SaschaSalamander
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Statistik KW 41

GELESEN / GEHÖRT
1 - Porterville 12 - Das Draußen (R Weber)
1 - Nylon 03 - Mademoiselle hat ein Geheimnis (N Schwarz)
1 - Spiritual Police 01 (Y Nitta)
2 - Einer flog übers Ordnungsamt (J Koczwara)
2 - Ab heute vegan (P Bolk)
2 - Gone Girl (G Flynn)


GESEHEN
Sightseers
Hüter des Lichts
Doctor Who - The next Doctor
Doctor Who - The Planet of the Dead
2 - Two and a half man Staffel 8
2 - Simpsons Staffel 11


NEUZUGÄNGE
Metamorphose am Rande des Himmels; M Malzieu
Geschichten aus dem Wunderland (R Gregory, D Leister)
Spiritual Police (Y Nitta)
Uzumaki - Spiral into Horror (J Ito)
Deadlock (S Aida, Y Takashina)
Nana und Kaoru Black Label 3 (R Amazume)
Interview mit einem Vampir (A Rice, A M Witter)
Porterville 12 - Das Draußen (R Weber)
The Graveyard Book (N Gaiman)


ANMERKUNGEN:
1 - komplett
2 - teilweise
3 - abgebrochen

SaschaSalamander 13.10.2013, 20.42| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Meine Chefin, die Wahnsinn

Die Rückseite des Buches spricht Bände. Ich liebe es, wenn der Klappentext mal was anderes ist als immer nur sinnlose Pressestimmen a la "das beste Buch des Jahres" oder "ein Thriller, wie ich ihn am liebsten selbst geschrieben hätte" und ähnlicher Schrott. Ich will, dass der Klappentext auch wirklich etwas aussagt über den Inhalt und Stil des Buches. Das ist bei MEINE CHEFIN, DIE WAHNSINN definitiv der Fall. 

Klappentext: 
Was es auf der Arbeit alels gibt, was es eigentlich nicht gibt, wovon man sich wünscht, das gäbe es wirklich nicht, das gibt´s ja gar nicht!

Der junge Leif hat noch eine Rechnung mit seiner ehemaligen Chefin offen. Karola Zwielicht ist die weltherrischste Vorgesetzte, die man sich nur vorstellen kann. Und der gute Leif kann sich wahrhaft viel vorstellen! Gegen diese Frau wirkt aber selbst Charles Manson wie der nette Typ von nebenan ... 

Apropos Seriekiller: Rache ist saftig!
BLUUUT!!! KOOOT!!! EINGEWEIDÄÄÄ!!!

und ein paar "Pressestimmen" dazu sind auch zu lesen:

Dieses Pahmphlet gehört Sünde genannt! Der Verfasser sollte verbrannt werden - ääh, verbannt! Scheiß 21. Jahrhundert! (Der Pubst)

Hier sieht man sehr gut, dass sich Blödheit auch ohne Vererbung ausbreitet! Schiebung - und war Ab-! (Sara Thilozin)

Wenn das jemand singen würde, äh, ich sag mal, ein anderer, äh, Thomas, so mit dausenfach verdoppelter Stimme oder so, da sag ich, äh, das wär schon ein Hit, ne? (Dita von Bowle)

Dieses Buch hat Biss. Es beißt die Richtigen, das ist gut. Wenn das alle gut finden, dann fand ich das schon vorher. Ansonsten: hab ich was gesagt? (Gernma Anmerkel)

SaschaSalamander 11.10.2013, 15.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Zitate

Scary Harry - von allen guten Geistern verlassen

Otto wohnt bei seiner Tante im Radieschenweg, und dort spukt es. Doch nur er kann die Geister sehen, die im Staubsauger und Co ihr Dasein fristen. Dass sein Haustier eine sprechende Fledermaus ist, mag da nicht allzu verwunderlich sein. Nur seiner Freundin Emily kann er von diesen Dingen erzählen, und als eines Tages ein seltsamer Kuttenmann vor dem Haus auftaucht, beginnen die beiden Nachforschungen anzustellen. Dann wird auch noch einer von Ottos Geisterfreunden entführt. Gemeinsam müssen sie nun den Geisterjäger jagen ... 

