SaschaSalamander
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3096 Tage

Mal etwas ganz, ganz anderes als sonst für mich üblich: ich lese gerade 3096 TAGE von Natascha Kampusch. Mitbekommen habe ich es natürlich schon, als sie auftauchte, das war gar nicht zu vermeiden. Verfolgt habe ich es allerdings nicht, weil ich das ein sehr privates Thema finde und nicht "gaffen" wollte. Ich muss nicht wissen, welche Qualen sie durchlitten hat, auch ohne es mitzuverfolgen war mir bewusst, dass es ein schweres Trauma für das Mädchen gewesen sein muss. Klar, zu Hause am TV oder PC sieht es keiner, wenn ich "gaffe", trotzdem ist das nicht mein Ding. Zumal die Medien ja sowieso alles aufbauschen, was vermutlich gar nicht im Interesse dieser jungen Frau gewesen war. Und womöglich noch dazudichten, überdramatisieren und am besten alle schmutzigen Details wissen wollen, ...

Aber das Buch jetzt habe ich mal angelesen. Es ist von zwei Ghostwriterinnen verfasst. Wenn sie ein Buch schreibt oder schreiben lässt, ist das etwas anderes, als wenn die Medien um sie herumtanzen und um Interviews geifern. In diesem Buch würde sie, so hoffte ich, ausdrücken, was ihr auf der Seele liegt mitzuteilen. Denn ein interessantes Thema ist das ja schon: eine junge Frau wird entführt und taucht nach acht Jahren Gefangenschaft wieder auf. Das wirft viele Fragen auf, und vor allem die psychologische Seite dahinter interessiert mich sehr.

Umso mehr freue ich mich, dass sie in diesem Buch tatsächlich aufzuarbeiten scheint. Ich bin erst am Anfang der Gefangenschaft, sie ist noch in den ersten Wochen bei dem Täter, daher kann ich nicht sagen, wie es weitergeht. Aber bisher finde ich das Buch klasse! Sensationsgier wird darin kaum befriedigt, dafür sehr viel erklärt, reflektiert. Es ist das Buch einer jungen Erwachsenen, die mit Therapeuten sehr viel aufgearbeitet hat und nun rückblickend erzählt. Klasse Idee, und ich kann das Buch bisher kaum aus der Hand legen. Bereits ihr Leben vor der Entführung war sehr spannend zu lesen. In diesem Stil geschrieben und psychologisch reflektiert wäre im Grunde jede Kindheit spannend zu lesen, sogar die von Liesl Müllermeier aus Hintertupfing, denn jeder Mensch trägt ein Packet mit sich, das ihn prägt und formt. Dies wird in dem Buch sehr deutlich ...

SaschaSalamander 31.01.2011, 18.37| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Aktuelles

Ach so

yogeshwar_ach_1.jpgFernsehen ist ja nicht so mein Ding, aber früher habe ich öfters mal geguckt. Etwas, das mir in guter Erinnerung geblieben ist, ist Ranga Yogeshwar. Besonders gerne sah ich ihn in KOPFBALL, auch QUARKS UND CO gefiel mir ganz gut. Ich mag es, wenn komplizierte wissenschaftliche Sachverhalte auch dem Laien verständlich dargebracht werden. Klar kann ich die volle Komplexität des Themas nicht erfassen, aber wenigstens einen kleinen Einblick in die faszinierende Welt der Wissenschaft. Neben Lesch und Bublath gehört er für mich zu denen, die ich nicht verpassen durfte im TV :-)

Nun habe ich gesehen, dass er kürzlich das Buch ACH SO auf den Markt gebracht hat, und ein Jahr davor SONST NOCH FRAGEN. Also habe ich mir doch das aktuellere, ACH SO, geschnappt und reingelesen. Und anfangs war ich recht begeistert, dann legte es sich etwas, und jetzt gegen Ende schüttele ich eher mit dem Kopf. Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht!

Anfangs werden interessante Fragen sehr gut verständlich erklärt. Gut, wenn es in mein Fachgebiet (Soziales, Psychologie etc) geht, dann muss ich lächeln, weil ich merke, wieviel eigentlich in der Erklärung fehlt. Aber er hat es ja selbst gesagt: es ist verdammt schwer, ein komplexes Thema in wenigen Seiten einfach zu erklären ohne der Versuchung zu erliegen, immer tiefer ins Detail zu gehen. Und wenn ich gerade bei den physikalischen Sachen erleichtert aufseufze, weil ich glaube endlich ein wenig begriffen zu haben, mögen Fachleute wohl denken, dass da die Hälfte fehlt und er grad mal die Oberfläche minimal angekratzt hat. Aber eben perfekt für den Laien. Daher erwarte ich gar nicht, dass irgend etwas vollständig oder umfassend ist. Das, was den Leser interessiert, kann er sich herauspicken und gerne mehr darüber lesen, vielleicht ein Fachbuch kaufen und sich auf diese Weise neu in die Materie einarbeiten. Ideal, und gerade für diese Dinge liebe ich Yogeshwar und seine Kollegen.

Wie funktioniert ein Spiegel? Warum braucht der Eierkocher weniger Wasser, je mehr Eier darin sind? Warum verändert sich der Ton (Löffel gegen Tasse) beim Umrühren? Wie funktioniert Popcorn? Warum kann Mehl explodieren? Warum bekommt ein Specht keine Kopfschmerzen? Wie berechnet man die Meereshöhe? Wie funktioniert eine Fata Morgana? Hochspannende Fragen, und hinter manchen steckt eine ganz simple Lösung, hinter anderen hochgradig komplizierte Zusammenhänge. Seit ich jetzt weiß, welch unzählige Faktoren dafür verantwortlich sind, ob und wie hart das Ei beim Kochen wird, mache ich mir kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich das perfekte halbharte Ei nicht hinbekomme. So ein simpler Vorgang (Ei hartkochen), und solch verwirrenden Formeln und Fakten!

Aber gegen Ende wurde ich recht frustriert. Der Autor stellt viele Fragen, auf die er dann zwar keine Antwort gibt, wo er jedoch mahnend den Zeigefinger gegen unsere Gesellschaft erhebt. Er stellt die Frage "warum sind Computerspiele so gefährlich anziehend" und erzählt auf ein paar Seiten, dass die Kinder immer mehr in Computerspielen versinken und die Medienkompetenz der Eltern sinkt. Eine Antwort gibt er nicht (kann man auch nicht, das ist nichts, das man mit Wissenschaft und Formeln berechnen kann), aber mahnen und Zeigefingerchen wackeln geht. Auf die Frage "warum übertreiben wir ständig" beschwert er sich, dass alles mega, giga, super sein muss, dass es Rekorde über Rekorde gibt, ob nun im Jahrhundertsturm, beim heißesten Tag des Jahres, bei den neuen SuperStars oder sonstwo. Ja, das stört mich auch, aber das hat für mich nichts mit Physik und Formeln zu tun, und auf die psychologische Seite geht er nicht ein (außer, dass er meint, die Medien wollen sich gegenseitig übertrumpfen, weil sie sonst nicht gehört würden. Aber das kann jeder Laie auch ohne jegliche Kenntnis sagen). Er stellt eine Frage, um dann ein paar Seiten lang über die Gesellschaft zu mahnen. Er fragt "lernen wir in der Schule fürs Leben" und erzählt, dass er das Schulsystem für die kindliche Neugier eher hinderlich hält, weil Leistung als wichtiger gilt denn Neugier und Forscherdrang. Früher konnte man experimentieren, heute wird das alles geblockt. Früher war eben alles besser!

