SaschaSalamander
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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Jugend

Changers 01 - Drew

Ethan ist ein normaler Teenager. Doch als er eines Tages erwacht, ist er plötzlich ein Mädchen: Drew Staifer. Seine Eltern erklären ihr, dass sie ein Changer ist, dass sie ab jetzt viermal die äußere Person ändern wird, um sich dann später auf eine dieser Identitäten festzulegen. Ethan muss nun den alten Freundeskreis und die bisherigen Erfahrungen hinter sich lassen und als Drew noch einmal ganz von vorne anfangen. Mit dem Wissen, dass sie nächstes Jahr wieder jemand anders sein wird. Und dann sind da noch all die Regeln, Gesetze und Gebote, die ihr von den Changers auferlegt werden. Ganz schön kompliziert ...
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SaschaSalamander 16.09.2015, 08.51 | (0/0) Kommentare | PL

Blätterrauschen

BLÄTTERRAUSCHEN ist das neueste Buch von Holly-Jane Rahlens. Ich habe von ihr bereits >Stella Menzel< und >Everlasting< gelesen, und beide Bücher haben mich sehr beeindruckt. 

Oliver, Iris und Rosa sitzen gerade in der Buchhandlung BLÄTTERRAUSCHEN, als etwas Seltsames geschieht. Dann steht plötzlich Colin in der Tür und behauptet, er käme aus der Zukunft. Und wer sind die unheimlichen Männer vor der Tür? Die Kinder ahnen nicht, dass ihnen das Abenteuer ihres Lebens bevorsteht, ...
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SaschaSalamander 06.05.2015, 10.05 | (0/0) Kommentare | PL

Darkmouth - Der Legendenjäger

KLAPPENTEXT: Was würdest du tun, wenn ein gigantischer Minotaurus sich dir in den Weg stellt? Richtig, du rennst um dein Leben! Und genau das würde der zwölfjährige Finn am liebsten auch tun. Stattdessen muss er gegen die gefährlichsten Kreaturen und Monster, die sogenannten Legenden, kämpfen, Denn er ist der Sohn des Legendenjägers von Darkmouth und soll schon bald selbst ein Jäger werden. Nur leider hat Finn dazu absolut keine Lust - und vor allem noch weniger Talent! Doch der Riese Gantrua, Anführer der Legenden, plant eine Invasion - mithilfe einer riesigen Armee von schlafenden Legenden. Und wenn die erwacht, muss Finn sich dem großen Kampf stellen. Ob er will oder nicht ... 
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SaschaSalamander 03.03.2015, 08.46 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Die Bestimmung 1-3

Nun habe ich alle drei Teile des Buches "Die Bestimmung" gelesen. Den ersten auch gesehen. Großartig rezensieren möchte ich die Titel nicht, aber gerne "meinen Senf" dazugeben und ein paar Gedanken loswerden. 

Eine >Vorabmeinung< zum ersten Band sowie eine >abschließende Meinung< habe ich bereits hier gepostet. Und was ich im ersten Band empfunden habe, kann ich für die Folgebände nur bekräftigen. Das Buch hat enormes Potential in der Ausgestaltung der Welt, in der dahinter liegenden Verschwörung, in der Ausarbeitung des Plots.
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SaschaSalamander 02.03.2015, 08.46 | (0/0) Kommentare | PL

Luna

Es gibt nur wenige Bücher, die ich doppelt oder mehrfach lese. Wenn ich erneut zugreife, dann ist es ein Buch, das mehr war als nur Unterhaltung. Ein Buch, das mir etwas vermittelt hat, mich bewegte und nachdrücklich im Gedächtnis blieb. Ein solcher Titel war LUNA von Julie Anne Peters:

Regans Bruder heißt Liam. Regans Schwester heißt Luna. Luna ist Liam, und sie lebt ausschließlich nachts, wo sie in Regans Zimmer sie selbst sein darf. Mit Make-Up, Perücke, BH, Kleidern und weichen Stoffen. Regan hütet Lunas Geheimnis, denn die Eltern würden es nicht verstehen. Während sich Regan eigentlich um ihre eigenen Probleme kümmern müsste, drängt Luna immer mehr nach außen und benötigt Regans Hilfe: sie will nicht mehr nur das Mondmädchen sein, sie will endlich ein freies Leben führen und sich nicht mehr verstecken ... 
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SaschaSalamander 20.11.2014, 08.41 | (0/0) Kommentare | PL

Nicht Chicago, nicht hier

NICHT CHICAGO, NICHT HIER ist ein schon etwas älterer Titel von Kirsten Boie, der nun im Jumbo Verlag als Hörbuch mit neuem Design wiederbelebt wurde. Ich freute mich sehr, denn abgesehen von ihren Kinderbüchern mag ich vor allem ernstere Titel, mit denen sie inzwischen für mich das deutsche Pendant zu Morton Rhue stellt. Also war ich gespannt auf die CD und konnte es kaum erwarten. 