Sonja Kaiblinger hat mit SCARY HARRY - VON ALLEN GUTEN GEISTERN VERLASSEN einen witzigen Jugendroman geschrieben. Wirklichen Grusel, selbst für Jugendliche, darf man nicht erwarten, dafür aber eine humorvolle Geschichte rund um Geister, den Sensenmann und eine atmosphärische Kulisse im Vergnügungspark. 

Das Hörbuch ist angenehme, leichte Unterhaltung für zwischendurch, die perfekt taugt um nebenbei Bilder auszumalen, das Zimmer aufzuräumen, irgend etwas zu basteln. Der Geschichte kann man angenehm leicht folgen, es gibt immer wieder etwas zu schmunzeln, die Spannung hält sich vom ersten zum letzten Track, sodass man auch gerne Otto und seinen Abenteuern folgt. Die Arbeit im Haushalt ging mir während SCARY HARRY so schnell von der Hand wie schon lange nicht mehr ;-)

Die Charaktere sind witzig, man schließt sie schnell ins Herz. Mir gefällt, dass die Autorin keine Superhelden geschaffen hat, sondern zwei völlig normale Kids, mit denen jeder junge Leser sich sofort identifizieren kann. 

Und die Ideen der Autorin sind einfach herrlich. Sie hat das Genre nicht neu erfunden, aber sie hat die bereits vorhandenen Zutaten (Geister, sprechende Fledermaus, Seelen sammeln, Gruselpark, Sensenmann, dramatische Rettungsaktion) sehr schön zusammengemixt und eine zauberhafte Story gezaubert. 

Der Spannungsbogen ist allerdings etwas ungewöhnlich, beinhaltet er im Grunde mehrere Fäden, einzelne kleine Höhepunkte. Es gibt nicht von Beginn an ein klares Ziel, auf das hin sich alles zubewegt. Statt dessen gibt es mit Otto und dem Kuttenträger eine recht lange Einleitung. Nach dieser Szene fragte ich mich, was nun wohl noch kommen möge, da es eigentlich schon eine eigene Geschichte für sich darstellte. Doch dann kommt es zur Entführung und beginnt eine zweite Handlung, eigentlich die Hauptstory. Nach dem Showdown folgt kein abruptes Ende, sondern Kaiblinger lässt sich viel Zeit, alles ausklingen zu lassen. Über die gesamte Handlung hin gibt es einen roten Faden um Ottos verstorbene / verschwundenen Eltern, zu dem ich mir eine Fortsetzung gut vorstellen könnte, denn noch ist nicht alles erzählt. 

Robert Missler als Sprecher macht seine Sache sehr gut. Seine warme Stimme passt zu den freundlichen Figuren, und wie gewohnt vermag er meisterlich in verschiedene Rollen zu schlüpfen, ob nun Sensenmann, Fledermaus, Bösewicht, tumber Gehilfe oder spukender Geist. Es ist eine Freude, ihm zu lauschen, sein Name ist Garant für einen gelungenen Vortrag.

Insgesamt also eine sehr ungewöhnliche Weise des Storytellings, die aber aufgrund der sympathischen Charaktere, witzigen Situationen, spannenden Handlung und pfiffigen Ideen aber in jeder Minute gefällt. Und auch Dank des passenden Sprechers ist das Hörbuch absolut zu empfehlen, gerade jetzt um Halloween, wenn die Kids wieder Geschichten von Geistern und Gespenster lesen wollen ;-)

SaschaSalamander 11.10.2013, 08.36| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch

Stella Menzel und der goldene Faden

Erster Abschnitt:
Es lebte einmal ein Mädchen namens Stella Alisa Menzel, das besaß ein ziemlich großes Stück verzauberten Stoffes. Es war aus glänzendem blauen Seidensatin, übersät mit Sternen und Schneeflocken aus Silberbrokat und mit einem goldenen Faden zusammengenäht.

Letzter Abschnitt:
Es lebte einmal ein Mädchen namens Stella Alisa Menzel, das besaß ein ziemlich großes Stück verzauberten Stoffes. Es war aus schimmerndem, blauem Seidensatin, zusammengenäht mit goldenem Faden und übersät mit Sternen und Schneeflocken aus Silberbrokat.

aus: Holly-Jane Rahlens: Stella Menzel und der goldene Faden;
Rowohlt 2013

Normalerweise kommentiere ich den ersten und letzten Satz selten, hier möchte ich das wieder einmal tun. Weil ich das eine sehr schöne Idee finde, was die Autorin umgesetzt hat. Das Buch habe ich noch nicht gelesen, aber es macht unglaublich neugierig. Ist es eine Geschichte in der Geschichte? Oder beginnt die Geschichte erneut? Oder schließt sich ein Kreis? Ich kann es kaum erwarten!

