SaschaSalamander
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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Horror

Atrocious

Diesen Film ohne Cover. Hervorstechende Augen auf einem Horrorcover mag ich nicht, und auch wenn ich hier teilweise Hardcore rezensiere, muss es nicht sein, dass dem zufälligen Gast, der eigentlich eine Kinderbuchrezi lesen will, unerwartet irgend etwas Grusliges ins Gesicht hüpft ;-)


INHALT

Christian und July machen mit ihren Eltern und dem kleinen Bruder José Urlaub in einem alten Haus in Spanien. Weil sie gehört haben, dass dort ein Geist im angrenzenden Wald spuken soll, nehmen sie beide eine Handkamera mit und filmen die Umgebung. Eigentlich wurde ihnen das Betreten des Waldes verboten, aber hielten sie sich daran, gäbe es natürlich keinen Film. Und wie es sich für Found Footage gehört, findet die Polizei am Ende das Material und bringt somit Licht in eine schreckliche Tragödie.


GENRE

Langsam sollte ich das Thema Found Footage in meine Tag-Cloud einbauen, weil ich inzwischen schon recht viele Filme und Hörbücher zu diesem Thema genossen (bzw erlitten) habe. Aber es macht auch einfach Spaß, ich liebe es und sehe / höre es zwischendurch recht gerne.

Das klassische Merkmal ist natürlich entweder die fixierte Cam (wie in >PARANORMAL ACTIVITY<) oder eine getragene Kamera (wie in der Mutter aller FF - Filme BLAIR WITCH oder z.B. Nachfolger wie >FRANCISVILLE EXPERIMENT<, Cloverfield oder >TROLL HUNTER<. Hier spielt der Film mit der getragenen Kamera. Und es ist etwas, das ich einfach nicht begreife:


LAIENKAMERA

Ich bin ja ein Laie, was Kameraarbeit betrifft. Trotzdem bin ich, wenn ich etwas aufnehme, fähig, einigermaßen gerade, unverwackelte Bilder zu machen. Selbst wenn ich mich bewege und die Kamera trage, ist das Bild nicht so rucklig, dass der Zuschauer erbrechen muss. Außerdem halte ich die Kamera auf Objekte, die filmenswert sind anstatt Ausschnitte zu filmen, die völlig hirnrissig sind. Aber eher billig gemachte Found Footage erkennt man daran, dass sie glauben, Laien wären zu doof, ein Objekt in der Mitte des Bildes zu fixieren. Und so kommt es, dass Christian beim Kartenspiel einen Teil des Tisches und der Beine der Familie filmt statt die Gesichter der Spieler. Dass er seiner Mutter ständig auf die Brüste und der Schwester ständig auf den Hinter zoomt (es sei denn, das war Absicht, aber das wäre irgendwie krank). Dass er die Kamera beim Laufen meist auf den Boden hält statt nach vorne. Dass er die Kamera bereits einschaltet, noch bevor er sie auf einem Stativ befestigt hat, und somit auch das Geruckel und Gewackel, während man nur seinen Oberkörper und Hintern vor der Kamera herumhantieren sieht, und so weiter. Alles Dinge, die ein Laie kaum tun würde, wenn er kostbaren Speicherplatz und Akku sparen möchte.


DER REIZ DES FILMES

Trotzdem, auch wenn dieser Film extrem heftig ruckelt und völlig schwachsinnige Dinge gefilmt wurden - ATROCIOUS hat durchaus seinen Reiz. Der Regisseur versteht es hervorragend, schrittweise Grusel aufzubauen. Im Grunde passiert nichts, aber die Szenen bieten sich alle wunderbar für unzählige JumpScares an. Zu Beginn habe ich regelmässig auf die Leinwand geblickt und spürte immer mehr die Anspannung wachsen. Denn der Aufbau ist rundum gelungen:


AUFBAU

Gemütliches Beisammensein, Kennenlernen der Charaktere, Belanglosigkeiten, Urlaubsfeeling, Banales. Erstes Andeutungen einer Geistergeschichte, alle lachen. Dann das Betreten des Urlaubshauses, ein recht heruntergekommenes Gebäude, ein düsterer Keller. Tagsüber ein Besuch im verbotenen Wald, sich mal kurz verlaufen, daraus gelernt und Wegmarkierungen angebracht.  Dazwischen immer wieder einmal ein paar Nachtaufnahmen oder schaurige Momente, in denen nichts passiert, die aber für ordentlich Spannung sorgen. Später wieder im Wald, und dann beginnt so langsam der Horror bis hin zum ausführlichen Finale.


SCHWÄCHEN

Zugegeben, der Aufbau ist toll, aber auch hier gibt es Schwächen: wir beide fanden den Einstieg toll, sehr atmosphärisch, die Spannung wurde immer weiter hinausgezögert, die Nerven zum Zerreißen gespannt obwohl sehr lange nichts passierte. Je nachdem, welche Art Horror und Grusel man bevorzugt kann es allerdings auch sein, dass einem der Einstieg zu langweilig ist, man hätte ihn etwas raffen können. Und was das Ende betrifft - es ist fast durchweg Rennen durch den Wald mit einer auf den Boden oder schräg nach vorne gerichteten Kamera, ohne dass man etwas sieht. Über SEHR lange Zeit und sehr viele Minuten hinweg, das wurde dann recht bald ermüdend. Zumal in Situationen gefilmt wurde, wo normalerweise jeder vernünftige Mensch die Kamera ausschalten würde. Ich weiß, dann gäbe es dieses Genre nicht, aber in manchen Filmen wird es gut und realistisch eingebaut, hier empfand ich das Gefilmte teilweise als völlig daneben.


ZUSAMMENFASSUNG PRO CONTRA

Was mir also zusammenfassend gefiel: der Spannungsaufbau ist gelungen. Mit minimalsten Mitteln wurde ziemlich viel erreicht. Ich habe mehr neben die Leinwand geblickt als auf das Bild selbst (auf diese Weise vermeide ich einen Herzinfarkt, wenn ich einen JumpScare oder etwas extrem Grusliges erwarte), und es wirkt recht lange nach. Subtiler Horror, der sich bis auf wenige blutige Bilder vor allem im Kopf des Zuschauers abspielt.

Was weniger gefiel: das Filmen empfand ich in vielen Situationen als sehr unrealistisch, und das extreme Gewackel war auch bald anstrengend. Wir mussten auch sehr oft die Lautstärke des Filmes variieren, weil uns entweder die Ohren dröhnten oder wir kein Wort verstanden. Mit wenig Aufwand hätte man hier und da noch ein wenig mehr aus dem Film herausholen können.


FAZIT

Kein "Musst Du gesehen haben" - Knaller des Genres, aber durchaus ein interessanter Film für Freunde des Genres. Ohne große Effekte wird reichlich Spannung erzeugt nicht durch tatsächliche Aktionen oder Bilder sondern vor allem durch das eigene Kopfkino. Wer actionreiche Bilder sucht, Geister auf Videos sehen will oder konkrete Anhaltspunkte braucht, der ist hier falsch. Aber wer sich gut auf solche Filme einlassen kann und mit den Protagonisten mitgeht, der wird sich angenehm gruseln.