Ich stimme ihn in vielen Punkten zu. Aber ich wollte gerne ein Buch, welches wissenschaftliche Themen erklärt. Und keines, in welchem mir aufgezeigt wird, was ihn an der Gesellschaft stört. Das wäre Thema für ein eigenes Buch gewesen, aber eines mit komplett anderem Inhalt. Ich meine, klar schmeckt selbstgemachte Konfitüre besser, weil man sich die Zeit für das Pflücken, Waschen, Entkernen, Aufkochen, Eingießen, Abkühlen nehmen muss und es somit besser zu schätzen weiß, als wenn man sich für 70 Cent ein Plastikdöschen mit Marmelade kauft. Das hat für mich nichts mit Wissenschaft zu tun, sondern das ist Gesellschaftskritik, und das ist ein anderes Buch.

Erste Hälfte des Buches: in Anbetracht der Tatsache, dass es für Laien geschrieben ist, absolut Top und sehr zu empfehlen. Als Fachmann sollte man wohl nicht herangehen, aber dafür ist es ja auch nicht gedacht. Für Interessierte jedenfalls absolut klasse, es macht Lust auf mehr und regt den Leser an, sich selbst weiter zu informieren. Infotainment der allerfeinsten Sorte.

Zweite Hälfte des Buches: wer gerne anderen Gutmenschen zuhört, wie sie erzählen, warum früher alles besser war und wie die Gesellschaft heute den Bach hinuntergeht, wird Gefallen daran finden. Wer auf Antworten zu den gestellten Fragen hofft, wird jedoch sehr, sehr schwer enttäuscht werden. Ich bin enttäuscht, so kannte ich Ranga  bisher nicht :(

SaschaSalamander 31.01.2011, 18.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch

Statistik KW 04

Gelesen / Gehört
Hunger Games III - Mockingjay (S Collins)
Sex on the Beach (Anthologie)
Shaolin (B Moestl)
Ach so (R Yogeshwar)
Blutlust (R Blake)
Trigger (W Dorn)
Numbers (R Ward)
John Sinclair 61-62
Seven Days 02 (V Tachibana / R Takari)
3096 Tage (N Kampusch)


Gesehen
Tamala 2010
Ticket für Zwei
Shutter Island


Geschenkt
/


Getauscht
Schlafen bei Licht (W A Gogolin)


 Gekauft
/

SaschaSalamander 30.01.2011, 21.43| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Snowflake

baeumerich_snowflake_1.jpg"Snowflake" ist das Erstlingswerk der deutschen Nachwuchszeichnerin Christina Bäumerich. Früher kaufte ich ja noch jeden Shonen Ai, der in die Regale kam. Dann wurde das Angebot immer größer, und ich muss zugeben, auch die Qualität hat teilweise nachgelassen. Es wurde gut verkauft, also musste mehr her. Inzwischen bin ich sehr wählerisch geworden und greife mir nur noch vereinzelte Titel heraus. Meistens lese ich sie, vergesse sie wieder und greife bald zum nächsten. Vielleicht bin ich aus dem Alter heraus, vielleicht bin ich zu anspruchsvoll geworden, vielleicht hat sich das Angebot auf dem Markt verändert, vielleicht von allem ein bisschen?

Beim Stöbern in meinem Mangaladen stieß ich also auf Snowflake, und ich war sehr neugierig. Es geht auf Weihnachten zu (Anmerkung: die Rezi wurde im Dezember geschrieben), und das Cover passte gerade herrlich zu meiner Stimmung mitten in Schnee und Kälte. Die Story klang auch sehr interessant:

Kurai steht am Weihnachtsabend unter dem Sternenhimmel. Er wünscht sich etwas, und dieser Wunsch wird ihm tatsächlich erfüllt: vom Himmel steigt ein Mann herab, der genauso aussieht wie seine verstorbene Liebe. Er tauft in Yuki, und Kurai kann sein Glück nicht fassen, er weigert sich zu binden und fürchtet sich vor einem erneuten Verlust. Und wirklich, je inniger seine Gefühle für den geheimnisvollen Fremden werden, desto schwächer und kränker scheint dieser zu werden. Ein Geschöpf aus Eis und Schnee, ob diese Liebe jemals Bestand haben wird?

Eine Geschichte, die perfekt in die winterliche Zeit passt, und ich habe den Kauf des Mangas während des Lesens keine Minute bereut. Die Autorin hat ein feines Gespür für die Untertöne, welche nicht alleine durch Worte vermittelt werden können. Den Zeichnungen sieht man an, dass sie am Anfang steht, aber dennoch gefallen die weichen, gefühlvollen Panels sehr. Die Unsicherheit Kurais, seine Angst vor erneutem Verlust, aber auch Yukis Drängen nach Zärtlichkeit und wahrer Liebe werden von den Bildern äußerst gelungen transportiert. Und obwohl die Geschichte im Gegensatz zu den meisten Mangas dieses Genres auch einige Male deutlicher wird in den Zeichnungen, bleibt es dennoch angenehm erotisch, ohne in Yaoi abzudriften.

Ich musste während des Lesens einige Male an Simon Rhys Beck denken. Würde er Mangas zeichnen, so wäre wohl "Snowflake" dabei herausgekommen. Inhaltlich keinerlei Parallelen, aber das warme, innige Gefühl während des Lesens erinnerte mich stark an seine Geschichte "Zimt und Vanille" aus der Anthologie "La Methode" sowie an einige fantasylastigere Titel aus "2 men kissing". Beck kann auch anders, aber wer seine soften Geschichten mag, sollte es auch einmal mit "Snowflake" probieren.

Allen Fans des Shonen Ai kann ich "Snowflake" uneingeschränkt empfehlen. Softe Erotik, tiefe Gefühle, attraktive Bishonen, hübsche Zeichnungen und ein junges Nachwuchstalent, das man im Auge behalten sollte :-)

SaschaSalamander 28.01.2011, 10.44| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Manga | Tags: Erotik, Romantik, Jugend, Fantasy, Queer,

Tribute 3 - Flammender Zorn (Mockingjay)

collins_hungergames02_1.jpgEine endgültige Rezension über die TRIBUTE VON PANEM möchte ich nicht schreiben. Ich bin hin und her gerissen und möchte kein Buch verreißen, von dem ich anfangs sosehr begeistert war und von dem sicher bin, dass es viele andere Leser begeistern wird.

Ich habe nun etwa zwei Drittel gelesen, aber der Dritte Teil will mich einfach nicht packen. Woran das liegt?

