SaschaSalamander

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Manga

The Chronicles of the clueless age

Neun Kurzgeschichten von Usamaru Furuya und Otsuichi. Zu ersterem kann ich wenig sagen, kenne seine Werke nicht näher. Otsuichi findet sich häufiger in meinem Regal, unter anderem die Mangas GOTH, HOLIDAY, CAN YOU HEAR ME und KIZU, melancholische Werke mit Tiefgang, düsteren Zeichnungen und interessanter Handlung, abseits vom Mainstream. Aus Zeitgründen werde ich die Rezension nicht so ausführlich gestalten, wie ich gerne würde, aber eigentlich hätte dieses Meisterwerk eine tiefgreifende Analyse verdient. 

CHRONICLES OF THE CLUELESS AGE beinhaltet neun Kurzgeschichten. Teenager, die in ihrer Position als Außenseiter versuchen das Leben zu meistern. Da ist zum Beispiel das junge Mädchen, das sich wünscht, die Welt möge versinken. Ein Junge, der von Ameisen fasziniert und Angst davor hat, seine Mitschülerin zu einem Date einzuladen. Die junge Frau, deren Mutter nur an Geld und Reichtum interessiert ist. Ein Schüler, dessen bester Freund in eine bessere Schulklasse wechselt, während er bei den Nachzüglern bleiben muss. Eine junge Frau, die gerne abnehmen würde, wenn da nicht die als Süßigkeiten getarnten Aliens wären, die es zu vernichten gilt. Diese und viele andere sehnen sich nach Anerkennung und Freundschaft. Sie tauchen ab in bizarre Traumwelten, die Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit verschwimmt. Der Leser begleitet die Protagonisten in verstörende Abgründe ... 

Ich möchte nicht spoilern, sage nur soviel: man kann die Geschichten anfangs als einzelne Episoden lesen, doch bald wird erkennbar, dass mehr dahinter steckt. Es ist gelungen, wie die Autoren die Dinge am Ende verknüpfen und auf welche Weise sie einen roten Faden hineinbringen. Schon beim ersten Lesen hatte ich hier und da das Gefühl, es müsse wohl mehr dahinter stecken, und ich bin sicher, dass ein zweites Lesen auf jeden Fall zu vielen Aha-Effekten führen wird. Gegen Ende habe ich sehr oft zurückgeblättert, um die Dinge besser zu verstehen, um die Zusammenhänge zu erkennen und den Manga vollumfassend zu genießen. 

Die Geschichten sind sehr unterschiedlich, und die Abwechslung gefiel mir sehr. Manche Episoden bieten Humor, aberwitzige Momente und am Ende hoffnungsfrohes Lachen. Andere dagegen sind depressiv, düster und ohne eine Aussicht auf ein Licht. Auch die Phantasien und Erlebnisse der Charaktere gehen in jeweils andere Richtungen, sodass das Genre zwischen Phantastik, Horror, Fantasy, Magical Girl, Surrealismus, Sci-Fi und vielen Schubladen wechselt, diese teilweise sogar sprengt und nicht mehr einzuordnen ist. 

Die Zeichnungen sind den jeweiligen Geschichten angepasst. So gibt es Bilderorgien, die vor Details und winzigen Feinheiten nur so strotzen, dass man pro Seite mehrere Minuten betrachten muss, um alles zu erfassen. Dem gegenüber stehen minimalistische Strichzeichnungen und Skizzen, schnell hingeworfen, passend zu den in der Story vorkommenden Kinderkritzeleien, ebenso niedliche Elemente für das Magical Girl. Allein die Frontbilder zu den einzelnen Kapiteln sind Posterqualität, die man sich (sofern man nicht allzu leicht zu Albträumen neigt) am liebsten ins Zimmer hängen möchte. Es ist faszinierend anzusehen, wie die beiden Autoren hier ihr gesamtes Können auspacken und inhaltlich wie graphisch alles ausreizen, was ihnen möglich ist. 

Am Ende des Mangas folgt ein mehrseitiger Dialog zwischen den Autoren, die rückblickend die Entstehung dieses Werkes beleuchten. Sie schildern, wie sie auf die Ideen zu den Geschichten kamen, auf welche Weise sich das Gesamtkonzept bildete und wie sie es dann umgesetzt haben. Der Blick hinter die Kulissen liest sich in diesem Fall ebenso spannend wie der Manga selbst, macht umso mehr Lust, ihn direkt nach Abschluss noch einmal von vorne zu beginnen.

Dem Leser wird Flexibilität abverlangt für all die Genres, wechselnden Zeichnungen, die Stimmungswechsel und auch die verschiedenen Anliegen, welche die Autoren präsentieren. Es ist kein Manga, den man nebenbei lesen kann. Um ihn zu erfassen, sollte man sich einen Nachmittag Zeit nehmen, die Bilder zelebrieren, die Episoden wirken lassen und sich ganz darin versenken. Außerdem wird der Manga in einem hübschen Schuber geliefert, der einen Teil des Covers verdeckt und selbst ein schicker Schmuck ist. Wirklich ein Blickfang!