Wertung: 6 von 10 alte Skateboards

SaschaSalamander 23.10.2012, 09.34 | (0/0) Kommentare | PL

Dark Mysteries 04 - Schließe nicht die Augen

INHALT

Der Ich-Erzähler, ein Polizist, hat Träume, in denen er blutigen Morde aus Sicht des Opfers erlebt. Er findet heraus, dass dies tatsächlich Morde sind, in denen sie seit einiger Zeit ermitteln. Spielt ihm sein Gehirn einen Streich, oder wurde er tatsächlich Zeuge des Geschehens? Natürlich wirken seine Albträume sich auf die Arbeit aus, und so suspendiert der Chef ihn vorübergehend vom Dienst und empfiehlt ihm auch gleich eine nette Urlaubspension. Doch statt erholsamen Urlaub erwartet den Polizisten bereits der nächste Mord ...


IDEE, GENRE, AUFBAU

Die Idee hat mir sehr gut gefallen, ist keine absolute Innovation aber trotzdem erfreulich unverbraucht und eine sehr gute Grundlage für ein Hörspiel. Ein packender und teils recht blutiger Thriller gepaart mit einigen Mystery-Elementen und einer mehr oder weniger überraschenden Wendung.

Die Geschichte beginnt mit einem blutigen Mord, der Hörer ist mitten im Geschehen. Die Handlung ist eher ruhig und wenig actionreich, besteht vor allem aus Gesprächen und dem Erzählteil. Die Träume dagegen sind grausam, brutal und herrlich eklig. Die Auflösung ist wenig überraschend, hat aber dennoch eine nette Wende zu bieten und ist dann leider ein stückweit ... mh, nein, "an den Haaren herbeigezogen" möchte ich nicht sagen, aber es ist nicht leicht, für solche Themen ein passendes Ende zu finden, und hier hat man dann auf etwas zurückgegriffen, das ich immer recht enttäuschend finde. Aber gut, irgendein Ende muss man haben, und übersinnliche Dinge lassen sich nunmal selten zufriedenstellend erklären, irgendein Hörer ist immer damit unzufrieden. Was ich aber toll finde: Titel sind meistens einfach nur Titel, von wenig Belang, damit eben "das Kind einen Namen hat". Hier allerdings hat man sich wirklich Gedanken gemacht und eine tolle Idee gehabt, die ich hervorheben und loben möchte. Wer wissen möchte, was es mit SCHLIESSE NICHT DIE AUGEN auf sich hat, soll sich hier überraschen lassen ;-)


SPRECHER

Mit Detlef Bierstedt als Protagonist wurde eine bekannte und professionelle Stimme herangezogen, er vermag den nervlich belasteten Polizisten sehr gut darzustellen. Mit Jens Wendland, Wolfgang Rüter, Susan Weckauf und einigen anderen hat man weitere bekannte Sprecher geholt, die man in Hörspielen bisher nicht allzu oft gehört hat und die mir selbst noch recht neu sind. Man hört, dass sie Übung haben und Profis sind, dennoch muss ich zugeben, dass es zwei Rollen gab, die ich persönlich anders besetzt hätte, da mir die Sprechweise etwas zu künstlich und überdramatisiert wirkt. Dies ist jedoch Geschmackssache und hat den Genuss des Hörspiels für mich nicht maßgeblich beeinträchtigt.


UMSETZUNG

Die Umsetzung finde ich wirklich gelungen. Eine große Stärke des Labels ist die Darstellung von ekligen Szenen. Waren die erste Folge >FUCHSJAGD< und der zweite Teil damit regelrecht überladen, war es im dritten Teil >HOTEL DER VERLORENEN ZEIT< eher zurückhaltend, so hat man hier eine perfekte Mischung aus Handlung und Splatter gefunden. Leider aber hat der Handlungsteil es nicht geschafft, mich sonderlich zu fesseln. Gut, natürlich wollte ich wissen, was es mit den Träumen auf sich hat und wie sich die Morde aufklären, dennoch war es kein Problem für mich, mittendrin auch einmal zu pausieren und mich anderen Dingen zu widmen. Es fehlte der letzte Kick, der so richtig begeistert.

Trotzdem, die Geräusche sind einmalig, man hört regelrecht das Blut spritzen, ich habe mich auf meinem Sitz gewunden, es war wie der sprichwörtliche Autounfall: ich wollte es nicht hören, es war einfach ZU eklig, aber ich konnte mich nicht abwenden, es war genial, realistisch und absolut faszinierend.


FAZIT

Eine packende Handlung wie im HOTEL DER VERLORENEN ZEIT und solch geniale Splatterelemente wie in SCHLIESSE NICHT DIE AUGEN, das wäre die perfekt Mischung für fünf Punkte, und ich bin sicher, dass Markus Winter und sein Team das schaffen können. War ich anfangs noch skeptisch, bin ich inzwischen recht begeistert und kann die nächste Folge kaum erwarten!

Wertung: 12 von 15 langsam ausgeblutete Kadaver

Anmerkung: ursprünglich hatte ich hier das Cover auf voller Blogbreite. Allerdings empfand ich das in der Vorschau immer als sehr unangenehm, also habe ich es entfernt. Wie auch schon bei einigen anderen Titeln: ich muss meine Leser nicht mit Horrorcovern erschlagen, wenn sie meien Seite aufrufen ;-)

SaschaSalamander 22.10.2012, 09.11 | (0/0) Kommentare | PL

Mindnapping 10 - Der Traumtänzer

VORAB
 
Im Februar 2011 erschien die erste Folge AUF GUTE NACHBARSCHAFT der Reihe MINDNAPPING. Seitdem gibt es regelmässig düstere Unterhaltung, spannende Twists und atemlose Action auf anspruchsvollem Niveau des Erwachsenen-Hörspiels. Meine bisherigen Highlights waren Teil 6 >DOPAMIN< und 9 >MONTANA<, die ich bereits ausführlich im Blog besprochen habe.

Gerade einmal ein halbes Jahr also ist es erst her, und doch darf das Label mit der aktuellen Folge bereits ein kleines Jubiläum feiern: DER TRAUMTÄNZER ist die zehnte Folge, und dafür hat man sich nicht lumpen lassen. Statt wie bisher eine eigenständige Folge zu kreieren, hat man hier ein Crossover mit dem erfolgreichen Projekt >DARKSIDE PARK< gewagt. Ein Grund zu feiern, und umso gespannter war ich natürlich, was den Fans nun also in dieser besonderen Folge geboten wurde.


INHALT

Der Psychologe Dr. Frank Morgan führt eine Therapiesitzung mit der jungen Mary Bellows. Sie erzählt von ihrer Kindheit, ihren Ängsten und sie bis heute begleitenden traumatischen Erlebnissen, erzählt von fiktiven Freunden und realen Bedrohungen. Doch nicht alles im Gespräch ist das, was es anfänglich scheint. Wer ist Mary Bellows wirklich? Ist sie Jäger oder Gejagte? Sind ihre Erinnerungen real oder geschickte Täuschung? Wer hat es auf sie oder Dr. Morgan abgesehen? Eine halsbrecherische Flucht in die Dunkelheit beginnt ...


CROSSOVER DARKSIDE PARK

Das Projekt >DARKSIDE PARK< ist schon etwas älter, ich habe es allerdings erst kürzlich gehört. Umso frischer war natürlich mein Eindruck während des TRAUMTÄNZERS, und ich freute mich, so kurz nach Beenden des ursprünglichen Projektes direkt mit "Nachschub" versorgt zu werden.