Die ersten beiden Bände sind sehr situationsbezogen. Der Leser weiß ebensowenig wie die Erzählerin Katniss, was bevorsteht, auf jeder Seite warten neue Überraschungen, das Mädchen gelangt von einer Ungewissheit in die nächste, und ich habe das Buch nur mit Mühe weglegen können, weil ich unbedingt wissen musste, was auf der nächsten Seite passiert! Es ist zwar ein Kampf, aber weniger Taktik und Kriegsführung, als vielmehr eben situationsbedingte Aktionen, und vor allem eine emotionale Sache, bei der der Leser richtig mitfiebern konnte.

Besonders gefallen haben mir die sozialen und politischen Hintergründe, welche die Autorin zu dem Buch ersponnen hat. Eine eigene, dystopische Welt, gar nicht einmal so weit entfernt von der heutigen Sensationsgier a la Big Brother und Dschungelcamp. Sozialkritisch, spannend, zwar fiktiv aber dennoch erschreckend realistisch. Eine faszinierende Welt, über die ich gerne mehr erfahren wollte.

Der dritte Teil nun ist eigentlich reine Kriegsführung. Keine Arena, keine spontanen Situationen, keine Überraschungen. Sondern gezielter, taktischer Kampf. Mit Ausbildung, mit laufenden Kameras während der Sondereinsätze. Strategische Planungen. Während Katniss in den ersten beiden Bänden frei agieren konnte, ist sie hier leider nur ein Werkzeug, und sie benimmt sich entsprechend gereizt, ja sogar trotzig (was zwar verständlich ist, nach über hundert Seiten aber gewaltig nervt).

Die Welt und ihre Hintergründe werden nicht näher geschildert, lediglich die Wirren und Verstrickungen der Kriegsführung, wer wen wie aus welchem Grund wohin einsetzt und wie in sein Netz aus Lüge und Verrat strickt. Wer so etwas mag, wird hier begeistert sein. Ich habe halt einfach Pech, weil ich so gar nichts mit dieser Art Bücher und Inhalte anfangen kann. Taktik, Strategie, politische Intrigen, so etwas mag ich nicht, ob nun als erwachsenen Politthriller oder als Jugendfantasy.

Katniss wird hierhin geschickt, muss kämpfen. Kommt zurück, kuriert sich. Hat einen Streit mit einer der unzähligen weiteren Figuren (es fällt schwer, da durchzublicken, wenn man den Roman nicht am Stück liest). Wird an einen anderen Ort geschickt, macht Propaganda, wird gefilmt, kämpft zur Show. Kommt zurück, kuriert sich, hat einen Streit. Plant etwas Neues, wird aber dann zu einem weiteren Ort geschickt, kämpft, propagiert, kehrt zurück, und so weiter und so fort. Mir fehlt die Spannung, mir fehlt der Reiz des Besonderen.

Den ersten beiden Bänden war trotz der brutalen Gewalt (die niemals überzeichnet wurde und immer nur dem Zweck diente) wohnte ein gewisser Zauber inne. Der dritte Band dagegen löst in mir nichts aus. Ich fiebere nicht mit, ich empfinde keinen Groll. Gut ist ja, dass die Grenzen zwischen falsch und richtig, zwischen gut und böse verschwimmen. Und es ist klar, dass der Kampf gegen die Unterdrückung dennoch ein Kampf ist, der Menschenleben kostet. Ist der Friede einen Krieg wert? Interessantes Thema. Aber es reißt mich nicht mit. Viele Leser sind begeistert, und ich stolpere über eine begeisterte Rezension nach der anderen. Aber in diese Kerbe kann ich einfach nicht schlagen, so gerne ich würde.

Ich werde das Buch dennoch zu Ende lesen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Handlung noch einmal umschwenkt und mich packt. Irgendwie bin ich froh, wenn ich das Buch dann endlich fertig habe. Seit zig Wochen schleppe ich es mit mir herum, langsam reicht es mir. Ständig frage ich mich, ob ich es behalten werde, oder ob ich es lieber bei Tauschticket reinstellen soll. Ich weiß es einfach nicht. Die ersten beiden Bände waren klasse, und ich würde sie niemals hergeben. Aber eine Serie besteht nun einmal aus allen Teilen, und das Ende ist wichtig.

Ach mensch. Ich bin enttäuscht :(

Hat jemand von Euch dieses Buch gelesen? Wie findet Ihr den dritten Teil im Verhältnis zum ersten? Hat er Eure Erwartungen erfüllt? Findet Ihr die politischen Wirren spannend oder lästig? Mögt Ihr Katniss noch immer, oder nervt sie Euch nur noch?

SaschaSalamander 26.01.2011, 18.47| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Aktuelles

Die Tür

t__r_1.jpgAls ich damals hörte, dass DIE TÜR ins Kino kommt, war ich sofort hellhörig. Etwa die Verflimung des Romanes "die Damalstür", den ich vor zig Jahren so gerne gelesen hatte? Eines der wenigen Bücher, die mir sehr stark im Gedächtnis geblieben sind, weil sie mich sehr bewegt hatten und mir außerordentlich gut gefielen. Dann aber kam der Film nur sehr kurz im Kino, und noch dazu an recht fiesen Uhrzeiten. Auf die DVD musste ich eine Ewigkeit warten (ganz miese Vermarktung, wie das damals ablief, habe es frustriert mitverfolgt), und irgendwann habe ich den Film wieder vergessen, bis ich kürzlich in der Videothek drüberstolperte.

David Andernach ist Maler, seine Ehe steckt in der Krise. Während eines Seitensprungs mit der Nachbarin verstirbt seine Tochter bei einem Unfall, und in den nächsten fünf Jahren geht es immer weiter bergab, er verliert seine Frau, seine Karriere, beginnt zu trinken. Da findet er plötzlich eine Tür, welche ihn fünf Jahre in die Vergangenheit führt, und er beschließt einen Neuanfang, gibt der Geliebten den Laufpass, rettet der kleinen Tochter statt dessen das Leben und wird ein besserer Vater. Aber natürlich hat das Glück auch seine Tücken: was soll mit seinem jüngeren Ich geschehen? Wird er seinem Umfeld vorgaukeln können, er sei der andere David? Wie reagiert seine Tochter auf den neuen Vater? Einmal begonnen gibt es kein Zurück mehr, und die erste Lüge zieht immer größere Kreise, ...

Ich wusste, dass es ein deutscher Film ist, trotzdem wollte ich ihn sehen. Leider hat er mich sehr enttäuscht. Dass ein Film nicht eins zu eins umgesetzt werden kann, ist klar, schließlich ist ein Film ein ganz anderes Medium und hat ganz eigene Bedürfnisse. Dass aber aus einem astreinen Horrortitel in allerbester King-Manier (für mich ist Pirincci einfach der deutsche Stephen King, zumindest in Werken wie dem RUMPF oder der DAMALSTÜR) ein klassisch deutsches Drama gemacht wird, hat mich sehr geschmerzt. Und auch sonst gibt es enorm viele Änderungen, die eigentlich mit der Romanvorlage kaum noch etwas zu tun haben und die gesamte Handlung auf den Kopf stellen. Ich frage mich, warum man ein Buch sosehr umoperieren muss, dass von der Vorlage nur noch die Grundidee erhalten bleibt?