Meiner Meinung nach kein normaler Manga, sondern ein kleines Kunstwerk, das auf jeden Fall ins Regal gehört, um immer wieder darin zu blättern. 


SaschaSalamander 01.07.2014, 09.51 | (0/0) Kommentare | PL

Liebesgift

Eine alte Rezension von 2013. Sommer ist heiß, da macht mein Kopf Pause ;-)

Ein Manga, zu dem ich keine Rezension schreiben werde. Ich habe ihn recht bald abgebrochen, könnte ein Viertel gewesen sein oder weniger, kann mir also gar kein rechtes Urteil erlauben. Die Idee selbst klang toll, die Umsetzung hat mich allerdings überhaupt nicht überzeugt. 

Klappentext:
Shiori ist eine Spinne, doch er ist gar nicht so grausam wie die Bestie, für die man ihn hält. So spricht es sich herum, dass er verstoßenen Insekten einen Unterschlupf bietet, obwohl er selbst die ungebetenen Gäaste am liebsten sofort wieder rauswerfen würde! In Shioris Netz sammelt sich eine bunte Meute und um ihn herum sprießt die Liebe, nur Shiori ist dieses Glück nicht vergönnt. Seine große Liebe, der Schmetterling Midori, wurde von einer bösen Spinne entführt. 

Die Charaktere sind junge Männer, und sie haben teilweise Flügel oder Fühler, manchen sieht man es auch überhaupt nicht an, außer wenn sie gerade in ihrer Chibi-Form als jeweiliges Insekt gezeichnet sind. Es reihen sich viele kleine Episoden aneinander, und es ist ziemlich niedlich. Einer der Mangas, bei denen ich mich frage, ob die Zielgruppe schon alt genug für das Thema Erotik und "Freudenpaarung" ist (S. 9) (bei der einer der beiden Beteiligten aussieht, als wäre er um die acht Jahre alt, mit diesem Stilmittel der Japaner werde ich mich niemals anfreunden, Fiktion hin oder her, in meinen Augen ist das *****). 

Die Zeichnungen sind nicht sonderlich kunstfertig, diesen Anspruch will der Manga auch gar nicht erheben. Dafür sind sie dennoch recht gut in den Proportionen, und die Charas sehen mit ihren Kulleräuglein und errötenden Wangen schon recht niedlich aus. Der Hintergrund besteht ausschließlich aus Rasterfolie. 

Ich denke, für die jugendlichen Leserinnen, an die der Manga sich richtet, dürfte er ein netter Happen sein mit all den süßen Jungs und der witzigen Idee, es in die Umgebung von Insekten zu packen, hier und da gibt es auch etwas zu Lachen. Da er keine komplizierte Story hat, lässt er sich auch leicht zwischendurch lesen. Ältere Leser, die Wert auf andere Aspekt legen, werden damit nicht viel anfangen können. Während ich bei anderen Mangas lediglich das Gesicht verziehe, bin ich hier klar der Ansicht, dass eine Zensur greifen sollte, weil die Charaktere DEUTLICH zu jung sind für die gezeigten Bilder!

Wertung: von 0 von 5 Sh*taCon (ich will sowas einfach nicht bewerten!)

Anmerkung: ich habe viele andere Rezensionen gelesen, die sind weitgehend positiv. Ich scheine der einzige zu sein, der das so sieht. Ist meine Meinung, steh ich dazu. Gönne es unbedarften Lesern, die sich an der Story freuen und es mit unschuldigen Augen lesen, ohne sich etwas dabei zu denken. Aber ich will das nicht einfach unkommentiert stehenlassen ... 

SaschaSalamander 19.06.2014, 08.44 | (0/0) Kommentare | PL

Alpha2

Klappentext: Das Leben eines Werwolfes ist nicht einfach - vor allem dann nicht, wenn man seinen eigenen Artgenossen lieber aus dem Weg geht. Clive muss sich nach seinem Umzug in die neue Stadt nicht nur mit dem ortsansässigen Rudel herumschlagen, sondern auch mit einer Begegnung, die sein Leben auf den Kopf stellen wird: Er trifft Werwolf Quinn im Wald. Und Quinn besitzt zwei Merkmale, auf die Clive besonders extrem reagiert, er ist männlich und ein ausgeprägtes Alphatier - was den Wolf in Clive in furiose Aufgeregtheit versetzt. 

Die Zeichnungen stammen von >Kamineo<, die Story aus der Feder von Kamoi. Über die Autorin kann ich nicht viel erzählen, sie ist mir völlig neu. Was ich jedoch herausgefunden habe: der Manga erschien ursprünglich im Verlag Schwarzer Turm und bestand aus drei Teilen. Carlsen hat die drei recht dünnen Heftchen nun zu einem gesammelten Band von 196 Seiten zusammengefasst. 