Autor des TRAUMTÄNZERS ist Hendrik Buchna, der für den DARKSIDE PARK (DP) bereits vier Geschichten (darunter auch das Finale) schrieb und auch Folgen zu der Serie DIE DR3I sowie DIE ??? beisteuerte. Für DP schrieb er unter anderem die Geschichte um den Psychologen Dr. Frank Morgan, der hier also aufgegriffen wird mit einem eigenen, von der Hauptgeschichte unabhängigen Fall.

Wer den DP kennt, freut sich hier über viele bekannte Elemente, etwa das Tonband mit der Einleitung zur Therapiesitzung. Auch stößt man auf bekannte Namen, deren Kenntnis nicht erforderlich ist aber einige Aha-Effekte beschert. Die Figur des Nachtlings ist hier besonders faszinierend: ich fand ihn bereits im DP sehr interessant und hatte mir mehr über ihn gewünscht, freue mich somit also besonders über sein Erscheinen hier bei MINDNAPPING.

Wie jemand, der die ursprüngliche Geschichte nicht kennt, das Hörspiel wahrnimmt, kann ich natürlich nicht beurteilen. Ich habe jedoch schon in verschiedenen Rezensionen gelesen, dass es auch ohne Kenntnis des DP gut verständlich ist. Bisher war MINDNAPPING realistisch gehalten, spielte mit Mindfuck, Twists und Thrill sowie angedeuteten mystischen Elementen. DP passt inhaltlich daher sehr gut in die Reihe.

Für Sammler bietet die CD zusätzlich ein Wendecover, man kann diese Folge also beiden Serien zuordnen.


AUFBAU

Was mir an DER TRAUMTÄNZER besonders gut gefällt ist der Aufbau. Die Folge beginnt als Kammerspiel zwischen Therapeut und Klient, die Sitzung wird sehr ausführlich geschildert. Intensiv und realistisch wird das Gespräch zwischen den beiden dargestellt, dialoglastig und sehr eindringlich in seinem Inhalt. Für mich war besonders dies der beste Teil des Hörspiels, gespannt lauschte ich jedem Wort, versuchte die ersten Hinweise auf das Kommende zu erhaschen, achtete auf jede noch so kleine Aussage, bemühte mich um jedes Wort. Durch das geschilderte Erzählen der Klientin baut sich bereits erste Spannung auf, der Hörer wird mitgerissen von ihren Kindheitserlebnissen, spürt ihre Angst förmlich selbst. Ich finde es interessant, wie alleine durch einen Dialog eine solche Spannung erzeugt werden kann.

Allerdings muss ich zugeben, dass dies deutlich Geschmackssache ist, für manchen mag dies als langatmig oder zäh gelten, einige Hörer wünschen mehr Action. Es ist auf jeden Fall ein gewagtes Experiment, das man hier gewagt hat, und ich für meinen Teil finde es durchweg gelungen. Denn was mich betrifft, ich ziehe Inhalt der Action und dem Krach-Bumm vor, ich liebe die subtilen Untertöne und kann mit temporeichen Stories oft nicht ganz so viel anfangen (was z.B. die Folge DAS GESCHWÜR deutlich zeigt: hochgelobt von Fans, für mich aber eine der am wenigsten interessanten Folgen, ich bevorzuge die Spannung von innen statt von außen).

Nach der sehr langen Therapiesitzung dann kommt ein lauterer, actionreicherer Teil. Wie erwähnt, mein Geschmack ist das nicht, aber da es hier eher gering gehalten wird vom Anteil her, fand ich es in Ordnung und eine passende Abwechslung zum eher ruhigen Start. Dr. Morgan und Mary Bellows müssen fliehen, treffen auf weitere Charaktere, hier gibt es greifbare Handlung und Action.

Dann der Abschluss, grandios und hervorragend inszeniert. Er präsentiert sich nachdenklich und düster, lässt je nach Interpretation einige Fragen offen oder rundet das Thema nun sehr gut ab, klingt noch lange im Ohr und Gedächtnis.


SPRECHER

Den Großteil der Handlung tragen Eckard Dux und Ulrike Stürzbecher. Eckard Dux kennt man bereits aus dem DP als Frank Morgan, und ich freue mich, dass man ihn nun auch für MINDNAPPING gewinnen konnte. Er ist unter anderem bekannt als Arthur aus KING OF QUEENS und passt sehr gut zu dem gesetzten, älteren Therapeuten. Ulrike Stürzbecher kennt man vor allem als deutsche Stimme von Jennifer Aniston, Kate Winslet und Patricia Arquette, als Hörspielsprecherin war sie für mich neu und somit eine profesionelle aber doch frische Abwechslung.

Kleine Gastrollen haben Helmut Krauss, Katja Brügger, Robert Missler und Mark Bremer, die in für MINDNAPPING gewohnter Qualität agieren und dem Text ihre ganz eigene Note verleihen. Besonders Missler und Krauss mag ich sehr, da sie unterschiedlichste Charaktere zu verkörpern vermögen und mir besonders in düsteren Charakteren gefallen. Patrick Holtheuer als Nachtling kommt eine besondere Rolle zu, die ich hier aber nicht spoilern möchte, lasst Euch überraschen ;-)


MUSIK, EFFEKTE

Die Musik untermalt das Hörspiel sehr schön, drängt sich an keinem Punkt in den Vordergrund und trägt sehr zur beklemmenden Atmosphäre des TRAUMTÄNZERS bei. Boccherinis Musica Notturna erhält eine wichtige Bedeutung zum Ende hin, man kann sich wunderbar in diesen Klängen fallenlassen und ganz in die "nächtliche Musik" eintauchen. Auch die Soundeeffekte und Hintergrundgeräusche sind sehr gut gelungen. Gelungen finde ich es dann, wenn sie das Hörspiel stetig begleiten und ich mich im Nachhinein frage "gab es da überhaupt Geräusche?", so auch hier: sie passen perfekt zur jeweiligen Szene, sodass man sie gar nicht als gesonderte Effekte wahrnimmt und sie als Teil des Ganzen erfasst.


FAZIT

Man muss etwas Geduld mitbringen, sich auf die sich eher langsam entwickelnde Story einlassen und den geschickt verpackten Horror hinter den Worten genießen. Audionarchie liefert mit DER TRAUMTÄNZER insgesamt eine gelungene Jubiläumsfolge ab, die sowohl Fans des DARKSIDE PARK als auch neue Hörer in ihren Bann schlägt.

Wertung: 8,6 von 10 Tinkerbelle-Püppchen

  

SaschaSalamander 10.10.2012, 09.06 | (0/0) Kommentare | PL

Dark Mysteries 03 - Hotel der verlorenen Zeit

darkmysteries_03hotel_1.jpgINHALT

Ein junges Pärchen wartet weitab von zu Hause auf eine Verabredung, doch ihr Freund erscheint nicht. Also suchen sie das nächstgelegene Hotel und wollen dort übernachten. Das Hotel ist seltsam, gehalten im amerikanischen Stil der Nachkriegszeit um 1950. Sie halten es für ein Spiel, eine Abenteuer-Location, es wird sehr viel Wert auf Authenzität gelegt, und auf Fragen bezüglich W-Lan und anderen Dingen reagiert der Portier sehr irritiert. Plötzlich werden die beiden Zeugen eines Mordes, er wird verhaftet. Als der Geist der Leiche der Ermordeten nun neben ihr steht und um Hilfe bittet, ahnt die junge Frau, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht ...


