SaschaSalamander
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3




Statistik KW 19

Gelesen
Die drei ??? 01-03 (HSP)
John Sinclair 2000 - 07 (HSP)
Freaky Angel 01 (L. Buschova)
Der Letzte seiner Art (A. Eschbach)
Die kleine Hexe Klavi Klack 01 (HSP)
Der Weg von Sonne und Wind (N. Yamada)
Der lange dunkle 5 Uhrtee der Seele (D. Adams)

Gekauft
/

Geschenk
/

Buchticket
/

Vorgemerkt
Serie: Schlimmes Ende (P. Ardagh)

Filme
Ice Age

SaschaSalamander 14.05.2006, 11.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Auswertung Mahngebühr

Hier wie versprochen die Auswertung der aktuellen Umfrage: Wie oft müsst ihr in der Bibliothek nachzahlen. Hmmm, ich sehe, die Mehrzahl ist genauso geizig wie ich. Klar, statt dem Geld fürs Nachzahlen kann man schließlich ersehnte Bücher reservieren lassen ;-)

Ich gehe nicht in die Bib
Stimmen
2 Stimmen 16.67%

Sogut wie nie
Stimmen
8 Stimmen 66.67%

Kommt ab und zu vor
Stimmen
0 Stimmen 0%

Ständig
Stimmen
2 Stimmen 16.67%

SaschaSalamander 13.05.2006, 20.18| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Umfrage

Auswertung Leseratten im Kino

Da habe icih glatt übersehen, dass ich eine neue Umfrage gestartet habe, noch bevor ich die Auswertung der anderen brachte. Also heute gleich zwei Auswertung. Udn bis heute Nachmittag darf für die >Umfrage zur Bibliothek< gerne noch abgestimmt werden ...

An der regen Beteilung bei der Kinoumfrage konnte man deutlich sehen, dass SaraSalamander eben doch ein Buchblog ist ;-)

Auf jeden Fall
Stimmen
1 Stimme 14.29%

Ich warte auf DVD oder TV
Stimmen
1 Stimme 14.29%

Das kommt darauf an
Stimmen
5 Stimmen 71.43%

SaschaSalamander 13.05.2006, 09.31| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Umfrage

Mit fiebrigen Finger tippe ich diesen Beitrag

Mein derzeit neuer Tick: alte Kinderhörspiele. Ich habe mir die drei ??? geliehen und will die jetzt so nach und nach durchhören. Ach ja, die altbekannten Sprecher, das ist schon genial! Irgendwie schön, die ganzen Leute wiederzuerkennen. Jetzt weiß ich auch, woher Käptn Smoky aus der "Seemaus Josefine" seinen Papagei namens Admiral herhat: den hat er nämlich in den drei ??? in der Folge "der Superpapagei" gekauft *hihi* (nein, Scherzchen, aber fand ich witzig, weil durch die vielen verschiedenen Rollen eines einzelnen Sprechers auf diese Weise witzige Sachen entstehen können).

Irgendwie kultig, ich steh drauf! Sollte jemand eine alte Benjamin Blümchen oder Bibi Blocksberg Sammlung abzugeben haben, nur her damit *ggg*.

Die ???, TKKG, Bibi, Benjamin, die Ampelmännchen, Hui Buh, Flitze Feuerzahn, Klavi Klack, ich habe Hörspiele als Kind sosehr geliebt! Ich frage mich, was die Leute in der U-Bahn manchmal denken mögen? Man hört aus den Kopfhörern ja doch oft einen Sound. Wenn bei mir statt Bässen und modernen Songs Telefonklingeln, die rauchig-kratzige Stimme von Gerlach Fiedler oder der lässige Titelsong der ??? beginnt?

Und wie immer liebe ich Wikipedia: >Dort< gibt es massig Infos über die Bücher, die Hörspiele, die nach Hitchcock folgenden Autoren, die Sprecher der Hörspiele, und und und. Sorry, dass ich momentan so wenig hier schreibe, bin total im Kinderkrimifieber ;-)
 

SaschaSalamander 12.05.2006, 22.00| (3/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Pulp

Roverandom

CoverBei J. R. R. Tolkien denken alle sofort an den "Herr der Ringe", sogar Weniglesern ist er spätestens seit dessen Verfilmung bekannt. Aber was er außerdem noch geschrieben hat, weiß kaum jemand. So hat er in Mittelerde nicht nur die große Trilogie und den kleinen Hobbit angesiedelt, sondern auch das Silmarillion und einige anderen Werke Und dann sind da noch ein paar nette Kinderbücher, wie etwa "Roverandom".