Ich habe im Laden lange überlegt, ob ich den Mange kaufen soll. Werwölfe sind kein neues Thema, und die Zeichnungen wirkten nicht unbedingt ansprechend auf mich. Beim Blättern allerdings habe ich sehr viele Momente gefunden, in denen ich herzlich lachen musste, und die Bilder strahlen eine Herzlichkeit aus, die mich sofort berührte. Ich musste Alpha2 unbedingt lesen! Und ich habe es nicht bereut. 

Der Zeichenstil ist sehr schlicht, Kamineo hält sich nicht lange mit unnötigen Hintergründen auf. Die Panels sind sehr übersichtlich, sowohl in der Anordnung als auch in ihrer Füllung. Dadurch reduziert sich der Mang auf das Wesentliche: die beiden Protagonisten, sei es in ihrer menschlichen oder tierischen Gestalt. 

Ich gebe zu, dass die Darstellung der Menschen mir wenig zusagt, allein der Zeichnungen wegen hätte ich den Manga nicht gekauft. Trotzdem dauerte es nur wenige Seiten, bis die Zeichnerin mich in ihren Bann gezogen hatte. Die Figuren strahlen sehr viel Emotion aus, die Körpersprache ist sehr dynamisch und aussagekräftig. Mir gefällt auch, dass die Männer einmal nach echten Männern aussehen, mit Brusthaar und gepflegtem Intimbereich. Dicker Pluspunkt :-)

Wenn es mit der Darstellung realistischer Menschen gelegentlich in Proportion und Optik ein wenig hapert, sind die Chibis dafür umso witziger. Ich habe sehr oft gelacht, und allein durch die süßen Momente zwischen den Minicharakteren hat der Manga sich einen Platz in meinem Regal gesichert. 

Das Storytelling bedarf noch ein wenig der Übung. Einzelne Momente werden sehr lange ausgedehnt, wohingegen wichtige Aspekte nicht im Manga dargestellt sondern in ein, zwei Sätzen kurz erklärt werden. Wichtige Punkte der Begegnung zwischen Clive und Quinn werden gar nicht erst beschrieben sondern muss der Leser sich selbst zusammenreimen. Kamineo legt den Schwerpunkt eindeutig nicht auf die Entwicklung der Handlung sondern die Darstellung der Dynamik zwischen den einzelnen Figuren.

Alles in allem ein Manga, bei dem ich sehr, sehr gerne über einige Schwächen hinwegsehe und den ich auch sofort anderen in die Hand gedrückt habe mit der Aussage "hier, das MUSST Du lesen!". Und das möchte ich auch hier im Blog weitergeben: "Los, lesen! Absolut süß!" :-)

SaschaSalamander 26.03.2014, 08.51 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Vanilla Star

VANILLA STAR von Kana Miyamoto ist ein klassischer Boys-Love mit einem ebenso klassischen Thema. Pretty Woman goes Yaoi. Takahashi verliebt sich in Yuu, dessen Porno-Video er gesehen hat, und über Umwege und einen im Internet versierten Freund kommt er auch an dessen Telefonnummer, bucht ihn für zwei Stunden Eskort und verliebt sich. Auch bei Yuu hat es gefunkt, aber der Junge ist schüchtern, seine Vergangenheit ist ihm unangenehm. 

Eine ausführliche, lange Rezi dazu möchte ich nicht tippen, aber kurz vorstellen kann ich ihn ja trotzdem, auch für mich später zur Erinnerung, wie ich ihn fand ;-)

Ich denke, ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass alles happy und Friede Freude Eierkuchen ist. Ganz klassisch eben. wirklich etwas Innovatives sollte man nicht erwarten, hatte ich auch nicht. Es ist ein süßer Manga für zwischendurch mit einer Story, die nicht gerade unglaublich zu Herzen geht oder großartig überrascht, aber trotzdem sehr nett erzählt ist und zu gefallen weiß. 

Die Zeichnungen sind eher simpel gehalten, von einem Meisterwerk würde ich nicht reden. Aber sie sind nett anzusehen, bieten hübsche junge Männer fürs Auge und passen gut zur simplen aber herzlichen Story. 

Zum Abschluss noch eine kleine Zusatzgeschichte rund um die Protas und eine eigene kleine Kurzgeschichte um einen Schmuckmacher, beides hat mich weniger gereizt, dürfte aber durchaus seine Fans finden.