Der 13jährige Niklas bekommt einen neuen Mitschüler, Karl. Die Lehrerin möchte die beiden gleich befreunden, teilt ihnen gemeinsame Hausarbeiten zu. Doch Niklas ist nicht wohl dabei, er mag Karl nicht. Erst verschwindet eine CD, dann leiht Karl sich ungefragt das teure Laufwerk, und dann greift er ihn sogar an! Doch die Lehrerin nimmt es nicht ernst, und die Eltern unterstellen ihrem Sohn Lügen. Karls Handgreiflichkeiten werden immer schlimmer, niemand glaubt ihm, und Niklas weiß sich nicht zu wehren. 

Das Buch wird in der Schule gerne als Klassenlektüre verwendet, um das Thema Gewalt und Mobbing unter Schülern auf den Tisch zu bringen. Eigentlich eine prima Sache. Aber ich bin trotzdem nicht sehr begeistert von diesem Titel. Während des Hörens versuchte ich immer wieder, einen Zugang zu Niklas zu finden, und nach dem letzten Track ließ ich das Hörbuch nun etwa zwei Wochen auf mich wirken, um nachzuspüren, aber es will einfach nichts kommen, was das Ruder noch herumreißt. Alles in allem: ich war recht enttäuscht. Frage mich inzwischen auch, wie man das Buch in der Schule besprechen sollte. Habe ja selbst schon im Unterricht mit Jugendlichen Bücher behandelt und diskutiert, aber bei diesem hätte ich absolut keine Idee, wie ich DAS geradebiegen soll, was das Buch vermittelt ... 

Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen. Im Buch ist das vermutlich anders dargestellt, vielleicht mit Datum oder anderer Schrift, ich weiß es nicht. Im Hörbuch durch unterschiedliche Sprecher. Trotzdem benötigte ich einige Zeit, um die jeweiligen Zeitstränge immer wieder in Einklang zu bringen. Das störte für mich den Fluss, wenn etwa ein Name wie selbstverständlich auftauchte, den ich nicht einordnen konnte. Soll aber kein Grund für eine negative Bewertung sein, denn gerade dadurch, dass man anfangs im Unklaren ist, befasst man sich intensiver mit dem Inhalt, was hier ja gewollt ist. 

Die Charaktere prägten sich mir nicht ein. Nach zwei Wochen hatte ich sogar bereits wieder die Namen vergessen und musste erst wieder einiges nachschlagen. Das Innenleben wird wenig beleuchtet. Warum handelt der Täter so, was bewegt ihn, was ist sein Ziel? Mobbt er auch andere, und warum gerade Niklas? Warum lässt Niklas das Verhalten Karls am Anfang überhaupt zu? Warum erzählt er dem Vater nicht sofort von dem "geliehenen" Laufwerk? Warum lässt er all das über sich ergehen? Was lösen diese Geschehnisse bei ihm aus? Bei einem solchen Buch ist es wichtig, dass der Leser sich mit einem Protagonisten identifizieren kann, spürt "das könnte mir auch passieren" und "auf diese Weise könnte ich dagegen vorgehen, Niklas hat es geschafft, auch ich kann mich gewaltfrei wehren". Das habe ich hier in keinem Moment erlebt. Trotz der teilweise recht heftigen Szenen konnte ich nicht mit dem Jungen mitfiebern, sodass mir sein Schicksal recht egal war (abgesehen von dem Punkt, dass ich mich über die Bezugspersonen mehrfach aufregen musste). 

Sprachlich hat mich das Buch wenig gereizt. Boie kann deutlich mehr. Hier wird sehr umgangssprachlich geschrieben, das passt zwar zum Buch, sorgt aber in diesem Fall nicht für zusätzliche Identifikation mit den Charakteren. Es wirkt auf mich unreif und unpassend. Besonders wenn ein erwachsener Sprecher den jugendlichen Text in so einfacher Sprache vorträgt. Für Kinder (wofür die Sprache angemessen klingt) ist der Inhalt zu brutal, für Jugendliche bereits zu schlicht. 

