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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Horror

Open Beta - The Secret World

Und hier wieder ein brandaktueller Beitrag von Kahdor, der gestern und heute die Open Beta zum Spiel THE SECRET WORLD getestet hat und mir seinen Beitrag gerne für den Blog überlässt. Ich freue mich also, Euch statt Büchern, Filmen und Hörspielen zur Abwechslung wieder einmal ein Game vorzustellen :-)

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Es ist soweit, die Beta von The Secret World hat am 11.05.2012 um 18 Uhr gestartet. Da es vermessen und verfälscht wäre, bereits jetzt schon ein Fazit zu ziehen, möchte ich  euch jedoch wenigstens einen ersten Eindruck vermitteln, den das Spiel bisher auf mich gemacht hat.

Kurzfassung: Keine Massenware und ein echter Leckerbissen!



Ausführliche Fassung:

Zwar kann dieser besagte "Leckerbissen" nicht in Punkto Grafik umhauen wie andere Titel z.B Tera, jedoch braucht es das bei diesem Setting auch nicht. Denn wir spielen ja in einer realen/parallelen, vom Bösen überrannten Welt des Schreckens. Somit wären meiner Meinung nach Farbenpracht und "megahypergeilo"-Effekte ein wahrer Stimmungskiller. Die bisher gesehenen Skilleffekte sind passend und nicht zu übertrieben. Die Animationen sind treffend dargestellt und nicht zu heldenhaft. Alles passt sich stimmungsvoll in die apokalyptische Stimmung des Settings ein.

Was ich ganz besonders zugute halte ist die realistische Darstellung einiger Gebäude und Einrichtungen. Oft hatte man es bereits, dass gerade Plätze mit vielen Spielern überdimensional groß gebaut wurden, um auf einem "Marktplatz" tausende von Leute unterzubringen. Die Stimmung ist dem Setting passend, und mein Geschmack wurde mehr als getroffen!

Zum Charaktereditor möchte ich an dieser Stelle nicht viel erzählen, denn da dieser alles andere als fertiggestellt ist, wäre es verfälscht, an dieser Stelle bereits darüber zu urteilen.

Der erste Eindruck wirkt halt spärlich, und somit passiert es oft, dass ich meinem Zwilling im Spiel begegne. Von offizieller Seite wurde jedoch bereits berichtet, dass dies korrigiert wird. Somit lassen wir uns überraschen, was da noch kommt.

Was das Spiel jedoch vom Massenbrei abhebt, ist die schöne Questgestaltung. Sicher müssen auch hier böse Buben vermöbelt werden, jedoch ist dies kein Dauerzustand. Meist bestehen die bisherigen Aufgaben darin, Dinge zu finden, wiederzubeschaffen, kleinere Rätsel zu lösen oder etwas zu untersuchen. Dass hierbei natürlich auch Gegner aus dem Weg geräumt werden müssen, ist zwar für ein MMO selbstverständlich aber meist nicht direkter Bestandteil der Aufgabe. Was hierbei besonders löblich ist, ist das Questzielsystem. Es weist nie "genau" auf den Punkt des Ortes sondern markiert lediglich einen Bereich, wo das "Ziel" zu finden ist. Erfrischend, dass der Spieler auch seinen Grips benutzen muss in diesem Fall. Wenn die anderen Spielabschnitte genauso bleiben würde es mich sehr freuen!



Der einzige Punkt, der mir bisher jedoch nicht ganz gefällt, ist das nicht so frei gestaltbare Fähigkeitensystem. Vielleicht waren hierbei meine Erwartungen etwas zu hoch als ich davon gelesen habe, jedoch ist es schade, erst eine ganze Reihe an Skills freizuschalten um an eine bestimmte Fähigkeit heranzukommen. Wenn diese Skills dann wenigstens noch alle aufeinander aufbauen würden wäre es sinnvoll, jedoch haben einige keine ersichtliche Verbindung mit ihren Nachfolgern. Dies führt dazu, dass man Punkte für nicht verwendete Fähigkeiten ausgibt und verschleudert.

Vielleicht wird dies noch über Punktpreise etwas abgeändert oder ist vorerst nur für die Beta zum Testen so geschaltet worden. Ich lasse mich überraschen!

Der erste Eindruck ist jedenfalls überraschend gut. Wer neugierig geworden ist und mehr wissen möchte, sollte sich auf der >offiziellen Website< umsehen.


SaschaSalamander 12.05.2012, 21.47 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Dracula

stoker_dracula_1.jpgINHALT, AUFBAU

Nein, den Inhalt dieses Buches muss ich nicht widergeben. Bram Stokers DRACULA ist ein Klassiker. Es mag nicht der erste Vampirroman sein, aber er setzte Maßstäbe, an ihn denkt man, wenn man das Wort VAMPIR hört. DRACULA kennt man, meine Generation spätestens seit der Verfilmung durch Coppola 1992 mit Gary Oldman und Sir Anthony Hopkins. Wer trotzdem gerne lesen möchte, worum es in diesem Roman geht, der kann bei >Wikipedia< eine umfassende Beschreibung des Inhalts lesen.

Der Roman ist keine reine Erzählung von A nach B, sondern die Handlung wird in drei inhaltliche Hauptteile gegliedert: zuerst schreibt der Anwalt Jonathan Harker Tagebüch über seine Erlebnissen auf Schloss Dracula. Die Spannung wächst, der Leser beginnt zu ahnen, was es mit dem geheimnisvollen Schlossherrn auf sich hat, die Angst steigert sich, und es ist am Ende ungewiss, was mit Jonathan Harker passierte. Die Geschichte baut sich auf, durch die Unmittelbarkeit des Ich-Erzählers in Tagebuchform ist der Leser sofort mitten im Geschehen.

Im zweiten Teil folgt ein Briefwechsel zwischen verschiedenen Personen (Jonathans Verlobte, deren Freundin, deren Bewunderer, Professor Van Helsing) sowie Berichte unbeteiligter Personen (eine Krankenschwester, Zeitungsausschnitte, ein Logbuch). Durch die unterschiedlichen Erzählperspektiven Bekommt der Leser nach und nach immer mehr Puzzleteile gereicht, das Gesamtbild bleibt vorerst unklar. Die Bedrohung, welche dadurch entsteht, ist noch nicht greifbar und dadurch umso beängstigender: eine junge Frau weist seltsame Krankheitssymptome auf, ihre Heilung scheint unmöglich.

Der dritte Teil befasst sich endgültig mit der Jagd nach dem Vampir. Hier nutzt der Autor wie auch schon im zweiten Abschnitt vor allem Briefe und Tagebücher als Transportmittel für die Handlung. Der Leser wird hin- und hergerissen zwischen den einzelnen Charakteren, spürt deren Angst und Entschlossenheit.


ERZÄHLWEISE DES HORRORS

Ach, ich liebe die alten Bücher, diese gehobene Sprache. Die Autoren spielen gekonnt mit Worten, und besonders im Genre Horror liegt der Horror nicht wie heute auf der Hand, es muss kein Blut fließen und sinnlos gemetzelt werden. Das Grauen spielt sich ab im Kopf des Lesers. Die Sprache erzeugt eine dichte Atmosphäre, und die subtilen Andeutungen lassen den wahren Schrecken hinter den Worten erahnen.