SaschaSalamander 10.10.2013, 14.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz

Meine Chefin, die Wahnsinn

Erster Satz:
Wann immer ich an meine ehemalige Chefin denke, möchte ich ihr die Augen herausreißen.

Letzter Satz:
Ich bin schlimmer!

Aus: Leif Zax: Meine Chefin, die Wahnsinn; Createspace 2013

SaschaSalamander 09.10.2013, 15.11| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz

Bilder zu Rocky und seiner Bande

Den pfiffigen Hund Rocky und seine Freunde habe ich ja kürzlich bereits vorgestellt: >Wir lieben die Freiheit< und >Rosalie will ein Haustier<

Der Zeichner vermag es, in wenigen und sehr einfachen Bildern klare Aussagen zu treffen und ganze Geschichten zu erzählen. Nur dadurch ist es möglich, eine inhaltlich so umfassende Story zu erstellen, die trotzdem auf so wenigen Seiten Platz findet und die Aussage kindgerecht transportiert. 

Hier drei Seiten, die erste aus "Wir lieben die Freiheit", die zweite aus "Rosalie will ein Haustier".

Rocky vermisst seine neue Freundin, die Elefantendame und überlegt, wie er ihr helfen kann ...



Herrlich, das Chaos und die Hektik auf diesem Bild *hihi*. Musste daran denken, wie das bei mir damals war, als mein Degu aus dem Käfig geflitzt ist und wir ihn nicht einfangen konnten, das sah ähnlich aus ;-)


Mein Lieblingsbild aus "Rosalie", eine ganze Seite nur für Fred. Man sieht richtig, wieviel Spaß der kleine Racker hat *hihi*. Auch, wenn es gefährlich ist und die Familie gerade absolut verzweifelt ...

SaschaSalamander 09.10.2013, 08.33| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Adam - die letzte Chance der Menschheit

Erster Satz:
Ein blitz zuckte über den Horizont.

Letzter Satz:
Wie glühende Lava.

aus: Raimon Weber: Adam - die letzte Chance der Menschheit; Baumhaus 2013

SaschaSalamander 08.10.2013, 15.09| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz

Gone Girl

Erster Satz:
Wenn ich an meine Frau denke, fällt mir immer ihr Kopf ein

Letzter Satz:
Ich glaube, das habe ich mir redlich verdient

aus: Gillian Flynn: Gone Girl - das perfekte Opfer; Scherz 2013

SaschaSalamander 07.10.2013, 13.44| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz

Dies und das am Montagmorgen

Momentan ist recht viel los bei mir. Ich habe eine recht lange Vertretung zu managen, hatte schon einiges an Überstunden. Und wenn ich heimkomme, ist auch privat so einiges, das mich vom Lesen abhält. Und wenn ich lese, dann möchte ich einfach nur entspannen und nicht wie sonst Notizen machen oder mich mit Rezis rumschlagen, so gern ich das normalerweise tue. 

Ich bin froh, dass ich meinen Blog inzwischen sehr entspannt sehe und da kein Konzept habe wie früher, dass ich mir selbst vorgebe, an welchem Tag wann welche Rezension zu erscheinen hat. Nein, wozu auch, es soll Spaß machen. 

Es gibt alte Rezensionen, die ich vorgebloggt habe und jetzt posten kann. Und passenderweise habe ich haufenweise Bücher, die sich perfekt eignen für erste und letzte Sätze, Zitate oder Kapitel. Und Bento geht auch immer, oder? ;-)

Also, ich werde ganz entspannt in die nächste Woche und den kommenden Monat gehen. Der Blog ist mein Ausgleich, und ich genieße es, momentan mal nicht täglich eine Rezension zu posten. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja nächste Woche bereits wieder. Falls nicht, dreht sich die Welt trotzdem weiter, und Ihr werdet mir auch sicher weiterhin treu bleiben und Euch an Rezis freuen. 