Alles in allem also ein netter, leichter Manga für zwischendurch, der mich für kurze Zeit gut unterhalten hat. Nichts, was lange im Gedächtnis bleibt oder die Welt verändert, aber genau richtig für einen gemütlichen Abend auf dem Sofa, um ein wenig zu träumen :-)

Wertung: 5,7 von 10 Modellknetfiguren

SaschaSalamander 12.02.2014, 08.36 | (0/0) Kommentare | PL

Chi´s sweet home

Auf der Suche nach einem Geschenk für einen Katzen- und Mangafan stieß ich kürzelich auf CHI´s SWEET HOME. LOVELESS mit Catboys war schon bekannt, WHAT´s MICHAEL haben wir schon im Haus, GARFIELD haben wir auch alles durch, SIMON´S CAT haben wir auch haufenweise im Regal, und auch sonst sind wir mit Katzenzeugs haufenweise eingedeckt. Mir persönlich schon etwas zuviel Katze irgendwann, aber ich gebe zu, Chi hat mein Herz im Sturm erobert ;-)

CHI´S SWEET HOME erzählt von einer kleinen Katze, die bei einem Spaziergang den Anschluss an ihre Mama verloren hat und nun hilflos durch die Straßen irrt. Da trifft sie den kleinen Yohei, der sie findet und mit nach Hause nimmt. Eigentlich darf Familie Yamada keine Katzen in der Wohnung halten, doch alle Versuche, einen Abnehmer für das niedliche Tierchen zu finden, sind vergeblich. Also darf Chi, wie die kleine Dame genannt wird, letztendlich bei ihrer neuen Familie bleiben. Dort erlebt sie viele Abenteuer, die ihr kleines Kätzchenleben ganz schön durcheinanderwirbeln. 

Für 13,95 Dollar ist der Manga nicht gerade billig, in Deutschland ist er noch nicht erscheinen. Englischkenntnisse sind also Pflicht (wobei man vieles auch ohne Text verstehen dürfte, die Bilder sind sehr aussagekräftig). Aber immerhin ist Manga komplett koloriert, da lohnt sich die Investition schon wieder. Auch ist die Reihe bereits abgeschlossen, 9 Bände hat die komplette Serie. 

Der Manga wurde seit 2004 in Japan in einzelnen kleinen Kapiteln veröffentlicht. Seit 2008 darf Chi auch über den Bildschirm tollen, in kleinen Episoden von gerade einmal 3 Minuten. Aber, ehrlich gesagt, ich glaube, mehr wäre auch eine Überdosis, es ist einfach ZU niedlich und herzerweichend!

Die Zeichnungen sind allerliebst. Es ist so niedlich, dass man das kaum beschreiben kann, trotzdem gehört es nicht in die "Karies"-Fraktion sondern besticht einfach durch den Charme und das fluffige Aussehen des Kätzchens. Die geschilderten Szenen dürften allen Katzenhaltern durchaus bekannt sein: wenn das Kätzchen erst mit den Schuhen spielt und dann darauf einschläft. Das Spiel mit Flummis. Der schreckliche Gang zum Tierarzt. Das Angewöhnen an das neue Katzenklo und viele weitere Momente. Witzig auch der Vergleich zwischen Chi und Yohei, beides noch Kinder, die vieles im Leben erst lernen müssen und viele ihrer Entwicklungsschritte gemeinsam durchleben. 

Die Sprache ist einfach zu verstehen, auch mit geringen Kenntnissen der englischen Sprache. Allerdings muss man ein wenig "um die Ecke" denken, da sehr viel lautmalerisch gehalten ist, ähnlich den >LolCats<, etwa "oh my gawd" (oh my god) oder "Let´s pway" (lets play), wodurch natürlich kindliche Sprache symbolisiert werden soll, die es nochmal einen Tick niedlicher macht als sowieso schon. 

Eine durchgehende Handlung hat der Manga weniger, man könnte auch gut einzelne Kapitel vertauschen, ohne dass es auffiele. Ich weiß nicht, ob Chi im Laufe der 9 Bände so jung bleibt oder das Leben des Kätzchens vorangeht und das Tier älter wird, kann also nur den ersten Band beschreiben. 

Für Katzenfans ist der Manga ein ab-so-lu-tes MUSS in jedes Regal. Für alle anderen empfehle ich, vorher mal einen kleinen Blick hineinzuwerfen, denn es ist schon seeeeehr katzenlastig. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand nicht von Chi begeistert sein könnte, dieses kleine Tierchen dürfte wirklich JEDES Herz erweichen! 

Googelt mal ein wenig nach Bildern und Videos, da werdet Ihr ganz schnell fündig und süchtig ;-)


SaschaSalamander 16.08.2013, 08.42 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Love Flag Girls

Während der Manga-Markt mit Yaoi bzw Shonen Ai momentan geradezu überschwemmt wird, lässt die Liebe unter Frauen noch auf sich warten. Yuri bzw Shojo-Ai nennt man das Genre, und außer >BLUE FRIEND<, UTENA, HIGHSCHOOL-GIRLS oder den Klassikern von Satoshi Urushihara fällt mir kaum etwas ein. Schön, dass mit LOVE FLAG GIRLS von Itsumi Takahashi ein weiterer Titel erschienen ist. Und noch schöner, dass es ein One-Shot ist, keine Endlosreihe und auch keine zig Kurzgeschichten, sondern wirklich genau einen gesamten Band lang.