Wer offensichtlichen Thrill wünscht und voyeuristische Zurschaustellung von Gewalt braucht, um sich so richtig zu gruseln, der ist bei Autoren wie Bram Stoker, Edgar Allan Poe, H P Lovecraft, Mary Shelley falsch. Aber wer es mag, wenn der Nebel auf dem Kopfsteinpflaster wabert, wenn das Käuzchen ruft, wenn Symbole und Ahnungen mehr Gewicht erhalten als bloße Fakten, ... wer es mag, wenn das Grauen so unvorstellbar und schrecklich ist, dass kein menschliches Wort es zu fassen vermag und der Protagonist dem Wahnsinn anheimfällt ... der ist bei DRACULA genau richtig.


SPRACHE

Und das Schöne: habt keine Angst, dass das Buch verstaubt daherkommt. "Klassiker", das hat was von "langweilig", meint man im ersten Moment.Ja, die Sprache liest sich manchmal etwas ungewohnt. Aber dennoch sehr gut verständlich und flüssig. Hier und da finden sich veraltete Wörter bzw Fremdwörter anstatt der heute üblichen Begriffe, etwa >"Kalesche"< oder "Rekognoszierung". Ein Satz, der mir sehr gefiel: "Sie sind ein Mann, und nicht der schlechtesten einer". Soviel Aussage in den wenigen Worten, so klar und direkt, und dahinter so viel Unausgesprochenes.

Dieses Hörbuch basiert auf dem Buch "Bram Stoker: Dracula. Ein Vampyr-Roman" in der Übersetzung von Heinz Widtmann 1908, erschienen am 1. Januar 2012 bei dtv. Es wurden nur unwesentliche Kürzungen vorgenommen, ansonsten ist das Buch im Original belassen worden.

Nun muss ich zugeben, dass ich mich nicht auskenne, welche Übersetzung wohl die beste ist. Kull, Leder, Willms, Widtmann, Bergner, da habe ich keinen Vergleich. Aber ich empfand die Sprache als sehr angenehm und lauschte den Sprechern gerne.

Ein Zitat, das mir ebenfalls sehr zusagte und die Sprache des Buches gut widergibt, habe ich bereits gebloggt: >Dracula<


UMSETZUNG ALS HÖRBUCH

Als ich die riesige Anzahl von Sprechern las, dachte ich, es handle sich um ein Hörspiel: Jacob Weigert, Katharina Thalbach, Bernd Stephan, Regina Lemnitz, Robert Missler und einige andere. Doch statt dessen wurden jedem Protagonisten einzelne Sprecher zugeteilt. Jonathans Tagebücher, Lucys Briefe, Minas Tagebücher und Briefe, der Korrespondent für den Zeitungsartikel, der Kapitän des Schiffes in seinem Logbuch und so weiter.

Die Sprecher passen sehr gut in die jeweiligen Rollen. Besonders Jacob Weigert als Jonathan Harker, Katja Danowski als Mina Harker und Ulrike Hübschmann als Lucy Westenraa gefielen mir sehr gut, ich hatte sofort ein klares Bild der jeweiligen Person vor Augen. Besonders Mina, die die unterschiedlichsten Emotionen durchläuft, präsentiert sich als absolut überzeugend.

Und dann hat der Verlag etwas gewagt, das ich wirklich mutig finde: Die Rolle des DRACULA wird gesprochen von - Katharina Thalbach! Ja, richtig, von einer Frau. Katharina ist eine der Großen im Hörbuchgeschäft, über ihre Qualität als Sprecher muss man nicht diskutieren. Aber als Mann? Noch dazu als einer DER Männer der Weltliteratur? Ich kann verstehen, wenn dies die Meinungen spaltet, und gerade deswegen finde ich es sehr mutig. Und ich muss sagen, mir hat dieses Experiment außerordentlich gut gefallen. DRACULA ist schließlich kein junger Mann mehr in der Blüte seiner Jahre, er ist ein alter, gebrechlich wirkender Mann, seine Stimme krächzend und hoch, wie alte Männer eben manchmal klingen. Und ganz ehrlich - mir ist es am Telefon schon häufig passiert, dass ich einen Mann als Frau angesprochen habe oder umgekehrt, nicht immer ist das sofort ersichtlich, daher fand ich diese Idee auch sehr glaubhaft. Ich empfand Frau Thalbach als eine gelungene Wahl für den Grafen. Ich brauchte ein paar Minuten, mich umzustellen, aber danach war ich begeistert und hätte gerne noch mehr davon gehört.

Durch die unterschiedlichen Sprecher ist das Hörbuch gekonnt umgesetzt. Trotzdem gibt es etwas, das mich ein wenig störte: Wenn Jonathan Tagebuch schreibt, legt er Dracula Sätze in den Mund. Diese werden von Frau Thalbach gesprochen. Im weiteren Verlauf der Geschichte wird dies unterschiedlich umgesetzt: wenn jemand in einem Brief oder Tagebucheintrag eine andere Person in wörtlicher Rede auftreten lässt, spricht mal der Schreiber, mal die sprechende Person. Ich hätte mir hier mehr Regelmässigkeit und Konsequenz gewünscht: entweder, man lässt immer den Schreiber sprechen, oder man übergibt jegliche wörtliche Rede an den betreffenden Sprecher. Aber gut, es hat den Hörgenuss nicht beträchtlich getrübt, mir lediglich ein "schade" entlockt.


BOOKLET

Normalerweise sind die Booklets im Jumbo- und GoyaLit - Verlag wenig erwähnenswert, hier hat man sich dafür mal wieder richtig Mühe gegeben. Es ist toll, wenn man als Käufer nicht nur die CDs, sondern auch ein bisschen Material auf der Hand hat. Eine Beschreibung aller Sprecher und ihrer Rollen, dazu ein wenig Hintergrundinformation über das Werk DRACULA selbst im damals zeitlichen Kontext sowie seiner Bedeutung für das Vampirgenre. Interessant ist auch, welche Recherchen der Autor für dieses Buch betrieben hat und warum der Roman letztendlich in Rumanien spielte statt wie ursprünglich geplant in der Steiermark. Auch Leben und Werk des Autors werden chronologisch aufgeführt.


FAZIT

DRACULA selbst mag ich nicht bewerten, es ist zu Recht einer der Klassiker, und es war mir eine Freude, dieses Werk erneut zu genießen. Was hier also zu bewerten ist, das ist die Umsetzung. Und die hat mich mit wirklich überzeugt, sodass ich sie gerne weiterempfehle.

SaschaSalamander 24.04.2012, 09.33 | (0/0) Kommentare | PL

Das Francisville Experiment

francisville_1.jpgNachdem ich durch das >LUFER-HAUS< mal wieder auf den Geschmack kam, Grusel in Form von Found Footage (gefundene Filmaufnahmen) mit meinem Freund anzusehen und anzuhören, sahen wir uns DAS FRANCISVILLE EXPERIMENT an. Den Film hat er in seiner Sammlung, und bisher sagte ich immer "irgendwann mal". Na, dieses "irgendwann" war also gestern.