Die Rezensionen, die ich im Web fand, waren fast alle recht positiv, es sei ein prima Drama, die Schauspieler seien hervorragend, eine prima Umsetzung, und so weiter. Aber mich konnte DIE TÜR einfach nicht überzeugen. Nach dem Film saß ich frustriert auf dem Sofa und wünschte mir nur eines: ein amerikanisches Remake, das sich besser an die Buchvorlage hält und so richtig schön gruslig ist statt mit pseudointellektuellen Dialogen die Spannung zu zerstören.

Die Schauspieler wirken auf mich sehr kühl. Mads Mikkelsen passte für mich einfach nicht in die Rolle des David (warum musste man sogar die Namen der Protagonisten ändern?!?), und auch bei den anderen Figuren kam nicht einen Moment Sympathie oder Verständnis auf. Vielleicht bin ich nicht deutsch genug, denn dieses Problem habe ich bei sehr, sehr vielen deutschen Filmen *grübel*.

Zur Handlung dachte ich mir ständig "unlogisch", "sowas würde doch kein normaler Mensch tun" oder "wie blöd ist der denn", ich konnte einfach nichts davon nachvollziehen. Das Buch ist reine Fiktion und kommt als solche sehr gut beim Leser an, sodass die Frage nach der Logik sich nicht stellt. Niemand fragt bei einem Horrorroman "ist dieser Zombie nicht ein wenig unlogisch?", aber bei einem Drama ist diese Frage berechtigt, und diese Mischung aus Fiktion und Drama ist in meinen Augen weder Fisch noch Fleisch. Und gegen Ende, als der Nachbar auftaucht, wird es dann auf einmal fast schon zu einer Farce, wie ein plumper Versuch, doch noch Horrorelemente einzustreuer. Zu unlogisch und unseriös für ein Drama, zu zahnlos für Fiktion.

Normalerweise versuche ich, Film und Buch nicht so extrem zu vergleichen. In diesem Fall habe ich es trotzdem getan, weil das Buch eines ist, das mir sehr am Herzen lag. Und ich hatte sehr hohe Erwartungen in den Film gesetzt. Vielleicht hätte ich ihn mit anderen Augen gesehen, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte, aber das kann ich nicht beurteilen. Ein Fazit möchte ich dieses Mal nicht schreiben, denn ich weiß, dass meine Meinung dieses Mal viel zu subjektiv und vorbelastet ist, als dass ich neutral urteilen könnte.

SaschaSalamander 26.01.2011, 10.44| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Film | Tags: Drama, Thriller, Deutsch,

Numbers

Heute habe ich begonnen, NUMBERS zu hören. Ein Mädchen sieht das Todesdatum in den Gesichtern ihrer Mitmenschen und wird dadurch zur Außenseiterin. Interessantes Thema. Ich stehe noch ganz am Anfang, dem ersten Kennenlernen der beiden Protagonisten. Aber bisher hört es sich schon prima an, und ich bin gespannt, wie es weitergeht. Ist mal ein mystisches Thema, aber komplett anders als die sonst aktuellen Sachen. Ich freue mich immer über neue Ideen :-)

SaschaSalamander 25.01.2011, 19.43| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles | Tags: Fantasy, Jugend,

Sterbenskalt

french_sterbenskalt_1.jpgNach ihren beiden Erfolgen >GRABESGRÜN< und >TOTENGLEICH< erschien nun im Dezember ihr dritter Titel: STERBENSKALT. Da mir die ersten beiden Romane so gut gefallen hatten, musste ich natürlich auch gleich den dritten lesen. Ich gebe zu, ein wenig hatte ich Bange: je mehr Romane ein Autor schreibt, desto mehr gleichen sie sich meist in Inhalt und Aufbau, desto durchsichtiger werden sie für den Stammleser, desto weniger gefallen sie mir. Doch wie erhofft gelang es Tana French erneut, mich zu begeistern!

Der dritte Roman handelt von dem Undercover Agent Frank Mackay, mit welchem die Protagonistin des zweiten Bandes einige Male Kontakt während ihrer Arbeit hatte. Nun also erfährt der Leser die Geschichte des schrulligen Polizisten, der dank seiner eigenwilligen, ja sogar schon sturen Art nicht gerade durch Sympathie glänzte. Frank hatte sich vor vielen Jahren von seiner Familie getrennt und seitdem keinen Kontakt mehr. Nun erhält er einen Anruf und erfährt, dass der Koffer seiner Jugendliebe in einem leerstehenden Haus gefunden wurde. Eigentlich wollte er mit Rosie damals seine Heimat verlassen, alle Brücken abbrechen und mit ihr nach England gehen. Doch Rosie erschien niemals am vereinbarten Treffpunkt, nur ein Abschiedsbrief fand sich dort. Also machte er sich alleine auf den Weg und begann ein neues Leben, allerdings ohne Rosie.

Er fährt nun zurück an den Ort seiner Kindheit und Jugend, er trifft seine Familie und erfährt, dass Rosie einem Verbrechen zum Opfer fiel. Wer konnte von ihrem Plan gewusst haben damals, und warum wurde Rosie getötet? Die Frage nach Rosies Tod führt Frank immer tiefer in seine eigene Vergangenheit, und es werden Fragen aufgeworgen, deren Antworten sehr schmerzvoll für ihn sind. Es mag am Ende noch immer um die Aufklärung des Verbrechens gehen, doch vielmehr ist der Roman vor allem ein Familiendrama, welches unaufhaltsam auf einen tragischen Höhepunkt hinausläuft.

Während viele moderne Krimis auf möglichst viel Blut, Gewalt, Ekel setzen, ist Tana French eine derjenigen Autoren, die sich lieber in die psychologischen Tiefen begeben. Klar umreißt sie ihre Figuren, lässt sie vor dem Auge des Lesers lebendig werden, verleiht ihnen Charakter, Emotion und Persönlichkeit. Ihr Handeln, ihre Gedanken, Gefühle und vor allem Abgründe sind das wesentliche Element des Romans, die Tätersuche zwar immer im Zentrum aber doch nur ein kleiner Teil des großen gesamten Werkes als Mittel zum Zweck, um die Handlung voranzutreiben.

Franks Familie ist kaputt, zerrüttet, und doch empfinden sie sich als recht normal, und der Leser wird zwischen die Fronten geschickt. Da ist auf der einen Seite Frank, der anders sein will und sich davon distanziert. Und da ist die Familie, abgewreckt und bemerkt es nicht einmal, aber hält wenigstens zusammen. Der Vater Alkoholiker, die Mutter ein Hausdrachen, die Kinder haben es nicht wirklich zu etwas gebracht, aber niemand weiß so recht wie man daraus ausbrechen sollte, auch wenn sie alle davon träumen. In dieser dichten Atmosphäre befindet man sich von der ersten zur letzten Seite, glaubt selbst in dem kleinen Häuschen zu stehen und dabeizusein.