Klappentext: Die süße Prinzessin Lucia sucht das verschollene Kruzifix ihrer Mutter und heuert auf einem Piratenschiff an, da sie das Schuckstück dort vermutet. Die freche Piratin Eliana hat auf dem Schiff das Kommando und kümmert sich sofort besonders eifrig um den hübschen Neuzugang. Schon bald ist Lucia völlig hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen für Eliana, dem rauen Leben auf See und ihrer ursprünglichen Suche nach dem Kruzifix.

Die Beschreibung des Inhalts auf dem Klappentext ist weit mehr, als eigentlich dahinter steckt. Die Handlung ist im Grunde nur ein Alibi für tonnenweise Slapstick, niedliche Gesichtlein, Chibis und vor allem sexuelle Handlungen zwischen den beiden Mädels. Dennoch würde ich den Manga weniger als erotisch denn vielmehr als Love-Comedy bezeichnen, da selbst in den "zweisamen" Momenten der Humor trotz der geballten Ladung weiblicher Sexualität überwiegt.

Die Charaktere sind zu vernachlässigen. Sie haben zwar jeweils eine oder zwei besondere Merkmale, sind insgesamt aber sehr oberflächlich gehalten. Zur Identifikation taugen sie sogut wie gar nicht, die Entwicklung wird zwar angedeutet aber nicht nachvollziehbar dargestellt. Die Charas dienen im Grunde nur dazu, niedlich auszusehen und der Story ein wenig Fleisch (in genau diesem Sinne) zu verleihen.

Und holla, so direkt zur Sache wie in diesem Manga habe ich ja selten gelesen. Eigentlich ist das ja schon zuviel, wie sie ständig übereinander herfallen. Spätestens wenn die Piratenlady mit der Prinzessin auf dem Deck liegt und alle anwesenden Piratenbräute rufen "oh toll, kommt, lasst uns alle miteinander rummachen" fragt man sich, wo man hier eigentlich gelandet ist. 

So seltsam das klingt, aber trotz der arg dünnen Handlung und trotz des überextrem betonten Sexkontext hat der Manga jede Menge Charme. Ich musste sehr oft lachen, es war stellenweise einfach zu überzogen, als dass man es wirklich hätte ernst nehmen können. Es ist so überdreht und karikiert, dass es schon wieder lustig ist. Und obwohl die Charaktere wenig zu bieten haben, hatte ich sie ziemlich schnell ins Herz geschlossen und flog mit ihnen nur so über die Seiten. Vielleicht, weil es so völlig unrealistisch ist, vielleicht weil sich der Manga selbst nicht so ganz ernst nimmt, aber auf jeden Fall wegen der aberwitzigen Momente. 

LOVE FLAG GIRLS ist ein Yuri, der nicht nur in seinem Genre außergewöhnlich ist. Man merkt, Takahashi hatte jede Menge Spaß beim Zeichnen, und das überträgt sich einfach auf den Leser. 

SaschaSalamander 07.08.2013, 08.54 | (0/0) Kommentare | PL

Alisik

Alisik liegt im Grab und wird ausgebuddelt, während die Umstehenden scherzen. Und dann erzählen sie ihr - sie sei tot! Das Mädchen will ihnen nicht glauben, hält alles für einen verrückten Traum und rennt zurück in die Stadt. Doch dort muss sie erkennen, dass niemand sie sieht, dass man durch sie hindurchgreift, und dass die seltsamen Wesen auf dem Friedhof wohl Recht hatten. Sie ist verzweifelt und kann sich nur langsam an ihren Zustand gewöhnen. Bis sie Ruben trifft, denn Ruben ist ein lebendiger Mensch, er nimmt sie wahr. Und er ist blind. Doch ist eine solche Liebe zwischen ihnen überhaupt möglich?

Dieser Comic sprang mir mit seinem düsterromantischen Cover sofort ins Auge, und ich begann im Laden kurz zu blättern. Schon nach wenigen Sekunden war mir klar "muss ich unbedingt lesen". Und die Zeichnungen hielten, was sie auf den ersten Blick versprachen. Das Gesamtwerk allerdings hat einige Schwächen, über die ich gerne hinwegsehen und mir alle vier Bände kaufen werde. Aber jetzt erst einmal der Reihe nach: 

Die Geschichte selbst ist nicht gerade neu, und sie wirkt wie ein Zusammenschnitt aus mehreren bekannten Werken im Stil von Tim Burton, Neil Gaiman und Terry Pratchett. Show- und Tanzeinlagen der Charaktere erinnern stark an einen Moment aus Corpse Bride, auch sonst finden sich viele Ähnlichkeiten zu vergleichbaren Werken. Trotzdem sehe ich das nicht als Manko, schließlich erwarte ich nicht bei jedem Buch die Neuerfindung des Rades. 