REIHE "DARK MYSTERIES"

Die erste Folge >FUCHSJAGD< war leider nicht das erhoffte Highlight aber immerhin ganz unterhaltsam zu hören. Die zweite Folge DAS LOCH habe ich nicht näher rezensiert, da sie in Machart und Stil der ersten recht ähnlich war. Ehrlich gesagt habe ich inzwischen sogar fast wieder vergessen, worum es in der zweiten Folge überhaupt ging, sie hatte wenig Wiedererkennungswert, war im Hörspielbereich quasi eine von vielen. Trotzdem war ich neugierig auf weitere Veröffentlichungen, und so habe ich nun auch den dritten Teil HOTEL DER VERLORENEN ZEIT gehört. Und ich muss sagen, klasse gemacht, ich bin begeistert!


GENRE

Was mir nicht ganz klar ist, ist allerdings das Konzept der Reihe. Dachte ich in den ersten beiden Folgen, es ginge um junge Erwachsene abgeschottet von der Umwelt, dazu jede Menge Splatter, trifft dies auf den dritten Teil nicht zu. Gut, die beiden Protagonisten sind abgeschottet von der realen Welt, doch sie treffen auf weitere Charaktere, die erst später im Laufe der Handlung dazukommen. Auch der Splatter- und Ekelfaktor wurde dieses Mal deutlich heruntergeschraubt, sodass ich als Genre eher Mindfuck und Mystery-Thriller nennen würde als Splatter. Aber gut, ich bin aufgeschlossen und freue mich, wenn die einzelnen Titel sich deutlich voneinander unterscheiden.


SPRECHER

Was mir hier wieder sehr gut gefällt ist die Sprecherwahl. Marie Bierstedt, Kirstin Hesse, Leon Boden, Peter Flechtner, Jens Wendland, Frank Röth. Professionelle Sprecher, die eine sehr gute Leistung abliefern, deren Präsenz in Hörspielen aber noch nicht durch zu häufige Auftritte verbraucht ist.


AUFBAU

Ich finde es spannend, dass auf dem Klappentext der Reihe keine Inhaltsangabe zu finden ist sondern ein kurzer Textausschnitt. Dadurch ist der Inhalt eine Überraschung, man muss sich ganz auf die Handlung einlassen und weiß nicht, was nun als nächstes geschehen wird. Deswegen möchte ich auch nicht vorwegnehmen, was das Pärchen in dem Hotel erleben wird. Dieser Teil hat tatsächlich eine Handlung, die im Grunde zwar recht simpel aufgebaut, durch die verschiedenen Ebenen (welcher Art möchte ich nicht verraten) aber recht clever verstrickt ist. Man muss stellenweise schon recht genau hinhören und sich konzentrieren, um der Handlung zu folgen. Das hat mich gereizt und ist eine deutliche Steigerung zu den anderen beiden Titeln, die dem Hörer eigentlich keinerlei Mitarbeit abverlangten.

Die Handlung ist abgeschlossen und erfordert keine Fortsetzung oder weitere Erklärung. Das Ende war es für mich allerdings nicht ganz zufriedenstellend, ein paar wichtige Fragen bezüglich des Hotels an sich hätte ich schon noch gehabt. Trotzdem, es ist in sich stimmig und hat mir insgesamt sehr gut gefallen.


MUSIK

Ein großer Kritikpunkt der ersten beiden Teile war die überfrachtete Musik, die unangenehm im Ohr dröhnte. Hier dagegen hat man passend zum Stil des Hotels einen gemütlichen Swing der Golden Fifites eingespielt, der den Hintergrund perfekt untermalt, für eine dichte Atmosphäre sorgt und der gut ins Ohr geht. Die an manchen Stellen dennoch brutale und actionreiche Handlung wird durch den harmlos klingenden Soundtrack umso mehr verstärkt, der Widerspruch bildet einen interessanten Kontrast. Effekte und Geräuschkulisse waren wieder sehr gelungen, und auch hier hat man sich etwas zurückgenommen, sodass die einzelnen Momente umso besser wirken. Insgesamt ist die Menge der verwendeten Mittel in allen Bereichen dieses Mal sehr gut dosiert.


FAZIT

DAS HOTEL DER VERLORENEN ZEIT bietet dem Hörer die optimale Mischung aus Mystery, Horror und komplexer Handlung. Effekte, Musik und Sprecher bilden eine gelungene Einheit. Der dritte Teil hat mir außerordentlich gut gefallen und ist ein echter Tip für Hörspielfreunde. Hier und da noch etwas feilen, dann ist die volle Punktzahl nicht mehr weit ;-)

Wertung: 8,3 von 10 Einzelzimmer

SaschaSalamander 04.10.2012, 08.20 | (0/0) Kommentare | PL

Darkside Park

INHALT

Porterville ist ein kleines Städchen, beschaulich und gemütlich. Nette Nachbarn, eine stets aufmerksame Polizei, die Straßen sauber und frei von Kriminalität. Wer hierherkommt, der kann sich auf einen ruhigen Lebensabend freuen, und auch seine Kinder kann man hier perfekt großziehen, einfach ideal für jeden, der kleine idyllische Orte mag. Doch hinter der Fassade lauert das Grauen. Menschen verschwinden, einige bleiben auf ewig verschollen, andere tauchen wieder auf, sind danach völlig verändert und traumatisiert. Ein Serienmörder verteilt zur Warnung Tarotkarten an seine ausgewählten Opfer. Und immer wieder hört man vom "bleichen Mann". Was ist das Geheimnis von Porterville?


GESAMMELTE LINKS

Eine Gesamtrezension für eine komplette 18teilige Serie ist schwierig, und deswegen habe ich mir vorab schon einige Gedanken gemacht. Zu jedem der 18 Teile habe ich meine Gedanken notiert. Nicht als Rezension, sondern als kurze Meinung zur jeweiligen Folge.

Einleitung
>Teil 01 - Interview mit Ed<
>Teil 02 - Das böse Zimmer 01<
>Teil 03 - Der Gesang der Ratten 01<
>Teil 04 - Das böse Zimmer 02<
>Teil 05 - Porterville Times<
>Teil 06 - In den Jagdgründen<
>Teil 07 - Die verbotene Lichtung<
>Teil 08 - Porterville Steaks<
>Teil 09 - Das kalte Licht<
>Teil 10 - Lauter nette Damen<
>Teil 11 - Der Gesang der Ratten 02<
>Teil 12 - Jenseits des Rubikon<
>Teil 13 - Augen der Nacht<
>Teil 14 - Die Stille des St Helena Parks<
>Teil 15 - Die geheimen Kinder<
>Teil 16 - Die Farbe des Chamäleons<
>Teil 17 - Frischling, Frischling<
>Teil 18 - Willkommen in Porterville<


UMSETZUNG, AUFBAU

Die ersten 17 Folgen sind jeweils in sich geschlossene Geschichten aus der Ich-Perspektive. Verschiedene Beteiligte kommen zu Wort. Mal ist es ein fremder Gast von außerhalb der Stadt, mal ein Bewohner der Stadt ohne Hintergrundwissen, später auch Eingeweihte und Mitwisser. In der ersten Staffel haben die Folgen sehr wenig Bezug zueinander, und recht lange fragt man sich, was die einzelnen Figuren verbindet und welchem Zweck die Darstellung deren Situation jeweils dienen soll. Während die Serie dann langsam voranschreitet, gibt es nach und nach immer mehr Querverbindungen. Figuren aus anderen Geschichten werden erwähnt, hier und da wird eine Handlung aus nun einer anderen Perspektive geschildert, Symbole und Elemente aus anderen Episoden tauchen erneut auf. Doch der eigentlichen Lösung kommt man nicht wirklich näher. Da man weiß, dass DARKSIDE PArK mit 18 Folgen abgeschlossen ist, stört das jedoch nicht, auch wenn man gerade in der zweiten Staffel manchmal nah an der Verzweiflung ist, endlich mehr wissen will und sich noch so weit von der Antwort entfernt fühlt. Perfekt gemacht, die Spannung steigt von Stunde zu Stunde.

