 

SaschaSalamander 03.12.2013, 08.39 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Tiere essen

foer_tiere.jpgNein, eine Rezension möchte ich nicht schreiben. Denn ich habe nur knapp über die Hälfte gehört. Aber ich werde auch nicht weiter hören und denke, dass ich für mich selbst es soweit beurteilen kann, dass ich weiß, ich werde nicht weiterhören.

Eine erste Meinung über >TIERE ESSEN< habe ich ja bereits geschrieben. Ich halte es für ein sehr gutes und wichtiges Buch. Es hebt nicht den moralischen Zeigefinger und verdammt nicht den Fleischesser. Statt dessen schildert der Autor sehr realistisch die Zustände der Fleischproduktion und was dies für die Tiere bedeutet. Er verdammt nicht das Essen von Fleisch sondern den unbesorgten Umgang mit dieser so kostbaren Ware "Fleisch", die einmal das Lebewesen "Tier" war. Ein Motto, das er recht früh im Buch brachte, er betont den Unterschied zwischen "besorgt essen" und "nicht unbesorgt essen". Nein, man muss kein schlechtes Gewissen haben, man muss sich nicht sorgen. Aber man soll vorher darüber nachdenken, sich Gedanken machen und dann überlegen, was man für sich mit dem Gewissen vereinbaren kann, man darf nicht unbesorgt sein. Das finde ich eine sehr gute Einstellung, ...

wer sich selbst schon viel mit dem Thema befasst hat, kann dem Buch nicht wirklich neue Ansätze entnehmen. Aber wer anfangen möchte, sich bewusster zu ernähren, der sollte es auf jeden Fall lesen. Ratgeber schockieren und mahnen und kommen mit Fachausdrücken und Zahlen und Fakten. Dieses Buch hier dagegen berührt und bewegt. Es bringt den Leser zum Nachdenken seiner eigenen Verhaltensweisen.

Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen diesen Titel lesen, denn es weist auf etwas hin, das in unserer Gesellschaft gerne übersehen wird. Es ist ein unbequemes Thema, und jeder muss sich selbst ins Gesicht sehen und dazu stehen, wie er bisher damit umging und wie er vorhat, dies zukünftig zu tun. Es wäre schön, wenn dieses Buch dazu beitragen könnte ...

SaschaSalamander 03.05.2011, 08.38 | (0/0) Kommentare | PL

Tiere essen

foer_tiere.jpgIch war viele Jahre Vegetarier (aus verschiedenen Gründen, würde jetzt zu weit führen), und ich interessiere mich sehr für das Thema Tierhaltung, Fleischproduktion, Herstellung von Lebensmitteln. Ich will auch gerne wissen, was ich auf dem Teller habe und kaufe auch recht bewusst ein.

Völlig unvoreingenommen bin ich jetzt mal an dieses Buch herangegangen. Dabei habe ich wohl vergessen, dass der Autor weniger Wissenschaftler ist (Fachbuch) als vielmehr ein Erzähler. Bisher ist also noch nicht wirklich viel gesagt worden, das mir weitergeholfen hätte oder woraus ich für mich relevante Info hätte ziehen können. Nun, mal abwarten. Zumindest das Erzählen kann er (ist mein erstes Buch von ihm, daher habe ich keinen Vergleich), ich werde weiterhören.  Auch, wenn seine Betrachtungen bisher Gedanken sind, die ich mir schon vor etwa 15 bis 20 Jahren gemacht habe, als ich mit diesem Thema anfing. Das Buch scheint eher für Neulinge zu sein). Irgendwie trotzdem seltsam, ein Buch über Tiere, Fleischproduktion und Ernährung, und doch kein Sachbuch, sondern eine Erzählung. Ich werde noch ein paar Kapitel brauchen, bis ich mich daran gewöhnt habe!

Diesen Titel nehme ich als Hörbuch zu mir. Wenn ich nicht gerade auf dem Weg zur Arbeit bin, höre ich meist bei Haushaltsarbeiten. Heute beim Kochen. Und irgendwie war es schon jeweils ein ganz blöder Zufall. Schlecht fühlte ich mich nicht, denn ich weiß was ich tue und warum. Trotzdem war es irgendwie unpassend ... passend ... whatever ...

als ich die Dose mit Thunfisch aus dem Schrank holte, begann er auf einmal von Seepferdchen zu erzählen und vom Thunfischfang, bei dem diese Tiere sowie Delfine usw als Kollateralschaden zu Tode kommen. Und zwar solange, wie ich brauchte, meine Thunfischsauce zuzubereiten *grml*. Und dann, als ich gerade dabei war, im Gefrierfach die Küken zu suchen (wir barfen unsere Katze, da gibt es auch mal sowas), erzählt er von seinem Einbruch auf die Truthahnfarm und von einem Tier, das dort qualvoll litt und den Gnadentod von ihnen bekam. Mannmann, irgendwie ein blödes Gefühl grade in diesem Moment ;-)