BLAIR WITCH war nett aber nicht so ganz mein Ding (ich habe Probleme mit wackelnden Bildern, da wird mir schnell übel, aber das hat nix mit der Quali des Films zu tun, ist mein persönliches Problem). >PARANORMAL ACTIVITY< war klasse, die Kamera war fest und der Grusel schön realistisch. Und der heutige Film war leider ein völliger Reinfall für meinen Geschmack.

Ich möchte auch gar nicht groß eine Rezension dazu schreiben, nur meine Gedanken loswerden. Und die lauten: man kann den Film zusammenfassen als "hier ist es kalt - ich spüre etwas - IIIIII AAAAAAA KRRRRAAAAAISCH - das weiße Licht schützt uns - ich liebe Geister - hier ist doch etwas, ich spüre es - es ist wieder kälter geworden - keine Angst, das weiße Licht schützt uns - IÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄRGH - ich spüre, dass hier etwas ist". Die ständigen gleichen Sätzen in zig Variationen, jeder hat einen Standardspruch, den er immer wieder runterrasselt, wirklich gute Dialoge blieben komplett aus, ich konnte es nicht mehr hören. Und wenn es Gespräche gab, lauteten sie wie mein Favorit (der könnte glatt zum Kultspruch werden) "Hier ist ein toter Vogel" - "ist er wirklich tot?" - "wie tot ist er?". Da stehen mir alle Haare zu Berge, aber nicht vor Grusel. Dazu die ständig kreischende Geschichtsstudentin, die im wörtlichen Sinne schon bei einem Pups Angst bekam und meinte, hier röche es seltsam, sie habe Angst. Sorry, sowas hat in einem Gruselfilm nichts zu suchen und ist unfreiwillig komisch, zerstört die Stimmung. Überhaupt waren die Charaktere insgesamt so stereotyp, dass es mich schmerzte.

Dazu die wirklich dümmliche Logik bzw das absolut naive Verhalten der Protagonisten. Ich habe noch nie eine Seance abgehalten, und ich bin auch kein Geisterfachmann. Wenn jedoch die Seance mit dem Hexenbrett / Ouija-Board so abläuft, dass das Medium eine Frage nach der anderen stellt, teilweise sogar Doppelfragen, und dann nicht einmal die Antwort abwartet und schon die nächste Mutmaßung in eine Frage verpackt und hinterherschiebt, da würde ich als Geist schon allein aufgrund der Respektlosigkeit mir gegenüber aggressiv werden!

Die Schockeffekte waren sogut wie null. Es gab zwei, drei potentielle Momente, aber die wurden nicht wirklich ausgekostet. Einmal flog ein Stuhl über den Dachboden, ein andermal fiel eine schwere Eisenkette aus dem Kaminschacht hinunter in die Esse. Ach ja, und eine Katze wurde beim Öffnen des Schranken des Protagonisten entgegenkatapultiert (armes Tierchen). Ständig dachte man "jetztjetztjetzt, da kommt was", aber es gab wirklich nichts, das gruslig gewesen wäre (und ich bin eigentlich jemand, der sich recht schnell gruselt). Einziger Gruselfaktor waren die wackligen Bilder und die angespannte Stimmung, die eine dichte Atmosphäre darstellen sollten.

Ein Spannungsbogen ist nicht vorhanden, man hätte wirklich sehr viel daraus machen können, aber so ziemlich jede Chance und jede Möglichkeit wurde verschenkt, inhaltlich wie stilistisch als auch in der Interaktion der Charaktere sowie den Geistererscheinungen.

Dazu kommt, dass ich mich frage, wer manche der Filmaufnahmen gemacht haben soll? Denn das Medium ist alleine, also muss sie die Kamera wohl auf ein Stativ gestellt haben. Aber warum wackelt dann das Bild, und warum schwenkt die Kamera? Oder halt, war das der Grusel, der Spuk, den ich einfach nicht zu erkennen imstande war, hat das ein Geist gefilmt?

Von einer Menge weiterer Logikfehler abgesehen, auf die ich hier aber gar nicht weiter eingehen möchte. Ich bin wirklich ein schlechter Zuschauer. Meine Welt ist das Wort, nicht das Bild. Und wenn sogar ich Logikfehler oder Drehfehler am laufenden Band erkenne, dann ist das wirklich ein Armutszeugnis für den Film.

Gut, zugegeben, nachts um 2 alleine hätte ich mich gegruselt. Aber nachts alleine um 2 Uhr grusele ich mich auch bei Winnieh Pooh, ich bin ein kleiner Angsthase. Bei einem guten Gruselfilm habe ich auch mittags um 13 Uhr eine Gänsehaut und kann nachts nicht mehr schlafen ;-)

Sorry, ein Verriss ist nicht mein Ding. Soll auch eine große Ausnahme sein. Aber hier bleibt mir kaum etwas anderes übrig. Ehrlich, ich bin kein Gruselexperte, aber dieser Film hat mich wirklich maßlos enttäuscht. Mag sein, dass er anderen Zuschauern gefällt, aber ich selbst konnte für mich wirklich nichts, absolut nichts daran finden. Ich habe sehr viel gelacht währenddessen (wenn ich nicht gerade vom Licht, der Kälte oder dem Gekreische genervt war), aber das war sicher nicht Sinn und Zweck des Films ...

Für alle, die Englisch können, hat >Braineater< eine recht witzige Beschreibung, wie dieser Film wohl entstanden sein könnte sowie eine sehr detaillierte Beschreibung fast aller Szenen, die mir gegen den Strich gingen. Auch über die Rezension von >Badmovies< habe ich mich köstlich amüsiert, traf sie so ziemlich genau mein Empfinden. Dieser Film würde mich zu einer Neuauflage von MYSTERY SCIENCE THEATRE inspirieren, es gibt einfach viel zuviele Steilvorlagen. Überlegung: ich könnte den Film noch einmal sehen, in einer Gruppe von 5 Freunden, jeder mindestens ein paar Bierchen intus, und dann darf jeder nach Herzenslust lästern. Das wäre lustig :)

SaschaSalamander 20.03.2012, 15.05 | (0/0) Kommentare | PL

Das Lufer-Haus

luferhaus_1.jpgINHALT

DAS LUFERHAUS ist kein klassisches Hörspiel sondern eine Zusammenstellung von Tondokumenten: >Die Geschichte des Luferhauses< ist überregional bekannt, da es dort spuken sollte. Der damals mit seiner Familie dort lebende Arzt Bergmann, ein Mann der Wissenschaft und von hohem Ansehen, schilderte in einem Tagebuch die Erlebnisse, bis das Tagebuch endet und die Betroffenen verschwinden. Nun, in der Gegenwart, soll das Haus abgerissen werden. Doch zuvor wollen Dr. Albrecht Lindner, Dr. Marianne Weimar, ein Assistent, zwei Tontechniker und ein Kapuzinermönch mittels Vor-Ort-Ermittlungen weitere Erkenntnisse sammeln. Das Team verschwindet spurlos, und später wird von der Polizei das zusammengestellte Tonmaterial ausgewertet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.