Rover ist ein kleiner weißer Hund mit schwarzen Flecken. Er ist ganz schön frech. So frech, dass er sogar den großen Magier Ataxerxes einfach ins Bein beißt und dessen Hose dabei zerreißt! Zur Strafe verwandelt Ataxerxes ihn in ein Kinderspielzeug, ganz klein. Ein Spielzeughund, kaum größer als eine Hand, der Männchen macht. Er wird von einer Mutter als Geschenk für ihren Sohn gekauft, aber bald verliert ihn der Junge versehentlich am Strand. Dort trifft Rover den Sandmagier Psamathos, der ihn zwar nicht zurückverwandeln kann, weil das Ärger mit dem Magier Ataxerxes gäbe, der ihm aber helfen möchte. Und so erlebt Rover viele Abenteuer auf dem Mond und unter Wasser, bevor er endlich erlöst werden kann.

Ich hatte "Roverandom" als Hörspiel und war währenddessen wie verzaubert. Eine Geschichte, die einfach schön ist, für Erwachsene wie auch für Kinder. Rover ist wirklich ein liebenswerter kleiner Kerl, wie eben junge, freche Hunde so sind. Er stellt so allerhand Unsinn an, und er trifft natürlich auch auf andere Hunde, mit denen er sich anfreundet.

Das Buch ist nicht geschrieben wie eine Erzählung, sondern ist im Stil eines allwissenden Geschichtenerzählers gehalten. Er bringt Andeutungen auf kommende Ereignisse, und er wirft einzelne Dinge ein oder hält sie bewusst zurück. "Das dauerte nur etwa so lange, wie ich brauche, um Euch diese Geschichte hier zu erzählen" oder "ich habe Euch ja vorhin bereits erzählt, dass der weiße Drache sehr gefährlich war, und jetzt werdet ihr erfahren, was es mit diesem Drachen auf sich hat"sind in etwa Sätze, wie sie häufig vorkommen. Ich mag so etwas, das hat so etwas Persönliches. Ein fahrender Erzähler auf dem Marktplatz, der das Publikum mit seiner Geschichte verzaubert.

Einfach nur schön.
Ein Kinderbuch, das leider viel zu wenig bekannt ist.

SaschaSalamander 12.05.2006, 10.32| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Kinder, Tip, Märchen,

42

Heute ist ein denkwürdiger Tag. Danke, MicroAngelo, für den Hinweis! Ich habe seit heute Vormittag, als ich das Mail erhielt, überlegt, wie ich diesem Mann (also, dem anderen, nicht MA *g*) huldigen könnte. Tja, nun ist es Abend, und ich habe noch immer keine Idee. Deswegen nur ein kurzer Beitrag hier im Blog. Deswegen hier nur ein kleines, aber ehrliches und von Herzen kommendes Gedenken zum fünften Todestag dieses Mannes ...

Ein großartiger Mann, der am 11. März 1952 in Cambridge geboren wurde. Ein genialer Mann, der die Antwort auf das Leben, das Universum und den Rest kennt. Ein Mann, der bedeutungslosen Ortsnamen die Bedeutung bisher unbenannter aber lebenswichtiger Aktionen, Gegenstände und Sachverhalte gab. Ein Mann, der eine Trilogie in fünf Teilen schrieb. Ein Mann, der erkannt hat, wer die intelligenteste Lebensform auf diesem Planeten ist. Ein Mann, der unzähligen sich hier auf diesem Planeten fremd fühlenden Menschenwesen das Gefühl gab, nicht alleine zu sein. Ein Mann, der am 11. Mai 2001 im Alter von 49 Jahren überraschend und viel, viel, viel zu früh an einem Herzinfarkt verstarb.

Ich schätze, wer seine Werke kennt, weiß inzwischen längst, von wem ich rede! Von niemand anderem als dem großartigen Autor >Douglas Adams<. Und nun überlege ich, wie man ihn ehren könnte. Der ">Towel Day<" am 25. Mai ist eine klasse Idee, und außer ein paar verwunderten Blicken wird man wohl kaum auffallen. Aber Gleichgesinnte erkennen sich. Irgendwie hat das was *g*. Und ich, ich werde heute Abend weiter "der lange dunkle 5Uhrtee der Seele" lesen (Zufall, dass ich es gerade lese, aber sehr passend). Und mir vielleicht auch Folge 7 und 12 von >Dr. Snuggles< ansehen (hat mein Schatz letzens für mich aufgezeichnet)

SaschaSalamander 11.05.2006, 22.01| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Autoren