Was mir aufgefallen ist, als ich kürzlich mal in den letzten aktuellen Beiträgen stöberte: ganz schön viel Kinder- und Jugendzeut. Daran sieht man, dass ich momentan wirklich eher entspannen möchte als mich zu stressen. Trotzdem, es wird, glaube ich, mal wieder Zeit für einen saftigen Erotikroman oder einen schockenden Horrorfilm, hm? Nicht, damit mein Blog hier zum Jugendtreff mutiert und die Muttis und Kiddies plötzlich geschockt sind, wenn es plötzlich wieder erwachsener wird ...

Und was ich einfach mal loswerden möchte, so ganz aktuell und einfach so: 

Danke! :-)

An meine Leser, die Ihr schon seit Jahren dabeiseid und im Blog und auf Facebook fleißig kommentiert. Oft bin ich beim Posten schon richtig gespannt, was Euch diesmal dazu einfällt und wie Ihr den Beitrag finden werdet. 

An meine neuen Leser, weil ich mich über jedes neue Gesicht freue. 

Und an die Autoren und Verlage, die mir vertrauen und mit denen ich gerne zusammenarbeite. Ganz besonderes danke dafür, dass die Zusammenarbeit so gut klappt und ich mich niemals unter Druck gesetzt fühle. Mögen andere jammern, dass die Verlage Stress machen oder die Autoren aufdringlich sind - ich habe jedenfalls riesiges Glück mit Euch. Ihr habt Geduld, wenn bei mir viel los ist und die Rezis mal ein paar Tage länger dauert. Es ist okay, wenn ich auch mal einen negativen Beitrag bringe, weil ich ausnahmsweise mal keine super Wertung abgeben kann. Ihr haltet immer Rücksprache, damit ich Bescheid weiß. Und wenn jemand von sich aus auf mich zukommt, dann in der Regel immer mit Titeln, die mir wirklich gefallen, das zeigt mir, dass Ihr mich soweit kennt und respektiert anstatt mich als Werbefläche zu missbrauchen, das ehrt mich und fühlt sich toll an. 

Also, kurz gesagt das oben alles zusammengefasst: ich liebe mein Hobby, ich liebe das Bloggen, und es macht einfach Freude. Ist ein Ausgleich zum Job und zum Alltag, den ich nicht missen möchte. Mir würde echt was fehlen, wenn ich diesen Blog und die vielen Kontakte nicht hätte ... 

SaschaSalamander 07.10.2013, 08.38| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Pulp

Statistik KW 40

GELESEN / GEHÖRT
1 - Scary Harry - Von allen guten Geistern verlassen (S Kaiblinger)
2 - Gone Girl (G Flynn)
2 - Einer flog übers Ordnungsamt (J Koczwara)


GESEHEN
2 - Dr Who Staffel 4 
2 - Two and a half men Staffel 8


NEUZUGÄNGE
Meine Chefin, die Wahnsinn (Leif Zax)
Gone Girl (Gillian Flynn)


ANMERKUNGEN:
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3 - abgebrochen

SaschaSalamander 06.10.2013, 20.42| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Der Geschichtenkater

Anatol zieht durch das Land und macht Rast in einem alten Haus, wo bereits andere Tiere wohnen. Als Dank für ihre Gastfreundschaft erzählt er ihnen Abend für Abend eine spannende Geschichte.

Zufällig darübergestolpert, normalerweise hätte ich die CD gar nicht weiter beachtet, aber beim Stöbern im Programm stieß ich darauf und war völlig unvoreingenommen einfach neugierig. Und was für eine Perle durfte ich nun hören! DER GESCHICHTENKATER ist eine ganz wunderbare CD, die ich ganz sicher noch öfter hören werde :-)

2 CDs, die Geschichten erzählt von >Ursel Scheffler<, über die ich hier kaum etwas erzählen muss, eine so bekannte Kinderbuchautorin muss ich nicht wirklich mehr vorstellen. Die von ihr ausgewählten Märchen sind bunt aus allen Regionen gewählt. Was mir besonders gefällt ist die Auswahl der Märchen. Es sind zwar bis auf zwei Ausnahmen alles bekannte Titel (des Kaisers neue Kleider, die Bremer Stadtmusikanten, der gestiefelte Kater, der Fischer und seine Frau, Hase und Igel, etc), doch sie gehören nicht zur Kategorie "inzwischen viel zu oft erzählt". 