Schade ist allerdings, dass dieses an sich faszinierende Setting zwar grafisch ausgereizt wurde, im Storytelling allerdings einiges vernachlässigte. Es ist recht vorhersehbar und bleibt deutlich hinter seinen Möglichkeiten. Die Dialoge und Texte sind beinahe zu vernachlässigen, die Geschichte selbst ist zwar gut erdacht aber mit wenig Details versehen und wirkt eher wie Mittel zum Zweck zur Darstellung der Bilder. Zwar wird das Schicksal der einzelnen Figuren nach und nach enthüllt, und auch ist die Erzählweise mit Rückblenden und Zwischenpassagen gelungen, trotzdem fehlt das "gewisse Etwas", das aus hübschen Bildern auch eine lesenswerte Story zum Mitfiebern macht. Ich hoffe, dass die anderen drei Bände an diesem Punkt etwas anziehen und ihr Potential ausschöpfen. 

Dafür überzeugen die Zeichnungen umso mehr durch ihre Detailverliebtheit, ihre Tiefe, Atmosphäre und Aussagekraft. Ich bin regelrecht verliebt in die verspielten Formen und warmen Farben. 

Sehr schön finde ich auch, dass die Artworks der jeweiligen Situation angepasst wurde. Menschen tagsüber wurden in anderen Farben, anderem Strich zu Papier gebracht als die Geister des Nachts oder als Rückblenden in die Vergangenheit der Protagonisten. Zudem freut es mich, dass der Zeichner sich sehr abwechslungsreich präsentiert und verschiedene Ideen einbaut: nicht nur Coverbilder und Panels, sondern auch einmal Alisik als ganzseitige Anziehpuppe, dazu die Gestaltung der Innenseiten des Covers, poetische Texte auf altmodisch anmutendem Hintergrund, Passagen aus dem Buch der 3 mal 77 Totenregeln. 

Als Leser kann man sich in den wunderschönen Zeichnungen verlieren, ins Träumen geraten. Ich freue mich schon auf die Folgebände und bin gespannt, ob und wie sich die Story noch entwickeln wird.

Auf der liebevoll gestalteteten >Verlagsseite< zu Alisik findet man einen sehr schönen Trailer sowie Einblicke in das Heft und weitere Informationen über Autor und Zeichner. 

SaschaSalamander 02.08.2013, 08.52 | (0/0) Kommentare | PL

Sleeping Moon

miyamoto_sleeping_1.jpgKlappentext: Akihikos Großvater und Vater sind beide früh und unter seltsamen Umständen verstorben. Liegt vielleicht ein Fluch auf seiner Familie? Akihiko kehrt auf seinen Familiensitz zurück, um es herauszufinden. Das alte Haus hält einige Überraschungen für ihn bereit.

Und nicht nur das. Der Klappentext verrät erst einmal gar nichts über den Inhalt oder das Genre. Auch ich konnte wenig damit anfangen, tippe aufgrund der Covergestaltung allerdings auf Shonen Ai, längeres Blättern vor allem gegen Ende bestätigte dies. Ansonsten ist es ein Manga, der vor allem im Mystery-Genre angesiedelt ist.

Hier liegen ganz klar die Stärken des Mangas: die romantische Geschichte um Akihiko und Ren bzw Eitaro ist nette Dreingabe, der Kern liegt aber eindeutig auf den mythologischen Aspekten. Der Manga bietet sehr viel Einblick in die japanische Kultur, Architektur, Lebensweise und alte Legenden, um Ahnenkult, Geister und Dämonen (wer einige der Möbel, Traditionen oder Rituale nicht kennt, wird den Manga dennoch verstehen, etwa die senkrecht aufgestellten Räucherstäbchen, warum ein Mensch sich unter dem Tisch (Kotatsu) einrollt und schläft, Füchse als dienstbare Geister, Begrüßung der Ahnen im Schrein, usw). Weitere Aspekte wie das luzide Träumen (beeinflussen von Träumen) bzw Zeitreise werden angeschnitten und sorgen für eine nicht allzu komplexe aber der Story ausreichende und angenehme Tiefe.

Die Geschichte ist wunderbar erzählt: sie lässt sich Zeit, die Charaktere einzuführen, geht jedoch inhaltlich dennoch recht zügig voran. Dabei wirkt er dennoch sehr ruhig, bedächtig. Akihiko ist auf dem alten Anwesen, abseits der Stadt, und es scheint, als wäre die Zeit stehengeblieben, alles wirkt gemächlich und bedächtig, sodass die Geschichte sich ohne Ablenkung entfalten kann.

Die Zeichnungen unterstützen diese ruhige Atmosphäre, sie sind mit weichem Strich gezeichnet, bis auf skizzierten Landschaften (Bäume, Schnee, Himmel, Blüten) stören keine Hintergründe den Eindruck. Die Konzentration liegt ganz klar bei den Akteuren, die mit sinnlichem Schwung gezeichnet wurden. Klassische Bishonen, und man kann sie gut voneinander abgrenzen, jeder Charakter hat seine eigene Persönlichkeit, seine eigenen Merkmale sowohl im Auftreten wie auch optisch.

Der erotische Part ist sehr zurückhaltend. Ren (sein Cousin) möchte mehr von Akihito, und Akihito beginnt sich in Eitaro zu verlieben. Es gibt keine Darstellung erotischer Handlungen, lediglich Annäherungsversuche.