SaschaSalamander 22.04.2011, 19.59 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Das Leben der Tiere

coetzee_tiere_150.jpgElizabeth Costello, berühmte Romanautorin, wird für ein Seminar ins Appleton College geladen. Während dieser Zeit wohnt sie bei ihrem Sohn John Bernard, seiner Frau Norma und den Kindern. Das Thema ihres Vortrages wurde ihr freigestellt, und so wählt sie ein Thema, das ihr sehr am Herzen liegt: die Würde und Rechte des Tieres, die Verantwortung des Menschen gegenüber dem Tier. Dazu beruft sie sich während des ersten Vortragesn vor allem auf Philosophen unterschiedlicher Epochen, von Aristoteles über Descartes hin zu Thomas von Aquin und Singer; am folgenden Tag behandelt sie das Mensch - Tier Verhältnis aus Sicht der Literatur, indem sie Jonathan Swift, Rilke und Hughes heranzieht. Doch ihre Meinung ist sehr provokant, und die schlichte Wahrheit ihrer Worte ist den meisten der Anwesenden ein Dorn im Auge. Besonders Norma ist über den Besuch ihrer Schwiegermutter sehr verärgert, die Spannungen werden für John unerträglich, bis Elizabeth endlich wieder abreisen muss ...

Ein ungewöhnlicher "Roman" ist "Das Leben der Tiere vor allem insofern, als es eher eine philosophische und fachliche Abhandlung denn ein Roman ist. Die Rahmenhandlung um John, Norma und Elisabeth ist nur das äußere, grobe Gerüst. Eine kurze Begrüßung am Bahnhof, ein knappes Gespräch zum Abendessen, ein Disput zwischen Norma und John, die Abreise am Ende, das sind insgesamt nur knapp 10 Seiten von 79. Und, wie man sieht, 79 Seiten, also nicht wirklich ein sehr langes Werk. Aber ich habe dennoch mehrere Abende daran gelesen.

Es ist kein Buch, das man zur Unterhaltung nebenbei mal kurz liest. Sondern ein auch für Laien der Philosophie sehr gut gemachtes Plädoyer für die Rechte der Tiere, dessen Inhalt sich schrittweise setzen muss, das der Leser eher "bearbeiten" denn "lesen" muss. Sehr viele Fußnoten, Querverweise, Quellenangaben und wohlfeile Schlussfolgerungen sorgen allerdings dafür, dass man es sehr genau lesen muss, wenn man ihr folgen will. John und Norma schieben die in ihren Augen eher an den Haaren herbeigezogenen Argumente auf die Verwirrtheit ihrer Mutter, wenn sie plötzlich beginnt, das Bewusstsein eines Menschen mit dem einer Fledermaus gleichzustellen, aber der aufgeschlossene Leser wird ihren klaren und fundierten Aussagen sehr gut folgen können, sofern er sich auf dieses Werk einlässt ...

Ja, ich denke, man muss sich ein stückweit auf dieses Buch einlassen. Bereit sein, den Ausführungen zu folgen. Liebevoll, mitfühlend, zugleich aber auch äußerst provokant und deutlich, kommt Elizabeth Costello daher und setzt sich für die Tiere ein. Eine Fremde in einer Welt, in der noch immer Tiere misshandelt, missbraucht und geschlachtet werden ...

Für Fleischesser und Anhänger der Theorie "Nahrungskette" ein herber Schlag in die Magengrube, aber sogar für Vegetarier und Tierschützer ein Anstoss zu tieferem und bewussterem Denken gegenüber Tieren, ist "Das Leben der Tiere" ein sehr gut lesbares, wirklich profundes Werk, das jeder lesen sollte, der sich mit Tierschutz, Ernährung und der Definition des Menschseins befasst ...

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Rilkes >Panther<
Singers >Animal Liberation<
>deutsche Links< zu >Peter Singer<
Kafkas >Bericht für eine Akademie<
>Nagels< >What is it like to be bat<
Hughes >Jaguar< sowie eine kurze >Erklärung< hierzu
>Gullivers Reisen< zu den >Yahoos< und>Houyhnhnms<

und weil dies ein sehr heikles Thema ist und ich die Theorien der einzelnen Philosophen nicht zu 100% kenne und weiß, wie unterschiedlich gut (zu Tieren) aber auch grausam (z.B. zu behinderten Menschen) diese sein können (Singer), ist es mir hier ein Anliegen, mich von den Links inhaltlich zu distanzieren. Ich bitte Euch, sie lediglich als Information zu sehen, nicht jedoch als mein Gutheißen oder Ablehnen der entsprechenden Inhalte!

SaschaSalamander 23.04.2007, 12.14 | (0/0) Kommentare | PL



 






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