Der Rahmen um den Geschichten Anatol lässt die Märchen in ganz neuem Licht erscheinen. Hier und da wird die Handlung ein wenig geändert, wird zusätzlich eine Katze oder ein anderes Tier eingebunden, so bekommt der Fischer etwa ein Haustier an seine Seite oder entpuppt sich der gestiefelte Kater als ein Urahn von Anatol. Die Geschichten werden nicht einfach so erzählt, sondern sie haben immer einen Zusammenhang, etwa die einzelnen Verwandten von Anatol oder die Erlebnisse eines Gastes, der später zur Gruppe stößt. Es ist einfach eine ganz süße Idee, alles durch die Rahmenhandlung zu verbinden, und das unterscheidet diese CD von anderen Märchensammlungen. 

Die Charaktere sind allesamt liebenswert. Obwohl die Rahmenhandlung nur einen kurzen Teil einnimmt, gelingt es Scheffler, sehr viel Wärme hineinzulegen, allen Tieren eine eigene Persönlichkeit zu verleihen. Schnell werden sie zu Freunden, die man am liebsten immer wieder einlädt, die man immer wieder hören möchte.

Aber was den GESCHICHTENKATER nun zu etwas ganz Besonderem macht, das ist der Sprecher: >Christian Rudolf<. Ich gebe zu, trotzdem er ein bekannter Schauspieler ist, war er mir völlig unbekannt, dazu sehe ich einfach zu wenige deutsche Filme und Serien. Aber nach dieser CD ist sicher, dass ich mehr von ihm will, nicht im TV sondern für die Ohren! Er ist großartig, einfach perfekt für diese Märchensammlung. Er hat eine an sich eher unauffällige, unaufdringliche Stimme, kann sich ebenso wie Stefan Kaminski und Rufus Beck selbst zurücknehmen und dann mit verstellter Stimme eine One-Man-Show abliefern wie in einem Hörspiel. In den Dialogen dann läuft er zur Höchstform auf. Er spricht mit verteilten Rollen, teilt jeder Figur eine eigene Stimme zu, die träge gemütliche Eule, der aufgeregte Hahn, die verführerische Katze, der selbstbewusste Kater, die ängstliche Maus und all die anderen Figuren werden lebendig, wenn er säuselt, lacht, ruft, kräht, krakeelt, ruft, flüstert, kichert, lockt, schmeichelt, flattert. 

Christian Rudolf ist einfach genial. Und entsprechend hoffe ich, dass er noch viele weitere Titel sprechen wird, in denen er die Möglichkeit bekommt, seine Fähigkeiten voll auszukosten. 

Alles zusammen bildet eine wunderbare Atmosphäre: die herzlichen Charaktere, die witzige Rahmengeschichte, die neu arrangierten Märchen, der herausragende Sprecher. DER GESCHICHTENKATER ist ein Schatz, der unbedingt ins Regal gehört!


SaschaSalamander 04.10.2013, 09.13| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Kinder, Tip, Deutsch, Märchen, Tiere,

Gedanken am Feiertag

Der Herbst ist da, und er ist aktuell recht kalt. Das bedeutet: weniger Vespa. Mehr Hörbücher und Bücher während des Pendelns. Außerdem weniger Touren, weniger Ausfahrten. Und nicht ganz so viele Spaziergänge. Dafür mehr Gemütlichkeit, sich ins Bett und auf den Lieblingsstuhl kuscheln, Tee trinken, Literatur genießen, Filme ansehen. 

Heute Feiertag, morgen nur ein kurzer Tag, und dann Wochenende. Und ich bin alleine, habe die ganze Bude für mich. Eine Planung steht nicht fest, wozu auch. Aber sicher ist, dass ich gestern und heute ein wenig durch die Wohnung wirble, alle paar Monate muss mal ein wenig "Grund" rein, wie man so schön sagt. Fenster putzen, an schwer zugänglichen Ecken wuseln, Fußboden wischen, ein paar Sachen entrümpeln. Aber auch, wenn böse Zungen anderes behaupten, ein Putzteufel bin ich nicht, diese Arbeit dürfte an einem Vormittag erledigt sein.

Danach ist dann so richtig Zeit für den Lesesessel! Und mal sehen, falls ich Mitfahrer finde, werde ich mich vielleicht auch noch einmal kurz auf die Vespa schwingen für eine kleine Ausfahrt. 

