SaschaSalamander

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Manga

Ein Fremder am Strand

Shun ist einer arrangierten Heirat geflüchtet. Er fühlt sich eher zu Männern hingezogen, und auf Okinawa möchte er zu sich selbst finden und Ruhe haben vor den Heiratsplänen der Familie. Mio hat seine Eltern verloren und lebt nun bei Angehörigen auf Okinawa, wo er täglich auf eine Bank am Strand geht und aufs Meer hinausblickt. Die beiden freunden sich langsam an. Shun verliebt sich in Mio, Mio mag ihn und möchte lernen ihn zu lieben. Aber es ist nicht immer einfach, auf einen anderen Menschen zuzugehen, wenn man noch mit sich selbst kämpft, ...
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SaschaSalamander 20.04.2016, 09.09 | (0/0) Kommentare | PL

Detektiv Conan Movie Mangas

Inzwischen ist Conan in Deutschland bei 86 Bänden angelangt. Ich mag ultralange Serien nicht. Aber bei Conan mache ich eine große Ausnahme, ich liebe diese Reihe. Damals, als ich noch einen Fernseher hatte, habe ich regelmässig bis weit über Folge 300 die Serie gesehen, inzwischen tue ich mir das nicht mehr an. Die Serie ist klasse, aber sie ist das gleiche wie der Manga, außerdem will ich nicht ständig vor dem Fernseher hängen. Die Movies dagegen finde ich toll, aber die sind unglaublich teuer.
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SaschaSalamander 27.11.2015, 08.46 | (0/0) Kommentare | PL

Vanilla Fiction 01

Klappentext: Der Schrifttsteller Shinobu Sato ist ein unverbesserlicher Pessimist. Er neidet anderen ihr Glück und seine Romane nehmen stets ein schreckliches Ende. Nun erwartet sein Verlag ein Happy End. Als Sato Zeuge eines Mordes wird und selbst in Lebensgefahr gerät, ist dies der Beginn seiner ganz eigenen Geschichte. Aber kann ein Pessimist die ganze Welt retten und für die Menschheit ein Happy End schreiben?
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SaschaSalamander 02.01.2015, 09.40 | (0/0) Kommentare | PL

Dark Hideout

DARK HIDEOUT ist ein Einzelband aus dem Horror-Genre. Die Bilder der vorschau haben mich sofort neugierig gemacht, und ich hoffte auf eine richtig schaurig-schöne Story, wie sie typisch ist für japanischen Horror: hintergründig, psychologisch, schräg und ziemlich böse. Ich wurde nicht enttäuscht: 


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SaschaSalamander 20.10.2014, 08.47 | (0/0) Kommentare | PL

Dreizehn

DREIZEHN ist das Mangadebüt der Künstlerin de.zibel, die bei Egmont nun ihren ersten Titel veröffentlichte. Ich war neugierig auf das Werk, weil der Inhalt mal erfrischend anders klang zu den sonst üblichen Shonen Ai Inhalten. Hier der Klappentext:

Deutschland, Ende des 19. Jahrhunderts. Hoch über den Dächern der Stadt kommt es zu der schicksalhaften begegnung zwischen dem Fabrikarbeiter Adrian und dem geheimnisvollen Schornsteinfeger Kian. Adrian bietet Kian seine Hilfe an, ohne zu ahnen, worauf er sich einlässt. Denn in der wundersamen Welt über unseren Köpfen hausen gefährliche Rußgeister und andere magische Wesen. Und auch der hübsche Kian scheint nicht von dieser Welt zu sein. ...weiterlesen

SaschaSalamander 30.09.2014, 08.49 | (0/0) Kommentare | PL

In these Words

VORAB

Eigentlich lese ich ja gerne Boys Love bzw Yaoi. Aber natürlich habe ich da so meine Vorstellungen, und die meisten Titel auf dem Markt entsprechen diesen Vorstellungen so gar nicht. Daher bin ich immer SEHR skeptisch, wenn mir irgendetwas angespriesen wird als Überraschungserfolg, als Nummer 1, als Bestseller, als Must Have und absoluter Top-Titel. Noch kritischer bin ich, wenn ich höre "bisher nur ein Band, aber noch nicht abgeschlossen". Normalerweise würde ich das ja nie kaufen. Bei IN THESE WORDS habe ich es trotzdem getan. Weil das Cover mal so gar nicht nach dem 0815 Knuddelwuddelsexy aussah, sondern im Stil sogar recht erwachsen. Und nachdem ich den Manga gelesen habe - WOW, ich verstehe die Begeisterung um diesen Titel!