Einen Spannungsbogen habe ich vermisst. Denn bereits zu Beginn im aktuellen Zeitfenster ist klar, wo alles enden wird. Die Frage ist nur, wie es dazu kommt. Es beginnt recht harmlos mit einer verschwundenen CD und steigert sich hin zu körperlichen Attacken, doch da man bereits weiß, wo es endet, fehlt das gewisse Etwas, das motiviert "schnell noch das eine Kapitel" zu hören. So ungern ich es sage, aber die zwei CDs schienen mir eine gefühlte Ewigkeit zu dauern, ständig die Frage "was soll jetzt noch kommen, irgendwann muss doch  mal der Kern der Geschichte erreicht sein". Und dann, am Ende, zack, aus, das war es jetzt. Schnell kontrolliert, ob ich möglicherweise eine CD vergessen hatte oder es tatsächlich auf diese Weise endet. Ja, tut es, mittendrin und sehr unversöhnlich, abgehackt und eiskalt. Dazwischen: Angriff - keine Verteidigung - Angriff - Flucht - Angriff - Hilflosigkeit - Angriff - Angst - Angriff - keinerlei Schutz durch Eltern, Schule und Gesetz. Es zieht sich und ist stellenweise sehr langatmig, dem Wechsel aus Angriff, Hilflosigkeit und gegenwärtiger Situation (die sich nicht ändert sondern immer wieder darin besteht, dass selbst die Polizei machtlos ist) zu folgen. 

Das Verhalten der Eltern und Lehrerin finde ich sehr unrealistisch. Ich denke nicht, dass ich naiv bin, und mir ist bewusst, dass manches Unrecht anfangs nicht als solches gesehen sondern bagatellisiert wird. Dennoch, mit seinen Eltern ist Niklas mehr gestraft als mit Karl, die Ignoranz der Eltern verletzt mich weit mehr als die brutalen Attacken des Täters. Eltern, die ihr bisher unproblematisches wohlerzogenes Kind sosehr vernachlässigen, dass sie es der Lüge bezichtigen, wenn er beklaut, betrogen, angegriffen wird, das schmerzt. Von der fehlenden Pädagogik und blauäugigen Heile-Welt-Brille der Lehrerin ganz zu schweigen. 

Natürlich mag das real sein, ABER: das Buch hat ein offenes Ende, und dieses ist knallhart, brutal. Die Gewalt scheint gesiegt zu haben und nun neue Gegengewalt zu produzieren. Wenn das Buch in der Schule verwendet wird, frage ich mich eindeutig, was Kinder daraus lernen sollen? Etwa: egal, ob Du der Lehrerin etwas erzählst. Egal, ob Du Dich Deinen Eltern offenbarst. Sogar völlig egal, ob Du zur Polizei gehst und eine Anzeige erstattest. Alles, wirklich alles ist völlig sinnlos. Nimm Dein Schicksal an, bleibe Opfer, leide, Dir glaubt niemand. Das Böse siegt, und wenn Du Dich nicht mit Gewalt wehrst, dann hast Du von vorneherein verloren. Wer petzt, wird ausgelacht und nicht nur vom Täter gemobbt sondern auch der Außenwelt als Weichei und Lügner dargestellt. Natural born loser.

Nein, das ist keine Botschaft, die ich jungen Menschen auf den Weg ins Leben geben möchte. Es gibt sehr gute Bücher zum Thema Gewalt unter Jugendlichen, die nicht nur zeigen, wie sie entsteht, sondern die auch Lösungen bieten und zu konstruktiven Diskussionen anregen. 

Offen gesagt: hätte ich das Buch gelesen und den Autor raten müssen, auf Boie hätte ich so ziemlich als letzte getippt. Von ihr bin ich anderes gewohnt, sowohl bei älteren wie auch neueren Titeln. Aber gut, ein Autor kann nicht nur Bestseller schreiben, es muss auch mal schwächere Titel geben. Und dies ist zweifelsfrei einer davon :(

SaschaSalamander 17.09.2014, 08.47 | (0/0) Kommentare | PL

Schattengrund

Ein weiterer Roman von Elisabeth Herrmann. Von ihren Jugendbüchern hatte vor allem >LILIENBLUT< mich damals sehr bewegt. Und kürzlich durfte ich sie sogar persönlich kennenlernen und auf >zwei Lesungen< erleben. Unter anderem stellte sie dabei ihren Jugendthriller SCHATTENGRUND vor. Angefixt, wollte ich danach natürlich sofort das Buch lesen. Et voilá, hier meine Gedanken dazu:

Bei der Verlesung des Erbes erhält Nico ein paar seltsame Gegenstände. Und die Aussicht, das Haus Schattengrund in Siebenlehen zu besitzen, falls sie einige Rätsel löst, die mit diesen Gegenständen zusammenhängen. Da sie noch sechs Wochen lang minderjährig ist, verbieten ihre Eltern dies. Überhaupt kann Nico nicht verstehen, warum ihre Eltern das Erbe auf jeden Fall ausschlagen wollen, ohne sich das Haus überhaupt angesehen zu haben. Also beschließt sie, der Sache auf den Grund zu gehen. Doch was sie in dem kleinen Ort erwartet, hätte sie niemals geahnt: Die Menschen reagieren mit Feindseligkeit, sie wird nicht nur bedroht, sondern es wird sogar ein Mordanschlag auf sie verübt. Nachts wird sie von seltsamen Träumen geplagt. Nach und nach versucht Nico das Geheimnis ihrer eigenen Vergangenheit zu lüften. Was hat es mit Schattengrund auf sich? Warum sind die Bewohner so böse zu ihr? Was ist damals wirklich geschehen?

Sowohl die Wortwahl der Autorin, als auch die Stimme der großartigen Laura Maire und der packende Inhalt haben mich wie erwartet recht schnell in ihren Bann gezogen. Aber der Reihe nach: 

SCHATTENGRUND erzählt die Geschichte aus Sicht von Nico. Dadurch ist es dem Leser möglich, intensiv in die Gedankenwelt des Mädchens einzutauchen. Auch, wenn Nicos Verhalten nicht immer dem des Lesers entspricht (sie oft sogar völlig gegensätzlich handelt), ist es doch stets nachvollziehbar, und ich konnte mich sehr gut in die Lage des Mädchens hineinversetzen. Die anfängliche Unsicherheit, die sich schrittweise verdichtet und am Ende in eine tödliche Gefahr steigert, wird wunderbar dargestellt. Die Probleme der Protagonisten werden zum Problem des Lesers: wem kann man trauen? Handelt es sich um Einbildung, oder steckt mehr dahinter? War es ein dummer Zufall oder ein Anschlag? 

Der Leser weiß nur minimal mehr als Nico. Allerdings sind alle Informationen, die man erhält, zwar Hinweise darauf, DASS etwas geschehen ist, jedoch niemals für das, was sich tatsächlich ereignet hat und inwiefern die jeweilige Person darin beteiligt war. Die gut gemachten Szenenwechsel sowie die Darstellung der weiteren Charaktere führt dazu, dass man immer wieder auf eine falsche Fährte gelockt wird und im Laufe des Buches wohl jeden einmal verdächtig, gleich welchen Alters oder Geschlechts. Die Bedrohung bleibt stets präsent, und ich konnte das Hörbuch kaum ausschalten, wollte immer einen weiteren Track hören, um endlich dem Rätsel ein Stück näher zu kommen. 

Sprachlich kann ich ein Hörbuch natürlich weniger gut beurteilen als einen Roman, den ich gelesen habe. Was mir jedoch auffiel: die Worte gehen sehr gut ins Ohr, wie nebenbei lässt sich der Text verstehen und verarbeiten. Ohne Fremdworte und ohne komplizierte Satzstrukturen, aber doch mit malerischen Worten umschrieben, sodass selbst Gefahr, drohender Tod und die schrecklichen Erkenntnisse von damals so weich und poetisch klingen wie eine Gutenachtgeschichte. Dies macht es umso erschreckender, dringt umso tiefer, reißt es den Hörer vor allem beim Showdown aus dem gemütlichen Lesesessel. 

Was bei einem Jugendroman dieser Art natürlich nicht fehlen darf ist eine Romanze. Sehr gelungen finde ich, dass es dabei niemals kitschig wird. Wer also auf Küsse, Kuscheln und Herzklopfen steht, wird enttäuscht. Umso realistischer dafür die Gefühle, die Nico für Leon empfindet, und umso drängender ihre Angst, ob er nicht doch mehr weiß, als er zugibt. Ob nicht vielleicht sogar er es sein könnte, der ... 