Welche Bücher erwarten mich denn überhaupt? DER BILDERBUCHBOY von Christian von Aster ist eine Kurzgeschichtensammlung, von der ich hier und da mal eine Geschichte picken möchte. MEINE CHEFIN, DIE WAHNSINN von "Leif Zax" sieht so richtig abgedreht aus und wird mir vermutlich sehr viel Lachen bescheren. GONE GIRL ist ein Thriller, auf den ich mich richtig freue (ohje, Thriller, obwohl ich allein zu Hause bin? Wie machen Singles sowas normalerweise? *bibber*). STELLA MENZEL UND DER GOLDENE FADEN von Holly-Jane Rahlens ist ein Kinderbuch, das mich allein beim Durchblättern schon verzaubert. ADAM von Raimon Weber ist in Genre und Aufmachung so ganz anders als alles, was ich sonst vom Autor gelesen habe, und daher bin ich umso neugieriger auf diesen Titel. Außerdem wurde mir ZEN FOOD von einer Freundin ans Herz gelegt, weil es gerade zu meinen aktuellen Änderungen in der Ernährung passt und wohl ein paar schöne Gedanken bereithalten soll. Und dann habe ich noch drei NYLON - Novellen von Nora Schwarz, die ich stimmungsvoll genießen möchte. 

Das ist alles viel zuviel für die drei Tage. Und wenn man denkt, was ich sonst noch alles gerne tun würde, reicht die Zeit eh nicht. Also was solls, eins nach dem anderen und die Stille zu Hause genießen. Habe keine Lust auf Hektik an diesem schönen Wochenende ...

SaschaSalamander 03.10.2013, 09.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Pulp

Pandabento

Zwei Bentos, die ich schon vor einiger Zeit gemacht habe.
Der heutige Beitrag mal ganz im Zeichen des Panda :-)



Käsetortellini und Radieschen, dazu Kräutertofu und Babykarotten. Und in dem Zwischenraum zwischen Abdeckung und Deckel Panda - Gummibärchen. Schmecken lecker nach Vanille, köstlich. 



Grüne und rote Paprika mit Sonnenblumenkernen und frischer Kresse. Dazu Tamagoyaoki (oder halbierte Maultaschen, das lässt sich grad schwer erkennen *hüstel*. Da ich in Tamagoyaki makabererweise immer gerne eine Entenfamilie als Picker stecke, tippe ich auf ebendiese, also gerollte japanische Pfannkuchen). Und Reis, dekoriert mit Furikake (Reisgewürz) mit Pandaschablone gestreut. 

Das Undefinierbare daneben sind Butterkekse mit Motiven von Shaun das Schaf :-)

SaschaSalamander 03.10.2013, 08.40| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bento Galerie

Finde den Täter

Klappentext: Gemeinsam haben Philip, Flo, Caro, Leo und Komissar Lars schon viele Fälle gelöst. Die 8 spannendsten sind hier in einem Sammelband zusammengefasst, illustriert mit 120 kniffligen Wimmelbildern, bei denen man schon genau hinsehen muss, um den Freunden bei der Jagd nach den Tätern helfen zu können. Der Sammelband enthält die beiden Einzelbände »Der Fluch des schwarzen Schützen« und »Geheimbund Rote Koralle«.

Das Buch beginnt damit, dass die Freunde (sie nennen sich "Lakritzbande") zu einer Testamentsverlesung geladen werden. Es gibt einige Rätsel zu knacken, denn manche der Anwesenden spielen ein falsches Spiel, und dann wird das Erbe nicht einfach verteilt sondern muss sich erst mühsam erarbeitet werden. 

Etwa eine Seite Text, dann ein Bildchen, auf dem etwas gerätselt werden muss. Etwa in einem Wimmelbild einen bestimmten Gegenstand oder eine Person suchen. Auf einem Bild erkennen, was verändert wurde. Den Täter ertappen, warum sein Gipsbein nicht echt ist. Ein Puzzle zusammensetzen, oder oder oder. 

Die Lösung zu dem Bild folgt auf der nächsten Textseite direkt im Anschluss, integriert in die Handlung, sodass man nicht ständig hin und her blättern muss zwischen Rätsel und Lösung, das gefällt mir sehr und sorgt für flüssigen Lesespaß. Die Rätsel sind kindgerecht, dürften für einiges Knobeln und Suchen genau richtig sein, einige sind etwas leichter, andere ein wenig schwieriger, sodass für jeden etwas dabei ist, häufige Erfolgserlebnisse garantiert.