AUTOREN

>Guilt and Pleasure< sind keine beruflichen Mangaka sondern arbeiten nebenbei an ihren Werken. Daher dauert es mit der Veröffentlichung recht lange. Auf ihrer Homepage schreiben sie ein paar Infos über sich. Auch Teile ihrer Artworks sind dort zu sehen, ein Blick auf die Site lohnt sich.


GENRE / AB 18

Tokyopop verkauft den Manga in der Rubrik Boys Love. Wohl mangels anderer Schubladen. Denn dank den erwachsenen Männern und realistischen Zeichnungen hat es mit "Boys" schon einmal gar nichts zu tun. Und das, was dort geschieht, als "Love" zu bezeichnen, grenzt an Hohn, handelt es sich klar um einen Psychopathen, der seine Opfer quält und missbraucht. Unzensiert sind Wunden, Blut, Folter, Fesselung und Geschlechtsteile zu sehen, das "ab 18" ist also mehr als gerechtfertigt (was man bei vielen anderen 18ern nicht behaupten kann, die eher der Neugier und Vermarktung dienen sollen denn tatsächlich dem Jugendschutz). Ich würde es unter Thriller einordnen, mit dem Vermerk "explizit". Denn mal ehrlich, in jedem handfesten Thriller gibt es brutale Szenen. Mancher Thriller enthält sogar mehr nackte Haut und sexuelle Gewalt als irgendein beliebiger SM-Titel. Aber Boys Love verkauft sich scheinbar besser als ein Thriller, fand Tokyopop ...


ZEICHNUNGEN

Das Heft ist ab 18, wird im Laden nur verschweißt verkauft. Nach dem Aufschlagen sofort zwei wunderschön gezeichnete Artworks, gehalten in nüchternem Braun. Kein Zuckerguss, keine sexy Darstellung, sondern zwei attraktive Männer, erwachsen und mit ausdrucksstarken Gesichtern. Auch, wenn ich bei Mangas meist schnell über so etwas hinwegblättere, bei diesen beiden Bildern musste ich einige Zeit verweilen, sie sprechen den Leser an, sie drücken etwas aus. 

Und dann: Text? Wie im Roman? So richtig zum Lesen? Tatsache, die ersten achteinhalb Seiten des Prologs sind rein textbasiert und mit zwei Illustrationen versehen, es beginnt also wie eine >Light Novel<. 

Dann beginnt der eigentliche Manga, wie man es gewohnt ist. Die folgenden Seiten halten, was die Artworks versprechen: realistische Darstellungen, erwachsene Männer. Die Zeichnungen sind wirklich gelungen, die einzelnen Personen sind sehr gut voneinander zu unterscheiden, jede Figur hat eigene Gesichtszüge, eigene körperliche Merkmale. Die beiden Mangaka haben sehr viel Mühe investiert, ihren Bildern auch ohne Text Inhalt zu verleihen: Gesten, Blicke, Körperhaltung, alles spricht für sich, und die Spannung ist regelrecht zu greifen. Auch hinsichtlich der Kleidung arbeiten sie sehr detailliert und realistisch. 

Interessant sind die Blickwinkel und Perspektiven, die für Manga zum Teil ungewöhnlich sind aber sehr viel Atmosphäre bereiten. "Kamerawinkel" von schräg unten oder oben, manchmal nur Füße, Fußboden, winzige Ausschnitte des Gesamtbildes. Ebenfalls erwähnenswert, da es recht deutlich wird: es gibt keine Zensur, auch wird nicht schamhaft irgend etwas davor platziert, sondern die Leser bekommen alles zu sehen. Da die Handlung sehr emotional ist und die Zeichnungen so realistisch erscheinen, ist das Label 18 ... ach, ich wiederhole mich, Ihr wisst, was ich meine!


AUFBAU, ERZÄHLWEISE

Der Text der Novel zu Beginn ist eher simpel gehalten. Ob die Übersetzer sich wenig Mühe gaben oder auch das Original eher schlicht ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Einen kompletten Roman in diesem Stil würde ich, selbst mit netten Zeichnungen anbei, nicht lesen. Aber bei lediglich 9 Seiten sehe ich gerne darüber hinweg, denn wirklich schlecht ist auch nicht. 