Und wie es sich für einen Roman dieser Art gehört: man lernt die Figuren nicht nur kennen, sondern sie entwickeln sich. Vor allem Frank erfährt sehr viel über seine Rollen als Vater, Exmann, Sohn, Bruder, Polizist, und er muss immer mehr sein Selbst hinterfragen. Ist er wirklich soviel anders geworden als das, was er niemals hatte werden wollen? Unausgesprochen steht bei STERBENSKALT sehr oft die Frage nach dem Dilemma zwischen "Schicksal" und "freier Wille" ...

Frank ist ein klassischer Antiheld, und er baut eine Menge Mist, bei dem man nur den Kopf schütteln kann. Und doch ist sein Verhalten nachvollziehbar, empfindet man stellenweise sogar Mitleid und vielleicht ein wenig Sympathie. Es ist gut, dass French ihren Romanfiguren nicht wie andere Autoren gleich mehrere Bücher widmet, sondern statt dessen pro Titel wechselt. In STERBENSKALT ist Frank erträglich und überaus interessant, aber dann ist es auch gut. Ich denke, die Hauptfigur des vierten Bandes ist  ermutlich bereits klar, und ich hoffe, dass ich mit meiner Vermutung Recht behalte, denn ein Mitarbeiter stach für mich besonders heraus, den ich gerne näher kennenlernen würde.

Wer die ersten beiden Romane von Tana French mochte, wird auch den dritten verschlingen. Kein Blut, keine Gewalt, dafür Psychologie und Drama, gepaart mit einem lange zurückliegenden Mord. Keine Verfolgungsjagden, keine Action, statt dessen spannende Diskussionen und tiefgründige Charaktere. STERBENSKALT ist ein absoluter Volltreffer, wenn man dieses Genre mag! :-)

SaschaSalamander 24.01.2011, 10.43| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Krimi, Thriller, Tip, Drama,

Statistik KW 03

Gelesen / Gehört
Hunger Games III - Mockingjay (S Collins)
Sex on the Beach (Anthologie)
Shaolin (B Moestl)
Ach so (R Yogeshwar)
Blutlust (R Blake)
Boy 7 (M Mous)
Der Hypnotiseur (L Kepler)
Professor Zamorra 01-02
Trigger (W Dorn)
(...)


Gesehen
Sweeney Todd
Die Elenden 1-4
Keine halben Sachen


Geschenkt
/

Getauscht
Ich bin so guter Dinge (Goethe für Kinder)
LTB 143 - d Geheimnis d Silberleuchter

 Gekauft
/

SaschaSalamander 23.01.2011, 20.23| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Die Elenden

Ich sehe mir wieder einmal die vierteilige Verfilmung von "die Elenden" an. Von allen Varianten, die ich kenne, ist dies noch immer die der Vorlage nächste. Hat zwar ein paar Schwächen, aber trotzdem bringt es den Inhalt sehr gut rüber und verfälscht nur sehr wenig. Eigentlich halte ich dieses Buch ja aufgrund seiner Komplexität für unverfilmbar, und viele mir persönlich wichtigen Zusammenhänge wurden auch weggelassen. Aber für das, was umsetzbar ist, haben sie es wirklich prima gemacht.

Ach mensch, ich könnte immer heulen, wenn ich an das Buch denke. Kein Buch, das mich jemals mehr bewegt hat als dieses. Seine Bedeutung bis heute relevant, und die Tragik bis heute andauernd. Soviel Leid und Elend auf einem Haufen wie in diesem Buch ist nicht auszuhalten. Und das Schlimmste daran ist, dass es leider nur allzu realistisch ist ...

Gibt es ein Buch, das Euer absoluter Favorit ist, ohne Wenn und Aber, ohne Zweifel, sofort und ohne Nachdenken? Ein Buch, das Euch sosehr bewegt hat, dass es Euch seitdem nicht mehr losließ?

(bitte das "Buch der Bücher" außer Konkurrenz, klar bewegt es vieles und verändert eine Menge für einige seiner Leser, aber das meine ich nicht. Die Bibel steht hier mal außer Konkurrenz)

SaschaSalamander 21.01.2011, 21.32| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MachMit

Trigger

Den HYPNOTISEUR habe ich gestern abgebrochen. Irgendwie kann ich mich nicht mit dem Erzählstil der beiden Autoren (die sich gemeinsam hinter dem Pseudonym Lars Kepler verbergen) anfreunden. Könnte es nicht einmal wirklich beschreiben, hat mich aber eben einfach nicht angesprochen.

Statt dessen höre ich nun TRIGGER von Wulf Dorn. Schon eher mein Ding. Ein deutscher Autor, erinnert mich ein wenig an Fitzek (etwas geschieht, ist es Einbdilung oder Realität, man kann niemandem mehr trauen). Die Handlung ist bisher sehr spannend, nicht weltbewegend neu, und natürlich habe ich so meine Vermutungen über den weiteren Verlauf der Geschichte. Mal sehen, ob ich richtig liege damit?

Auf jeden Fall packt mich die Story, und ich möchte wissen, wer oder was dahintersteckt. Und was mich besonders fasziniert: endlich mal ein Autor, der auch gut vorlesen kann. Autorenlesungen sind toll, aber meistens leider nicht zu empfehlen. Was man von Wulf Dorn nicht behaupten kann, seine Stimme ist angenehm, sein Vortrag mitreißend, und ich hätte auch nichts dagegen, ihm als professionellen Sprecher (wenn er ein klein wenig mehr Übung hat, aber das wird ihm schnell gelingen, er ist wirklich top) auch in anderen Vertonungen zu lauschen. Schon ein knappes Viertel habe ich heute geschafft. Ich hoffe, dass ich am Wochenende genügend Hausarbeit finde, um auch den Rest zu hören! ;-)

SaschaSalamander 21.01.2011, 15.56| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles | Tags: Thriller, Deutsch,

Unmut über Post

Bis vor einigen Wochen war für mich klar: wenn ich heute etwas zur Post gebe, dann ist es morgen da. Ein Brief, ein Paket, eine Büchersendung. Gut, Büchersendungen können manchmal auch zwei oder drei Tage dauern, aber vier von fünf Sendungen kamen am nächsten Tag an. Heute abgeben, morgen erhalten. Keine Probleme.

Aber seit Anfang Dezember habe ich nonstop Probleme. Eine Büchersendung, die verschwunden ist. Ein Paket, das nie ankam (Montag letzte Woche, also vor acht Tagen, sandte Amazon ein Paket von 90 Euro Elektrokram an uns, das ist verschollen, gestern hat Amazon eine Nachforschung in Auftrag gegeben, aber noch bekamen wir keine Nachricht). Alle Briefe und Büchersendungen dauern mindestens drei bis vier Tage. Zwei Pakete, die ich versendet habe, kamen erst eine halbe Woche später an.