GENRE

Found Footage  (gefundene Aufnahmen aus angeblich realistischen Begebenheiten) / Mockumentary / Pseudo-Doku ist  besonders im Gruselsektor sehr beliebt. Die bekanntesten Beispiele dürften BLAIR WITCH und PARANORMAL ACTIVITIES sein. Im Hörspielsektor fällt mir spontan kein Titel ein, zumal es wirklich eines guten Teams bedarf, das umzusetzen (von der Reihe "Mitschnitt" des Labels Floff habe ich zwar schon gehört, konnte mir selbst aber noch kein Bild davon machen). Es gilt Spannung nicht mit Hilfe von verschwommenen Bildern, Nachtsichtkamera und angstverzerrten Gesichtern zu erzeugen sondern alles mit Geräuschen und Stimmen zu produzieren, atmosphärische Musik fällt als weiteres Stilmittel weg. Eine ziemliche Herausforderung, der die Lauscherlounge sich stellte und die sie nun meisterlich umgesetzt hat!


REALER BEZUG

Das Hörspiel ist nicht komplett erfunden sondern basiert auf einer realen Begebenheit. Prima finde ich >die Homepage des Hörspiels<, die einen gewissen Realismus vermittelt. Über Wikipedia kommt man auch auf ein angeblich im Eigenverlag produziertes >Buch<  zu den Hintergründen des Lufer-Hauses, was ich wirklich eine nette Idee finde, um die Fans ein wenig zu verwirren. Bei meiner Recherche heute stieß ich auf einige zusätzlichen Forenbeiträge. Auch eine nähere Suche nach dem Inhaber der Seite des angeblichen Herrn mit dem Eigenverlag bringt nette Ergebnisse. Ich finde es wirklich prima, welche Arbeit die Macher investiert haben, um auf diese Weise auf sich aufmerksam zu machen. Dass aber immer noch recht viele Leute zu glauben scheinen, dass es real ist, irritiert mich doch. Zeigt aber, wie gekonnt die Louscherlounge ihr Marketing betrieben hat, eine tolle Leistung!

Tatsächlich wurde bezogen auf den Realfall zwar einiges geändert, ist aber immer noch klar als der Fall des >Joller-Hauses< erkennbar. Aus Joller wurde Bergmann, dem Haus wurden für das Hörspiel ein paar Stockwerke hinzugefügt, die Namen der Familienmitglieder wurden natürlich auch geändert, und aus dem Schweizer Örtchen Stans wurde das Geschehen in die Nähe von Küsnacht verlegt. Die Ereignisse jedoch sind weitgehend gleich, natürlich ein wenig "dramaturgisch überarbeitet". Joller führte Tagebuch, und einige der dort auftretenden Phänomene wurden fast 1:1 übernommen.

Auch das >Parapsychologische Institut< in Freiburg existiert. Natürlich handelt es sich nicht um Lindner und Weimar, sondern um den bekannten Psychologen und Physiker >Walter von Lucadou< sowie seine Mitarbeiterin Dr. Frauke Zahradnik.


UMSETZUNG

Eine gruselige "Doku" ist ein Projekt auf schmalem Grat: Die Tonaufnahmen müssen so klar sein, dass der Hörer sie gut versteht und der gescripteten Handlung folgen kann. Dennoch muss es authentisch klingen, muss also hier und da verrauscht sein, es müssen auch unwichtige Elemente zu hören sein (denn bei einer realen Aufzeichnung weiß man ja vorab noch nicht, was wichtig sein wird). Die Sprecher müssen deutlich sprechen für den Hörer, trotzdem müssen sie so "normal" als möglich klingen inklusive kleiner Sprachfehler, Dialekte, Eigenheiten. Spannungserzeugene Musik zur Untermalung kann nicht verwendet werden. Der Hörer muss über das Geschehen informiert sein, aber im Gegensatz zu einem regulären Hörspiel dürfen die Charktere sich nicht wie sonst üblich extra für den Hörer über das Geschehen austauschen und dem Hörer dabei die Handlung erklären.

Meiner Ansicht nach ist es den Machern hervorragend gelungen! Nur ein paar kleine Mängel: Stellenweise empfand ich die Sprecher als etwas zu "sauber". Man hätte gerne etwas mehr Dialekt und sprachliche Eigenheiten einbauen können. Selten, dass sich so viele Menschen treffen, die so gut Hochdeutsch (oder verständliches Schweizerdeutsch) reden ohne einzelne Silben zu verschlucken oder leichte regionale Färbung aufzuweisen, dadurch geht ein wenig Realismus verloren. Auch die vielen Erklärungen des Mönches empfand ich als etwas gestellt. Die Aufnahmen hätten gerne etwas verrauschter oder unklarer sein dürfen, aber gut, schieben wir die gute Qualität auf die guten Mikrofone der Tontechniker, die bereits beim BND im Einsatz waren.

Die Sprecher selbst sind unverbraucht. Dadurch wird vermieden, dass der Hörer bekannte Stimmen im Ohr hat und diese mit anderen Hörspielen assoziiert. DAS LUFER HAUS wird dadurch umso realistischer. Jeder einzelne von ihnen macht seine Sache wirklich prima, wirkt absolut natürlich und vermittelt den Eindruck einer tatsächlich live entstandenen Aufzeichnung. Einzig Detlef Bierstedt ist bekannt, doch er ist der Sprecher, welcher die Dokumente ankündigt und von dem Hintergrund der Forschungen erzählt.

Die Art der Tonaufnahmen gefiel mir sehr. Die Aufnahmen wurden in einem leerstehenden Landhaus produziert. Dadurch konnten die Sprecher sich in ihre Rolle einfinden, und dadurch bekommt der Hörer statt Studiosound eine realistische Klangkulisse geboten, bei der die Leute im Raum verteilt sind und je nach Entfernung zum Mikrofon besser oder schlechter verständlich sind. Sie springen angeblich ab einem gewissen Geräuschpegel an und zeichnen automatisch auf. Die Aufnahmen für das Hörspiel wurden vom angeblichen Original zwar übernommen aber nicht bearbeitet. Das ergibt einige Logikfehler, aber die sind verzeihlich, wirklich 100% real lässt sich ein solches Projekt kaum umsetzen ;)

Es werden gelegentlich kleine Tondokumente eingefügt, die nichts zur Handlung beitragen aber quasi aufzeigen, dass die Mikrofone bei Geräuschentwicklung reagieren, z.B. das Schnarchen. Oder besonders nett fand ich die Idee, dass einer der Beteiligten sich vor dem Schlafengehen noch eine alte Folge der drei Fragezeichen anhört. Die Spannungen einzelner Charaktere untereinander werden sehr gut dargestellt. Insgesamt betrachtet wird alles sehr glaubhaft und hat im Internet schon einige Diskussionen über die Realität des Hörspieles entfacht, die nicht von den Machern initiiert waren.