Die Einleitung schildert eine Szene aus Katsuyas Leben und endet abrupt. Es folgen Bilder, sie befördern den Leser sofort in eine Yaoi-Szene. Cut, Katsuyas Arbeit. So springt die Handlung nun weiterhin zwischen Yaoi einerseits und den Gesprächen zwischen Psyshologe und Mörder andererseits. Inwieweit die Szenen zusammenhängen, scheint klar, wird jedoch wieder verworfen, scheint dann wieder logisch, um kurz danach wieder zu wechseln. So, wie der Mörder ein Psychospiel mit seinem Therapeuten abzieht, führen auch die beiden Mangaka ihre Fans in die Irre. Handelt es sich um einen Traum? Um Erinnerungen? Um einen Ausblick auf Kommendes? Um Wahnvorstellungen? Ich hoffe, dass der nächste Band möglichst bald fertiggestellt ist, denn ich kann es nicht erwarten, weiterzulesen! 


PERSÖNLICHE MEINUNG

Von "schön" zu reden, wäre hier wohl unpassend in Anbetracht der Handlung. Doch IN THESE WORDS ist dennoch ein herausragender Manga, der sich deutlich von anderen Yaoi-Titeln abhebt. Inhaltlich und in den Zeichnungen durchweg erwachsen, eine Verfilmung in der Sparte Psychothriller könnte ich mir sehr gut vorstellen, sie fände ein großes Publikum. 

Ich weiß nicht, wie viele Bände die beiden Künstlerinnen geplant haben. Ich bitte nur inständig, dass sie die Reihe beenden mögen! Und egal, wieviele Bände es sein werden, sie werden alle in meinem Regal stehen und eine Ehrenplatz erhalten! 


FAZIT

Ein ungewöhnlicher Manga, der komplett vom üblichen Yaoi-Schema abweicht. Intelligent, realistisch gezeichnet und spannend von der ersten zur letzten Seite. Für mich persönlich einer der besten Mangas des Genres, die ich seit langem gelesen habe!

***********

Ergänzung: die Rezi schrieb ich nach Erscheinen des Mangas. Inzwischen habe ich auch den zweiten Band gelesen und kann alles, was ich damals geschrieben habe, nur unterschreiben ...

SaschaSalamander 19.09.2014, 09.44 | (0/0) Kommentare | PL

The Chronicles of the clueless age

Neun Kurzgeschichten von Usamaru Furuya und Otsuichi. Zu ersterem kann ich wenig sagen, kenne seine Werke nicht näher. Otsuichi findet sich häufiger in meinem Regal, unter anderem die Mangas GOTH, HOLIDAY, CAN YOU HEAR ME und KIZU, melancholische Werke mit Tiefgang, düsteren Zeichnungen und interessanter Handlung, abseits vom Mainstream. Aus Zeitgründen werde ich die Rezension nicht so ausführlich gestalten, wie ich gerne würde, aber eigentlich hätte dieses Meisterwerk eine tiefgreifende Analyse verdient. 

CHRONICLES OF THE CLUELESS AGE beinhaltet neun Kurzgeschichten. Teenager, die in ihrer Position als Außenseiter versuchen das Leben zu meistern. Da ist zum Beispiel das junge Mädchen, das sich wünscht, die Welt möge versinken. Ein Junge, der von Ameisen fasziniert und Angst davor hat, seine Mitschülerin zu einem Date einzuladen. Die junge Frau, deren Mutter nur an Geld und Reichtum interessiert ist. Ein Schüler, dessen bester Freund in eine bessere Schulklasse wechselt, während er bei den Nachzüglern bleiben muss. Eine junge Frau, die gerne abnehmen würde, wenn da nicht die als Süßigkeiten getarnten Aliens wären, die es zu vernichten gilt. Diese und viele andere sehnen sich nach Anerkennung und Freundschaft. Sie tauchen ab in bizarre Traumwelten, die Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit verschwimmt. Der Leser begleitet die Protagonisten in verstörende Abgründe ... 