Gestern brachte ich zwei Pakete, einen Brief und vier Büchersendungen zur Post. Mal sehen, wann das alles ankommen wird. Wenn überhaupt. Und langsam frage ich mich, was dahintersteckt!

Mir ist klar, dass es immer mal passieren kann, dass man Pech hat. Dass eine Sendung verlorengeht. Dass etwas länger braucht. Dass grade bei dem Wetter vor einiger Zeit oder bei dem Weihnachtsstress vor ein paar Wochen einiges verzögert ist. Aber es ist Mitte Januar, die Straßen sind nicht vereist (bei Hochwasser kann man einen Umweg fahren, aber der dauert keine 9 Tage), wir haben keine Feiertage mehr, und die Prozentzahl für "zufälligerweise einfach blöd gelaufen" ist weit, weit, weit überschritten ...

SaschaSalamander 18.01.2011, 17.31| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Pulp

Der Hypnotiseur

Ich habe gestern begonnen den HYPNOTISEUR zu hören. Irgendwie will ich nicht recht reinkommen, es hat mehrere Gründe. Abbrechen nicht, ich möchte dem Buch eine Chance geben, denn wirklich weit bin ich noch nicht gekommen. Allerdings habe ich mich nun im Web umgesehen nach Rezensionen: die Lager sind erstaunlich stark gespalten. Noch möchte ich nicht sagen, wozu ich gehöre. Aber was ich herausgelesen habe ist auf jeden Fall, dass es wohl sehr komplex, verworren und verschachtelt sein muss. Nun gut, ich warte ab und warte noch etwas. Mal sehen, zu welcher Fraktion ich dann gehören werde ...

Wenn ich jetzt abbreche, ärgere ich mich. Denn bei einem Hörbuch ist es blöd, in die hinteren Tracks reinzuzappen, wer der Mörder war. Das ist einer der Nachteile, die eine CD gegenüber einem Buch hat, in welchem man sich die richtige Stelle flink mit Überfliegen herauspicken kann ;-)

SaschaSalamander 18.01.2011, 14.31| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Der Übergang

cronin_uebergang_1.jpgEine Rezension zu diesem Buch zu schreiben, fällt mir nicht leicht. Normalerweise bin ich absolut überzeugt von einem Titel, dann fließen die Worte wie von selbst aus den Fingern. Oder ich mochte das Buch gar nicht, dann finde ich ein paar neutrale Worte, meinen Unmut zu beschreiben. Aber was, wenn ein Buch genau dazwischen liegt? Zweigeteilte Rezensionen schreibe ich nur sehr selten. Angenehmer wäre es fast, einen kompletten Verriss zu verfassen oder eine begeisterte Lobeshymne anzustimmen. Doch wie soll man diese beiden Varianten vereinen? Ich werde es versuchen.

Zuerst einmal zum Inhalt: im ersten Drittel lernt der Leser sehr viele Figuren kennen. Allen voran das Mädchen Amy, welches von seiner Mutter in einem Kloster zurückgelassen wird. Die Vorgeschichte der Mutter. Das Polizistenteam, welches das Mädchen abholen wird. Forscher, die im Dschungel ungewöhnliche Erlebnisse notieren. Verbrecher, die für eine besondere Aufgabe rekrutiert werden. Wissenschaftler, die mit den Gefangenen Versuche durchführen. Die "Wächter", welche auf die Versuchsobjekte aufpassen. Und die Versuchsobjekte an sich. Und als der Leser langsam begreift, worauf es hinausläuft, gibt es einen großen Knall, und die Welt, wie wir sie kennen, schliddert ihrem Untergang entgegen. Ich hatte begonnen, ein Dramatis Personae zu erstellen. Als so ziemlich jede Person wenige Seiten nach dem Erscheinen allerdings wieder verschwand, habe ich den Zettel zerrissen ...

Der zweite Teil beschreibt das Leben rund 100 Jahre nach dem Zeitpunkt Null. Virals / Smoker / Jumper, wie man die früheren Versuchsobjekte nennt, stellen eine Bedrohung für die wenigen verbliebenen Menschen dar, die in Kolonien leben. Man lernt die einzelnen Mitglieder der Kolonie kennen. Dafür, dass es einige der wenigen verbliebenen Überlebenden sind, sind es sehr wenige. Dafür, dass sie dem Leser alle vorgestellt werden, sind es recht viele. Das Leben in der Kolonie wird ausführlich und spannend beschrieben. Und gegen Ende des zweiten Drittels taucht Amy endlich wieder auf.

Und dann macht sich die Gruppe im dritten Teil gemeinsam mit Amy auf nach Colorado, weil sie dort auf Antworten und einen Neubeginn hoffen.

Was beim Lesen auffällt ist bereits zu Beginn, dass es sehr viele Parallelen zu allen möglichen bekannten Büchern und Filmen gibt. Einer der Verbrecher erinnert an den Schwarzen aus GREEN MILE. Eine Szene im Zoo lässt sofort an HARRY POTTER denken. OUTBREAK, 28 DAYS AFTER behandeln in ähnlicher Weise den Katastrophenzustand kurz nach Ausbruch. I AM LEGEND und THE STAND zeigen ein dystopisches Szenario ähnlicher Struktur. Einige weitere Titel könnte man noch nennen, und viel zu oft hat man das Gefühl "kenne ich bereits". Trotzdem ist es Justin Cronin gelungen, den Roman als etwas ganz Eigenes darzustellen, das auch den Vergleich in keinster Weise zu scheuen braucht. Es ist klar, dass die Elemente nicht abgekupfert sind, sondern aufgrund des Inhaltes lediglich daran erinnern. Das Rad kann man leider nicht neu erfinden.

Der Roman ist recht breit geschrieben, und dennoch bleiben sehr viele Fragen offen oder werden nur unbefriedigend beantwortet. Das Buch ist der erste Teil einer Trilogie und endet sehr spontan, daher kann es sein, dass die Antworten in den Folgebänden gegeben werden. Oder aber der Autor hat sich in der Masse seines eigenen Buches verloren. Beides scheint mir möglich. Ich finde es jedenfalls frustrierend, wenn ich fünzig Personen inclusive Vorgeschichte und Innenleben kennenlerne, die kurz darauf sterben, sodass alles, was ich über sie erfahren habe, zum Rest des Buches nicht mehr beiträgt und unwichtig wird. Mir fehlt die Komplexität über das Buch hinweg, vermeintliche Tiefe entsteht durch das eindringliche Beschreiben der (kurz danach sowieso ablebenden) Personen. Die eigentliche Handlung ließe sich in weniger als 500 Seiten problemlos beschreiben.

Obwohl die Charaktere sehr ausführlich beschrieben werden, konnte ich mich nur in sehr wenige wirklich hineinfühlen, mich mit niemandem identifizieren, hatte keine Lieblingsfiguren. Sogar das Mädchen Amy bleibt leider recht flach, da zwar beschrieben wird, was mit ihr geschieht, jedoch nicht, was sie fühlt und wie sie damit umgeht.