Die Handlung selbst ist der Zielgruppe entsprechend sehr einfach gehalten, eben ein Kinderkrimi für die jüngeren Leser mit sympathischen Charakteren, einer spannenden Handlung, witzeigen Momenten und sehr vielen Aha-Effekten bei Lösung der Geheimnisse. 

Ich habe das Büchlein auf dem Kindle gelesen, auch dort sind die Bilder perfekt zu erkennen (was bei Comics, Bildern und Grafiken nicht immer selbstverständlich ist), ich konnte mühelos alles finden und lösen. 

Zugegeben, ich habe das Buch nicht komplett gelesen sondern vorzeitig abgebrochen. Das lag nicht daran, dass es mir nicht gefiel, sondern es ist tatsächlich für eine sehr junge Zielgruppe gehalten, etwa Vorlesen durch Eltern und gemeinsam Suchen, oder auch Erstleser. Für Jugendliche oder Erwachsene sind die Rätsel dann definitiv zu einfach, die Handlung zu simpel. Aber für diese ist das Buch auch nicht konzipiert, daher sehe ich das nicht als Mangel sondern finde es toll, dass auch die Jüngsten bereits fleißig an einem Krimi ihre Spürnase testen dürfen. Ich hätte es als Kind geliebt!

SaschaSalamander 02.10.2013, 08.33| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch

Bento-Wettbewerb bei Bakeneko

Bakeneko vom >Tasty Bento - Blog< startet dieses Jahr wieder ein Gewinnspiel. >Hier< geht es zu den Regeln des Wettbewerbs, und >hier< könnt Ihr die Preise einsehen. 

Die Preise sind klasse, und Mitmachen lohnt sich. Es ist genügend Zeit, sich etwas Nettes zu überlegen, die Regeln sind dieses Mal auch recht einfach. Ich hoffe, dass möglichst viele sich beteiligen und auch den Beitrag teilen, Bakeneko freut sich sicher über viele Teilnehmer! :-)

SaschaSalamander 01.10.2013, 14.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bento-Gäste

No place, no home

Über >Morton Rhue< muss ich gar nichts mehr weiter erzählen, oder? Ein Jugendbuchautor, den spätestens seit "die Welle" oder "Ich knall Euch ab" als Schullektüre jeder kennen dürfte. Er hat auch viele weitere herausragende Bücher geschrieben, die stets mit Gesellschaftskritik gespickt sind und sich gut in die Lebenswelt der Jugendlichen hineinversetzen können. Auch unter seinem Realnamen "Todd Strasser" hat er erfolgreich Bücher veröffentlicht.

NO PLACE, NO HOME handelt dieses Mal von Dan, einem völlig normalen Jungen. Er geht auf die Highschool, ist verliebt in ein Mädchen, trainiert mit Freunden, spielt Baseball und hofft auf ein Stipendium. Doch als seine Mutter ihre Arbeit verliert und der sowieso eher häusliche Vater nicht zum Verdienst beitragen kann, können sie das Haus nicht mehr bezahlen. Vorübergehend zieht die Familie beim Onkel ein, doch als die Stimmung immer gereizter wird, müssen sie nach Dignityville. Dort leben viele Obdachlose, und Dan ist nun einer von ihnen. Er geht weiterhin auf die Schule, trifft sich mit seiner Freundin, doch er muss viele Erfahrungen sammeln, die ihn verändern. Auch beginnt er mehr für Meg, ein Mädchen aus der Zeltstadt, zu empfinden. Und plötzlich wird jemand zusammengeschlagen, eine eindeutige Warnung an die Bewohner von Dignityville ...

Dieses Buch greift also das Thema Obdachlosigkeit auf, die Hintergründe der Wirtschaftskrise werden ebenfalls erläutert. Rhue räumt mit vielen Vorurteilen auf und zeigt, dass Obdachlosigkeit nicht zwangsläufig bedeutet, dass die Betroffenen faul sind, sich um Arbeit drücken, ungepflegt sind oder ihre Lage selbst zu verantworten haben. Natürlich herrschen (vor allem in Hinblick auf die Krankenversicherung) in Deutschland andere Verhältnisse als in Amerika, doch so weit entfernt ist man auch hier nicht mehr ... viele Menschen gehen arbeiten, doch das Gehalt reicht nicht aus, um davon Nahrung, Wohnung, Versicherungen abzudecken, ein menschenwürdiges Leben ist nicht möglich. 