Es bleiben viele Fragen zum Ende hin offen. Was ich nicht als Schwäche ansehe, sondern als Teil der Umsetzung. Man kann nicht eine perfekt abgeschlossene Geschichte im gefundenen Tonmaterial erwarten, wenn Leute wie auf diese Weise verschwinden. Ohne ungelöste Geheimnisse wäre dieses Hörspiel wohl nur halb so interessant ;-)


ATMOSPHÄRE

Die Atmosphäre entsteht vor allem durch das, was der Hörer sich vorstellt. Man denke an die Szene aus BLAIR WITCH, als jemand etwas Unerkennbares (ein abgetrennter Finger?) in die Kamera hält. Alle gruseln sich, und dabei weiß man eigentlich nicht einmal, was es ist. Und ähnlich ist es im LUFER-HAUS. Wer nichts übrig hat für Gänsehaut, wer alles als Humbug abwinkt und sich auch sonst nicht für das Thema interessiert, der wird das Hörspiel vermutlich auch nicht spannend finden. Ein paar Leute, die in einem Haus sind und sich gruseln, nur weil irgendein Nachbar ein paar Gegenstände verschoben hat, nur weil irgendwelche Nager auf dem Dachboden huschen? Nein, stocksteife Realisten kann das nicht überzeugen. Aber für solche Leute ist das Hörspiel ja auch nicht gedacht ;-)

Wer solche Geschichten mag, die sogar noch auf einer realen Begebenheit beruhen, der wird im Kopf entsprechende Bilder produzieren. Dafür bieten die Aufnahmen allerbestes Futter. Jede Menge Raum für freie Interpretationen und darum herum einige zusätzlichen Informationen, um das Kopfkino so richtig anzukurbeln. Auch die unheimlichen Ereignisse tragen dazu bei, dass Fans das Hörspiel auf jeden Fall nachts alleine im Dunkeln mit Kopfhörern genießen sollten und sich bestimmt recht nett gruseln werden ;-)


FAZIT

Das LUFERHAUS ist wirklich ein Glanzstück des Labels. Mit einfachen Mitteln entstand ein gelungenes Projekt, das durch den realen Bezug zum Joller-Haus und die glaubhafte  Umsetzung der Tondokumente einen ganz besonderen Grusel verspricht. Für Geisterfreunde und Hörspielfans ein Titel, den man auf keinen Fall verpassen darf!

SaschaSalamander 15.03.2012, 09.22 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Psycho Shots

schiller_psycho_1.jpgB C Schiller ist das Autorenpseudonym des Ehepaares Barbara und Christian Schiller. PSYCHO SHOTS ist eine Sammlung von vier Kurzgeschichten rund um ungewöhnliche Tode. Für 99 Cent flink geladen ohne großen Verlust, und zwischendurch ein paar Minuten sehr gut unterhalten. Ich finde, das ist in Ordnung, das Ebook hat sich auf jeden Fall gelohnt

DIE AUFLÖSUNG ist eine Geschichte um einen One-Night-Stand mit tödlichem Ende. Doch was der Protagonist dann mit der Leiche anstellt, ist zwar nicht neu, aber morbide und herrlich eklig beschrieben.

DER PFLEGER handelt von einem jungen Ich-Erzähler, der eine Stelle als Pfleger eines kranken Mannes annimmt. Er hat nichts zu tun als nur stillzusitzen. Leicht verdientes Geld. Aber woher nimmt der Alte nur die Energie, die ihn immer jünger und frischer werden lässt?

DIE ADRESSE ist herrlich schräg, der Protagonist will unbedingt eine bestimmte Wohnung, da die Adresse ihm eine sichere Karriere beschert. Mit dieser Adresse MUSS man einfach Erfolg haben, und dafür ist er bereit, alles zu tun. Sogar ungelesen die Vertragsbedingungen der Mitbwohnerin zu unterzeichnen.

DIE HAUPTROLLE erzählt von einem Schauspieler, der sich nun auf seine neue große Hauptrolle vorbereiten muss. Doch es gibt kein Drehbuch! Dennoch versucht er sich vorzubereiten, auch wenn er nicht weiß worauf. Sein Zustand wird täglich wahnhafter, und die Warnungen einer Kollegin schlägt er in den Wind, sie will bestimmt nur seine Rolle!

Wenn man diese Kurzgeschichten liest, sollte man als erstes jegliche Logik über Bord werfen. Die Stories lassen sich in kein Genre pressen, es ist nicht einmal klar erkennbar, ob sie nun in der Gegenwart, Zukunft oder einer Parallelwelt spielen. Viele Fragen bleiben unbeantwortet. Ich möchte nicht so weit gehen, die Geschichten als kafkaesk zu bezeichnen; dennoch wird der Leser in eine unerwartete, unrealistische Situation geworfen, die er einfach hinzunehmen hat. Ein Mann ist bereit, alles für eine Adresse zu tun, er streichelt seine Visitenkarte und alle beneiden ihn darum, so ist es eben. Es werden Drinks und Pillen geschluckt, die futuristisch anmuten (denke gerade an eine Folge Dr Who, in der die Menschen ihre Realität mit Pillen betäubten), ansonsten wirkt alles wie im Hier und Jetzt. Keiner handelt so, wie ein normaler Mensch handeln würde, weder die Protagonisten noch die Nebencharaktere. Die Frage nach dem WARUM stellt sich nicht, hier ist es einfach so, weil es eben so ist. Der Leser wird absolut alleine gelassen mit dem Geschehen. Das mag vielen Lesern aufstoßen, denn es ist eher ungewöhnlich und recht gewagt. Man sollte, finde ich, als Leser eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein mitbringen, um nicht wie sonst üblich am Rockzipfel des Autoren zu hängen und von ihm Erklärungen oder gar Antworten und sinnvolle Zusammenhänge erwarten. Die Geschichten sind vergleichbar einem modernen Kunstwerk, das man eher für sich selbst begreifen und interpretieren muss.

Vier kurze Geschichten. Stellenweise verwirrend und verstörend, auf jeden Fall aber aufwühlend und kreativ, alleine DIE ADRESSE ist den Kauf des Ebooks wert und lässt auf weitere Kurzgeschichten der beiden Schillers hoffen.

SaschaSalamander 09.02.2012, 09.22 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Wolfen

strieber_wolfen_1.jpgVORAB

Als ich noch jung und unverdorben war (jaja, diese Zeit gab es wirklich, ich war ungefähr 12 oder so), da griff ich aus Neugier ins Regal der Horrorabteilung. Meine ersten beiden Bücher waren "Wolfsruf" von Somtow und "Bestie" von Whitley Strieber. Beide haben mich sehr beeindruckt und künsterlich inspiriert. Besonders Whitley Strieber hat mir ein Bild des Werwolfes vermittelt, das mit den heute üblichen Schoßhündchen nichts gemeinsam hat. Und die Neuauflage von WOLFEN war für mich als Strieber-Fan somit ein Muss, das Cover sieht mit seinen Blutspuren im Schnee einfach nur wundervoll aus, eine Zierde im Regal.


 INHALT

Zwei Polizisten werden grausam verstümmelt. Der Polizeichef legt den Fall zu den Akten, denn die mögliche Wahrheit gefährdet seinen Ruf. Doch die beiden ermittelten Polizisten Becky Neff und Wilson ahnen, dass mehr dahintersteckt: nein, es waren keine Hunde, die die Polizisten getötet haben, es scheint Wesen zu geben jenseits der menschlichen Vorstellungskraft, hochentwickelt und eine tödliche Gefahr für die Menschen. Sie ermitteln auf eigene Faust und nähern sich den Wolfen, die bisher im Verborgenen unter den Menschen leben, bis sie ihnen am Ende gegenüberstehen ...