Obwohl es ein Jugendroman ist, ist die Geschichte sowohl durch ihr ab der Mitte des Buches auftretenden Thematik als auch durch die Darstellung der Charaktere als Krimi für Erwachsene sehr gut lesbar. Auch, wenn es vermeintlich recht einfach aufgebaut ist und einfach geschrieben, wird auch der Erwachsene Leser gefordert mitzudenken und dem Handlungsverlauf zu folgen. Zwar war die Überraschung dann nicht so groß für mich wie erwartet (zumal ein guter Autor das Buch so strickt, dass man mit ein wenig Erfahrung selbst auf die Lösung kommen könnte aber einfach zusehr in der Handlung gefesselt ist als dass man es erkennt), aber der Weg dorthin war so gewunden und voller Wendungen, dass es eine reine Freude war, die CD zu hören. 

Laura Maire als Sprecherin war für mich einer der Gründe, SCHATTENGRUND als Hörbuch zu kaufen. Sie verfügt über ein breites Spektrum an Emotionen, Tönhöhen, Stimmen, Sprechweisen, Sprachmelodien. Für ihr junges Alter ist sie bereits sehr geschickt darin, auch ältere Personen zu imitieren, die jeweiligen Charaktere klingen glaubwürdig und zum Greifen nahe. Besonders gefällt mir, dass sie zwar schreien kann und ihre Stimme höher schraubt, um Wut oder Panik umzusetzen, dabei aber immer noch angenehm zu hören ist ohne den Ohren zu schmerzen (eine Gabe, die nur sehr wenige Frauen beherrschen *g*). Ein Hörbuch von Laura Maire ist für mich gleich einem Film, den ich vor mir sehe, oft sogar noch farbenprächtiger und detailreicher, da ich ihn mit eigenen Assoziationen ausschmücken kann. 

Das Hörbuch ist gekürzt, dabei habe ich aber keine Szene vermisst, alle Fragen wurden beantwortet. Gute Arbeit, welche der Verlag geleistet hat. 

Insgesamt war SCHATTENGRUND ein spannendes Hörbuch, das ich an wenigen Tagen verschlungen habe. Hervorragende Unterhaltung, die ideal ist, um nach der Arbeit die Auszeit zu genießen und sich mit Nico nach Schattengrund zu begeben ... 

9 von 10 kopflose Krähen 

SaschaSalamander 17.06.2014, 09.08 | (0/0) Kommentare | PL

Witch and Wizard 01 - Verlorene Welt

WITCH AND WIZARD 01 - VERLORENE WELT ist der Auftakt einer neuen Serie des Erfolgsautors >James Patterson<. Von ihm stammen erfolgreiche Serien wie MAXIMUM RIDE, LINDSAY BOXER, ALEX CROSS und viele andere. Auch hat er unzählige Einzeltitel geschrieben. 

Ich habe hier und da schon in seine Werke hineingelesen, länger verfolgt habe ich keine Serie. Er zählt für mich in die Kategorie "seichte, aber doch spannende Unterhaltung". Manchmal braucht man sowas zwischendurch. Und unter dieser Voraussetzung bin ich auch an die neue Reihe WITCH AND WIZARD herangegangen: mich einfach mal richtig gut unterhalten zu lassen.

Die Reihe handelt von den Geschwistern Whit und Whisty Allgood, die eines Tages festgenommen und ins Gefängnis gesteckt werden. Angeblich besitzen sie magische Kräfte und seien gefährlich für die "Neue Ordnung". Im Gefängnis lernen die beiden ihre Kräfte kennen und sie einzusetzen, sie fliehen und entschließen sich zu kämpfen. Ob ihnen das gelingen wird?

Das klingt nicht neu, auf jeden Fall aber spannend und aus der Feder eines Erfolgsautoren wie gemacht für einen packenden Start in die Reihe. Und wie zu erwarten: ich habe mich prächtig unterhalten. Trotzdem muss ich leider ein paar Mängel anmerken. 

Logik ist in diesem Buch nicht gerade die Stärke des Autors, und auch, wenn "Fantasy" immer der Gestaltung des Autors überlassen ist, gibt es doch so manches, das für geübte Fantasy-Ohren ungewöhnlich klingt und auch nicht erklärt wird. Einige Punkte scheinen mir dagegen recht platt von anderen Autoren abgekupfert, ich habe unzählige Elemente wiedererkannt. Der Leser wird nicht in die Welt eingeführt, Begriffe werden wie nebenbei erwähnt, ohne dass dadurch sehr viel klarer wird. Die Grundidee der "Neuen Ordnung" sowie der Welt, in der Whit und Wistyleben, sind an sich ist recht interessant, doch alles enthält zu wenig eigene Substanz, um wirklich Bestand zu haben. Es hat stellenweise den Anschein, als wolle der Autor schnell einen Bestseller an den nächsten Reihen, ohne sich wirklich mit Vorarbeit, Zusammenhang und neuartigen Ideen aufhalten zu wollen. 