Auch, wenn jede Geschichte eine eigene Handlung in sich birgt und für sich selbst abgeschlossen ist, so gibt es doch eine übergeordnete Handlung. Manche Episoden dienen dabei lediglich als Füllelement und vervollständigen das Gesamtbild. Andere dagegen treiben das Geschehen um Martin Prey, der bald zum eigentlichen Protagonisten der Serie wird, voran. Die oben unter "Inhalt" geschilderte Zusammenfassung ist das Gesamtbild, die Handlung um Martin ist wesentlich konkreter: Martin trifft auf Sarah und erfährt durch sie, dass die Stadt ein Geheimnis birgt. Er beginnt zu ermitteln, wird dabei selbst zum Gejagten und irrt durch die Stadt, trifft auf verschiedene Mitstreiter und Gegner, bis er endlich am Ziel ist und alles erfahren soll.


SECHS VERSCHIEDENE AUTOREN

Die Zusammenarbeit verschiedener Autoren finde ich mehr als gelungen. Ein Gesamtkonzept, an dem sich alle orientieren, dabei aber kreative Freiheit. "Viele Köche verderben den Brei", mag man im ersten Moment denken. Hier aber hat das Projekt eine außergewöhnliche Eigendynamik gewonnen, die Anerkennung verdient. Sechs Autoren, unterschiedlich in ihrer Erzählweise und ihrem Ausdruck, haben gemeinsam ein Bild gemalt, das in sich stimmig ist. Sie alle haben dem DARKSIDE PARK ihren eigenen Stempel aufgedrückt, ohne sich dabei in den Vordergrund zu drängen.

Bei 18 Folgen kann es schnell passieren, dass es bald langatmig wird, dass man abbrechen möchte oder mittendrin die Lust verliert, Spannung hin oder her. Mir zumindest geht es so, dass ich nicht gerne allzu lange mit einer einzigen Reihe beschäftigt bin. Durch die unterschiedliche Vorgehensweise der Autoren allerdings hätte es für mich noch ewig so weitergehen können, es gab ausreichend Abwechslung und trotzdem immer einen roten Faden.

Folgen, die mir weniger gut gefielen, wurden von anderen Hörern teilweise als Lieblingsfolgen benannt. Was mich absolut begeisterte, fanden andere wieder nicht so gut. Mit anderen Worten, das Gesamtbild ist grandios, es gibt schwächere und stärkere Folgen, doch dies liegt nicht an schlechtem Handwerk sondern persönlichen Vorlieben der Hörer. Es ist also für jeden etwas dabei, Porterville dürfte aufgrund seiner Vielfalt und des auf verschiedenen Ebenen erzeugten Spannung weit mehr Fans ansprechen, als ein einzelner Autor es geschafft hätte.

Spannung baut sich durch die sechs Autoren und deren voneinander abweichende Erzähltechnik auf vielen verschiedenen Ebenen auf, die Genres mischen sich bunt durcheinander. Hardboiled, Phantastik, Horror, Thriller, Krimi, Cosy. Mal der knallharte Typ mit rauer Schale weichem Kern, mal die netten alten Ladies, mal eine historische Geschichte um Indianer, ein andermal ganz normale junge Erwachsene wie Du und Ich. Einige Geschichten erinnern in ihrer Düsternis und Direktheit an Stephen King, andere führen den Hörer im Stil eines H P Lovecraft direkt an die Grenzen des Wahnsinns. Mal Blut und Knochenknacken, mal "Arsen und Spitzenhäubchen", mal Gänsehaut und nackte Angst.


SPRECHER

Alle Rollen sind durchweg grandios besetzt mit bekannten Stimmen aus den Bereichen Hörbücher, Hörspiele, Filme. Sie alle machen ihre Sache professionell und mit sehr viel Elan, man hat hier sehr gute Arbeit geleistet bei der Auswahl, Koordination und Regie. Nicht nur im Ausdruck, auch Tonfall, Klang der Stimme, alles passt so perfekt zu den jeweiligen Protagonisten, dass man regelrecht einen 18stündigen Film vor sich zu sehen glaubt.

Bei diesem Punkt weiß ich gar nicht so recht, was ich weiter schreiben kann als "prima gemacht". Einzig mit einem Sprecher konnte ich mich nicht so recht anfreunden, da ich die Art des Vortrags zu wenig emotional und zu monoton fand. Bei 18 Folgen kann man keinesfalls 100 Prozent erwarten, aber der DARKSIDE PARK ist verdammt nahe dran ;-)


HÖRBUCH / HÖRSPIEL

Teil 1 bis 17 sind reine Hörbücher. Hörspieltypisch allerdings ist das klassische Intro von Friedrich Schönfelder, der den Hörer begrüßt und dann die Überleitung zur aktuellen Geschichte gibt. Zu Beginn und am Ende gibt es dann noch jeweils ein kurzes Geräusch. Es ist nur ein leises, unaufdringliches Geräusch, aber es ist faszinierend, wie stark diese Wirkung ist! Besonders in einer Folge stach es drastisch heraus und verlieh der gesamten Story zusätzlich noch einmal den perfekten Abschluss.

Obwohl es ein Hörbuch ist, sortiere ich es gedanklich immer in die Kategorie Hörspiele. Teilweise wegen der typischen Hörspielsprecher, aber auch weil ich es trotz des jeweils einzelnen Sprechers immer als Hörspiel empfunden haben. Sie haben die jeweiligen Dialoge so gut verkörpert, dass man stellenweise regelrecht vergass, dass nur ein einziger Sprecher vor dem Mikrofon saß!

Folge 18 dagegen ist ein Hörspiel mit zwei Protagonisten und kleinen Nebencharakteren. Ich muss zugeben, dass ich sosehr auf die Gespräche zwischen Martin und Hudson fixiert war, dass ich wenig auf Musik und Geräusche geachtet habe, jedoch ist mir nichts negativ aufgefallen, auch hier war wieder alles in sich stimmig und eben richtig "rund". Nur selten nimmt ein Hörspiel mich derart gefangen, dass ich das "Drumherum" völlig vergesse und mich nur noch komplett auf den Inhalt konzentriere.

Ich weiß nicht, ob ein Hörspiel teurer ist als eine Lesung, vermutlich ja (da man mehr Sprecher braucht, Musik und Geräusche, es macht wohl mehr Arbeit als ein Soloauftritt). Ansonsten hätte ich es großartig gefunden, wenn die Reihe komplett als Hörspiel gemacht worden wäre, oder wenn man wenigstens die reine Lesung zu einer szenischen Lesung aufgestockt hätte, mit etwas mehr Geräuschen und hier und da Musik im Hintergrund zum Verdichten der Atmosphäre.