Auch hätte ich mir gerade von einem Buch wie diesem gewünscht, dass es ein Pageturner ist. Dass ich die Nächte durchmache und nach wenigen Tagen fertig bin mit Lesen. Statt dessen habe ich mehrere Wochen gebraucht, weil es einfach wenig Anreiz gab zum Weiterlesen. Zu zerstückelt, zu viele Personen, zu weit bis hin zum nächsten Lieblingscharakter. Ein Cliffhanger dient normalerweise dazu, dass man weiterlesen möchte. Anfangs hatte das bei mir auch funktioniert, doch als ich merkte, dass es oft mehrere Kapitel dauerte, bis es an der entsprechenden Stelle weiterging, weil in der Zwischenzeit zu viele andere Dinge beschrieben wurden, verlor ich irgendwann das Interesse und habe mich eher hindurchgequält.

Es gibt bereits Diskussionen über eine Verfilmung, und soweit ich erfahren habe, wurden da bereits Rechte verkauft. Als Film kann ich mir den ÜBERGANG sehr, sehr gut vorstellen, und den Film würde ich mir sofort ansehen, lieber als das Buch zu lesen. Denn der Stoff ist absolut klasse, und es hat das Zeug zu einem Klassiker eines Tages.

Warum habe ich nun also weitergelesen, obwohl ich soviel zu bekritteln habe? Das Buch ist auf jeden Fall sehr atmosphärisch. Wenn man die Muse hat, sich in der Handlung zu vertiefen, dann kann man ausgiebig in die neue düstere Welt abtauchen. DER ÜBERGANG erzeugt beim Leser ein beklemmendes Gefühl, der Autor lässt lebendige Bilder entstehen, die nur schwer zu vergessen sind ob ihrer Eindringlichkeit und Dichte. Man will auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht mit Amy. Man will Antworten auf die Fragen, die einen von der ersten Seite an gepackt haben. Und man will unbedingt erfahren, auf was das alles hinauslaufen wird.

Und obwohl Cronin mit seinem Schreibstil stark an King, Hohlbein oder ähnliche ausschweifende Masseautoren erinnert, hat er doch einen ganz eigenen Stil der erkennen lässt, dass er zwar Vorbilder hatte, jedoch von niemandem abschrieb. Er hat eine ganz eigene Welt geschaffen, die zwar klar an andere Titel (siehe oben) erinnert, aber so etwas ist eigentlich kaum zu vermeiden bei diesem Genre. Vor allem die Darstellung der "Vampire" gefiel mir sehr gut: ich hatte befürchtet, wieder einen billigen Vampir-Abklatsch zu lesen, doch das Thema wurde komplett neu gedeutet, und der Begriff "Vampire" wurde nur sehr selten genannt und eher von den Lesern im Web geprägt als von Cronin selbst. Auch, wenn das Buch auf den ersten Blick aussieht, als würde es sämtliche Hypes bedienen, stellt man sehr schnell fest, dass der Autor eine sehr gute, eigene Idee hatte und diese auch zielstrebig verfolgt.

Die Frage zum Abschluss: werde ich mir Teil zwei und drei holen, sobald es erscheint? Und ich muss sagen, ich weiß es noch nicht. Als Buch vermutlich auf keinen Fall. Vielleicht als Hörbuch, damit ich die Handlung ein wenig geraffter vor mir habe. Oder als Film, wenn es dann tatsächlich komplett auf Leinwand erscheinen sollte.

Und ob ich den ÜBERGANG empfehle? Unbedingt ja und irgendwie eher nein. Ich kann es auch nicht direkt einem konkreten Leserkreis zuordnen. Denn eigentlich wäre ich die klassische Zielgruppe (dicker Wälzer, Fantasy, Dystopie, ausufernde Erzählung, atmosphärische Dichte, eher Psychologie als Action), und doch gefiel es mir nicht so gut wie erwartet. Die Meinungen zu diesem Buch werden auseinander gehen, die einen werden das Buch lieben, die anderen werden es nach spätestens dem ersten Drittel weglegen. Aber wozu mach gehört, kann man vorab leider kaum an etwas festmachen. Also einfach selbst reinschnuppern und dann entscheiden ;)

SaschaSalamander 17.01.2011, 16.21| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch

Statistik KW 02

Gelesen / Gehört
Hunger Games III - Mockingjay (S Collins)
Sex on the Beach (Anthologie)
Shaolin (B Moestl)
Ach so (R Yogeshwar)
Die Prophezeiung der Schwestern (M Zink)
Erebos (U Poznanski)
Blutlust (R Blake)


Gesehen
/


Geschenkt
Blustlust (R Blake)


Getauscht
Borat (DVD)


 Gekauft
/

SaschaSalamander 16.01.2011, 17.13| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Blustlust

blake_blutlust_1.jpgDas Buch, welches es mir gerade schwer macht, mich zwischen Buch oder Hörbuch zu unterscheiden, heißt BLUTLUST von Riccarda Blake. Es wurde mir empfehlen, und ich war extrem skeptisch. Früher mochte ich Vampire, habe die wenigen Bücher verschlungen und die Filme geliebt. Vampire, das hatte so etwas von animalischem Trieb, aber auch von einem edlen Gentleman. Einem Mann, der in all den Jahrhunderten zu einem Mann von Welt wurde, der weiß, wie er Frauen Lust bereiten kann. Der sich beherrschen kann, der intelligent ist, der in sich ruht und Geduld aufweisen kann. Was man heute findet, das sind entweder weichgespülte Untote (ist ja nicht schlecht, ich mag die Bücher. Trotzdem fehlt mir bei den Cullens das, was echte Vampire für mich ausmacht) oder triebgesteuerte Wilde (die Gegenspieler der Cullens etwa, die nur ans Töten denken, oder auch die wilden Krieger von Ward oder Adrian). Die anderen Aktuellen schaffen es - für meinen persönlichen Geschmack - nicht, das für mich Wesentliche des klassischen Vampires zu vermitteln. Dass ich BLUTLUST trotzdem angefangen habe, lag eben nur an einer Empfehlung und den bisher guten Rezensionen, von selbst hätte ich nie nach diesem Buch (erst recht nicht mit diesem Cover) gegriffen.

Und die Erotik der anderen Romane - naja, Geschmackssache. Es gilt zwar als härter, aber dieses "härter" besteht meiner Ansicht nach vor allem darin, dass die Männer unbeherrschter sind und die Frauen sich mehr gefallen lassen. Härter deswegen, weil eben ein wenig härter zugestoßen wird als beim 0815. Aber das war es dann auch schon.

Eigentlich wollte ich gestern nur mal kurz anlesen, um den Schreibstil auszutesten. Aber aus dem Anlesen wurden dann rund 80 Seiten. Mmh, der Vampir Max ist einer von denen, wie sie den alten Vampiren auch würdig sind. Beherrscht, elegant, selbstbewusst, und doch wild und frei. Das ist es, was wir lesen wollen, oder? Und die erotischen Szenen sind nicht ohne bisher, ich bin gespannt, was sich die Autorin im weiteren Verlauf des Buches noch einfallen lassen hat und warum die Protagonistin Sinna nun so wichtig für die Vampire ist?