Erster und letzter Satz

Ein schweres Rätsel. Oder, besser gesagt, eigentlich kein Rätsel, sondern nur der erste und letzte Satz eines Buches. Aber ein paar Fans dieses Autors (ich glaube, mindestens vier dürfte es unter den Stammlesern hier geben) könnten das Werk vielleicht sogar kennen. Schließlich hat er ja nicht nur dieses eine erfolgreiche Buch geschrieben, sondern auch noch ein paar andere ;-)

Erste Sätze:
Es kann kaum ein Zufall sein, dass es in keiner Sprache der Welt die Wendung "schön wie ein Flughafen" gibt. Flughäfen sind hässlich. Manche sind sehr hässlich. Manche erreichen ein Ausmaß an Hässlichkeit, das nur das Resultat besonderer Kraftanstrengungen sein kann. Diese Hässlichkeit kommt zustande, weil Flughäfen mit Menschen angefuüllt sind, die müde udn verdrossen sind und gerade festgestellt haben, dass ihr Gepäck in Murmansk gelandet ist (Murmansk ist die einzig bekannte Ausnahme dieser ansonsten unerschütterlichen Regel), und weil die Architekten alles in allem versucht haben, diesem Umstand in ihren Entwürfen Rechnung zu tragen.

Letzter Satz:
Er wandte sich wieder der Titelseite zu, um zu sehen, ob es irgendwelche interessanten Neuigkeiten gab.

SaschaSalamander 10.05.2006, 15.37| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rätsel

Der Nobelpreis

Hans-Olof Andersson ist Mitglied des Nobelkomitees für Medizin und nimmt seine Funktion sehr ernst. Als eines Tages ein fremder Mann vor ihm steht und ihm eine unglaubliche Summe für die Wahl einer bestimmten Ärztin bietet, kann er es nicht glauben! Er erzählt seinem Vorgesetzten davon, doch dessen Reaktion desillusioniert ihn. Er will der Polizei von diesem Bestechungsversuch erzählen, doch dort begegnet ihm der Fremde. Und so steht Hans-Olof alleine da, er kann niemandem trauen. Aus der Bestechung wird Erpressung, und dann schrecken sie nicht einmal vor Entführung zurück: Kristina ist in der Gewalt der Gangster, und da Hans-Olof und Kristina nun die Gesichter der Betrüger kennen, werden sie nach der Verleihung des Nobelpreises wohl sterben müssen. Hans-Olof sieht nur noch eine einzige Möglichkeit: seinen Schwager Gunnar Forsberg! Dieser sitzt wegen Industriespionage im Gefängnis. Hans-Olof verhilft ihm zu einer vorzeitigen Entlassung, und nun übernimmt Gunnar als ich-Erzähler den Part der Geschichte. Aus seiner Sicht erlebt der Leser nun eine spannende Hetzjagd nach den Entführern.

Das Buch hat mir sehr gefallen. Begeistert nicht wirklich, dazu fehlte noch ein kleiner Funke, aber es war sehr unterhaltsam und spannend. Und vom Ende wurde tatsächlich nicht zuviel versprochen. Zugegeben, zwei oder dreimal hatte ich tatsächlich den Verdacht, dass [...], und ich verwarf diesen Gedanken sofort wieder. Denn wie sollte der Autor DAS bitte zuwege gebracht haben? Aber dann war ich überrascht. Er hatte es tatsächlich getan. Ein absolutes Novum, zumindest ist mir das bisher in keinem anderen Buch begegnet. Ganz schön gewagt, Herr Eschbach, alle Achtung! Nicht zu Unrecht haben Sie sich am Ende bei den Lesern entschuldigt. Aber mir gefiel es, denn genaugenommen gibt der Autor zu Beginn schon einige kleinen Hinweise, und ich stellte mir einige Male die Frage, welche dann auch am Ende die große Wende herbeiführt ...

Ansonsten, was gibt es zu diesem Buch zu sagen? *grübel* Die Charaktere sind nicht allzu tiefgründig, der Schreibstil ist kein überragender aber auch kein schlechter, der Spannungsbogen verläuft normal wie es bei einem Thriller dieser Art eben üblich ist. Da der Ich-Erzähler ein Krimineller ist und einen recht abenteuerlichen Lebenslauf hinter sich hat, ist der Erzählstil entsprechend ungewöhnlich, recht derb und einfach. Kann gefallen, muss aber nicht. Nun ja, es muss auch nicht alles ein "Jesus-Video" oder "Sakrileg" oder ähnlich berühmter Bestseller sein. Und Eschbach hat mit diesem Buch wirklich ein hochspannendes (wenn auch etwas seichtes) Werk geschaffen, das sich gut und flüssig lesen / hören lässt. Und dessen Wende wohl jeden Leser hinsichtlich seiner Vorahnungen auf das Ende bei kommenden Thrillern beeinflussen wird, denn wer weiß, ob der Autor nicht vielleicht ...?