Der Humor ist hier recht zweischneidig. Ob er gefällt oder nicht, das ist wohl sehr stark vom Leser abhängig. Mir persönlich ist er gelegentlich zu rotzig und unrealistisch. Jugendliche, die zum Tode verurteilt werden, verhalten sich für mein Empfinden einfach anders. Einerseits wirken die beiden Protagonisten extrem naiv, auf der anderen Seite zeigen sie keinerlei Respekt (was hier wohl den Charakterzug von Stärke darstellen und die Rebellion gegen das System unterstreichen soll) und scheinen kaum in der Lage, Situationen einschätzen zu können. Wer mit der Peitsche die Haut im Gesicht aufgeplatzt bekommt, sollte danach keine dummen Sprüche reißen (oder bin ich etwa ein Weichei, wenn ich nach einer solchen Aktion lieber kurz einmal die Klappe halte statt den Gegner zu verhöhnen?)

Ich empfand es stellenweise als sehr unpassend, was die beiden von sich gaben. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass Jugendliche das trotzdem unterhaltsam finden und sich köstlich über die frechen Sprüche amüsieren. 

Die Dialoge sind allerdings ziemlich ... nun ja, Geschmackssache. "Du leuchtest!" - "Was?" - "Du leuchtest!" - "Wie? - "Was ist daran nicht zu verstehen?" - "Na, dass ich leuchte!". Ich denke, das ist ein recht gutes Beispiel, wie der Humor in diesem Buch funktioniert. Wobei ich es stellenweise schon sehr seltsam finde, wie einer der Geschwister eine magische Sache nach der anderen macht, beide das völlig gelassen hinnehmen als wäre das völlig normal, und dann eine  Kleinigkeit plötzlich dazu führt, dass sie plötzlich völlig außer sich ihre magischen Fähigkeiten erkennen. Aber gut, auch hier: nicht jedes Buch ist für jeden Leser geeignet, und Jugendliche dürften das recht witzig finden.

Die Handlung ist ziemlich geradlinig und vorhersehbar. Das sehe ich jedoch nicht als abwertend, denn wie gesagt habe ich es mir ja genau aus diesem Grund geholt: leichte Unterhaltung für zwischendurch. Von daher fand ich es witzig, meine Vermutungen alle bestätigt zu sehen und zu verfolgen, wie die Geschwister sich ihren Weg bahnen. 

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Wisty (verkörpert durch Inga Reuters) und Whit (gesprochen von Aleksandar Radenkovic). Inga Reuters war mir bisher unbekannt, ich werde mir den Namen jedoch gut einprägen. Sie ist eine der wenigen weiblichen Sprecher, die überzeugend Emotion transportieren können und die gekonnt mit ihrer Stimme zu jonglieren vermag. Sie lacht, weint, schreit, ist begeistert, enttäuscht, überrascht, man fiebert mit ihr mit und kann sich alles sehr bildlich vorstellen. Ich hoffe sie öfter zu hören, sie hat das Hörbuch für mich zu einem kleinen Erlebnis gemacht.

Aleksandar Radenkovic, den ich schon häufiger gehört habe, überzeugte mich dieses Mal weniger. In den bisherigen Hörbüchern, die ich erlebt habe, fand ich ihn nicht schlecht, er spricht eher ruhig und sachlich, sodass er gerade für Titel wie >NIKOS REISE DURCH ZEIT UND RAUM< einfach ideal ist. Hier allerdings hätte ich mir mehr Einsatz gewünscht. Neben Inga Reuters verblasst er und lässt Whit zu einer Nebenfigur werden.