Ich möchte nicht spoilern, sage nur soviel: man kann die Geschichten anfangs als einzelne Episoden lesen, doch bald wird erkennbar, dass mehr dahinter steckt. Es ist gelungen, wie die Autoren die Dinge am Ende verknüpfen und auf welche Weise sie einen roten Faden hineinbringen. Schon beim ersten Lesen hatte ich hier und da das Gefühl, es müsse wohl mehr dahinter stecken, und ich bin sicher, dass ein zweites Lesen auf jeden Fall zu vielen Aha-Effekten führen wird. Gegen Ende habe ich sehr oft zurückgeblättert, um die Dinge besser zu verstehen, um die Zusammenhänge zu erkennen und den Manga vollumfassend zu genießen. 

Die Geschichten sind sehr unterschiedlich, und die Abwechslung gefiel mir sehr. Manche Episoden bieten Humor, aberwitzige Momente und am Ende hoffnungsfrohes Lachen. Andere dagegen sind depressiv, düster und ohne eine Aussicht auf ein Licht. Auch die Phantasien und Erlebnisse der Charaktere gehen in jeweils andere Richtungen, sodass das Genre zwischen Phantastik, Horror, Fantasy, Magical Girl, Surrealismus, Sci-Fi und vielen Schubladen wechselt, diese teilweise sogar sprengt und nicht mehr einzuordnen ist. 

Die Zeichnungen sind den jeweiligen Geschichten angepasst. So gibt es Bilderorgien, die vor Details und winzigen Feinheiten nur so strotzen, dass man pro Seite mehrere Minuten betrachten muss, um alles zu erfassen. Dem gegenüber stehen minimalistische Strichzeichnungen und Skizzen, schnell hingeworfen, passend zu den in der Story vorkommenden Kinderkritzeleien, ebenso niedliche Elemente für das Magical Girl. Allein die Frontbilder zu den einzelnen Kapiteln sind Posterqualität, die man sich (sofern man nicht allzu leicht zu Albträumen neigt) am liebsten ins Zimmer hängen möchte. Es ist faszinierend anzusehen, wie die beiden Autoren hier ihr gesamtes Können auspacken und inhaltlich wie graphisch alles ausreizen, was ihnen möglich ist. 

Am Ende des Mangas folgt ein mehrseitiger Dialog zwischen den Autoren, die rückblickend die Entstehung dieses Werkes beleuchten. Sie schildern, wie sie auf die Ideen zu den Geschichten kamen, auf welche Weise sich das Gesamtkonzept bildete und wie sie es dann umgesetzt haben. Der Blick hinter die Kulissen liest sich in diesem Fall ebenso spannend wie der Manga selbst, macht umso mehr Lust, ihn direkt nach Abschluss noch einmal von vorne zu beginnen.

Dem Leser wird Flexibilität abverlangt für all die Genres, wechselnden Zeichnungen, die Stimmungswechsel und auch die verschiedenen Anliegen, welche die Autoren präsentieren. Es ist kein Manga, den man nebenbei lesen kann. Um ihn zu erfassen, sollte man sich einen Nachmittag Zeit nehmen, die Bilder zelebrieren, die Episoden wirken lassen und sich ganz darin versenken. Außerdem wird der Manga in einem hübschen Schuber geliefert, der einen Teil des Covers verdeckt und selbst ein schicker Schmuck ist. Wirklich ein Blickfang!

Meiner Meinung nach kein normaler Manga, sondern ein kleines Kunstwerk, das auf jeden Fall ins Regal gehört, um immer wieder darin zu blättern. 


SaschaSalamander 01.07.2014, 09.51 | (0/0) Kommentare | PL

Liebesgift

Eine alte Rezension von 2013. Sommer ist heiß, da macht mein Kopf Pause ;-)

Ein Manga, zu dem ich keine Rezension schreiben werde. Ich habe ihn recht bald abgebrochen, könnte ein Viertel gewesen sein oder weniger, kann mir also gar kein rechtes Urteil erlauben. Die Idee selbst klang toll, die Umsetzung hat mich allerdings überhaupt nicht überzeugt. 

Klappentext:
Shiori ist eine Spinne, doch er ist gar nicht so grausam wie die Bestie, für die man ihn hält. So spricht es sich herum, dass er verstoßenen Insekten einen Unterschlupf bietet, obwohl er selbst die ungebetenen Gäaste am liebsten sofort wieder rauswerfen würde! In Shioris Netz sammelt sich eine bunte Meute und um ihn herum sprießt die Liebe, nur Shiori ist dieses Glück nicht vergönnt. Seine große Liebe, der Schmetterling Midori, wurde von einer bösen Spinne entführt. 