Doch, es lohnt sich auf jeden Fall. Der Inhalt wird vermutlich recht schnell vergessen sein, in dieser Hinsicht ist das Buch eines von vielen. Die Wende und die damit verbundenen Zusammenhänge auf jeden Fall sind ein Kniff, der wohl jeden Leser überraschen wird. Mancher wird begeistert sein, mancher sich vielleicht verar***t vorkommen. Aber man sollte sich zumindest einmal darauf einlassen haben ;-)

SaschaSalamander 10.05.2006, 11.16| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Tip, Deutsch, Verschwörung, Thriller,

Klingt herrlich schräg und verrückt

Da fiel mir gestern in der Bibliothek ein Hörbuch aus der Kinderabteilung in die Hände: "Furcht erregende Darbietungen", gelesen von Harry Rowohlt. Das Cover sah witzig gezeichnet aus, und der Klappentext klingt wirklich witzig. Dass hintendrauf eine herrlich schräge Zeichnung von einem Frettchen / Wiesel / ? ist, sah ich gerade eben erst beim Abtippen des Klappentextes:

Kaum hat Eddie die turbulente Reise nach "Schlimmes Ende" überstanden, geht der Wahnsinn auch schon wieder los. Ein herrenloser Leichenwagen parkt eines schönen Morgens im Hof von Schlimmes Ende, und aus seiner ladefläche ragt ein Sarg. "Merkwürdig!", finden Eddie udn sein Wahnsinniger Onkel Jack und wollen den Sarg zurück in den Wagen befördern. Doch eine Explosion vereitelt alle Versuche. Unter enormem Getöse schießt das hölzerne Ungetüm durch die Luft auf den Boden und öffnet sich. Heraus steigt der Große Zucchini, seines Zeichens Eskamoteur und Eskapologe, kurz Entfesselungskünstler. Und damit beginnt Eddies nächstes haarsträubendes Abenteuer.

Klingt etwas durchgeknallt, könnte mir gefallen. Aber "kaum hat er [...] überstanden" klingt nach "da gab es noch einen Teil davor. Eine Suche im Internet ergab, dass es insgesamt vier Teile dieser Kinderserie von Philip Ardagh gibt. Nach allgemeinem Tenor kommt das Buch sehr gut an, es soll voller Wortwitz und verrückter Ideen sein und auch für Erwachsene interessant, von den witzigen Zeichnungen ganz zu schweigen. Spontan muss ich da an "die Klippenlandchroniken" (in diesem Blog sind die Rezis via Suchfunktion nach "Twig" zu finden) denken. Ich hoffe, meine Erwartungen an dieses Kinderbuch sind nicht zu hoch. Und ich rufe natürlich sofort in der Bücherei an, um mir die früheren und späteren Hörbücher zu reservieren! ;-)

SaschaSalamander 09.05.2006, 15.57| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Vorgemerkt

Mahngebühr

Aber für eines war es doch gut, dass ich ausnahmsweise ungewollt in der Bibliothek >nachzahlen muss<: das bringt mir doch glatt die Idee für eine neue Umfrage. Bin doch neugierig, wie ihr es denn bei Euch so mit der regelmässigen Abgabe der geliehenen Bücher steht ;-)

Musst Du in der Bib nachzahlen?

SaschaSalamander 09.05.2006, 09.37| (6/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Umfrage

Nu isses passiert

Das erste Mal seit zweieinhalb Jahren, das erste Mal, seit ich hier in Nürnberg einen Bibliotheksausweis besitze. Es kam schon vor, dass mich ganz kurz vor Schließung siedend heiß an die Abgabe erinnerte und dann telefonisch verlängern ließ. Oder in der Bib stand und ein Buch vergessen hatte und dankenswerterweise am nächsten Tag abgeben durfte ohne Mahngebühr. Es kam auch vor, das ich ein nicht verlängerbares (da reserviertes) Medium ein paar Tage länger behielt und freiwillig die Mahngebühr zahlte. Aber heute ist es passiert:

Ich bin in die Bücherei gefahren und habe vergessen, ein heute fälliges Medium abzugeben. Tja, irgendwann ist immer das erste Mal, wie man so schön platt sagt. Und so werde ich wohl das erste Mal eine ungewollte Strafe zahlen müssen. Naja, ist nur eine DVD. Und am Donnerstag muss ich sowieso wieder hin. Mit 1,50 Euro kann ich gerade noch leben. Durch die Bib spare ich ja sowas von enorm viel Geld, dass dieser Betrag schonmal drin ist ;-)

SaschaSalamander 08.05.2006, 19.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bibliothek

Beute

CoverEs ist schon ein Stück her, dass ich "Beute" von Michael Crichton gehört habe. Hätte ich mir nicht notiert, welche Rezensionen noch anstehen, hätte ich es wohl völlig vergessen. Und das alleine sagt schon eine Menge über das Buch aus. Ich denke, dass Sprache und Inhalt des Hörbuches sich nicht vom Buch unterscheiden, insofern dürfte mein Urteil wohl auch für das Buch gelten. Vielleicht hat es ja jemand von Euch auch gelesen udn kann mehr dazu sagen, ...