Ach ja, ganz vergessen: die Handlung. Ach, ist die Handlung nicht egal, solange die Vampire sexy und die Erotik fantastisch ist? Die Handlung ist doch eh immer gleich: sie (Mensch) trifft ihn (Vampir), er ist über beide Ohren verknallt, sie steht total auf ihn, und sie unterschätzt natürlich die Gefahr. Und sie ist Teil einer Prophezeiung und soll demnächst irgendeine wichtige Rolle erfüllen. Wie gesagt: kennt Ihr schon ;-)

Ich hoffe, dass ich dieses Wochenende genügend Zeit zum Lesen haben werde!

SaschaSalamander 14.01.2011, 09.52| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles | Tags: Vampire, Erotik, BDSM, Fantasy,

Erebos

poznanski_erebos_1.jpgIch höre seit gestern EREBOS. Und meine Wohnung blüht auf, und ich koche mit Begeisterung. Suche jeden Vorwand, mir die Stöpsel in die Ohren zu stecken. Wirklich frustrierend, dass das aktuelle Buch ohne Stöpsel ebenso spannend ist, wie soll ich mich da entscheiden?!?

Eigentlich ist EREBOS ein Buch um ein Thema, das ich schon mehrfach gelesen und gesehen habe: ein Computerspiel, das mit der Realität interagiert, und was anfangs zwar ein wenig unheimlich und ungewöhnlich ist, wird auf einmal gefährlich und bedrohlich. Aber trotz der altbekannten Situation ist es wirklich hochspannend. Ich hoffe, dass das Ende dem Buch gerecht wird, denn es kann sehr schnell abdriften und mit einer billigen Erklärung alles kippen oder zerstören. Ich habe noch etwas über die Hälfte vor mir, aber vermutlich wird es nur ein oder zwei Tage dauern, bis ich es abgeschlossen habe.

Was ebenfalls begeistert ist die Stimme vom "zweiten Detektiv Peter Shaw", Jens Wawrczeck. Bisher kenne ich ihn nur aus Hörspielen (zumindest kann ich mich derzeit nicht erinnern, ein Hörbuch von ihm alleine gehört zu haben), aber er taugt als Vorleser ebenso wie als Sprecher, alle Achtung!

SaschaSalamander 13.01.2011, 19.29| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles | Tags: Jugend, Fantasy, Thriller,

Die Prophezeiung der Schwestern

zink_prophezeiung01_1.jpegDie Prophezeiung der Schwestern. Das Thema klang interessant, trotzdem war ich etwas skeptisch: wieder einmal ein Dreiteiler (wovon auf dem Klappentext wie üblich nichts ersichtlich ist), wieder einmal ein Frauengesicht (nein, zwei, da Zwillinge) auf dem Cover, und wieder einmal Ranken und Blümchen. Scheint sich gut zu verkaufen, wenn die Cover alle identisch sind. Aber da das Buch ja nicht zwangsläufig ebenso "individuell" sein muss wie die Vermarktung, habe ich es dennoch probiert.

Zwei Schwestern, Alice und Lia. Und doch so verschieden, wie Zwillinge nur sein können.Nachdem die Mutter vor vielen Jahren verstarb, scheidet nun auch der Vater auf geheimnisvolle Weise dahin. Lia erfährt kurz darauf von einer Prophezeiung: zwei Schwestern sollen das Schicksal der Welt entscheiden. Eine als Tor, durch welche die dunklen Seelen in unsere Welt gelangen werden. Die andere als Wächter, dies zu verhindern. Doch welche Rolle spielt Lia, welchen Part der Prophezeiung soll sie erfüllen? Immer mehr entfremdet sie sich von ihrer Schwester, die zu ihrer Feindin wird. Gemeinsam mit ihren Freundinnen versucht Lia herauszufinden, wie sie das Schlimmste verhindern und die Welt vor dem Verderben schützen kann. Doch die dunklen Mächte sind stark, und Lia spürt ihre Kraft erwachsen. Wird sie sich zur Wehr setzen können gegen das ihr vorbestimmte Schicksal?

Ja, doch, ich hatte das Buch wider Erwarten dann in zwei Tagen gelesen. Die Kapitel sind angenehm kurz, der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Auch, wenn das Buch als "All-Age-Fantasy" vermarktet wird, halte ich es allerdings eher für ein Jugendbuch, das hier und da zwar auch erwachsenen Lesern gefallen wird, aber eben trotzdem ein Buch bleibt, mit dem vor allem junge Mädchen zwischen 12 und 16 sich identifizieren können mit ihrer Gefühlswelt, ihrem Handeln und Denken.

Die Handlung enthält zwar einige Klischees (verwaiste Geschwister, eine alte Prophezeiung, das Ende der Welt usw), aber trotzdem wirkt das Buch nicht wie eines, das man schon mehrfach gelesen hätte. Vor allem gefällt es mir, dass die Geschichte zwar relativ geradlinig verläuft (eben einfach zu lesen und für jüngeres Lesealter), aber dennoch genügend Raum lässt für einige spannenden Überraschungen. Auch gefällt es mir, dass die Handlung nicht unnötig gestreckt wird, und dass sie dennoch ruhig und gemütlich fließt.

Wer auf Action setzt, wer es gerne wild und abenteuerlich hat, der wird sich mit den Schwestern schnell langweilen. Aber wer gerne in einer dichten Atmosphäre versinkt, wer gerne schwermütige, ruhige Erzählungen liebt, der wird Lia schnell ins Herz schließen :-)

SaschaSalamander 10.01.2011, 17.52| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Jugend, Fantasy,

Statistik KW 01

Gelesen / Gehört
Hunger Games III - Mockingjay (S Collins)
Der Übergang (J Cronin)
Sex on the Beach (Anthologie)
Shaolin (B Moestl)
Sterbenskalt (T French)
Ach so (R Yogeshwar)
Signal (S Hidaka)
Ordensschwester Amelie 01-02
Die Prophezeiung der Schwestern (M Zink)


Gesehen
Armee der Finsternis
Die Tiefseetaucher
Brüno

Geschenkt
/


Getauscht
Island 1-7 (K I Yang)
D.V.D 1-8 (K Y Chon)


 Gekauft
/

SaschaSalamander 09.01.2011, 20.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Statistik KW 52

Gelesen / Gehört
Hunger Games III - Mockingjay (S Collins)
Der Übergang (J Cronin)
Sex on the Beach (Anthologie)
Schneewittchen muss sterben (N Neuhaus)
Shaolin (B Moestl)
Sterbenskalt (T French)
Ach so (R Yogeshwar)


Gesehen
Mystery Science Theater 3000
Frankenstein Junior
Evil Dead 01 + 02


Geschenkt
/


Getauscht
/


 Gekauft
Seven Days 2 (V Tachibana)
Soul Eater 1 (A Ohkubo)
Signal (S Hidaka)
Zombies!!! (Kartenspiel)
Munchkin Cthulhu 3 (Kartenspiel)

SaschaSalamander 02.01.2011, 20.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik



 






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