ABSCHLUSS IN FOLGE 18

Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Recht schnell zeichnet sich ab, worauf es hinausläuft. Klar, exakt das Ende konnte wohl niemand vorhersehen, aber die Tendenz war klar. Und auch für konkretere Informationen gab es einige Hinweise. Absolut zufriedengestellt hat es vermutlich niemanden, dazu ließ es einfach zuviele Fragen offen. Trotzdem, gerade in diesem Genre ist es nicht wirklich möglich, alles zur Zufriedenheit zu klären, und das offene Ende sowie die unbeantworteten Fragen sind in einem für mich annehmbaren Umfang. Dafür, dass man 17 Folgen lang auf diesen einen Moment hingezittert hat, wäre etwas mehr wünschenswert gewesen, der DARKSIDE PARK ist perfekt für jede Menge Spin-Offs, Prequel, Sequel und eine Fortsetzung. Auch, wenn ich das Ausschlachten eines erfolgreichen Titels durch Fortsetzungen verachte, würde ich es hier ausnahmsweise sogar begrüßen. Nicht, weil ich unbedingt mehr will, sondern weil es einfach schade ist, dass so viel genialer Stoff nun ungenutzt in den Hirnen der Autoren brachliegt und nicht geteilt wird. Es gibt so viel, was man noch aus der Serie noch machen kann!


FAZIT

Der DARKSIDE PARK ist ein Projekt, das es in dieser Form noch nicht gab. Ivar Leon Menger und seinen Kollegen ist ein Meisterwerk gelungen, das so schnell niemand wiederholen kann, etwas ganz Eigenes und Anderes wurde hier erschaffen. Die Reihe packt den Hörer von der ersten Folge an und hält ihn bis zur letzten Episode gefangen, indem sie eine perfekte Mischung unterschiedlichster Genre und Erzähltechniken darbietet.

Und zum Abschluss: wer die Reihe bereits gehört hat, der wird nach Folge 18 wohl sehr viele Fragen haben. Viele von diesen Fragen wurden von Ivar Leon Menger und anderen Autoren ausführlich und nachvollziehbar im Forum der >Hörspiel-Freunde<

Wertung: 95 von 100 Versandhauskataloge

SaschaSalamander 15.08.2012, 09.18 | (0/0) Kommentare | PL

Darkside Park Staffel 3 - Folge 17 und 18

menger_park03.jpg17 - FRISCHLING, FRISCHLING

Autor: >Raimon Weber< (G. Burns, Point Whitm., Mindnapping ua)

Sprecher: J Kerzel (Jack Nicholson ua)

Daniel Chester Kipling, der zu seinem Leidwesen leider Kip genannt wird, empfängt die Gäste im Hudson Tower und bedient den Lift. Bald ist es soweit, bald ist sein Dienst beendet, darauf arbeitet er hin, denn was er bisher hier erlebt hat, konnte er nur noch mit heftigen Medikamenten überstehen. Er muss Dinge mitansehen, die kein Mensch ertragen kann, und bisher hat er immer geschwiegen. Bisher ...

Sowohl der Plot als auch der Sprecher sind hervorragend, passen sehr gut zusammen. Sie spielt nur im Lift, im "Monet", so genannt wegen des originalen Gemäldes an der Wand des Aufzugs. Dort im Lift steht Kip, macht sich seine Gedanken, kommentiert für den Hörer das Erlebte. Er ist ein durch und durch sympathischer Charakter. Man fragt sich, was ihn überhaupt bewegt hatte, diese Arbeit anzunehmen, und warum er sich nicht dagegen wehrt. Zugleich verspürt man Mitleid über all die Schrecken, die er mitansehen muss, wenn die Anwälte und anderen Würdenträger sich selbst vergessen und ihn die "Reste beseitigen" lassen. Diese Geschichte geht nahe, zeigt sie, wie kalt und grausam Menschen sein können. Zugleich erfährt man wieder ein bisschen mehr über Porterville und den 56. Stock, doch Antworten gibt es nicht, die wird es erst im letzten Teil geben ...

Was Kerzel betrifft, gibt es nicht viel zu sagen. Er passt, als hätte man die Rolle für ihn geschrieben, ich sah regelrecht einen Film vor mir ablaufen, während ich diese Episode hörte. Er ist die Stimme von Jack Nicholson, bis vor kurzem war er Erzähler bei JOHN SINCLAIR, er sprach / sang meinen liebsten Song bei E NOMINE, und auch sonst begegnet man ihm im Alltag häufig. Er ist eine der Stimmen, die man einfach kennt, selbst wenn man weder Filme ansieht noch Hörbücher hört. Und er weiß seine Stimme einzusetzen, wow!


18 - WILLKOMMEN IN PORTERVILLE

Autor: >Hendrik Buchna< (Die Dr3i)

Sprecher: >Jürgen Thormann< u.a. (M v Sydow, I McKellen, uvm)

Martin Prey hat es endlich geschafft, den 56. Stock zu erreichen! Hier trifft er nun auf den Bürgermeister der Stadt, Angus Hudson. Und hier soll er nun also erfahren, was mit Porterville auf sich hat. Doch wird er die Wahrheit wirklich verkraften?

Ein rundum gelungener Abschluss der Serie, der mich wirklich begeistert hat. Ich werde in einer gesonderten Rezension auf die gesamte Reihe und somit auch das Ende eingehen. Aber vorab soviel: ich hatte große Angst vor dem Ende, denn ich hatte viel Negatives darüber gelesen. Aber Hendrik Buchna (und natürlich auch I L Menger sowie die anderen beteiligten Autoren) hatten es geschafft, mich durchweg zufriedenzustellen. Hier und da gibt es offene Fragen, aber dies verleiht manchen Geschichten auch einen gewissen Reiz, und gerade hier bei DARKSIDE PARK passt es.

Besonders gefielen mir die Dialoge zwischen Hudson und Prey. Der eine großväterlich, manchmal leicht tadelnd und doch vermeintlich sanft und nett im Tonfall, in seinen Worten jedoch unmoralisch, selbstsüchtig und ohne jegliches Mitgefühl gegenüber anderen. Der andere dem Wahnsinn nahe, überreizt und aggressiv, zugleich aber auch kurz vor dem Zusammenbrechen und hilfos ob der schrecklichen Dinge, die er nun nach und nach erfährt. Die Wortgefechte zwischen den beiden sind gekonnt.

Und man hätte keinen besseren nehmen können als einen meiner Lieblingssprecher, Jürgen Thormann. Er passt perfekt in die Rollen der Bösewichter, die mit einem Lächeln im Gesicht auftreten und alles Menschliche auf den Kopf stellen, ob nun in NEEDFUL THINGS, als Magneto in den X-MEN oder in vielen anderen Filmen und Hörspielen. Er verkörpert die Art von Antagonist, die ich am meisten schätze: bösartig durch und durch, aber dennoch mit sehr viel Verstand und Überzeugungskraft, fast schon hypnotischem Charisma.