Jack, arbeitsloser Familienvater, wird nach Nevada gerufen, wo er die Rettung in letzter Not sein soll. In einem Labor wurden Mikroorganismen entwickelt, die sich nun verselbstständigt haben. Mit anderen Worten: ein Schwarm intelligenter Nano-Bots konnte aus dem Labor entweichen, entwickelt sich in rasantem Tempo weiter, wird zu einer tödlichen Bedrohung, versucht in das Labor einzudringen. Jack, der als Programmierer an Computeragenten arbeitete, soll das nun wieder ins rechte Lot bringen. Und wie bei Crichton zu erwarten, sucht sich die Natur in all der Technik ihren eigenen Weg. Und wie bei einem üblichen Thriller zu erwarten, ahnt man natürlich bereits eine Verschwörung, die sich dann auch ganz klassisch immer deutlicher offenbart. Wer steckt alles dahinter, und was war der eigentliche Plan? Welche Rolle soll Jack darin übernehmen?

Ein Stoff, der viel bietet. Allerdings hat Crichton ihn leider so mit Klischees überladen, dass es mir nicht mehr sonderlich gefiel. Es gab für mich nicht eine einzige Überraschung, absolut alles war vorhersehbar. Und der Erzählstil war eines Bestsellerautoren wie Crichton (Jurassic Park aka Dino Park, Timeline, etc) wirklich nicht würdig, was war los?!?

Außer "sagt", "antwortet" und "fragt" (dabei bevorzugt immer "sagt") hat er kaum Worte verwendet. Ein typisches Beispiel, das in keinster Weise überzogen ist und in dieser Form während des gesamten Buches vorkommt: "blablabla" sagte ich. Und xy sagte: "blablabla". Ich antwortete: "blalalala". "blablabla" sagte xy daraufhin. Auf Dauer finde ich das wirklich enervierend, am liebsten hätte ich die CD einfach beiseite gelegt und abgebrochen. Aber ich boxte mich durch, weil ich auf etwas mehr Handlung und Enthusiasmus seitens des Sprechers hoffte. Aber leider auch der Sprecher schien beim Vortragen einzuschlafen. Ob man ihm zu wenig zahlte?

Die wissenschaftlichen Fakten sind alle sehr ausführlich erklärt. ZU ausführlich. Ich bin ein durchschnittlich intelligenter Mensch, und ich mag es nicht, für dumm verkauft zu werden. Wenn mir ein Autor ein und denselben Sachverhalt etwa fünfmal in anderen Worten erklärt, dann scheint er zu glauben, dass ich seinen geistigen Ergüssen nicht folgen kann. Und da fühle ich mich fast schon persönlich angegriffen *rumnöl*. Nää, ich hatte es bereits beim ersten Mal verstanden, wie Agentenprogramme am Computer funktionieren!

Die Sätze klingen meiner Ansicht nach sehr holprig. Sehr häufig beginnen sie mit "Ich + Verb", ein Schüler der Oberklasse könnte bessere Aufsätze schreiben. Ich habe nicht weiter recherchiert, ob "Beute" sein Erstlingswerk war, oder einfach nur eine Schreibblockade. Aber ich war wirklich sehr, sehr enttäuscht. Ich habe viele Rezensionen gelesen, in denen die Leser von einem packenden Thriller schreiben, der in ganz neue Dimensionen vordringt und das Blut gefrieren lässt. Vermutlich haben sie ein anderes Buch gelesen. Oder sie legen einfach nicht soviel Wert auf sprachliche Formen. Wenn man von der Sprache einmal absieht und noch keine große Erfahrung im Genre "Thriller im Bereich Forschung" hat, dann könnte es tatsächlich ein spannender und packender Roman sein ;-)

SaschaSalamander 08.05.2006, 14.01| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Öko, Thriller,



 






Einträge ges.: 3419
ø pro Tag: 0,7
Kommentare: 2748
ø pro Eintrag: 0,8
Online seit dem: 21.04.2005
in Tagen: 4929