Mein Fazit für das Hörbuch? Es ist eines der Jugendbücher, das sich wirklich nur an Jugendliche richtet, ein All-Ager ist es definitiv nicht. Meiner Ansicht hat das Buch nichts, das es aus der Masse der aktuellen Serien hervorhebt und somit erwähnenswert macht. Aber ich will ehrlich sein: auch Jugendliche dürfen sich gerne mal so richtig spannend unterhalten lassen, Logik und Substanz hin oder her. Und dafür ist WITCH AND WIZARD perfekt. Freche Sprüche, eine flotte Handlung, spannende Abenteuer, witzige Charaktere, für Jungen wie für Mädchen gleichermaßen geeignet. Von daher, auch wenn ich selbst die Fortsetzungen nicht verfolgen werde, kann ich es also trotzdem empfehlen :-)

Wertung: 3,5 von 5 sprechende Wiesel

SaschaSalamander 05.03.2014, 08.42 | (0/0) Kommentare | PL

Der Bilderwächter

KLAPPENTEXT: Zwei Jahre lang hatte Jettes Freundin Ilka den Nachlass ihres berühmten Bruders nicht angerührt. Als sie nun das erste Mal die Bilder von Ruben in Augenschein nimmt, ist es, als hätte sie die Büchse der Pandora geöffnet. Ein Mitarbeiter von Rubens Nachlassverwalter wird tot aufgefunden und ein unglaublicher Medienrummel bricht über Ilka herein. Jette und Merle ermitteln im Wettlauf gegen die Zeit, denn auch Ilka scheint in großer Gefahr zu sein. 

Die große Stärke der Autorin ist es, lebendige Charaktere zu erschaffen und durch wechselnde Perspektiven eine vielschichtige Geschichte zu erschaffen, in welcher der Leser hautnah am Geschehen dabei ist. Man leidet und fiebert mit ihnen und kann sich alles so realistisch vorstellen, als wäre es tatsächlich geschehen. 

Aber, das große Manko: der Grat ist sehr schmal, auf dem Autoren mit diesem Erzählstil wandeln, und diesmal ist es leider gekippt. Das hat verschiedene Gründe: 

Das Buch ist die Fortsetzung des Titel DER MÄDCHENMALER. Ich wusste, dass die Titel der Autorin durch die Protagonisten zusammenhängen. Allerdings ist es üblich, dass die Bücher einer solchen Reihe auch einzeln gelesen werden können. Ich las also ohne Vorkenntnis des Vorgängers. Was dort geschehen ist, wurde so widergegeben, dass ich die Hintergründe verstehen konnte. Manche Dinge wurden immer und immer wieder erklärt, sodass die stete Wiederholung selbst mich als Neuling zu langweilen begann. Ich kann mir vorstellen, dass ein Leser des MÄDCHENMALERS dies klar als Zuviel ansieht. Andere wichtige Dinge dagegen wurden nicht erläutert, sodass ich stellenweise das Gefühl hatte, mir fehlen grundlegende Informationen für das Verständnis. Allerdings kann ich nicht sagen, ob dies an der Autorin lag oder den Kürzungen des Hörbuches geschuldet ist. Es ist eine Fortsetzung, die man ohne den Vorgänger also nicht lesen sollte. Von daher tut es mir leid, ein Buch zu bewerten, an das ich mit falschen Voraussetzungen herangegangen bin. 

Ein weiteres Problem, das sich mir auftat: die vielen Perspektiven. Inzwischen bin ich dank Feth und Wolf gewohnt, dass ich mit unzähligen Charakteren erschlagen werde, und finde es sogar recht angenehm und vielschichtig. Eine Erzählweise, die viel Fingerspitzengefühl erfordert und beide meisterlich beherrschen. Das Problem bei diesem Buch allerdings ist, dass die einzelnen Abschnitte teilweise zu kurz sind und die Sprünge zu verschwommen. Es war mir dieses Mal nicht möglich, mich in Charaktere einzufinden, da es oft zu schwer war, sie auseinanderzuhalten und als getrennte Figuren zu erachten. 

Abgesehen von den extrem kurzen Kapiteln lag dies allerdings auch daran, dass ich mit den Sprechern Probleme hatte. Die Sprecher an sich (Julia Nachtmann, Regina Lemnitz und Jacob Weigert) leisten sehr gute Arbeit. Schwierig ist jedoch, dass teilweise Männer von einer Frauenstimme gesprochen werden und dass vor allem ein Charakter von verschiedenen Sprechern vorgetragen wird. Es wird scheinbar nicht charakterbezogen vorgetragen sondern kapitelweise. Das macht es einem Hörer, der die Charaktere rund um Jette und Merle nicht kennt (ich kannte bisher nur Romy), verdammt schwer. 