Ich hätte mir gewünscht, dass man mehr erfährt, gerne hätte die Folge doppelt so lang sein dürfen. Die wichtigsten Geheimnisse wurden geklärt, doch durch das Beantworten der Fragen stellten sich weitere Fragen, und das hier geschaffene Universum ist einfach zu spannend, als dass man es einfach hierbei belassen sollte. Ich hoffe inständigt, dass weitere Geschichten folgen werden, das Ende ist offen, und es bietet gute Ansätze für eine Fortsetzung (was nicht sein muss, hier aber durchaus wünschenswert ist. Sogar für mich, die ich offene Enden mag und Fortsetzungen eher widerwillig als Geldschneiderei betrachte)

Insgesamt von allen Folgen eine meiner liebsten. Abgesehen davon, dass ich sie gerne länger ausführlich gehabt hätte, ist es sogar meine Lieblingsfolge, und allein schon die Dialoge zwischen Hudson und Prey sind es wert, die Folge mehrfach zu hören.

SaschaSalamander 10.08.2012, 13.29 | (0/0) Kommentare | PL

Darkside Park Staffel 3 - Folge 15 und 16

menger_park03.jpg15 - DIE GEHEIMEN KINDER

Autor: >Raimon Weber< (G. Burns, Point Whitm., Mindnapping ua)
Sprecher: >Franziska Pigulla< (Gillian Anderson)

Melinda McFaden arbeitet im Hotel des Hudson-Tower, und sie ist eine von denen, die Bescheid wissen. Doch eines Tages bittet ihre Schwester sie um Hilfe, nachdem man ihr das Baby genommen hat. Melinda muss sich entscheiden, und sie hilft ihrer Schwester, doch damit wird sie zur Gejagten des bleichen Mannes ...

Eine sehr spannende Geschichte. Zu der ich offen gesagt wenig schreiben kann. Weiß nicht, wieso, aber sie zog irgendwie eher an mir vorbei. Nicht postiv oder negativ, aber sie hat mich erstaunlich wenig bewegt. Macht nichts, habe ja keine Pflicht hier alles genau zu zerlegen und detailliert vorzustellen ;-)


16 - DIE FARBE DES CHAMÄLEONS

Autor: >Christoph Zacharie<
Sprecher: Gerrit Schmidt-Foß (Point Whitmark, Leonardo di Caprio, ua)

Diesmal trifft der Hörer erneut auf Martin Prey. Nachdem Martin und Jason >zu fliehen versuchten<, macht sich Martin nun alleine auf den Weg, er will endlich das Geheimnis lüften. Anstatt die Stadt zu verlassen und sein Heil in der Flucht zu suchen, geht er tief ins Herz Portervilles.

Auch hier: eine sehr spannende Folge, die Serie geht in Riesenschritten dem Ende entgegen, Martin erlebt eine erste Konfrontation, und wie üblich endet es mit einem riesigen Knall, der dem Hörer gar keine Wahl lässt als sofort weiterzuhören, wohlwissend, dass in der nächste Folge gewiss keine Antworten kommen, nur noch weitere Fragen ...

SaschaSalamander 08.08.2012, 13.24 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Darkside Park Staffel 3 - Folge 13 und 14

menger_park03.jpg13 - AUGEN DER NACHT

Autor: >Simon X Rost< (Mindnapping, Mitschnitt, Playmos uvm)
Sprecher: >Jan-David Rönfeldt< (Wesley Crusher)

Jason Hincks führt die Apotheke seines Vaters weiter, wenn auch anders als von diesem erhofft: Jason ist Dealer, bastelt chemische Drogen. Plötzlich steht Martin vor seiner Tür, im Arm Sarah (die Folge schließt nahtlos an >JENSEITS DES RUBIKON< an, wenngleich der Spannung halber natürlich vieles ausgelassen wurde, was zwischen Folge 12 und 13 geschah). Als Cops an Jasons Tür klingeln, glaubt er, dass es Drogenfahnder sind. Doch Martin weiß es besser, sie suchen nach ihm und Sarah. Gemeinsam begeben sich die beiden Männer auf eine Flucht, die in einem Rachefeldzug (Jason würde es wohl "Verhör" nennen) gipfelt.

Puuuh, diese Folge war schweißtreibend. Während einige Episoden düster, schaurig und geheimnisvoll sind, ist diese hier actiongeladen und sehr realistisch. Hier geht es nicht nur um unheimliche leuchtende Augen, seltsame Kühlschränke und Tarotkarten, hier geht es um eine wilde Verfolgungsjagd, um handfeste Gewalt. Storytechnisch geht es im DarkSide Park wenig voran, da man im Grunde bereits alles weiß, trotzdem empfand ich es nicht als "Füllepisode", sondern sehr wohl der Serie zugehörig. Ich gehe davon aus, das Martin am Ende eine wichtige Rolle spielen wird, er taucht immer wieder in Geschichten unterschiedlicher Autoren auf und bleibt konsequent "an der Sache" dran, obwohl er um die drohende Gefahr weiß.

Simon X Rost versteht es, die Spannung vom ersten Moment an aufzubauen und bis zur letzten Minute zu halten, er packt den Hörer im Klammergriff und reißt ihn mit Martin und Jason in den Abgrund. Storytelling vom Feinsten, das zwar etwas derber als der Rest der Serie ist aber dadurch die mystische Komponente um reale, körperliche Bedrohung und pures Adrenalin erweitert, DarkSide Park spricht mit seinen Folgen inzwischen alle Sinne an, spielt mit den Ängsten auf verschiedenen Ebenen.

Der Sprecher ist top. Und Rönfeldt macht es wirklich klasse, man nimmt ihm seinen lässigen Tonfall, das selbstherrliche Gehabe (und die versteckte Unsicherheit hinter seinen Worten) sehr gut ab, genau so stellt man sich einen Typ wie Jason Hincks vor. Ob Wahnsinn oder Drogenrausch, gegen Ende wird Rönfeldt richtig beängstigend, man meint das irre Flackern in seinem Blick zu sehen, und das Geräusch am Ende (alle Folgen werden zu Beginn und Ende mit einem Geräusch unterlegt, das ist aber auch alles an Effekten) in Kombination mit seiner Stimme ist perfekt, allein dieser kleine Moment am Ende verdient Höchstpunkte innerhalb der Serie.


14 - DIE STILLE DES ST HELENA PARKS

Autor: >John Beckmann< (>Lady Bedfort<)
Sprecher: >Florian Halm< (Jude Law, Colin Farrell, Wickie, Chopper)

Diese Episode spielt im Jahre 1881, als die Zeitung "Porterville Times" erstmals in Druck geht. Samuel Wilcomb ist Reporter, er hat ein spannendes Thema gefunden für die erste Ausgabe, soll sich statt dessen freundlicheren, positiveren Dingen widmen, damit die Leser stolz sein können auf "ihre Stadt". Doch bei seinen Interviews und einem Besuch des St Helena Parks stößt er auf ein düsteres Geheimnis ...

Diese Folge ist "typisch Beckmann". Er schreibt ja auch für Lady Bedfort, das im Vergleich zu einigen anderen Serien etwas beschaulicher ist. Für den DarkSide Park schrieb er die >JAGDGRÜNDE<, die >NETTEN DAMEN< und nun diese Folge. Alles etwas ruhiger im Grundton, er punktet nicht mit Action, sondern mit dem Horror, der sich hinter dem scheinbar beschaulichen Alltag verbirgt. Sein Stil ist leise, gemütlich, und die Gefahr lauert dort, wo man sie am wenigsten vermutet.