Die Charaktere sind junge Männer, und sie haben teilweise Flügel oder Fühler, manchen sieht man es auch überhaupt nicht an, außer wenn sie gerade in ihrer Chibi-Form als jeweiliges Insekt gezeichnet sind. Es reihen sich viele kleine Episoden aneinander, und es ist ziemlich niedlich. Einer der Mangas, bei denen ich mich frage, ob die Zielgruppe schon alt genug für das Thema Erotik und "Freudenpaarung" ist (S. 9) (bei der einer der beiden Beteiligten aussieht, als wäre er um die acht Jahre alt, mit diesem Stilmittel der Japaner werde ich mich niemals anfreunden, Fiktion hin oder her, in meinen Augen ist das *****). 

Die Zeichnungen sind nicht sonderlich kunstfertig, diesen Anspruch will der Manga auch gar nicht erheben. Dafür sind sie dennoch recht gut in den Proportionen, und die Charas sehen mit ihren Kulleräuglein und errötenden Wangen schon recht niedlich aus. Der Hintergrund besteht ausschließlich aus Rasterfolie. 

Ich denke, für die jugendlichen Leserinnen, an die der Manga sich richtet, dürfte er ein netter Happen sein mit all den süßen Jungs und der witzigen Idee, es in die Umgebung von Insekten zu packen, hier und da gibt es auch etwas zu Lachen. Da er keine komplizierte Story hat, lässt er sich auch leicht zwischendurch lesen. Ältere Leser, die Wert auf andere Aspekt legen, werden damit nicht viel anfangen können. Während ich bei anderen Mangas lediglich das Gesicht verziehe, bin ich hier klar der Ansicht, dass eine Zensur greifen sollte, weil die Charaktere DEUTLICH zu jung sind für die gezeigten Bilder!

Wertung: von 0 von 5 Sh*taCon (ich will sowas einfach nicht bewerten!)

Anmerkung: ich habe viele andere Rezensionen gelesen, die sind weitgehend positiv. Ich scheine der einzige zu sein, der das so sieht. Ist meine Meinung, steh ich dazu. Gönne es unbedarften Lesern, die sich an der Story freuen und es mit unschuldigen Augen lesen, ohne sich etwas dabei zu denken. Aber ich will das nicht einfach unkommentiert stehenlassen ... 

SaschaSalamander 19.06.2014, 08.44 | (0/0) Kommentare | PL

Alpha2

Klappentext: Das Leben eines Werwolfes ist nicht einfach - vor allem dann nicht, wenn man seinen eigenen Artgenossen lieber aus dem Weg geht. Clive muss sich nach seinem Umzug in die neue Stadt nicht nur mit dem ortsansässigen Rudel herumschlagen, sondern auch mit einer Begegnung, die sein Leben auf den Kopf stellen wird: Er trifft Werwolf Quinn im Wald. Und Quinn besitzt zwei Merkmale, auf die Clive besonders extrem reagiert, er ist männlich und ein ausgeprägtes Alphatier - was den Wolf in Clive in furiose Aufgeregtheit versetzt. 

Die Zeichnungen stammen von >Kamineo<, die Story aus der Feder von Kamoi. Über die Autorin kann ich nicht viel erzählen, sie ist mir völlig neu. Was ich jedoch herausgefunden habe: der Manga erschien ursprünglich im Verlag Schwarzer Turm und bestand aus drei Teilen. Carlsen hat die drei recht dünnen Heftchen nun zu einem gesammelten Band von 196 Seiten zusammengefasst. 

Ich habe im Laden lange überlegt, ob ich den Mange kaufen soll. Werwölfe sind kein neues Thema, und die Zeichnungen wirkten nicht unbedingt ansprechend auf mich. Beim Blättern allerdings habe ich sehr viele Momente gefunden, in denen ich herzlich lachen musste, und die Bilder strahlen eine Herzlichkeit aus, die mich sofort berührte. Ich musste Alpha2 unbedingt lesen! Und ich habe es nicht bereut. 