Auch zeigt der Autor sehr schön, auf welche Weise die Obdachlosen stigmatisiert werden. Das zweischneidige Schwert der staatlichen Hilfe, die zwar unterstützt aber zugleich auch öffentlich brandmarkt. Etwa wenn die Kinder aus Dignityville mit einem gesonderten Bus abgeholt werden und dann in der Schule ein kostenloses Frühstück erhalten, während alle Mitschüler wissen "an diesem Tisch um diese Uhrzeit sitzen nur die aus der Zeltstadt". Es ist demütigend, und der Leser / Hörer leidet mit Dan und Meg. Erst fehlt das Geld für die Kinokarte oder die Mitbrinsel auf der Party, dann wird das Handy abgemeldet, dann die Fahrt in dem Bus, immer tiefer sinkt Dan, ohne diese Abwärtsspirale verhindern zu können, sosehr er sich auch um Nebenjob und Stipendium bemüht. 

Dan als Protagonist erzählt in der Ich-Form, sodass man weitere Personen aus seiner Sicht kennenlernt und deren Motive im Unklaren bleiben. Trotzdem sind alle Charaktere sehr gut nachvollziehbar und geschickt ausgebaut. Rhue versteht es, seinen Figuren Leben zu verleihen und den Leser mit ihnen mitfiebern zu lassen. 

Ich habe ein wenig den Eindruck, dass die Geschichte um den Angriff und die Frage, wer dahinter steckt und welche Motive den Täter antreiben, eher Mittel zum Zweck ist. Worum es hier geht ist die Darstellung der Situation obdachloser Menschen. Um diese Darstellung etwas weniger trocken zu gestalten und eine gewisse Spannung einzubringen, wurde vermutlich ebendiese Handlung eingebunden. Was ich sehr gut finde, da in >Über uns Stille< aufgrund der Kammersituation dieser Handlungsaspekt fehlte und das Buch dadurch etwas schwerfällig wurde. Dieser Fehler wurde in dem neuen Buch nicht wiederholt.

Das heißt allerdings, wer Action und atemlose Spannung erwartet, der wird schnell enttäuscht. Rhue setzt vielmehr auf die Aussage des Buches und die Darstellung von Dans Alltag, um die Jugendlichen an das Thema heranzuführen. Während Dan als Ich-Erzähler durch das Buch führt, liest / hört man einen Dialog zwischen zwei Personen, die sich für den Angriff verantwortlich zeichnen. Doch sehr schnell ist dem Leser klar, wer dahintersteckt, und spannend ist weniger die Frage "wer und warum" als vielmehr "wann und wie wird Dan dahinterkommen". 

Paul Kindermann als Sprecher des Dan war mir bisher nicht bekannt. Er hat eine ruhige Stimme, die er nur selten variiert in Tempo, Lautstärke oder Stimmhöhe. Dadurch wirkt der Vortrag sehr gleichmäßig, hätte an manchen Momenten etwas mehr Einsatz vertragen können. Insgesamt allerdings passt Kindermann recht gut zu diesem Buch, da er Dans Gedanken gut wiedergibt und sich auf das Wesentliche, nämlich die sachlichen Elemente des Buches, konzentriert. Christian Rudolf und Bernd Stephan machen in ihrem Dialog alles richtig, der eine bedrohlich und souverän, der andere vorsichtig und untergeben, sodass man die jeweilige Situation sehr gut vor Augen hat. 

Das neueste Buch von Morton Rhue ist also nach dem leicht schwächeren Vorgänger auf jeden Fall wieder sehr gelungen. Für an kritischen Büchern interessierte Leser / Hörer kommt niemals Langeweile auf, die Thematik wird trotz der komplexen Zusammenhänge jugendgerecht und ohne Zeigefinger dargestellt, die Charaktere sind sympathisch und greifbar. Klare Empfehlung für alle Jugendlichen (und natürlich junggebliebenen Erwachsenen). 

SaschaSalamander 01.10.2013, 08.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch



 






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