Ich liebe es, wie die Autoren hier kongenial zusammenarbeiten. Mal Vergangenheit, mal Gegenwart, mal springt ein Autor in die Zukunft, und der nächste geht wieder ein paar Wochen zurück. Der eine pumpt Adrenalin durch unsere Kopfhörer, der andere flüstert uns lächelnd Geheimnisse ins Ohr, und doch erzählen alle eine einzige Geschichte, die Folgen passen wie Puzzlestücke perfekt ineinander.

Anfangs hatte ich Angst, dass die Serie schnell langweilig werden könnte, wenn das Geheimnis um Porterville zu lange hingezogen wird und die Autoren sich zusehr verbiegen, um gemeinsam ein großes Projekt im einheitlichen Look zu präsentieren, aber das Gegenteil ist der Fall: jeder schreibt auf seine Weise, und die Serie pulsiert vor Leben, WOW!

Florian Halm (den ich ebenso wie Rönfeldt leider nicht erkannt hatte) passt sehr gut zur Rolle des Samuel, er spricht ruhig und doch mit der passenden Neugier und dem Tatendrang, der dem Reporter innewohnt. Der Hörer wird von ihm in das alte Porterville gezogen und lernt es von einer ganz anderen Seite kennen ...

SaschaSalamander 06.08.2012, 15.07 | (0/0) Kommentare | PL

Darkside Park Staffel 2 - Folge 11 u 12

menger_park02.jpg11 - DER GESANG DER RATTEN 02

Autor: >Christoph Zacharie<
Sprecher: Nana Spier (Buffy, Lucy Liu, Claire Danes, uvm)

Dies ist die Fortsetzung der Geschichte >aus der ersten Staffel<. Aus der Geschichte >PORTERVILLE STEAKS< wissen wir bereits, dass sie verschwunden ist. Hier erfahren wir nun genau, wie es mit ihrem Freund Tom weiterging und was mit dann ihr geschehen ist.

Zugegeben, ich kann mich mit den Geschichten von Zaccharie nicht anfreunden. Ich weiß nicht, ob es an seiner Erzählweise liegt oder daran, dass er die Geschichten zugetragen bekommen hat, die mir inhaltlich nicht so recht gefallen. Mein größtes Problem hier war unter anderem wieder die Erzählperspektive, die ich leider sehr unpassend fand. Das Problem ist, dass DARKSIDE PARK bisher komplett aus der Ich-Perspektive erzählt ist, da kann man hier keine Ausnahme machen. Dennoch ist es hier unpassend, ein auktorialer Erzähler wäre aufgrund des Inhalts passender, zu oft habe ich mich an Dingen gestoßen, die in der Ich-Form so nicht möglich wären.

Wenn ich diesen Punkt ausblende, war diese Folge dennoch wieder sehr spannend und unterhaltsam, passt perfekt in die Reihe. Es wurden viele Dinge erklärt, der Hörer bekommt sehr viel geboten, die Handlung wird rasant vorwärts getrieben.



12 - JENSEITS DES RUBIKON

Autor: >John Beckmann< (>Lady Bedfort<)
Sprecher: Jürgen Kluckert (Benjamin Blümchen, Mr. Crabs,
               Chuck Norris, >Lady Bedfort<)

Reginald Broadus ist einer von denen, die um das Geheimnis von Porterville wissen. An ihn wendet sich Martin Prey - den wir aus >PORTERVILLE TIMES< und dem GESANG DER RATTEN kennen - um Hilfe. Doch Reginald will sich heraushalten, er kennt die Gefahren und will nichts damit zu tun haben. Aber es ist zu spät, durch den Kontakt mit Martin gerät nun auch er ins Visier der anderen. Und so trifft er eine wichtige Entscheidung.

Abschluss der zweiten Staffel, und ich kann nur sagen, diese Geschichte war der Hammer! Jürgen Kluckert als Sprecher passt perfekt. Er ist die Stimme des Mannes, der schon viel gesehen und erlebt hat, der als stiller Beobachter seine eigenen Wege ging und der nun aus seinem Schattendasein heraustreten und sich entscheiden muss. Wie haben die Macher es nur geschafft, für jede Folge die Sprecher so perfekt zu besetzen? Selten habe ich eine Reihe erlebt, in der alles so gut aufeinander abgestimmt war!

Diese Geschichte empfand ich als besonders atmosphärisch. Anfangs wenig gruslig, aber Kluckert verleiht ihr die passende Aura von Schwermut, Düsternis und drohender Gefahr, bis es dann gegen Ende tatsächlich bedrohlich wird, und zwar so richtig. Auch hier hat man wieder sehr, sehr viel über das Geheimnis von Porterville erfahren, die Richtung ist mir inzwischen klar. Ich bin sehr gespannt auf das Ende. Viele haben sich beschwert, doch wenn ich nun die Kritikpunkte sehe, dann denke ich mir, dass die bisherigen Folgen doch schon sehr deutlich darauf hinweisen, dass es in diese Richtung geht.

Die erste Staffel war schon genial, die zweite aber hat es um Längen getoppt. Wenn die dritte Staffel gar NOCH besser ist, dann hat sie es geschafft, für mich einer der besten Hörtitel ever zu sein. Aber erst einmal abwarten ... (sollte das Ende jedoch tatsächlich so enttäuschend sein, würde alles in sich einstürzen. Oh, ich kann es nicht erwarten, sechs Folgen noch!)

SaschaSalamander 03.08.2012, 15.01 | (0/0) Kommentare | PL

Darkside Park Zwischengedanken

Nun habe ich den Darkside Park fast komlett gehört. 17 von 18 Folgen. Ich habe gezittert, gebangt, mich gegruselt und hervorragend unterhalten. Hauptsächlich großartige Folgen, hier und da mal eine etwas schwächere im Gesamtbild aber trotzdem für sich hochspannend und packend. Ich habe ein bisschen Angst vor der letzten Folge.

Die Serie ist danach vorbei. Ich werde danach sicher das Bedürfnis haben, sie noch einmal zu hören, um sie dann mit dem Wissen um die Auflösung noch einmal zu hören. Aber 18 CDs höre ich nicht einfach nebenbei, hier warten schon viele andere spannenden Titel.

Außerdem steht und fällt die Qualität einer Serie mit dem Ende. Das Ende kann alles zunichte machen, wenn es mir nicht gefällt. Und es kann die sowieso schon grandiose Reihe zu einem absoluten Kultereignis werden lassen.

Eines weiß ich jetzt schon: wenn ich DARKSIDE PARK beendet habe, wird es wieder ein paar Tage dieses Gefühl der Leere in mir geben. Es gibt Bücher, Hörspiele, Filme, die nehmen soviel Raum in mir ein, dass in dem Moment, wo es vorbei ist, etwas fehlt. Es war ein sehr großer Raum, und das nächste Buch hätte eine verdammt große Lücke zu füllen.

Prima, dass morgen Freitag ist. Morgen werde ich die letzte Folge hören, perfekt zum Wochenabschluss. Am Wochenende höre ich sowieso eher selten, konzentriere mich lieber auf die Bücher. Nächste Woche dann werde ich mich anderen Titeln widmen. Trotzdem ... wenn ich Porterville verlasse, verlasse ich zwar einen schaurigen Ort, den ich freiwillig niemals betreten würde ... aber ich habe das Gefühl, als würde ich mich auch von guten Freunden verabschieden. Reggie, Kip, Chip, Martin, sie werden mir fehlen ...

SaschaSalamander 02.08.2012, 20.18 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL



 






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