CHARAKTERE

Die beiden Protagonisten werden sehr gut geschildert, man fiebert mit ihnen, sie erhalten eine Vergangenheit und werden sehr gut mit all ihren Eigenheiten umschrieben. Die Nebencharaktere werden kaum vertieft, sind aber dennoch sehr gut dargestellt, sodass auch sie greifbar werden und den Leser für sich einnehmen.


SPRACHE, STIL

Der Satzbau ist recht einfach gehalten, das Buch liest sich sehr flüssig und angenehm. Allerdings ist die Erzählweise stellenweise ein wenig ungewohnt: einige Absätze musste ich zu Beginn doppelt lesen, bevor ich mich langsam an den Stil gewöhnt hatte. Strieber erzählt aus Sicht aller Beteiligten. Dass beim Wechsel von der Ansicht des Polizisten hin zum Reporter und plötzlich zum Wolfen kein Absatz ist, mag Stil des Autors sein, könnte aber auch an der Umsetzung im Deutschen liegen (vielleicht hat das Original ja ursprünglich Absätze). Die Wortwahl ist meist passend, gelegentlich jedoch scheint Autor oder Übersetzer knapp danebengegriffen zu haben, was jedoch nur bei akribischem Lesen auffällt und den Leser vermutlich kaum stören dürfte.


AUFBAU

Ein hervorragender Aufbau! Es fällt von Seite zu Seite schwerer, das Buch aus der Hand zu legen. Zu Beginn ist alles unklar. Natürlich ist dem Leser bewusst, dass er sich ein Werwolfbuch geholt hat, doch worauf es hinausläuft, wie es weitergeht und was ihn erwartet, das vermag er zu Beginn noch nicht zu erahnen. Und so führt der Autor den Leser von Kapitel zu Kapitel immer näher an die Wolfen heran. Erst erfährt man nur von der Schnelligkeit und Präzision dieser Wesen, dann erschafft ein Wissenschaftler anhand der Fußabdrücke die zugehörige Klaue. Und je mehr die Polizisten und später auch der Naturwissenschaftler und ein Gerichtsmediziner ermitteln, desto mehr erfährt man über die Intelligenz, den Körperbau, das Sozialverhalten der Wolfen. Und je mehr man erfährt, desto öfter wechselt Strieber in der Erzählperspektive auch zu ihnen. Bis hin zum grandiosen Showdown, der zwar actionreich aber nicht überladen präsentiert wird.

Besonders faszinierend finde ich, wie die Wolfen zu Beginn zwar immer Thema des Buches sind aber doch nur als Vermutung und Bedrohung im Hintergrund stehen. Sie sind nicht greifbar, sie sind noch nicht real, sondern die Furcht des Lesers rührt alleine aus Verdachtsmomenten. Kopfkino pur. Ein Schachzug, den nur wenige Autoren beherrschen: Angst schüren, ohne das angstauslösende Objekt tatsächlich zu zeigen.


WERWOLFTHEMA

Ich liebe diese Darstellung der Werwölfe! Strieber erschafft sich eine ganz eigene Welt, und ich möchte dem Lesespaß nicht vorweggreifen. Nur soviel sei gesagt: seine Wolfen sind keine weichgespülten Hündchen, die sich in junge Mädchen verlieben und sich stets unter Kontrolle haben. Und es sind auch keine Fantasywesen, die bei Vollmond durch die Wälder streifen und denen man mit Silberkugeln beikommen kann. Statt dessen sind es Jäger. Animalisch, wild, mächtig und frei. Der Autor bedient sich archaischer Symbole: dampfendes Blut im eisigen Schnee. Leerstehende Gebäude. Ein Schrottplatz. Er berührt das Innerste, rührt mit seinen Schauplätzen und Ereignissen an den Urängsten der Menschheit und wagt es, unsere grundlegenden Erkenntnisse infrage zu stellen.

Fans von Lori Handeland, Stephenie Meyer, Patricia Briggs und Co werden hier vermutlich nicht auf ihre Kosten kommen. Dafür alle Leser, die ihre Wolfswesen gerne animalisch, berauschend, faszinierend, intelligent, berechnend, brutal, instinktiv und natürlich lieben.


ANHANG

WOLFEN wurde erfolgreich verfilmt, und Strieber arbeitete an einem Drehbuch für die Fortsetzung als Serie. Leider wurde diese nie umgesetzt. Der Autor hat dem Festa-Verlag nun seinen Rohentwurf zur Verfügung gestellt, wo es nun weltweit erstmals veröffentlicht wird.

Die Geschichte DER WOLFENKÖNIG wird nicht wie ein Roman erzählt, sondern passend für ein Drehbuch werden einzelne Szenen in kurzen Absätzen geschildert. Ebenso spannend, sehr bildlich und ein Vorgeschmack auf etwas, das wir leider niemals sehen werden. Schade, denn zu gerne hätte ich mehr von Strieber über die Wolfen gelesen oder gesehen.


FAZIT

WOLFEN ist ein großartiges Buch, ein Klassiker unter der Werwolferzählungen, was mehr sollte ich dazu noch sagen als: unbedingt lesen!

SaschaSalamander 03.01.2012, 09.28 | (0/0) Kommentare | PL

Tsumitsuki

kiyohara_tsumitsuki_1.jpgTsumitsuki sind Teufel, die Besitz von Menschen ergreifen, welche von Schuldgefühlen zerfressen werden. Sie nisten sich dort ein, üben blutige Rache an den anderen Menschen und töten am Ende ihren "Wirt". Mit Hilfe des Tsumigami, einem Dämon, gelang es einem Mönch, die Tsumitsuki zu bändigen, und nun wird dieser Dämon gleich einem Gott in einem Schrein verehrt.

In diesem Manga gibt es einzelne Episoden, in welchen jeweils ein sich schuldig fühlendes Mädchen zu diesem Schrein geht und um Vergebung bitten möchte. Kuroe, der Protagonist, welcher durch alle Kurzgeschichten führt, erzählt ihnen von den Tsumitsugi, doch Hilfe können die Mädchen nicht erwarten, im Gegenteil ...

Auch, wenn ich mich ein wenig mit japanischer Mythologie auskenne, ist diese Geschichte mir neu. Ich kann nicht beurteilen, ob der Hintergrund eine Fiktion des Mangaka ist, oder ob es tatsächlich eine entsprechende Legende in Japan gibt. Sicher ist, die Geschichte ist spannend und unheimlich und nicht gerade für jüngere Leser geeignet. "Adult" ist etwas übertrieben, ich würde ihn eher ab 16 empfehlen.

Die Zeichnungen sind düster und realistisch, es wird weniger Wert auf Details, dafür umso mehr Gewicht auf das Spiel zwischen Licht und Schatten gelegt. Die Panels sind übersichtlich, der Manga ist insgesamt recht flink gelesen.

Was mir sehr gefällt ist die Legende an sich, sie stimmt nachdenklich und lässt den Leser einige Male innehalten, sie wirft sehr viele Fragen auf und bietet sehr viel Möglichkeiten, dass der Manga hätte ausgeweitet werden können auf eine lange Serie. Die Einzelschicksale der Mädchen sind tragisch und stimmen traurig.