Während die anderen in der dritten Person geschildert sind, wird Jette als Ich-Erzähler eingesetzt. Was mich sehr irritiert, denn sie hat in diesem Roman eine meiner Ansicht nach sehr kleine Rolle, das Gewicht liegt zu stark auf anderen Charakteren, als dass ich sie als Protagonistin erkennen könnte. 

Die Handlung entspricht nicht unbedingt einem Thriller, eher einem Drama mit Mord und gegen Ende actionreicher Handlung. Da ich die Charaktere nicht kannte und mich durch die ständigen Wechsel auch nicht in sie einfinden konnte, vermochte ich somit auch nicht mit ihnen mitfiebern, sodass ich gerade auf den ersten drei CDs eine gewisse Spannung vermisste und mich ... naja, "durchkämpfen musste" wäre zuviel, aber es fiel nicht gerade leicht. 

Von daher war DER BILDERWÄCHTER für mich leider ein eher enttäuschender Titel. Allerdings kann ich nicht sagen, ob es an meiner Unkenntnis des Vorgängers sowie der Merle / Jette - Romane liegt, ob die ungünstige Verteilung der Sprecherrollen  sowie missglückte Kürzungen dafür verantwortlich sind, oder ob es ein ausnahmsweise schwächerer Roman der Autorin ist. 

Ich werde ihre Titel weiterhin gerne lesen, denn ihre Bücher strahlen eine große Herzlichkeit aus, und die Charaktere agieren sehr menschlich und wirken so realistisch, als würde ich sie persönlich kennen. Dass es diesmal nicht geklappt hat, naja, das kommt vor. 

Wer den MÄDCHENMALER kennt, sollte die Fortsetzung auf jeden Fall lesen, er wird weniger Schwierigkeiten damit haben als ein Neuling und wird sich freuen, den alten Freunden wieder zu begegnen. Wer die Romane um Jette und Merle nicht kennt, sollte besser erst andere Werke der Autorin greifen ;-)

SaschaSalamander 20.01.2014, 09.40 | (0/0) Kommentare | PL

Lemony Snicket - Der Fluch der falschen Frage

MEINE RÄTSELHAFTEN LEHRJAHRE ist eine neue Reihe von Lemony Snicket, dem Autor der REIHE BETRÜBLICHER EREIGNISSE. Die Geschichte um die drei Baudelair-Geschwister hat mich sehr bewegt, erheitert und unterhalten, und ich freute mich sehr, als ich nun die neue Reihe in die Finger bekam. Ich weiß nicht, ob meine Erwartungen zu hoch waren, ob der Stil sich nach 13 Bänden abgenutzt hat oder ob das Buch einfach nicht an die Qualität der anderen Reihe herankommt, aber ich habe es leider nach einigen Kapiteln abgebrochen, weil mich der Fortgang einfach nicht mehr interessierte. 

Die Reihe erzählt von den Jugenderlebnissen des Autors, der wie gewohnt in der Ich-Form schreibt. Er arbeitet als Praktikant einer nicht einmal mehr als mittelmäßig zu bezeichnenden Detektivin, die ihn immer wieder zurechtweist und kritisiert. Während sie im Trüben stochert, sammelt er bereits die ersten Erkenntnisse über den Fall um die verschwundene Statue. 

Der Stil ist, wie gesagt, ziemlich ähnlich zu dem der ersten Reihe. Typische Sätze wie "was hier soviel bedeutet wie" oder entsprechende Wortspiele. Trotzdem konnte es mich nicht fesseln. Das kann mehrere Gründe haben. Vielleicht, weil ich das Buch auf Deutsch las, wo einfach viel des Feuers verloren geht. Vielleicht, weil eine 13teilige Reihe witzig ist, man den Erfolg aber nicht wiederholen kann. Vielleicht auch, weil die Story nur sehr, sehr langsam in die Gänge kommt und sich viel zusehr in Andeutungen verliert statt dem Leser wirklich etwas zu bieten. 

Anderen Rezensionen entnehme ich, dass der Einstieg wohl tatsächlich sehr lang ist (darüber kam ich scheinbar nicht hinaus), es danach sehr spannend wird und dann recht unbefriedigend abbricht. Nein, das ist für mich wenig Motivation, weiterzulesen. Schade, sehr schade :(

Ich denke, es ist für Freunde der Baudelaire-Waisen einen Versuch wert, vielleicht gefällt es ja trotzdem. Aber mich konnte es nur für knapp ein Viertel des Buches überzeugen, bevor ich es beiseite legte :(

SaschaSalamander 11.12.2013, 08.29 | (0/0) Kommentare | PL



 






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