Wie sich der erotische Part im nächsten Band entwickeln wird, kann ich vorerst noch nicht beurteilen. Auch ist es noch nicht möglich zu sagen, ob die Geschichte um den Familienfluch schlüssig und zufriedenstellend geklärt wird. Aber was den ersten Band betrifft, kann ich ganz klar sagen, dass er mich gefesselt hat.

Leichte Lektüre, die mit einer wundervoll inszenierten Geschichte und hübschen Zeichnungen zum Träumen einlädt

4,1 von 5 Glöckchen

SaschaSalamander 23.07.2013, 10.20 | (0/0) Kommentare | PL

Gute Nacht, PunPun

asano_punpun_1.jpgAls ich GUTE NACHT, PUNPUN las, musste ich gelegentlich aufgrund des Humors und der Darstellung an David Füleki  (>BLUTROTKÄPPCHEN<, >SERIAL SAUSAGE SLAUGHTER<) denken: vordergründig abgedreht und verrückt, dahinter jedoch sehr viel Aussage und jede Menge kunstvoller Stilmittel. Der Manga hat mich sehr beeindruckt, und ich kann es kaum erwarten, die folgenden Bände zu lesen. Ich habe einige Zeit gegrübelt, wie ich all das in Worte fassen soll. Es gibt sehr viel zu analysieren: der Autor verwendet sehr viele Techniken, um aus einer an sich normalen Coming-of-Age-Story ein wirklich abgefahrenes und ungewöhnliches Stück Literatur zu machen, das sich von anderen Titeln abhebt. Und dann, als ich die Rezensionen bei Amazon gelesen habe, sah ich, dass David Füleki selbst diesen Manga empfiehlt. Also, warum soll ich mir dann noch die Mühe machen, wenn er doch schon alles gesagt hat?

Ich habe ihn gefragt, ob ich seine Rezension auch bei mir veröffentlichen darf. Und ich darf. Also, genug von mir, ab jetzt lass ich Def zu Wort kommen.

Aber vorher als Dank für die übernommen Rezi noch ein wenig Werbung, ganz unauffällig und subtil zwischen Vorwort und Hauptfilm, damit Ihr das gar nicht mitkriegt: Def tummelt sich bei >Tokyopop<, >DeviantArt<, >Animexx<, >L-Comix< und natürlich auch >Facebook<. Mit >Entoman< hat er eine aus meiner Sicht ziemlich geniale Kultfigur geschaffen. Er hat schon einiges an Preisen gewonnen und Titel unterschiedlichster Art veröffentlicht. Bei >Wiki< könnt Ihr mehr darüber lesen :-)


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Tatsächlich mal wieder ein Manga, den ich empfehlen möchte. Nachdem ich in den letzten Jahren eher mit Argwohn dem neuen Gesülze aus Japan gegenüberstand, weil es eigentlich nur drei verschiede Comics waren, die immer wieder von anderen Leute gezeichnet wurden, hat es nun doch mal wieder eine dieser seltenen Perlen über das Kaspische Meer geschafft. Die Rede ist von "Gute Nacht, Punpun" - erschienen bei Tokyopop. Dem besten Großverlag, wenn's um mutige Ausreißer-Titel geht.

Im Prinzip ist Punpun (so nennen das die coolen Kids, um's abzukürzen) ein Slice-of-Life/Coming-of-Age-Comic und erinnert an Genre-Klassiker wie "Stand By Me" oder die Jugend-Episoden aus "20th century boys". Aber es gibt zwei nette Boni:

1. Gemäß der japanischen Tradition des medialen Avatars zum Füllen mit eigenen Gefühlen und Assoziationen gibt es in Punpun keinen richtigen Helden, sondern einen Platzhalter. Wie bei Pendants wie Link in "Zelda", Ryu in den "Breath of Fire"-Spielen oder den Helden in "Dragon Quest", redet der Held nicht wirklich, hat kein echtes Aussehen (sein Platzhalter ist ein stilisierter Strichmännchen-Vogel - so wie Entoman).
Durch den hohen Abstraktionsgrad ist der Leser selber gefordert, die charakterlichen und zwischenmenschlich interaktiven Lücken zu Füllen. Coole Idee, geglückt umgesetzt - das kann nämlich auch ordentlich schief gehn.

Der andere Twist gegenüber Genre-Nachbarn: Der Comic glorifiziert - soweit das geht - die Kindheit mit all ihren Schattenseiten. Das heißt, er erzählt zum einen rein aus Kindersicht und blendet somit auch das Weltwissen das Autors weitgehend aus. Die Folge ist endlich mal ein Werk, das junge Menschen ernst nimmt und ihnen keine bescheuerten sprechenden Toaster und Lokomotiven serviert, um sie an der Hand zu nehmen und sicher durchs Leben zu bugsieren, bis sie 45 Jahre alt sind.
Genauso ist das ein nötiger Schlag ins Gesicht für all die Spinner, die die Floskel rauspalavern, dass es doch so schön und einfach war, als man noch klein war. War's eben nich! Die Scheiße verlagert sich nur im Alter und man vergisst gerne mal die Aversionen des Großwerdens.