Eigentlich ein hervorragender Manga. Was allerdings fehlt, das ist der letzte kleine Funke, der den Leser auch tatsächlich berührt. Es wirkt alles ein wenig kahl, in den kurzen Episoden ist es nicht möglich, die Geschichten weiter auszubauen, und eine Geschichte weniger, dafür jede ein paar Seiten länger, wäre wohl besser gewesen, damit der Leser sich auch wirklich einfühlen kann.  Man liest den Manga zwar gespannt aber unbeteiligt, ein wirklicher Grusel stellt sich nur äußerlich aufgrund der Bilder ein, nicht aufgrund des Gefühls von innen heraus, hier hat Hiro Kiyohara leider einiges an Potential verschenkt.

Fazit: nett zu lesen, wer mag gerne später auch ein zweites Mal. Spannende Geschichte, überzeugende Bilder, interessanter Hintergrund. Wer aber Tiefgang sucht und Wert auf "das gewisse Etwas" legt, wird hier enttäuscht. Am besten lesen und selbst entscheiden :-)

SaschaSalamander 31.10.2011, 09.46 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Hiki

nangoku_hiki_1.JPGRin findet in einer Schublade eine Schatzkarte, die aussieht wie eine seiner Zeichnungen aus Kindertagen. Neugierig macht er sich mit seinem Freund Yada auf die "Schatzsuche", und tatsächlich finden sie am gezeichneten Punkt eine alte Kommode. Rin durchsucht sie, kann jedoch nichts darin finden. Doch seit diesem Moment geschieht etwas Unheimliches: wannimmer Rin versucht, irgendwo etwas herauszuziehen, hält er den Kopf eines Mädchens mit langen schwarzen Haaren in seiner Hand.

Es ist nicht leicht, denn ständig muss man im Alltag etwas herausziehen: die Schulkleidung aus dem Turnbeutel, einen Kopfhörer aus dem Ohr, ein Taschentuch aus der Hose, ein Schulbuch aus der Tasche. Rin wird darüber fast wahnsinnig und versucht herauszufinden, wer dieses Mädchen sein könnte und warum es ihn nun verfolgt.

Puuuh, ganz schön gruslig! Dieser Manga ist zwar in einer halben Stunde gelesen, kann zeitlich also nicht mit einem Asiahorrer von zwei Stunden mithalten, aber inhaltlich kommt er ziemlich gut an diesen Grusel heran, alle Achtung! Der Horror baut sich recht schnell auf, woher stammt die alte Zeichnung, und warum steht genau dort eine Kommode? Der Leser sieht, wie Rins Hand in der Kommode wühlt und sieht bereits den Kopf des Mädchens, ekelt sich, als Rin ihr zerzaustes Haar berührt und nicht weiß, was er da zwischen den Fingern spürt. Und sobald Rin seine Hand in irgendeine Öffnung steckt, zuckt der Leser zusammen und ahnt, was ihn nun erwarten wird, beißt die Zähne zusammen, will nicht hinsehen, und wie bei einem guten Horrorfilm sieht man hin, obwohl man sich wünscht, man hätte es nicht gesehen.

Die Zeichnungen sind wirklich großartig, sie drücken den Horror sehr gut aus, die Bilder sind eklig und unheimlich, der Stil ist insgesamt sehr gut. Hintergründe, Gesichter, Details, all dies ist realistisch gehalten und erzeugt zusätzliche Bilder im Kopf des Lesers, der sich sofort in die Geschichte hineinversetzen kann.

Und wie bei einem guten Asiahorror üblich: fragt bitte nicht nach dem Sinn. Es ist ein Mindfuck, und am Ende gibt es eine Lösung, die im Grunde dennoch keine Lösung ist, weil sie viele Optionen offen lässt. Was ist nun wirklich geschehen? Konnte Rin das Rätsel lösen, auch wenn seine komplette Umwelt ihn für wahnsinnig hält? Oder wurde Rin tatsächlich wahnsinnig und bildet sich nur etwas ein, während alle anderen die Wahrheit sehen? Verstörende Bilder, fernab jeglicher Realität, Wahngebilde, Kreaturen aus einem kranken Geist, wie man ihm eigentlich fast nur in asiatischen Horrorfilmen begegnet. Kein Blut, keine Gewalt, aber jede Menge Spannung und Gänsehaut. Die nächsten Wochen werde ich wohl kaum ohne einen kleinen Schauer irgend etwas herausholen können ...

Einzig der Titel irritiert mich, da nichts dazu erklärt wird, ich wüsste gerne, was er bedeutet, das ist aus dem Inhalt nicht ersichtlich, eine Übersetzung wird nicht genannt. Aber das ist kein Drama, das bin ich in diesem Genre gewohnt.

Sicher ist: zartbesaitete Leser sollten diesen Manga definitiv meiden. Und auf dem Nachttischlein sollte er auch nicht unbedingt liegen, wenn man ruhig schlafen möchte. Also: bist Du mutig genug, traust Du Dich, das Geheimnis der Kommode zu lüften? ;-)

Ich habe leider keinen Hinweis darauf gefunden, dass dieser Manga die Umsetzung eines Romanes ist, sonst würde ich diesen sofort lesen wollen! Mit bekannten Titeln wie DARK WATER, JU-ON oder THE RING kann dieser Manga allemal mithalten, und ich hoffe, dass er vielleicht sogar eines Tages verfilmt wird.

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Unqualifiziertes PS, das ich mir nicht verkneifen kann: der Junge muss doch wahnsinnig werden, allein wenn er schon auf Toilette geht und etwas herausholt, das nicht  ... sondern ein fremdes Mädchen ist! Aber gut, das wurde im Manga nicht gezeigt, ... wie gesagt: unqualifiziertes Kommentar zum Abschluss ;-)

SaschaSalamander 18.10.2011, 09.15 | (0/0) Kommentare | PL

Paranormal Activity

paranormalactivity_1.jpgVom Macher das aktuell vielgepriesenen INSIDIOUS ist der Film PARANORMAL ACTIVITIES. Mein Freund als Horrorfan hat ihn mir empfohlen, da er aus der Masse der sonst üblichen Filme herausragt, also haben wir ihn uns gemeinsam angesehen. Und ich muss sagen, doch, mal was anderes.

Micah hat eine Kamera gekauft, denn seit einiger Zeit wird Katie wieder von etwas verfolgt. Es begann, als sie 8 Jahre alt war, seitdem folgt es ihr, und nun beginnt es erneut. Geräusche, kleinere Aktivitäten, ihr Name geflüstert, sie fürchtet sich. Die beiden suchen das Gespräch eines Mediums, dieser verweist sie an einen Spezialisten für Dämonen. Während Katies Angst täglich wächst, scheint es Micah eher als Spiel zu sehen, er provoziert den Dämon und tut so ziemlich alles, wovor das Medium sie beide gewarnt hat. Die Aktivitäten werden heftiger, und als sie den Dämonenspezialisten kontaktieren wollen, ist dieser nicht erreichbar.