Der Zeichenstil ist sehr schlicht, Kamineo hält sich nicht lange mit unnötigen Hintergründen auf. Die Panels sind sehr übersichtlich, sowohl in der Anordnung als auch in ihrer Füllung. Dadurch reduziert sich der Mang auf das Wesentliche: die beiden Protagonisten, sei es in ihrer menschlichen oder tierischen Gestalt. 

Ich gebe zu, dass die Darstellung der Menschen mir wenig zusagt, allein der Zeichnungen wegen hätte ich den Manga nicht gekauft. Trotzdem dauerte es nur wenige Seiten, bis die Zeichnerin mich in ihren Bann gezogen hatte. Die Figuren strahlen sehr viel Emotion aus, die Körpersprache ist sehr dynamisch und aussagekräftig. Mir gefällt auch, dass die Männer einmal nach echten Männern aussehen, mit Brusthaar und gepflegtem Intimbereich. Dicker Pluspunkt :-)

Wenn es mit der Darstellung realistischer Menschen gelegentlich in Proportion und Optik ein wenig hapert, sind die Chibis dafür umso witziger. Ich habe sehr oft gelacht, und allein durch die süßen Momente zwischen den Minicharakteren hat der Manga sich einen Platz in meinem Regal gesichert. 

Das Storytelling bedarf noch ein wenig der Übung. Einzelne Momente werden sehr lange ausgedehnt, wohingegen wichtige Aspekte nicht im Manga dargestellt sondern in ein, zwei Sätzen kurz erklärt werden. Wichtige Punkte der Begegnung zwischen Clive und Quinn werden gar nicht erst beschrieben sondern muss der Leser sich selbst zusammenreimen. Kamineo legt den Schwerpunkt eindeutig nicht auf die Entwicklung der Handlung sondern die Darstellung der Dynamik zwischen den einzelnen Figuren.

Alles in allem ein Manga, bei dem ich sehr, sehr gerne über einige Schwächen hinwegsehe und den ich auch sofort anderen in die Hand gedrückt habe mit der Aussage "hier, das MUSST Du lesen!". Und das möchte ich auch hier im Blog weitergeben: "Los, lesen! Absolut süß!" :-)

SaschaSalamander 26.03.2014, 08.51 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Vanilla Star

VANILLA STAR von Kana Miyamoto ist ein klassischer Boys-Love mit einem ebenso klassischen Thema. Pretty Woman goes Yaoi. Takahashi verliebt sich in Yuu, dessen Porno-Video er gesehen hat, und über Umwege und einen im Internet versierten Freund kommt er auch an dessen Telefonnummer, bucht ihn für zwei Stunden Eskort und verliebt sich. Auch bei Yuu hat es gefunkt, aber der Junge ist schüchtern, seine Vergangenheit ist ihm unangenehm. 

Eine ausführliche, lange Rezi dazu möchte ich nicht tippen, aber kurz vorstellen kann ich ihn ja trotzdem, auch für mich später zur Erinnerung, wie ich ihn fand ;-)

Ich denke, ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass alles happy und Friede Freude Eierkuchen ist. Ganz klassisch eben. wirklich etwas Innovatives sollte man nicht erwarten, hatte ich auch nicht. Es ist ein süßer Manga für zwischendurch mit einer Story, die nicht gerade unglaublich zu Herzen geht oder großartig überrascht, aber trotzdem sehr nett erzählt ist und zu gefallen weiß. 

Die Zeichnungen sind eher simpel gehalten, von einem Meisterwerk würde ich nicht reden. Aber sie sind nett anzusehen, bieten hübsche junge Männer fürs Auge und passen gut zur simplen aber herzlichen Story. 

Zum Abschluss noch eine kleine Zusatzgeschichte rund um die Protas und eine eigene kleine Kurzgeschichte um einen Schmuckmacher, beides hat mich weniger gereizt, dürfte aber durchaus seine Fans finden.

Alles in allem also ein netter, leichter Manga für zwischendurch, der mich für kurze Zeit gut unterhalten hat. Nichts, was lange im Gedächtnis bleibt oder die Welt verändert, aber genau richtig für einen gemütlichen Abend auf dem Sofa, um ein wenig zu träumen :-)

Wertung: 5,7 von 10 Modellknetfiguren

SaschaSalamander 12.02.2014, 08.36 | (0/0) Kommentare | PL

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