Punpun feuert einem die Runterzieher kapitelweise um die Ohren - richtig so!

Ferner geht die Kindersicht einen Schritt weiter und verzerrt den Blick auf Erwachsene. Die Folge sind bizarre Entgleisungen der Großen. Dumme Fressen, unwirkliche Verhaltensweisen. Die Erzählersicht versteht eben die Erwachsenen nicht und reagiert mit einer derartig verfremdeten Wahrnehmung. Ziemlich gediegen.

Was aber unterm Strich bleibt, ist das unbehagliche Gefühl, dass es sich hier tatsächlich um einen Manga handelt, der mir gefällt - und das Schicksal will es für gewöhnlich, dass Manga, die mir gefallen, nach 'n paar Bänden wieder eingestellt werden, weil Deutschland keinen großen Markt für so gute Titel hat.
Stichwörter: "Gantz", "Yakitate!! Japan", "What's Michael?" ...

Mal gucken, ob Punpun durchhält.

SaschaSalamander 13.06.2013, 08.18 | (0/0) Kommentare | PL

Tokage 01

VORAB

Ein Salamander prangt groß als Tattoo zwischen den Brüsten der Protagonistin. Ein Dämon kommt im Manga vor. Und ein Zeichenstil, der mehr verspricht als nur eine Story für Kiddies. Klingt nach einem Titel genau für SaraSalamander! Also her damit! ;-)


KLAPPENTEXT

Shinobus erste große Liebe Yuka stirbt. Doch kaum ist die Trauerfeier vorbei, erhebt sie sich von den Toten. Der Dämon Tokage wohnt nun in ihrem Körper. Er will nichts weiter als sterben, doch kann Shinobu seine Freundin ein zweites Mal verlieren?


PERSÖNLICHE MEINUNG

Ein Mystery-Manga für jugendliche Leser, den ich ab 14 bis 16 einstufen würde. Die Zeichnungen sind schon etwas reifer, ebenso die Darstellung von Gewalt, Magie, nackter Haut. Die Komplexität der Geschichte dagegen ist etwas simpler gehalten und lässt sich kurzfassen mit "da hat jemand etwas Böses getan und darf zur Strafe nicht sterben, muss sich beim Tod des Wirtes stets einen neuen Körper suchen. Gerne würde der Dämon den Ort verlassen, um nicht ständig den Bekannten des eigentlich verstorbenen Wirtkörpers zu treffen, aber ein Bannkreis hält ihn gefangen, außerdem ist er an einen der Menschen dort gebunden". Aus der Story hätte man sehr viel machen können, und die Zeichnungen versprechen dies eigentlich auch.

Die Charaktere sind sympathisch: Shinobu wächst einem vom ersten Moment ans Herz, er ist der typische unbeholfene Junge, der sich in ein Mädel verliebt hat aber zu schüchtern ist es zuzugeben, doch durch den düsteren Hintergrund kommt dies nicht allzu kitschig an, sondern wirkt eher etwas melancholisch. Der alte Priester im Tempel ist ein typischer alter Mann, weise und auf seine eigene Weise recht schräg, ich mochte ihn sofort. Ein junger Priester, etwas aufgeschlossener und moderner, der für den rechten Pep sorgt. Und der Dämon ist interessant: die Menschen in seinem Umfeld erwarten von ihm das Verhalten des ehemaligen Wirts, er dagegen ist recht düster, des Lebens müde und nimmt kein Blatt vor den Mund, doch bald beginnt er sich anzupassen und automatisch die Erwartungen seiner Umwelt zu erfüllen, schwankt zwischen "böser Dämon" und "liebes Mädchen". Dies wurde spannend und witzig umgesetzt.

Der erste Band allerdings erschöpft sich darin, den oben genannten Plot auf verschiedene Weise zu wiederholen und immer wieder zu betonen, wie gerne der Dämon sterben würde und dass er an Shinobu gebunden ist. Da es auf drei Bände angelegt ist, schwanke ich ein wenig: es könnte sein, wenn ich mir die anderen beiden Bände hole, dass es wirklich ein toller Manga ist, der zwar ein wenig Startschwierigkeiten hatte, ansonsten aber inhaltlich und grafisch wirklich top ist. Es könnte jedoch sein, dass das Thema weiter in Belanglosigkeiten vor sich hindümpelt und das Versprechen eines unterhaltsamen Mystery nicht gehalten werden wird.


FAZIT

Für den Anfang ganz nett. Ob es ein richtig toller Manga mit toller Mischung aus Mystery, Action, Romance und Comedy wird, oder ob die Serie einfach nur eine von vielen ist, das zeigen die Folgebände.

Wertung: 3,9 von 5 Salamander-Tattoos

SaschaSalamander 30.05.2013, 08.36 | (0/0) Kommentare | PL

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