PARANORMAL ACTIVITIES ist klar ein Low Budget Film, dessen Kameraführung an Blair Witch erinnert. Natürlich soll auch dieser Film auf realen Begebenheiten basieren. Mal baut Micah die Kamera auf (nachts), meist trägt er sie tagsüber ständig bei sich. Er filmt alles und jeden, was sowohl den Gefilmten als auch dem Zuschauer recht schnell auf die Nerven geht, aber es ist Teil des Filmes und gehört dazu. Ebenso gehört dazu, wie unlogisch und vor allem unqualifiziert Micah reagiert. Spätestens, als er durch die Kamera die untrüglichen Beweise dafür hat, dass etwas geschieht, das mit dem normalen Verstand vorerst nicht zu erklären ist, sollte er den Fachmann anrufen und akzeptieren, dass etwas nicht stimmt. Auch, dass er die Ängste seiner Freundin komplett ignoriert, machte mich während des Filmes ziemlich wütend, sodass ich mir immer wieder die Frage stellte, warum sie ihm nicht schon längst den Laufpass gegeben hat.

Aber wie gesagt, dies ist Teil des Filmes, der Handlung, es stellt den Alltag der beiden dar und ist durch diese Handkamera ziemlich gut gelungen. Der Aufbau ist schleichend, anfangs beginnt es sehr ruhig, es geschieht nicht viel außer einer sich bewegenden Tür. Die Aktivitäten werden heftiger, die Reaktionen der beiden werden immer emotionaler, es kommt zu Konflikten zwischen den beiden bis hin an den Punkt, als es tatsächlich körperlich wird und der Dämon Katie real bedroht, die Spannungskurve ist bis hin zum etwas zu abrupten Ende perfekt aufgebaut. Durch diesen schrittweisen Aufbau gelingt es dem Filmemacher, mit einfachen Möglichkeiten wie dem An- und Ausschalten des Lichts im Flur oder einer schwingenden Deckenlampe Grusel zu erzeugen.

Was mir an diesem Film besonders gut gefällt: es gibt keine billigen (oder teuren aber schon viel zu oft gesehenen) Effekte. Der Horror spielt sich im Kopf des Zuschauers ab, und es braucht weder Dämonenfratzen noch wabernde Schatten. Der Dämon ist nicht sichtbar, zu sehen ist nur seine Aktivität. Auch die Erklärung ist nicht wie in vielen Filmen an den Haaren herbeigezogen sondern real an wissenschaftlichen Erkenntnissen gehalten und daher interessant für diejenigen Zuschauer, die nicht nur Geisterfilmchen sehen wollen, sondern sich auch tiefgründiger mit dem Phänomen paranormaler Aktivitäten befassen.

Was für mich wichtig zu erwähnen ist: Blair Witch ist extrem wacklig, ich konnte ihn nicht komplett ansehen, nicht des Grusels wegen sondern weil mir übel wurde. Dieser Film hier ist im Stil ähnlich, spielt jedoch nur im Haus, hat daher keine wilden Verfolgungsjagden und ist insgesamt ruhiger im Bild.

Wer Schockeffekte möchte und einen brutalen Horrorschocker nach dem anderen ansieht, wird vermutlich enttäuscht sein. Wer dagegen einen realistischen Grusel sucht und Inhalt wichtiger empfindet als die Effekte, dem wird mit PARANORMAL ACTIVITIES ein ungewöhnlicher Film geboten, wie es ihn nur selten zu sehen gibt. Aber vorsicht - wer sich darauf einlässt, der wird eine Art Angst verspüren, wie ihn "normale" Horrorfilme selten erzeugen können!

SaschaSalamander 16.08.2011, 09.25 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Fetzer

Markus Heitz kenne ich als Autor schon recht lange. Er schrieb für das Rollenspiel SHADOWRUN einige Romane, und auch seine Bücher aus dem Bereich Fantasy sind bekannt und beliebt, z.B. RITUS, KINDER DES JUDAS, DIE ZWERGE, ULLDART und andere. Umso mehr war ich begeistert, als ich auf das Hörspiel FETZER stieß. Ich liebe Horror, Splatter und Grusel in Hörspielform, und Heitz kann ja nur Gutes bedeuten ;-)

Die Handlung ist fix erzählt: in einer nahen Zukunft werden Menschen zu Zombies, der Virus greift um sich. Es gibt eine Zombieabwehrstelle. Aber es gibt auch Zombies, die überaus intelligent sind, und die werden nicht getötet, sondern bei der Filmfirma "Fetzer" unter Vertrag genommen. Zombiefilme machen einfach mehr Spaß, wenn die Effekte nicht gespielt sind, und die Opfer sind Menschen, die aufgrund von Krankheit oder persönlichen Problemen bereits mit dem Leben abgeschlossen haben und sich auf diese Weise gerne ihren Idolen anbieten, um im Film unsterblich zu werden. Leider erschießt ein neues Mitglied der Zombieabwehr dummerweise einen Schauspieler, und die Firma sinnt auf Rache. Der nächste Hilferuf geht ein, und allen ist klar, dass es eine Falle von Fetzer sein muss. Aber welcher Art diese Falle ist, das hätten sie nicht geahnt ...

Ich bin absolut begeistert von diesem Hörspiel! Meine Erwartungen im BEreich Hörspiel sind bezogen auf Sprecher, Effekte und eine packende Story. Und hier hat für mich alles gepasst. Normalerweise bevorzuge ich Serien, daher war ich bei FETZER als Einzel-CD eher skeptisch. Aber es ist wirklich eine der Perlen im Regal!

Die Sprecher machen ihre Sache sehr gut. Ein, zwei Nebencharaktere wirken etwas künstlich, aber man kann ja nicht für jede Rolle die Besten der Besten nehmen. Aber die Stimmen sind sehr angenehm, die Text sind prima gesprochen. Die Dialoge passen, das Hören fiel mir leicht, auch wenn ich nebenbei stellenweise recht beschäftigt war.

Die Effekte waren sehr gut. Splatterhorror eben. Knirschende Hirnschalen, spritzende Gedärme, abgebissene Körperteile, Waffensound, klassische Kulisse für Zombies eben. Es war stellenweise wirklich arg eklig, und ich bin diese Hörspiele ja nun wirklich gewohnt. Aber sie haben das wirklich gut gemacht. Zimperlich darf man auf keinen Fall sein, wenn man FETZER hören möchte.

Die Story ist witzig umgesetzt. Zombies sind ein Dauerbrenner, seit George A Romero damals so einen Erfolg hatte. Und gerade momentan in Zeiten von Werwölfen, Gestaltwandlern und anderen Wesen werden Zombie wieder so richtig aktuell. Umso mehr freue ich mich über kreative Umsetzungen, die von der Norm abweichen. Das ist hier der Fall. Allein der Gedanke, "Zwangscarnivoren" (wie die intelligenten Zombies genannt werden) als Schauspieler für Filme zu nutzen ist schon sehr schräg und ließ mich manchmal an den Film FIDO - GUTE TOTE SIND SCHWER ZU FINDEN denken, wo Zombies gezähmt und als Diener genutzt werden.

Gegen Ende gibt es einen Twist, mit dem ich nicht gerechnet hatte und der super in das Hörspiel passt. Ja, nicht immer enden Bücher / Hörspiele so, wie man sich das vorstellt. Manchmal kommt alles auch ganz anders.

Absolute Empfehlung für alle Zombiefreunde und Liebhaber schwarzen Humors. Hier wird gesplattert, was das Zeug hält, aber die Story bleibt dahinter trotzdem nicht zurück. Ich hoffe, Ihr habt einen starken Magen ;-)


SaschaSalamander 02.08.2011, 08.46 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL



 






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